Ansehen/Wiedersehen

Hier bündeln wir alle Texte, die sich nicht um aktuelle Filme drehen. Wie der Name schon sagt: Dinge, die wir uns selbst gerade ansehen, oder Streifen, die wir gerade wiederentdeckt haben.
9
9/10
Die renommierte Investigativ-Redaktion der Süddeutschen Zeitung erlaubt einem Filmemacher, ihre Arbeit zu dokumentieren – und der wird Zeuge des spektakulären Falls rund um das nun schon legendäre „Ibiza-Video“. Das Ergebnis ist einer der packendsten deutschen Dokumentarfilme der letzten Jahre.
9
9/10
Einer der herausragendsten Filme des Jahres, und dann auch noch frei über eine Mediathek verfügbar? Gibt's nicht? Doch. Noch bis zum 15. April kann man sich in der MDR-Mediathek die atemberaubende Dokumentation "Kollektiv - Korruption tötet" ansehen, die bei den Oscars als beste Doku UND als bester internationaler Film nominiert ist. Was diesen Film spannender als jeden Polit-Thriller macht, dazu mehr in unserer Rezension.
9
9/10
Regisseurin und Drehbuchautorin Eliza Hittman packt in ihrem neuen Film ein sehr kontroverses Thema an - und bezieht mit einem absolut eindrucksvoll erzählten Film beeindruckend Haltung.
10
10/10
Der japanische Regisseur Isa Takahata veröffentlichte 1988 mit "Die letzten Glühwürmchen" einen der eindringlichsten Antikriegsfilme aller Zeiten. Weshalb man diesen Klassiker des Anime-Kinos unbedingt gesehen haben sollte, verrät euch unser Filmtipp.
Mit "Montana Sacra - Der Heilige Berg" veröffentlichte der chilenische Regisseur Alejandro Jodorowsky 1973 einen der wohl stilistisch subversivsten Filme der Geschichte. Warum das surrealistische Großwerk in keiner Filmsammlung fehlen darf, verrät euch unsere Rezension.
Der große Glamour ist wieder da - Netflix schickt seine Vorzeige-Hochglanz-Produktion "The Crown" in die vierte Runde und begeistert mit besonders schillernden Figuren-Konstellationen, denn nun betreten Margret Thatcher und Prinzessin Diana die historische Bühne der Serie.
Schach gilt als das Spiel der Könige. Aber was ist eigentlich mit den Königinnen? Die unglaublich stylische neue Netflix-Serie "Damengambit" lässt ausgerechnet in den männerdominierten 1960ern eine Frau nach dem Schachthron greifen.
Netflix zieht in die Schlacht. Mit "Barbaren" präsentiert der Streamingdienst seine erste deutsche historische Dramaserie. Und widmet diese gleich einmal dem legendären Underdog-Sieg des germanischen Heeres über die Römer im Teutoburger Wald. Aber wie gut wird hier am Ende wirklich Geschichte geschrieben?
10
10/10
Es ist an der Zeit, eine der ganz großen Lücken in unserer Goldrubrik zu füllen. Bitte eintreten, Herr Chaplin. Mit einem Film, der uns ein Lächeln schenkt – und vielleicht eine Träne.
10
10/10
Schande über uns, dass wir so lange dafür gebraucht haben, den besten Film des letzten Jahres zu würdigen. Aber nun ist Bong Joon Hos Überraschungs-Oscargewinner gratis auf Amazon Prime Video zu sehen, also wird es allerhöchste Zeit, "Parasite" zu preisen.
Mit ihrer neuesten Produktion bietet Reese Witherspoon erneut die Bühne für starke und komplexe Frauenfiguren. Was die Mini-Serie "Little Fires Everywhere" auf Amazon Prime Video sehenswert macht, dazu mehr hier.
Eine Zugfahrt, die ist lustig, eine Zugfahrt, die ist schön. Außer man ist mit dem dystopischen High-Tech-Zug "Snowpiercer" unterwegs, dessen brutales Klassensystem uns Netflix nun auch in Serienform präsentiert. Ob es sich trotzdem lohnt einzusteigen?
Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Vorhang auf für "Joe Exotic", seines Zeichens Privatzoobesitzer, Sänger, Waffennarr, Präsidentschaftskandidat und Protagonist der siebenteiligen Netflix-Doku-Serie "Tiger King", die in den USA gerade für einen riesigen Medienhype sorgt.
8
8/10
Ein Film über gesellschaftliche Rollenbilder und das Ausleben der eigenen Sexualität. Warum "Giant Little Ones" von Keith Behrmann zu einem der komplexeren Vertreter des Coming-of-Age-Genres zählt, erfahrt ihr hier...
8
8/10
Gesellschaftskritik, verdrehte Körper und ein Arschgesicht - "Society" aus dem Jahr 1989 ist Exploitationkino in Reinkultur und zeigt mit viel Kreativität und unterhaltsam-grotesken Schockbildern, welche erzählerischen und inszenatorischen Möglichkeiten das Subgenre des Body-Horrors zu bieten hat.
Mit Disney+ startet diese Woche ein weiterer Streaming-Dienst in Deutschland. Die Premierenfolge der hauseigenen "Star Wars"-Serie "The Mandalorian" wurde dabei geschickt als Köder im Free-TV platziert. Und wir klären auf, ob es sich lohnt anzubeißen.
9
9/10
Frisch ausgezeichnet mit dem Oscar als Bester Dokumentarfilm, zeigt sich "American Factory" als ganz reale Culture-Clash-Komödie mit sehr ernsten Untertönen.
Frankreich ist nicht nur das Geburtsland des Kinos, auch nach der ersten Kinoaufführung der Brüder Lumiére 1895 in Paris sorgten französische RegisseurInnen immer wieder für wichtige und einflussreiche Filmströmungen, die das weltweite Kino bedeutend beeinflusst haben. Die Nouvelle Vague stellt dabei die Speerspitze dieser Filmströmungen dar.
Mit dem Spin-off ist es ja immer so eine Sache. Künstlerische Motive sind für dessen Existenz eher selten ausschlaggebend, stattdessen schon eher die Hoffnung, noch ein paar Cent mehr aus einem bereits bestehenden Erfolgsmodell pressen zu können. Kein Wunder, dass auch im Serienbereich solche Unterfangen den Charme und die Qualität des Originals meist nicht mehr einfangen können und beim Publikum oft floppen.
Es hat über 50 Jahre gedauert, aber in der siebten Folge der neuen “Star Trek“-Serie “Discovery“ haben sie es tatsächlich hinbekommen. Es ist das erste Mal im “Star Trek“-Universum, dass eine Crew tatsächlich eine richtige Party feiert und keinen angestaubten Stehempfang, bei dem sich alle scheinbar wie versteinert an ihr Sektglas klammern.
“Stranger Things“ war die große Serienüberraschung des letzten Jahres. Die Abenteuer rund um eine Bande rollenspielsüchtiger Kinder, die in einer amerikanischen Kleinstadt echte Monster bekämpfen müssen, eroberte dank sympathischer Darsteller und liebevoll umgesetzter 80er-Jahre-Nostalgie die Herzen des Publikums.
Es gibt Rollen, die scheinen manchen Schauspielern einfach auf den Leib geschrieben. Kaum einer hat dies in den letzten Jahren so eindrucksvoll unter Beweis gestellt wie Benedict Cumberbatch, dessen Darstellung als Sherlock Holmes von Fans und Kritikern gleichermaßen schon fast abgöttisch geliebt wird. Gute Nachrichten für die Macher der britischen BBC-Serie, Steven Moffat und Mark Gatiss, möchte man meinen.
Gerade einmal drei Monate ist es her, da sprachen wir hier von “The Get Down“ als der teuersten Netflix-Serie aller Zeiten. Diese Bezeichnung ist nun aber schon wieder hinfällig, da mit “The Crown“ nun gleich das nächste aufwendig produzierte Serienhighlight von Netflix in den Ring geworfen wird. Die Serie behandelt das Leben der jungen britischen Königen Elisabeth II. und man kann sich jetzt schon denken für was hier wohl das ganze Geld ausgegeben wurde.
Diese Idee könnte Serie machen – das denken sich inzwischen immer mehr berühmte Hollywood-Regisseure. Ob David Fincher mit "House of Cards", Steven Soderbergh mit “The Knick“ oder schon bald Woody Allen mit “Crisis in Six Scenes“ - angesichts von den immer eintönigeren Wünschen der großen Hollywood-Studios ist das Serienformat für kreative Köpfe inzwischen zum deutlich aufregenderen Liebespartner avanciert.
Nostalgie kann ein ziemlich starkes Gefühl sein. Nur zu gerne denkt man sehnsuchtsvoll an die gute alte Zeit zurück, in der zumindest subjektiv betrachtet die Welt noch in Ordnung war und, vor allem in der eigenen Kindheit, alles irgendwie ein wenig einfacher und unschuldiger daherkam. Wo starke Gefühle sind, ist aber natürlich die Film- und Fernsehbranche nicht weit und so hat man dort, insbesondere in den letzten Jahren, Nostalgie als ein bewährtes Mittel zum Gelddrucken entdeckt.