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Outtakes

Filmszene Gold

  • In eigener Sache: Filmszene.de stellt sich neu auf

    Liebe Leser,

    nach der einen oder anderen kleinen Ankündigung ist es in wenigen Tagen endlich soweit: Filmszene.de wird von Grund auf ein „Face-Lift“ bekommen und sich neu aufstellen. Damit werden wir unsere extrem in die Jahre gekommene Seite technisch endlich soweit modernisieren, dass man Filmszene.de auch auf mobilen Geräten anständig nutzen kann.

    Frank-Michael Helmke

    Danke

    Auch Danke von meiner Seite für die bisherige Arbeit und viel Erfolg mit dem neuen Blog!
    Ich werde die Seite natürlich weiterhin besuchen, hoffe aber dass die Seite im Geiste ähnlich bleibt.
    Das Filmarchiv bleibt aber hoffentlich erhalten?

    PS: Bitte ersetzt das Bild-Captcha mit irgendetwas anderem, bitte bitte

    Ebenfalls Dank!

    Liebes Filmszene.de-Team,

    ich kann mich den Vor-Kommentaren in vielerlei Hinsicht nur anschließen. Bin ebenfalls seit vielen Jahren (wenn auch nicht seit 1999, damals hatte ich nur zum Ende des Jahres in meiner ersten Studentenwohnheimsbutze zum ersten Mal Internet und habe da erstmal anderen Content aufgesogen...) Fan von Eurer "Schreibe" und regelmäßiger Leser; tatsächlich zählt Eure Seite zu den Top 5 bis 10 meiner wöchentlich angewählten URLs. Als Film-/TV-Interessierter habe ich mich mit Euren Beiträgen/Rezensionen immer gut versorgt (informiert und unterhalten) gefühlt; zudem habe auch ich häufig "meinen Geschmack" getroffen gesehen, gerade bei den Filmen, die ich mir erst auf Eure Empfehlung hin angeschaut habe. Der Rückgang an "aktuellem Output" in den letzten Monaten ist mir tatsächlich auch aufgefallen; die von Euch genannten Gründe dafür und für das Ende der Seite in der jetzigen Form kann ich aber gut nachvollziehen. Ich bin sehr gespannt auf den Relaunch und die "neue Ausrichtung"; dann ist das jetzt eben der erste "Blog", den ich regelmäßig lese (wenn er denn ähnlich gut wird wie das bisherige Format...:)).

    Bis dahin wünsche ich viel Erfolg beim Umstellen der Seite sowie natürlich auch bei den dafür verantwortlichen diversen beruflichen und privaten ("Haupt-")Aktivitäten. Ich hoffe, dass Ihr wie im Beitrag beschrieben trotzdem weiterhin Zeit und Muße habt, den ein oder oder anderen Film/die ein oder andere Serie zu sehen und zu rezensieren (ich selbst komme leider außer zu "Rote Rosen" gucken auch kaum mehr zu etwas anderem, wobei aber die Qualität jedenfalls dieser Serie ja bereits hinlänglich bekannt und über jegliche Besprechung erhaben sein sollte... ;) ). Ich freue mich jedenfalls darauf, weiter von Euch zu lesen...

    Viele Grüße

    Bedhanger

    Danke

    Ich lese eure Seite schon seit vielen Jahren und wunderte mich schon, dass plötzlich interessante Filme wie der "Leuchtturm" ignoriert wurden. Eure Kritiken empfand ich fast immer informativ und lesenswert. Zudem waren eure Bewertungen relativ oft in Einklang mit meiner persönlichen Einschätzung der gesehenen Filme. Als "Filmnerd" werde ich euch regelmäßigen Rezensionen vermissen, auch wenn ich sicher weiterhin einen gelegentlichen Blick ins Archiv werfe. Da ich selbst inzwischen ebenfalls die meisten Filme auf dem Sofa konsumiere und nicht mehr ganz jung bin, kann ich eure Gründe gut nachvollziehen. Ihr habt euch über die Jahre viel Arbeit gemacht. Vielen Dank dafür! Ihr hinterlasst eine Lücke!
    Andi

    Vielen Dank

    Auch ich bin gefühlt seit 20 Jahren regelmäßig auf eurer Seite und informiere mich über die aktuellen Filme. Dabei wart Ihr für mich immer ein wichtiges Kriterium ob ich mir den Film anschaue oder nicht....Ich hoffe das bleibt so.

    Vielen Dank und alles Gute

    Oh, ich weiß nicht mehr

    welche Rezension meine erste auf Filmszene war. Ich meine, es war eine Rezension zu "Fight Club" von Frank-Michael Helmke. Jedoch ist im Archiv eine andere von Rainer Leurs. Damals gab es manchmal von euch eine zweite Kritik in den Kommentaren, die womöglich bei der letzten Erneuerung der Seite verloren gegangen ist. Egal.

    Ich finde euren geplanten Relaunch eine gute Idee. Film schauen und den Text schreiben sind vermutlich noch mit Freude verbunden. Beim Gedanken, den Text einzustellen, Fotos einzubinden, Verlinkungen, Archiv, News, Updates etc. setzt bestimmt so manches Mal die Unlust ein und man verschiebt es auf morgen. Oder nächste Woche...
    Meine Hobby-Projekte sind auch gestorben, weil ich "plötzlich" alt geworden bin und neben Arbeit und Familie kaum noch Zeit habe. Hier ist die Reduktion auf das Wesentliche richtig und sinnvoll. Letztendlich seid Ihr nicht IMdB, sondern eine Perle mit Fokus auf gute Rezensionen plus gelegentlichen Abstechern zu den Oscars, Highlights des Jahres usw.

    Ich freue mich.

    Danke!

    Ich kann mich da nur anschließen! Ohne euch hätte ich viele viele Filme nicht gesehen.
    Ich bin quasi von Anfang an dabei und habe euren Schreibstil und euer Fachwissen immer bewundert. Wenn man das mit anderen Seiten vergleicht (z.b. Filmszene) sind das Welten.
    Ich fand/finde es schade, dass immer weniger zu lesen war von euch. Freue mich aber auf die neue Seite und vor allem auf die Ankündigung, in Zukunft Serien eine noch größere Aufmerksamkeit zu schenken!
    Danke nochmal!

    Ich verdrücke eine Träne

    Seitdem ich diese Seite vor etwa 10-15 Jahren entdeckt habe, waren die Kritiken hier immer mein wichtigster Indikator dafür, ob ein Film wirklich gut war oder nicht. Wurde der Film hier gut bewertet, konnte ich mich (fast) immer darauf verlassen, dass er mir ebenfalls gefallen würde. So sind über die Jahre dann eine Vielzahl von Filmen (auch kleinere Produktion, ganz weit weg vom Mainstream, auf die ich womöglich sonst nie gestoßen wäre) auf meiner zu-kaufen-Liste gelandet. Filmszene.de konnte ich immer blind vertrauen. Dementsprechend hat diese Seite hier erheblichen Einfluss darauf genommen, wie sich meine filmischen Vorlieben im Laufe der Zeit entwickelt haben.
    Und das wird auch weiterhin so bleiben.

    Alles Gute weiterhin und schöne Grüße

    Danke euch!

    Bin grosser Fan seit immer (sag ich mal frech). Vielen Dank fuer all die tolle Arbeit ueber die Jahre! Ohne euch haette ich Filme wie Oldboy, City of God oder Almost Famous nie gesehen. Ihr habt meinen Filmgeschmack imens gepraegt.

    Viel Glueck bei eurem neuen Vorhaben und auf die naechsten 20!

    Daniel
    (www.lostinhospitality.com)

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  • Dank für den Jahresrückblick

    Dank für den Jahresrückblick zum Kinojahr 2019. Immer wieder interessant sich anzuschauen was überzeugt hat – und was nicht. Und natürlich, wie die Einschätzungen da manchmal etwas auseinander gehen. Daß es die filmszene immer seltener in’s Kino schafft ist zwar schade aber angesichts der genannten Gründe nachvollziehbar. Die Seite in Zukunft deshalb aufgrund der geänderten Sehgewohnheiten mehr für Kritiken der Inhalte (sowohl Filme als Serien) der Streaming-Anbieter zu öffnen und dadurch die Anzahl der Besprechungen hier wieder deutlich zu erhöhen ist mir allemal lieber, als wenn das hier total einschlafen würde. Wie nicht nur von mir über die letzten Jahre des öfteren erwähnt: ihr wart, seid und bleibt hoffentlich weiterhin ein ziemlich verläßlicher Kompaß für Film- und Serienliebhaber.

    Hier nun auch meine Liste für 2019:

    - - - - - - - - - - - -

    Höhepunkte:

    The Favourite
    Once upon a time in Hollywood
    Joker
    Parasite
    Atlas
    Systemsprenger
    Lara
    Green Book
    High Life
    The Sisters Brothers
    Marriage Story (Netflix)
    The Two Popes (Netflix)

    - - - - - - - - - - - -

    Unter Erwartung:

    Beale Street
    The Farewell
    Shoplifters

    - - - - - - - - - - - -

    Und abschließend noch ein Nachtrag zu einem top Netflix-Spielfilm von 2018: Private Life.

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  • Filmszene-Jahresrückblick 2018: Das Jahr, in dem das Kino starb (?)

    17 Prozent. Das ist die Zahl, die alle nervösen "Das Ende ist nahe"-Propheten rund um die deutsche Kinolandschaft gerade sehr beschäftigt. Um 17 Prozent ist die Gesamtzahl der Kinobesucher in Deutschland 2018 im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Von 96 auf gerade mal noch 80 Millionen. Und schon die 96 Millionen von 2017 waren im Vergleich zu den sonstigen Werten der letzten Jahrzehnte schon eine Krisennummer. Aber 17 Prozent, binnen eines Jahres? Das ist arg. 

    Frank-Michael Helmke

    Super interessanter Artikel

    Super interessanter Artikel und sehr gut geschrieben.

    Ich hoffe, dass uns Filmszene - für mich die Anlaufstelle Nummer eins, wenn es um Filme geht - noch lange erhalten bleiben wird.

    Treffender Bericht über eine düstere Zukunft

    "Wer nur noch alte Klassiker neu auflegt, kann natürlich keine neuen Klassiker hervorbringen" - mit diesem Satz ist schon der Großteil der aktuellen Problematik der Konsum-Medien (nicht nur Film, auch Musik und Computerspiel leiden unter ähnlichen Problemen) treffend beschrieben.
    Aus einst innovatien, kreativen Institutionen sind Mega-Konzerne geworden, die alles, was nur ansatzweise nach Geld riecht gnadenlos aufkaufen und als Marke auspressen oder einstampfen. Das Ergebnis ist eine Gleichschaltung von Form und Inhalt, was sich auch in den ausbleibenden Highlights wiederspiegelt.
    Es schmerzt mich als Fan der Marvel Comics zugeben zu müssen, dass ich nach dem zweiten Avengers Film (den ich damals nur noch "ok" fand) nur noch die beiden Deadpool-Filme gesehen und den Rest ignoriert habe. Der Markt ist übersättigt, doch das Mainstream-Publikum erfreut sich am filmischen Fastfood. Oder doch nicht? Immerhin scheinen die Einspielergebnisse hierzulande langsam aber sicher dagegen zu sprechen.
    "Solo" habe ich ebenfalls nicht gesehen und auch "Rouge One" nicht, denn Spin-Offs sind aus meiner Sicht noch schlimmer als Prequels, da sie Geschichten erzählen, die man nie vermisst hat. Alles ist kühl kalkuliert und auf Gewinn getrimmt. Und die Masse konsumiert fleißig - Hauptsache geowhnt und billig. Sich bloß nicht auf ein Risiko einlassen.
    Und was soll ich mit Streamingdiensten anfangen, die mir alle ihre "Exklusiv"-Angebote unterjubeln wollen? Mal ehrlich: wie viele Abos soll ich eigentlich abschließen, wenn ich alle Netflix-Originals, Amazon-Originals und bald wohl auch Disney-Originals sehen möchte? Wann wachen die Leute eigentlich auf?
    Und gerade auch im Serien- und Heimkinobereich sieht es nicht besser aus: es geht nur noch Masse. Ein knappes Dutzend Staffeln "Walking Dead", die inhaltlich auf der Stelle treten, die hundertste Sitcom, mit zotigen und nerdigen Gags - wer soll das alles konumieren? Und wann?
    Und ob die Einstellung von "Mosla" mit seiner Super-Duper-Heimkinoanlage die richtige ist, wage ich zu bezweifeln, denn beim Kino kam es noch nie auf die tolle Technik an, es sind vielmehr weiche Fakten, die man schwer mit Daten belegen kann. Ich kann mir mein Essen auch zu Hause kochen. Wozu ausgehen? Ich kann mir Musik streamen, Wozu auf ein Konzert gehen? Wozu überhaupt das Haus verlassen? Den Gipfel des Mount Everest kann ich doch googlen.
    Asugerechnet einer der besten Animationsfilme aller Zeiten beschreibt unseren fortschrittlichen Weg treffend: Wall-E. Wer ihn gesehen weiß, was ich meine und wohin unsere Überfluss-Konsumgesellschaft wandert, der jegliches Qualitätsbewusstsein abhanden gekommen ist.
    Auch wenn ich anhand dieses Berichts und der Kommentare ein eher düsteres Bild der künftigen Filmwelt zeichne: es gibt sie trotzdem noch, die Kleinode. Mann muss sie suchen und man muss sich darauf einlassen, aber wenn man sie erst mal gefunden hat, bereut man es meist nicht. Einen Teil dazu trägt auch dieses Filmszene Portal bei, über das ich schon so einige tolle Filme entdecken durfte, die mir vermutlich sonst entgangen wären. Danke auch dafür.

    Netflix sollte bei Serien bleiben!

    Netflix hat die Filmbranche leider sehr zum negativen verändert, die Netflix Eigenproduktionen sind Film-Fast-Food ohne bleibende Erinnerungen, einmal schauen und nie wieder. Sie hätten bei ihren Serien bleiben sollen und Filme Leuten überlassen die etwas davon verstehen.
    Disney muss man auch kritisch sehen, obwohl viele Filme Spass machen und auch Star Wars von Disney erfolgreich wieder belebt wurde konzentriert sich das Kino einfach zu viel auf diese Disney-Franchise Blockbuster und der Rest geht völlig unter, echt gute Filme wie z.B "Upgrade" sind in Deutschland überhaupt nicht mehr erschienen, diese Entwicklung ist sehr besorgniserregend.

    Ich gehe schon lange nicht mehr ins Kino

    Ich spreche mal für mich: Ich schaue Filme seit längerer Zeit nur noch im O-Ton auf 4K-BluRay und eine gehobene Heimkinokette mit XXXL-Bild u. DolbyAtmos-Ton tut noch ihr übriges. Wozu noch ins Kino gehen, wo die Preise immer weiter steigen und der Ton in den Kinosälen so laut ist, dass wahrscheinlich nur noch Schwerhörige angezogen werden. Die Zeitfenster der Veröffentlichungen auf 4K-Scheibe ist mit 4 bis 5 Monaten auch schon relativ kurz. Diese Bild- u. Tonqualität in meinen 4 Wänden bekomme ich in meinem Kino in der Nähe nicht geboten. Punkt! Ich bin einer der Befürworter der gleichzeitigen Veröffentlichung von Kino- und Heimkinoauswertung.

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  • Filmszene-Jahresrückblick 2017: Erstaunlich geil

    Wir haben an dieser Stelle in den letzten Jahren nicht sonderlich viele positive Worte gefunden, der traditionelle Jahresrückblick war zuletzt meist eine erneute Bestandsaufnahme der Malaise des Kinos, eine hadernde Analyse über die immer weiter zunehmende Reduzierung des Kino-Programms auf Superhelden, Animationskomödien und Sequels/Remakes, die kaum noch Platz für andere, originelle Filme lassen. Unseren Jahresrücklick 2016 hatten wir dementsprechend dann auch mit einer ziemlich düsteren Prognose für 2017 beendet. 

    Frank-Michael Helmke

    Das Jahr 2017

    ist kinotechnisch komplett an mir vorbeigegangen. Dank euch habe ich jetzt eine Liste, die ich abarbeiten kann :)

    Gutes Jahr 2017

    Doch hauptsache filmszene bleibt uns erhalten :)

    Wie sagt der Franzose?

    Absolut d'accord mit eurer Einschätzung und meine Top 10 sieht sehr ähnlich aus.

    Für mich ist "Get Out" der Film des Jahres, da er wie kein zweiter gesellschaftliche Relevanz und Unterhaltung kombiniert hat.
    Mittlerweile 5x auf Bluray gesehen und ich kann jedem den Audiokommentar empfehlen.

    La La Land, Moonlight, Manchester by the Sea und Dunkirk waren allesamt herausragend und wären in den meisten Jahren auf Platz 1 oder 2 gewesen.

    Baby Driver, IT, Logan, John Wick: Chapter 2, Arrival, Guardians of the Galaxy Vol. 2, Train to Busan, Nocturnal Animals streiten sich dann um die restlichen Top 10 Plätze.

    Den neuen Spiderman und Wonder Woman fand ich gut aber nicht gut genug für die Top 10.

    Wenn man dann noch Blade Runner und den Abschluss der (bisher) großartigen Affen-Trilogie nimmt, die ich beide noch nicht gesehen habe, war 2017 ein überragendes Filmjahr mit überraschend wenigen Flops - Michael Fassbender (Assassins Creed und The Snowman waren leider richtig mies und Alien ziemlich mittelmäßig...) mal ausgenommen.

    Vielen Dank Filmszene, vielen Dank Hollywood, so kann's weitergehen!

    Obwohl ich nicht alle

    Obwohl ich nicht alle aufgezählten Filme gut fand, teile ich die Einschätzung, dass 2017 ein sehr starkes Filmjahr war.

    Zwei weitere Filmperlen des Jahres, die oben nicht genannt werden (wohl weil sie hierzulande skandalöserweise gar keine oder nur eine limitierte Kinoauswertung erhalten haben), wären noch "Der unsichtbare Gast" und "Die Erfindung der Wahrheit".

    Ansonsten gefallen mir die Listen der Redakteure gut. Nur die Flop-Liste von Johannes Miesen sorgt mit den Titeln "Blade Runner 20149" und "Baby Driver" für Stirnrunzeln, aber jemandem, der das Meisterwerk "La La Land" auf den verdienten ersten Platz bei den Tops setzt, kann man letztlich nicht böse sein.

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  • Filmszene Jahresrückblick 2016

    Wer sich mal ein bisschen mit Filmgeschichte beschäftigt hat, der weiß, dass Hollywood seine größte existenzielle Krise in den späten 50ern und frühen 60er Jahren erlebte, und das lag vor allem am Aufstieg eines neuen Mediums: dem Fernsehen. Je mehr Menschen sich ein TV-Gerät zulegten und Unterhaltung in Bild und Ton nun auch daheim erleben konnten, desto weniger gingen ins Kino. Die Reaktion der Hollywood-Studios bestand damals im Versuch, im Kino etwas zu bieten, was das Fernsehen nicht leisten konnte.

    Frank-Michael Helmke

    Ja, 2016 war wirklich ein

    Ja, 2016 war wirklich ein bescheidenes Jahr, auch im Kino.
    Der These aus dem Jahresrückblick, dass die Innovationen von den Fernsehmachern kommen, kann ich einerseits zustimmen. Andererseits stimmt das aus meiner Sicht nur für den us-amerikanischen Markt. Da kamen nach starken Jahresbeginn (The Revenant,The hateful eight) erst im Herbst mit American Honey, Alle Farben des Lebens und Arrival wieder Bemerkenswertes.
    Der größte Flop war sicherlich Jeff Nichols Midnight Special, der interessanterweise in den angehängten Best-of-Listen mehrmals genannt wird!

    Das europäische Kino hat verlässlich ein paar sehenswerte Filme im vergangenen Jahr hervorgebracht:
    Toni Erdmann, The Lobster, A War, I Daniel Blake, Die Hände meiner Mutter, Das unbekannte Mädchen

    Und die Kanadier, bei denen übrigens die gesamte Filmförderung schon immer (?) über´s Fernsehen läuft, haben auch nicht enttäuscht. Meine drei Lieblingsregisseure Dolan, Falardeau und Villeneuve haben alle nicht ihren besten Film gemacht, aber sich in neuen Genres (Theater-Adaption, Komödie und Science-Fiction) bewiesen.

    Ich möchte es aber auch nicht schöner schreiben, als es ist. Es fehlt nicht nur der herausragende Film, über den man noch jahrzehntelang spricht, sondern die breite Palette an empfehlenswerten Filmen.

    Schreckliches Kinojahr. Nicht

    Schreckliches Kinojahr. Nicht schwach, sondern eben: Schrecklich, aus den hier genannten Gründen. Nichtsdestotrotz konnte man ein paar Perlen finden, für mich waren das:

    - Toni Erdmann
    - Anomalisa
    - Arrival
    - The VVitch
    - Midnight Special
    - American Honey

    An der Remake/Reboot/Sequel/Prequel-Front vergebe ich noch Sympathiepunkte an die "Phantastischen Tierwesen", die aus dem Stand gleich mal origineller und erfrischender waren als das gesamte filmische Marveluniversum (wie lächerlich und "unmagisch" dagegen z.B. Doctor Strange). Zumindest hatte ich den Eindruck, es geht darum, eine richtige Geschichte mit richtigen Figuren zu erzählen. Muss wohl an J.K. Rowling liegen.

    Die Flops spare ich mir, es sind zu viele.

    Ansonsten: Die hier vorgenommene Polarisierung zwischen Kino und Fernsehen geht längst nicht mehr auf, zumindest in qualitativer Hinsicht. Wer genau hinschaut, wird feststellen, dass die großen Serien-Meisterwerke bereits gelaufen sind (oder sich in den letzten Staffeln befinden). Was nachkommt, gibt sich hochwertig und ist aufwendig in Szene gesetzt (z.B. Narcos, Stranger Things), ist aber bei weitem nicht so gut, wie es den Anschein hat oder auch nur eine Variation von Altbekanntem. Es gibt eine Menge mittelmäßiger bis guter Serien, aber kaum wirklich große Werke, die aus dem Überangebot herausragen. Einzige Ausnahme hier, meiner Meinung nach: Westworld.

    Für die Zukunft: Warten auf den Zusammenbruch. Und hoffen auf 'New new Hollywood', oder so ähnlich...

    Everyday the same procedure

    Ihr hättet eigentlich einen eurer Jahresrückblicke aus den vergangenen Jahren kopieren und und hier wieder einfügen können. Es wird einfach nicht besser. Schlimmer noch, Nemo 2 war nur mittelprächtig. Tja, wo ist der Mut, das Neue, das Magische? In Arrival, The Revenant und The Hateful Eight hat man es erahnen können.

    Die Flucht in Serien läuft schon seit über einem Jahrzehnt. Netflix & Co. sind nur die logische Konsequenz. Leider erleben wir eine Schwemme an Serien und man verliert sich immer mehr in der Suche in den Angeboten verschiedener Anbieter. Und es überleben nur wenige Serien - und die werden gemolken bis nichts mehr von der Originalität und Tiefe übrig ist. Daneben versuchen andere Serien ihre Eintönigkeit durch maximale Schockeffekte (Walkind Dead) zu überdecken. Klasse in 2016: "Stranger Things", "The Night Of", "Westworld" und "Der Anschlag" (Vorsicht Phrase: Das Buch ist aber deutlich besser).

    Auf ein besseres 2017 mit Power Rangers, Avengers 3, Deadpool 2, Thor 3, X-Men Teil 24, Oceans Eight, Pirates of the Caribbean 5, Fast&Furious 8... :(

    Da mache ich mich dann doch

    Da mache ich mich dann doch gerne mit filmszene gemeinsam lächerlich was den Serienhype anbetrifft. Tatsächlich würde ich der Analyse in nahezu allen Punkten zustimmen. Über die letzten 5 Jahre hinweg hat die Menge der qualitativ interessanten Filme auf der Kinoleinwand beständig nachgelassen. Früher ist man im Herbst/Winter kaum hinterher gekommen alles Interessante im Kino schauen zu können. Heutzutage muß man mühsam nach etwas lohnenswertem suchen. Wo früher eine Top-10 Liste kaum ausreichte um alle Film-Highlights aufzulisten ist man jetzt schon froh etwas für eine Top-5 zusammengekratzt zu bekommen.

    Anders schaut es hier bei Serien aus. Herausragende Produktionen wie „House of Cards“ (übrigens mit der Pilotfolge von David Fincher), „Breaking Bad“, „Better Call Saul“, „Mad Men“, „Orange is the New Black“, Happy Valley“, „Bloodline“, „Downton Abbey“, „The Boss“, „Narcos“, „Fargo“, „Extras“ usw. toppen qualitativ bei Weitem das, was im Kino zu sehen ist. Die epische Erzählweise innerhalb einer Staffel über mehrere Folgen hinweg und das längere Ausleuchten der Charaktere nicht nur über eineinhalb Stunden wie im Kino bringt das Plus an Seherlebnis. Zugegeben – nicht jede Serie verdient mehr als zwei oder drei Staffeln. Auch hier wird die Kuh oftmals zu lange gemolken.

    Klar gibt es sie noch – Filme wie „The Revenant“, die den Gang in’s Kino lohnen und einen umhauen (und mit 7 Augen in der Tat unterbewertet wurden). Aber außer „Toni Erdmann“, „American Honey“, „Lobster“ und „Arrival“ fällt mir da für 2016 sonst nicht mehr viel ein.

    Es darf einer Filmseite erlaubt sein, zu kritisieren, daß im Kino weniger Interessantes zu sehen ist und das anderswo Spannenderes passiert, wenn dem so ist. Ich jedenfalls finde den Schritt richtig, die Kritiken auf www.filmszene.de auch auf einzelne Serien auszuweiten.

    Immer dieser lächerliche

    Immer dieser lächerliche Serienhype.

    Leinwandgöttinnen? Streep geht auf die 80 zu und Roberts (für die diese Bezeichnung offen gesagt selbst in ihrer Hochphase deutlich zu hoch gegriffen wäre) hatte ihren letzten Erfolg vor über 10 Jahren. Sagt ja viel aus wenn diese beiden jetzt auch Serien machen... Die beiden aktuell angesagtesten Schauspielerinnen sind Lawrence und Johansson, die beide nicht auf die Idee kommen ins Serienfach zu wechseln, warum wohl?

    Darauf, dass der derzeit größte männliche Star DiCaprio eine Serie dreht könnt ihr auch noch lange warten... Der dreht lieber einen Film wie "The Revenant", der jede der achso tollen Serien inszenatorisch wie ein Schulprojekt wirken lässt, aber den Film habt ihr auf eurer Seite ja mit lächerlichen 7 Punkten abgespeist...

    Umgekehrt wird schon eher ein Schuh daraus: Wer sich durch eine Serie einen Namen gemacht hat, kann es kaum abwarten endlich groß ins Filmgeschäft einzusteigen, siehe Emilia Clarke, Bryan Cranston usw.

    Auch bei den Kreativen kann ich die von euch beschriebene Abwanderung zum TV nicht erkennen. Machen P.T. Anderson, Nolan, Fincher, Aronofsky usw. inzwischen Serien? Muss ich wohl verpasst haben.

    Wenn ihr Filme so doof findet, wozu dann diese Seite? Zumal sämtliche übermäßig gewichtete Kritikpunkte an Filmen auch auf die meisten Serien zutreffen, dort aber komischerweise nicht bemängelt werden. "Game of Thrones" mit seinen geradezu zum Running Gag gewordenen Ableben wichtiger Figuren ist doch inzwischen ein Paradebeispiel für Formelhaftigkeit.

    Natürlich macht Hollywood bei seinen Blockbustern größtenteils vorhersehbaren, eintönigen Kram. Das war aber schon immer so. Wenn man die Perlen abseits der Blockbuster nicht registrieren will ist man selbst schuld.

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  • Filmszene Jahresrückblick 2015

    Heimlicher Trend des Jahres: Feminismus im Genrefilm

    Simon Staake

    Bestenliste 2016

    Wie immmer, eine interessante Diskussion über die besten Filme 2016. Hier meine persönliche Liste:

    1. Victoria
    2. Sicario
    3. Mad Max: Fury Road
    4. Tod den Hippies. Es lebe der Punk!
    5. Das brandneue Testament
    6. Whiplash
    7. Wild Tales
    8. Er ist wieder da
    9. Birdman
    10.Ex Machina

    Mein Top-Flop: Taxi Teheran

    Muss das Birdman-Bashing sein?

    Finde es etwas Schade, das dies in diesem Jahresrückblick doch Herr Staakes Abneigung gegenüber Birdman sehr dominiert, einen Film, der bei 5 von 8 Kritikern hier (die Rezensentin gar nicht eingerechnet) in der Top 10 steht. Man kann ja durchaus anderer Meinung sein und Birdman nicht für ein Meisterwerk halten, aber den Oscar-Preisträger der Kategorie "Bester Film" im Jahresrückblick so zu verreisen ist dann doch schon recht fragwürdig und irgendwie inkonsistent. Das ist dann halt kein Jahresrückblick der Filmszene-Redaktion mehr, sondern die persönliche Meinung von Herr Staake.

    Rechnet man übrigens die Bewertungen aller Kritiker zusammen (Platz 1 - 10 Punkte, Platz 10 - 1 Punkt) ergibt sich folgendes Redakations-Ranking, das ich gar nicht schlecht finde:
    1. Mad Max
    2. Alles steht Kopf
    3. Whiplash
    4. Birdman
    5. Victoria
    6. Foxcatcher
    7. It Follows
    8. Ex Machina
    9. Carol
    10. Der Marsianer

    2015 :/

    An einer Top Ten versuche ich mich erst gar nicht. Einige eurer Favoriten muss ich auch noch nachholen. Und 2016? Fluch der Karibik 5? Spider-Man 3 (bzw. 6)? Independence Day 2, Alice 2, Bourne 5, X-Men Teil 621...?
    Ok, bei Nemo 2 und Avatar 2 hege ich gewisse Hoffnungen. Aber ansonsten stürze ich lieber wieder in meine Serien - z.B. die 2. Staffel von FARGO oder SENSE8, ASH VS. EVIL DEAD, SHERLOCK, NARCOS, usw.

    An Euch aber einen großen Dank für ein weiteres Jahr mit vielen lesenswerten Filmkritiken!

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  • Das Ende ist nah... - Der Filmszene-Jahresrückblick 2014

    2014 jährte sich der Fall der Mauer zum 25. Mal. Und auch Filmszene.de hatte einen bedeutenden Jahrestag zu verzeichnen, denn unser kleines Filmmagazin erblickte das Licht der Welt Anfang 1999, und ist dieses Jahr somit 15 Jahre alt geworden. Eine Tatsache, die mir erst sehr spät aufging, als ich darüber nachdachte, was ich in diesem Jahresrückblick eigentlich schreiben würde, und mir die Jahreszahl 1999 in einem Artikel begegnete, der einiges an Inspiration für diesen Text hier geliefert hat.

    Frank-Michael Helmke

    Ein mittelmäßiges Jahr

    Meine Liste für 2014: http://www.imdb.com/list/ls059023988/

    Insgesamt aus meiner Sicht ein mittelmäßiges Filmjahr, wo mich nur wenig richtig begeistert hat. Ich habe z.B. nicht ein einzeiges Mal zehn Sterne vergeben. Allerdings habe ich dieses Jahr auch nur vergleichsweise wenig Filme gesehen, weil das Leben so viel andere schöne Dinge zu bieten hatte. So fehlen mir bspw. Interstellar, Mud, LEGA, Boyhood ... schande über mich. Das hole ich aber alles nach. Versprochen! :)

    Vielen Dank für eure tolle Arbeit. Bitte weiter so!

    same procedure as every year

    Ich denke schon, dass das Alter und die Vielzahl an gesehenen Filmen zu - sagen wir mal- einem anderen Anspruch führt. So richtig vom Hocker gehauen hat mich letztes Jahr nur wenig. Wobei ich eigentlich nicht so recht mitreden kann, da die Kinoabende aufgrund des Nachwuchses drastisch verringert werden mussten. Mir fehlen noch Filme wie Grand Budapest Hotel, Wolf of Wall Street, Her, Under the Skin, etc.

    Gesehen und für unterhaltsam empfunden habe ich NIGHTCRAWLER mit einem wieder mal tollen Jake Gyllenhaal. INTERSTELLAR, wegen des lange nachwirkenden Gedankenknotens im Kopf. SNOWPIERCER, für den genialen Mix aus Asia- und US-Kino. MUD, für die tolle Atmosphäre. Außerdem AMERICAN HUSTLE und EDGE OF TOMORROW. Serienhighlights: FARGO, SHAMELESS, TRUE DETECTIVE und HOUSE OF CARDS.

    Und mit Wehmut denke ich an die Menschen, die mich mit ihrer Leistung begeistert haben und uns leider letztes Jahr verlassen haben: Philip Seymour Hoffman, Robin Williams, Bob Hoskins, Richard Attenborough, Maximilian Schell, uva.

    Bommel

    Traditions

    Zwar bin ich noch nicht ganz seit 1999 mit am Start, aber ihr seid trotzdem schon eine ganze Weile meine Go-To-Guys, wenn es um Entscheidungsfindung für das Kinoprogramm geht.
    Mit großem Abstand zur Konkurrenz schafft ihr es erstaunlich oft meine persönliche Einschätzung zu aktuellen Kinofilmen wiederzuspiegeln. Danke dafür und weiter so!

    Wo wir grad beim Thema sind, auch ich hätte dieses Kinojahr für deutlich besser befunden, als noch das vorherige, ich musste aber beim resümieren der Filme feststellen, dass es leider nicht an der Menge der Top-Filme liegt, sondern wie hier bereits geschrieben eher an einer Aufwertung des Mainstreams. Trotzdem war das Kino-Jahr 2014 kein schlechtes

    Hier meine PErsönlichen Top 10:

    1. Grand Budapest Hotel
    2: (bleibt leer um den Abstand von Nr1 zum Rest zu verdeutlichen)
    3. Snowpiercer
    4. Das erstaunliche Leben des Walter Mitty
    5. LEGO Movie
    6. The One I Love
    7. Edge of Tomorrow
    8. Plus One (+1)
    9. Wolf of Wallstreet
    10. Interstellar

    Flop 5:
    1. Transformers
    2. Noah
    3. Lucy
    4. Transcendence
    5. Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    Guten Rutsch,
    Brian.

    Interessant, dass Monsieur

    Interessant, dass Monsieur Claude nur in den Flop-Charts bei manchen auftaucht. Zugegeben, in meiner Top 10 ist er auch nicht, aber dennoch fand ich ihn sehr erheiternd und herzerwärmend. Auch das zweite Mal auf BD. Leider finde ich keine Rezension dazu. Mich würde brennend interessieren, wie er es bei zwei Redakteuren in die Flop-Charts schaffte. Meiner Meinung hat er es da nicht verdient.

    @Gast: Die Tops und Flops

    @Gast: Die Tops und Flops sind in bewusster Reihenfolge aufgeführt. Was jeweils als erstes genannt wird, ist aus Sicht des jeweiligen Redakteurs also wirklich der beste Film des Jahres.
    Und was "Fight Club" betrifft: Auch wenn man manchmal schon versucht ist, Vergangenes zu korrigieren/optimieren - wenn wir anfangen würden, alle alten Rezensionen, die rückblickend nicht mehr als ganz würdig erscheinen, noch einmal neu anzugehen, dann wäre das eine ganz schöne Sisyphos-Arbeit. :-) Gerade bei solch einem alten Film ist das wohl nur bedingt sinnvoll, und bei "Fight Club" stimmt zumindest unbestreitbar die Bewertung. Es gibt genug Filme, die wir retrospektiv ziemlich anders bewerten würden. Die hätten im Zweifelsfall Vorrang beim "Nochmal rezensieren". ;-)

    Eine Bitte und eine Frage

    Hallo Herr Helmke, hallo Team,
    erstmal danke für eure tolle Arbeit dieses Jahr! Hat Spaß gemacht eure Rezensionen zu lesen.
    Da sie, Herr Helmke, es bzw ihn ansprachen: Haben sie nicht Lust, eine neue Rezension für Fight Club zu schreiben. Ich finde die damalige für den Film und eure Seite nicht würdig.
    Und meine Frage: Sind eure Top und Flops in Reihenfolge aufgeführt oder sind die Listen beliebig sortiert?

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  • Business as usual - Der Filmszene-Jahresrückblick 2013

    Blickt man auf das Kinojahr 2013 zurück, fällt ins Auge, dass eigentlich fast nichts ins Auge fällt. Unerwartete Ausreißer nach unten oder oben gab es so gut wie keine, von daher war es wieder mal ein gutes Jahr für die Leute, die es berechenbar mögen. Betrachtet man das Kino aus Perspektive der Geschäftsleute in Hollywood, dann stellte 2013 quasi eine Konsolidierungsphase dar: Keine Experimente, keine Neuerungen, keine Innovationen, sondern Abschöpfen etablierter Erfolgsmodelle.

    Frank-Michael Helmke

    Top Ten

    http://www.imdb.com/list/s-7gyAeIgdY/

    Ich schließe mich dem obigen Kommentar an: Es gab schon bessere Jahre!

    Zelig’s Kinojahr 2013

    Glaube, so selten wie 2013, war ich seit einem Jahrzehnt nicht mehr im Kino: Kaum Highlights, ein paar ordentliche Filme, viel langweiliger Durchschnitt, eine unfaßbare Menge Schrott. So langsam kann mich das Kino mal. Viele herausragende TV-Serien lassen die Kinoware richtig schnarchig aussehen. Immerhin gab es doch das ein oder andere erwähnenswerte:

    Unangefochtene Spitzenplätze:

    DJANGO UNCHAINED
    GRAVITY

    Lohnenswert:

    SIDE EFFECTS
    THE MASTER

    Leider deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben:

    THE PLACE BEYOND THE PINES
    LINCOLN
    THE BROKEN CIRCLE
    PRISONERS
    KILLING THEM SOFTLY

    Besondere Erwähnung:

    BLAU IST EINE WARME FARBE
    mit einer herausragend intensiven Hauptdarstellerin, die den ganzen Film trägt.

    Das einzig Schöne an diesem wieder mal schlechten Kinojahr: die vielen wunderbaren Verrisse von filmszene. So hat alles Schlechte auch sein Gutes und extrem mäßige Filme wissen zumindest auf diese Art zu unterhalten.

    Bommel

    Bin dank Filmszene auch im letzten Jahr wieder gut durchs Kinojahr gekommen und habe zahlreiche Flops umschiffen können. Danke!

    2013 war auch bei uns eher wieder ein Serienjahr u.a. mit Breaking Bad-Finale, Dexter 7 und Boardwalk Empire. Die Kino-Highlights waren mal wieder rar. In positiver Erinnerung blieben

    - Gravity (optisches Spektakel und Weltraum-Feeling)
    - Zero Dark Thirty (ich liebe Jessica Chastain)
    - Silver Linings (bis auf das Ende originell und romantisch)
    - Oblivion (trotz magerer Story optisch und musikalisch toll, Making-Of sehenswert)
    - Stoker (nicht ganz rund, aber einzelne Szenen Oscar-verdächtig)
    - Flight (D. Washingon in der letzten Viertelstunde überragend)

    Auswahl einiger Enttäuschungen:
    - Die Unfassbaren. Totale Zuschauer-Verarsche mit Top-Darstellern auf Sparflamme. So etwas ist hier auch schon mal härter abgestraft worden (Die Vorahnung).
    - Iron Man 3. Die coolste Sau im coolsten Comic-Kostüm wird einfach nur noch gemolken. Kein Herz, keine Originalität. Sehr schade.
    - Star Trek: Into Darkness. Gute Action und Schauspieler. Story dürftig. Das ist für Star Trek wie auch das kommende Mickey Mouse Star Wars immer noch zu wenig. Da muss noch 'ne Schippe drauf gelegt werden.

    Die Vorschau auf 2014 macht nicht unbedingt Lust aufs Kino: Transformers 4, Spider-Man 2 (5), Expendables 3, X-Men wasweißich, 300 Teil 2 und wieder jede Menge Nazis.

    Trotzdem ein schönes neues Jahr! :)

    Kinojahr 2013

    Meine Top-Ten:
    1. Django unchained
    2. Oh Boy
    3. Inside Llewiyn Davis
    4. Blue Jasmine
    5. Liberace
    6. Frances Ha
    7. Venus im Pelz
    8. The broken Circle
    9. Gravity
    10. Prisoners

    Richtig ärgerlich und enttäuschend waren für mich nur: Elysium und Take this Waltz

    -o-

    TOP:

    1. Inside Llewyn Davis
    2. The Master
    3. Only Lovers Left Alive
    4. Gravity
    5. Der Geschmack von Rost und Knochen

    FLOP:

    1. Der Hobbit: Smaugs Einöde
    2. Django Unchained
    3. Gangster Squad
    4. Oblivion
    5. (beliebigen Instant-Blockbuster einfüllen)

    Immer wieder schön mit einem

    Immer wieder schön mit einem Jahr abzurechnen. Zwar scheint es mir, dass ich jedes Jahr enttäuscht bin, aber offenbar gewöhnt man sich daran, denn zumindest bin ich nicht zornig enttäuscht (was wiederum die oben genannte These der geringen Ausrisse in Positive o. negative bestätigen würde)

    Top-Ten:

    Gravity
    Best Offer
    Worlds End
    +1
    Elysium
    Monster Uni
    The Master
    Europa Report
    Pacific Rim
    Upside Down

    Flop Five

    Now you see me
    Movie 43
    Stirb Langsam 5
    Iron Man 3
    Der Hobbit 2

    Leider NOCH nicht gesehen/weitere Hoffnungen:
    The Congress, Blau ist eine warme Farbe, Enders Game, Inside Llewyn Davis

    Spontane Vorfreude für 2014:
    Walter Mitty, Her, Out of the furnace, X-Men - Day of future past, Knights of Badassdom

    Before Midnight...

    Haben die meisten von euch Richard Linklater's Meisterwerk nicht gesehen oder wie kann es sein, dass ein Film mit einem Metascore 94 nur in 2 Top Ten Listen vorkommt und im Text nicht einmal erwähnt wird?

    Aus meiner Sicht, knapp vor Gravity, der Film des Jahres!

    Ansonsten aber (mal wieder) ein eher enttäuschendes Filmjahr mit viel zu viel Durchschnittsware aus der Traumfabrik.

    Frohe Weihnachten
    Hollins

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  • Ein Nachruf auf Roger Ebert (18.06.1942 - 04.04.2013)

    Roger EbertDie Welt hat ihren größten, besten und wichtigsten Filmkritiker verloren. Roger Ebert hat über Jahrzehnte den Blick von Millionen von Menschen auf die Filme, die sie sahen, beeinflusst. Und ich bin glücklich sagen zu können, dass ich einer von ihnen bin.

    Frank-Michael Helmke

    Ebert

    Ohne Ebert wären unzählige Filmperlen an mir vorbeigegangen. Seine Kritiken haben mir eine andere Sicht auf Filme gegeben und seine Leidenschaft war in jeder Zeile zu spüren.

    Zuletzt hat mich seine Krankheit geschockt, wie auch beeindruckt, angesichts seines Eifers und Lebenswillens.

    Ein schöner, persönlicher Nachruf.

    Und ich bin durch Ozan1000

    Und ich bin durch Ozan1000 auf Roger Ebert und Filmszene.de aufmerksam geworden und ich lese seit her alle Filmkritiken ausschließlich hier.

    Roger Eberts Arbeiten waren sehr amüsant. Er konnte selbst noch gute Filme noch richtig runter reißen. Hingegen konnten die Filmszene Rezensenten eher mäßige Filme noch schön reden. Beide jedoch mit enormer Überzeugungskraft.

    Doch ohne Ebert, Filmszene.de und Ozan1000 wäre so manches kleines Filmjuwel an mir vorbei gezogen.

    Danke an Ebert für den prägenden Einfluss.

    Meine Eberts

    Ich lese seit Anbeginn von Filmszene hier mit, alle paar Sonnenfinsternisse gebe ich auch mal einen Kommentar ab ( "Schatten der Wahrheit", anyone) und bin erst durch Herrn Helmke damals auf Roger Ebert aufmerksam geworden.

    Sogar als ich vom Tode Roger Eberts erfuhr, musste ich instinktiv an Filmszene und insbesondere an Herrn Helmke denken.
    Dieser Nachruf ist so klasse geschrieben, dass ich nun nicht mehr traurig über Eberts Tod bin. Ich freue mich vielmehr auf das, was er uns Filmliebhabern hinterlassen hat:
    Filmrezensionen mit Herz von Filmliebhabern mit Herzblut.

    Für mich speziell haben der harte Kern der Filmszene-Kritiker, von Herrn Helmke, über Staake bis hin zu Robrahn, eine ähnliche Wirkung gehabt, wie auf sie Roger Ebert.
    Mission erfüllt, die Trauer weicht der Freude.

    Danke für Ihre Zeilen
    Gruß
    ozan1000@web.de

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  • Der Filmszene-Jahresrückblick 2012

    Geschäftsleute hassen das Film-Business. Geschäftsleute lieben es, Kosten und Einnahmen möglichst genau vorausberechnen zu können. Das gibt Kalkulationssicherheit und einen seriösen Businessplan. Wenn ich soundsoviel in die Entwicklung und Herstellung eines Produkts investiere, wird es eine bestimmte Qualität erreichen, die mir einen soundso hohen Verkaufspreis erlaubt, und mit einem soundsohohen Marketing-Budget kann ich dann vermutlich soundso viele Kunden erreichen und soundso viel einnehmen, um am Ende einen Gewinn zu erwirtschaften.

    Frank-Michael Helmke

    HUHU!

    Was war denn da noch für ein kleines Meisterwerk: Ach ja!

    Cloud Atlas!!

    ...!

    Yeah!

    1. Moonrise Kingdom
    2. Drive
    3. Beast of the Southern Wild
    4. Life of Pi
    5. Young Adult
    6. Looper
    7. The Descendants
    8. Argo
    9. Prometheus (die erste Stunde)
    10. - (mehr fällt mir nicht ein... ein mageres Jahr)

    Aaargh! (Mehr aus Enttäuschung, als im Sinne von "schlecht")

    1. Der Hobbit
    2. The Dark Knight Rises
    3. Dark Shadows
    4. Verblendung
    5. Prometheus (die zweite Stunde)

    2012

    Die Listen hier sind durchzogen von Filmen, die eigentlich schon 2011 gestartet sind, nur eben nicht in Deutschland. Hier mal eine mit (guten) Filmen / Dokumentationen, die wirklich alle von 2012 sind:

    - Jiro Dreams of Sushi
    - Samsara
    - Compliance
    - Dredd
    - Life of Pi
    - Moonrise Kingdom
    - End of Watch
    - Tim & Eric's Billion Dollar Movie (ok, mehr oder weniger nur des Titels wegen ;-))
    - Chronicle
    - The Pirates! Band of Misfits

    Die meisten Dickschiffe von diesem Jahr litten fast alle unter unberechtigter Überlänge oder kamen schlicht nicht übers Mittelmaß hinaus.

    Kinoauswertung 2012

    Meine Top 5 sind:
    1. Drive
    2. Moonrise Kingdom
    3. Looper
    4. Skyfall
    5. Beasts of the Southern Wild

    Lobende Erwähnung:
    6. The Grey
    7. Cabin in the Wood
    8. Ides of March
    9. Sleep Tight
    10.Prometheus

    Enttäuscht hatten:
    The Dark Knight Rises, Dame, König, As, Spion,Moneyball, Lachsfischen im Jemen

    Ich bewerte mein Kinojahr

    Ich bewerte mein Kinojahr 2012, also alle Filme, die ich 2012 zum ersten Mal im Kino (nicht auf DVD, im Flugzeug oder aus "anderen Quellen") gesehen habe. Egal ob im normalen Kino, in der Sneak oder auf Festivals. Aber nur reguläre Kinostarts.
    1. We Need to Talk About Kevin
    2. Argo
    3. Cabin in The Woods
    4. The Dark Knight Rises
    5. Liebe
    6. Ruby Sparks
    7. 7 Psychos
    8. Ralph reichts
    9. Life of Pi
    10. Looper
    Wow, jetzt wo ich die Liste erstelle, sehe ich erst, wie stark dieses Jahr in der Breite wirklich war! Die Plätze 2-9 sind so dicht beianander, dass sich vieles je nach aktueller Stimmung ändern kann...
    Und es gibt noch mehr Filme, die in einer solchen Top10-Liste gut aufgehoben wären...
    Daher hier noch die Kategorie
    Filme, die haarscharf an der Top10 vorbeigerauscht sind und es in den meisten anderen Jahren geschafft hätten:
    Drive, The Avengers, Descendants, Ziemlich beste Freunde, Moonrise Kingdom
    In der Spitze finde ich das Jahr übrigens nicht ganz so gut.
    "We Need to Talk About Kevin" ist klasse, kommt aber nicht an "Gott des Gemetzels" (2011), "Inception" (2010), "Inglorious Basterds" (2009), "The Dark Knight" (2008) heran...
    Ansonsten noch " sehr gut", dieses Jahr:
    The Grey, Killer Joe, Violet & Daisy, Der Diktator, Der Verdingbub, Michael, Chronicle, Heiter bis wolkig, Dame König As Spion, Verblendung, Hugo Cabret
    Ansonsten noch "gut" dieses Jahr:
    Der Hobbit, Crashkurs, Chico & Rita, Savages, Die Tribute von Panem - The Hunger Games, Martha Marcy May Marlene, Sleep Tight, Türkisch für Anfänger, ParaNorman, Fast Verheiratet, Best Exotic Marigold Hotel, Der Aufsteiger, Der Vorname, Cloud Atlas, Iron Sky, Eden, End of Watch
    Ansonsten noch "ok", dieses Jahr:
    Total Recall, Hasta la Vista, Young Adult, The Expendables 2, J. Edgar, Ted, The Amazing Spiderman, 21 Jump Street, Sons of Norway, Die Qual der Wahl, The Artist, Chinese zum Mitnehmen, The Raid, 96 Hours - Taken 2, Beasts of the Southern Wild, Premium Rush, Ice Age 4 - Voll verschoben, Hotel Transsilvanien, Dark Shadows, Offroad, Russendisko, Das Schwergewicht, Safe - Todsicher, Und wenn wir alle zusammenziehen?, Switch - Ein mörderischer Tausch, Doomsday Book - Tag des jüngsten Gerichts, James Bond 007 - Skyfall, American Pie - Das Klassentreffen
    Ansonsten noch "schlecht" dieses Jahr:
    Mann tut was man kann, Rubbeldiekatz, Ein riskanter Plan, Prometheus, Project X, Die Kunst zu lieben
    Ansonsten noch "absolut grottig" dieses Jahr:
    Totem, Cosmopolis, Evidence - Überlebst du die Nacht?
    Enttäuschungen:
    Promotheus: Mehr als "ganz gut" hatte ich gar nicht erwartet. Er hatte dann sehr gute Bilder, aber eben nicht mehr. Entsprechend ganz klar eine Enttäuschung.
    Cosmopolis: Ich hatte gar keine richtige Erwartung, aber so furchtbar langweilig und schlecht/verschwurbelt hätte ich diesen Film nicht erwartet.
    Young Adult: Nach Juno und Up in the Air hab ich mich auf einen Top-Film eingestellt. Leider war das beste für mich die Rolle von Patton Oswalt. Fand den Film nicht allzu gut...
    Project X: Hatte zumindest was lustiges, wenn auch niveauloses erwartet. Lustig war es aber selten.
    Ted: Die erste Hälfte (oder nur erste halbe Stunde? Weiß nicht mehr), als sich der Film auf das konzentriert was er kann, nämlich Witze, war sehr geil. Dann versucht der Film plötzlich eine Geschichte zu erzählen (das ganze Entführungszeugs und die Beziehung von Kunis + Wahlberg, die ja vorher schon nervt). Und da er das überhaupt nicht kann, ist das nicht gut. Da derweil aber auch viel weniger Humor eingesetzt wird, leidet der Film extrem am zweiten Teil. Schade...
    J. Edgar: Von Clint Eastwood mit einem guten Trailer, einem interessanten Thema und einem guten Hauptdarsteller hatte ich einen Klasse-Film erwartet. War leider unspannend und teilweise verworren. Nur durchschnittlich.
    The Artist: Ja, ganz nett war er schon. Und einige einzigartige Ideen waren dabei. Aber ein Meisterwerk? Für mich nicht!

    Lustigstes Kino-Erlebnis 2013: Totem beim Max-Ophüls-Festival: Ein absurd schechter Film, mit Schauspielern, die nicht gut waren, Drehbuch-Ideen, die in ihrer Verrücktheit eine Mischung aus Monty Python, Mitten im Leben und Fieberträumen eines geistig Verwirrten boten, dabei aber ernstgemeint waren! Und die Leute haben den Film ernsthaft angeschaut und gut gefunden! Irgendwann ist es aus einem von uns herausgeplatzt und dann waren alle Dämme gebrochen und wir waren alle nur noch im Lachen. Das war der größte Lachflash, den ich seit langem hatte!

    Wird noch nachgeholt:
    Men in Black 3
    Merida
    Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen
    Auf der Suche nach einem Freund für das Ende der Welt
    Die eiserne Lady
    Shame
    Das Bourne Vermächtnis
    John Carter
    Die Vermessung der Welt
    Barbara
    My Week with Marylin
    Unser Leben
    Starbuck
    Die vierte Macht
    Das Turiner Pferd
    Take Shelter

    Wo geht die Reise...

    ... für das Kino hin?
    Hoffentlich bleibt neben den Melkmaschinen der leidigen Fortsetzungen noch Platz für Filmkunst und neue Ideen.

    Meine Top 5 für 2012:
    - Die Prinzessin von Montpensier (zwar von 2010, habe ihn aber erst dieses Jahr im Kino gesehen)
    - Die Königin und der Leibarzt
    - Argo
    - Ziemlich beste Freunde
    - Merida

    Flop 3:
    - Cold Blood
    - Die eiserne Lady
    - Dame, König, As, Spion

    Meine Top 10 ...

    http://www.imdb.com/list/TnOyCaqddJo/?publish=save

    In diesem Sinne vielen Dank für diesen Abschluss des Jahres und die anderen lesenswerten Beiträge! :-)

    Bommel

    Danke Filmszene für 2012, auch dieses Jahr wurde ich von euch wieder gut durch die Filmlandschaft geführt :)

    Gab es die letzten Jahre zumindest einzelne Highlights (Slumdog Millionaire, Tödliches Kommando, Black Swan), finde ich für 2012 keinen Film, welchem ich das Prädikat "Meisterwerk" geben könnte.

    Gut unterhalten haben mich:
    - Drive
    - Looper
    - Skyfall
    - Warrior
    - Avengers

    Die für mich brutalste Enttäuschung war für mich The Dark Knight Rises. Nach dem zweiten Teil mit Heath Ledger in seiner letzten Rolle hätte man den dritten Teil wohl doch streichen sollen. Ähnlich verhält es sich mit dem Hobbit. Der allergrößte Schund des Jahres war jedoch Schneewittchen mit Julia Roberts.

    Wie hier bereits geschrieben, sind es vernünftige Serien aus den USA, die einem die unoriginellen und anspruchslosen Kinofilme vergessen lassen. Breaking Bad, Dexter, Game of Thrones etc.

    Frohes Neues

    Alle Jahre wieder

    Alle Jahre wieder ein schön zu lesender Abschluss des Kinojahrs und die lang erwarteten Top 10 und Flop 5.
    Was die Build-in-Publikum-Filme angeht würde ich selbst "Ted" dazu zählen. Für Fanboys von Ameican Dad, Family Guys und Robot Chicken (zu denen ich mich ganz klar zähle) ist der Name Seth MacFarlane quasi schon Grund genug den Film zu sehen. Somit bringt der FIlm eine nicht zu unterschätzende Build-in TV-Gemeinde mit. Aus diesem Grund wurde ja auch mit den Schlagworten "vom FamilyGuy Erfinder" geworben.
    Aber das sind letztlich Haarspaltereien. Wenn man so will ist selbst meine größte Perle des Kinojahres "Moonrise Kingdom" mit Build-in-Publikum versehen, da Wes Anderson für eine kleine Fangemeinde wiederum Zugpferd genug ist... (ok ok ich bewege mich auf dünnem Eis. Belassen wir es dabei). Den Geringen Finanziellen Erfolg hierzulande schiebe ich jedoch nicht zuletzt auf die Veröffentlichungsstrategie. Mir war es nur unter Anstrengungen möglich den Film überhaupt im Kino zu genießen. Laufpublikum konnte er in meiner Region definitiv nicht mitnehmen.

    Leider auch "Alle Jahre wieder" folgender Satz aus meinem Munde:
    Was ein schwaches Kinojahr!

    Viele Filme die konsumiert werden konnten, wenige Filme die langanhaltend im Gedächtnis blieben.
    Für alle die es interessiert (und noch mehr, weil ich einfach gerne darüber nachgrübbel)
    Hier meine Top 10 und Flop 5

    TOP 10
    1. Moonrise Kingdom (unangefochten!)
    2. Warrior
    3. Young Adult (nachhaltig beeindruckend, weil konsequent gegen die Erwartunghaltung und ohne Klischee-Ende)
    4. Avengers (Popcornkino aber in Perfektion)
    5. The Grey (ich unterstütze nicht ide Darstellung des "bösen Wolfs" davon ab aber intensiv und packend)
    6. Cloud Atlas (Nicht jeder Handlungsstrang perfekt, aber insgesamt beeindruckend vielseitig)
    7. Cabin in the Woods (Genreperle)
    -------------------------------------------------------------------------------------------------
    8.- 10. Hier streiten sich Filme um die Plätze die eigentlich nicht mehr als eine lobende Erwähnung (Danke an meinen Vorredner für die Idee) verdient haben. Leider gab das Kinojahr keine 10 wirklich guten Filme her.

    Lobende Erwähnungen:
    Tribute von Panem
    Looper
    Chronicle
    Ziemlich beste Freunde

    Flop 5:
    1. Man with the Iron Fists (unterirdisch)
    2. Dark Knight Rises (enttäuschend und voller ärgerlichem Blödsinn)
    3. Total Recall (vollkommen unnötiger Mumpitz)
    4. Prometheus (ähnliche Probleme wie Dark Knight Rises)
    5. Zorn der Titanen (ähnlicher Rotz wie Platz 1.)

    Zum Schluss noch die Filme die ich nicht sehen konnte, welche aber mit großen Erwartungen verknüpft sind/waren:

    Shame
    Argo
    Ralph reichts
    The Hunter
    Die Vermessung der Welt

    und zwei Filme die ich bis heute nicht beurteilen kann, weil sie mir überhaupt nicht gefallen haben, aber trotzdem definitiv nicht "schlecht" waren:
    The Artist
    Drive

    In diesem Sinne:
    Auf ein neues, bessere Kinojahr 2013

    Gute Zusammenfassung des Jahres

    Mich wundert es das Grey so großen Anklang gefunden hat, werde ihn mir doch einmal anschauen müssen.
    Meine Liste dieses Jahr wäre:
    ungeordnet:
    TDKR
    Abraham Lincoln( ist zwar in Deutschland noch nicht draußen, aber Daniel Day Lewis einfach ein Schauspiel gott!)
    Drive
    Shame
    Argo
    Looper
    Avengers
    Skyfall
    Wreck it Ralph
    moneyball
    Warrior

    Flops
    Hobbit
    Ted
    Tribute von Panem
    Battleship(schlimm genug das mich meine Freunde breitgetreten haben diesen Rotz anzuschauen)

    gab sicher noch mehr, aber wohl schon verdrängt.
    Django, Abraham lindoln und der große gatsby kommen bei uns ja erst nächstes jahr ins Kino, könnte man als Randnotiz noch erwähnen.

    Vielen Dank für die Zusammenfassung

    Top 10:

    1. Drive
    2. Killing them softly
    3. Der Hobbit
    4. Shame
    5. Moonrise kingdom
    6. Take shelter
    7. The grey
    8. Moneyball
    9. Skyfall
    10.Dame, König, As, Spion

    Lobende Erwähnung:

    1. Looper
    2. Savages
    3. Cabin in the woods
    4. Verblendung
    5. The dark knight rises

    Flop

    1. The descendants
    2. The artist

    Habe allerdings weder Pieta, Liebe, Life of Pi oder Beasts of the southern wild gesehen. Bisher.
    2.

    French Muffin

    Where is Argo in your lists ???
    I have not seen all your top ten movies but for sure Argo should be in it !!! a bit disappointed here...
    It is in my top five... even maybe my first... well, we cannot all agree.

    Zeligs Top-Filme 2012

    Dieser Built-in-Film Trend ist wirklich das Grauen. Und dieses Filmjahr war es auch. Selten hatte man so wenig Grund ins Kino zu gehen. Zu einer Top-Ten reicht es deshalb gar nicht.

    Vier absolute Highlights gab es trotzdem:

    1. Drive
    2. Shame
    3. Liebe
    4. Take Shelter

    Ebenfalls recht lohnenswert:

    5. Ruby Sparks
    6. We need to talk about Kevin

    Wenn es gute Stoffe nicht mehr auf die Leinwand schaffen, bleiben glücklicherweise zumindest hervorragende TV-Serien auf DVD. BREAKING BAD oder THE WIRE sind herausragende Beispiele. Hier muß man auch nicht bangen, ob es der Film aufgrund der Verleihpolitik (zumal in der OV oder OmU Version) überhaupt in ein deutsches Kino schafft. Selbst in einer Großstadt wie Hamburg laufen viele Filme, die durchs Feuilleton rauschen noch nicht mal mehr an, oder wenn, zu unmöglichen Zeiten auf Mini-Leinwänden.

    Ja, eine gut geschriebene,

    Ja, eine gut geschriebene, informative Zusammenfassung. Ich freue micht trotz allem auf das Kinojahr 2013 - denn wie im Rückblick schon angeklungen: die besten Filme treffen Dich unerwartet.

    Schöne Jahreszusammenfassung!

    Schöne Jahreszusammenfassung! Ich persönlich halte ziemlich beste Freunde auch für einen "build-in" Film: Zwei grundlegend verschiedene Menschen-am Besten mit unterschiedlichen Hautfarben-freunden sich an...x-mal gesehen......ps. soweit ich weiß wurde Independence Day 3D gestrichen...

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