Drama

8
8/10

marigold 1Evelyn (Judi Dench) hat lange ziemlich unselbstständig an der Seite ihres Mannes gelebt und muss nach dessen Tod nun allein zurechtkommen. Die ehemalige Haushälterin Muriel (Maggie Smith) ist eine grantelnde und offen rassistische alte Dame, der das Geld für die notwendige Hüftoperation fehlt.

9
9/10

1980 in der DDR. Die Kinderärztin Barbara (Nina Hoss) wird an ein kleines Krankenhaus an die Ostsee strafversetzt. Hier gilt die kühle und schweigsame Frau schnell als arrogante Berlinerin, die sich nicht integrieren möchte. Doch in der DDR ist das nicht nur unfreundlich, sondern auch per se verdächtig. Barbara im KrankenhausEin Stasi-Agent (Rainer Bock) kommt Barbara daher häufig besuchen.

9
9/10

Brandon (Michael Fassbender) ist attraktiv und im besten Alter, hat einen guten Job und lebt mitten in New York. Zweifelsohne ein erfolgreicher Mann, aber kaum jemand kann irgendetwas Persönliches oder Privates über ihn sagen. Denn wirkliche Freunde besitzt Brandon nicht, sein Appartment ist spartanisch eingerichtet und sein „Privatleben“ besteht im Grunde nur aus einer einzigen Sache, nämlich aus Sex. Sex mit anderen oder mit sich selbst, Sex mit flüchtigen Bekanntschaften oder Prostituierten, auf Internet-Pornoseiten oder Hotlines.

7
7/10
Das Leben von Irina (Alba Rohrwacher, "Die Einsamkeit der Primzahlen") ist ein einziger Albtraum: In Ihrem vom Krieg verwüsteten Heimatland werden ihre Eltern ermordet und sie selbst vergewaltigt. Nach ihrer Flucht lebt sie ohne Papiere in Berlin und arbeitet dort als Prostituierte. Auf der Straße baut sie langsam und vorsichtig eine Beziehung zu dem Obdachlosen Kalle (Vinzenz Kiefer) auf.
8
8/10

Über Steven Spielbergs neuen Spielfilm „Gefährten“ zu schreiben, bedeutet in erster Linie über die eigene Erwartungshaltung zu schreiben. Man hat sich Schreckliches ausgemalt, als einem die ersten Bilder des frühzeitig veröffentlichten Trailers erreichten. Pferde, Krieg, Freundschaft – nichts als triefender Kinokitsch. GefährtenUnd die ersten Einstellungen des Films zeigen auch nicht den geringsten Willen, diesen Eindruck zu ändern.

8
8/10

Fast scheint es so, als wäre der Begriff „Oscar bait“ für die Dramen des Briten Stephen Daldry und deren Rezeption durch Publikum und vor allem Kritik extra erfunden worden.

9
9/10

Wer meint Forrest Gump wäre um sein Leben gerannt, der hat den kleinen Cyril (Thomas Derot) noch nicht Fahrrad fahren sehen. Wenn dieser aufgeweckte, lebhafte Zwölfjährige in die Pedale tritt, dann nicht um vorwärts zu kommen, sondern um aus einem Leben zu flüchten, einem bedrückenden Alltag, der ihn nicht haben möchte.

8
8/10

Es gibt einen Moment in Bennett Millers Sportfilm „Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“, der sich sichtlich vom Rest des Films unterscheidet. Es ist Weihnachten, der verletzte und aussortierte Baseballspieler Scott Hatteberg (Chris Pratt) sitzt vorm Fernseher, während seine Frau im Nebenzimmer mit sorgenvoller Mine auf einen Stapel von Rechnungen blickt.

8
8/10

In den ersten Sekunden von „The Descendants“ sieht man Elizabeth King fröhlich beim Speedboatfahren. Es wird das letzte Mal sein, dass wir eine Gefühlsregung von ihr sehen. Denn nach einem Unfall mit eben jenem Boot liegt Elizabeth im Koma und auf einmal obliegt es ihrem auf Oahu in Hawaii lebendem Ehemann Matt (George Clooney), sich um die beiden Töchter Scottie (Amara Miller) und Alexandra (Shailene Woodley) zu kümmern, die der Anwalt in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt hat.

8
8/10

In der langen und erstaunlichen Karriere des Clint Eastwood nehmen die 2000er–Jahre eine herausragende Stellung ein. Denn spätestens mit seinem Oscar-prämierten Doppelschlag „Mystic River“/„Million Dollar Baby“ hatte Eastwood sich als einer der besten und aufregendsten Regisseure etabliert – im Stolzen Alter von über 70 Jahren und Dekaden nach seinen Mainstream-Erfolgen als Schauspieler.