Stratosphere Girl

thriller, brd 2003
original
 
regie
matthias x. oberg
drehbuch
matthias x. oberg
cast

chloé winkler,
tara elders,
linda steinhoff,
rebecca palmer,
filip peeters, u.a.

spielzeit
85 min.
kinostart
06.09.2004
homepage
http://www.rapideyemovies.de
bewertung


(6/10 augen)




 

 

 

 



 

Angela (Chloé Winkler) hat gerade die Schule abgeschlossen und ist riesiger Fan der typisch japanischen Comicabenteuer, der sogenannten Mangas. "Jeder Comic-Held hat eine Aufgabe" befindet Angela, und in ihrem Wunsch etwas Neues zu entdecken, fliegt sie kurzerhand nach Tokio, um dort illegal als Hostess zu arbeiten und, nun ja, ein Abenteuer zu erleben. Denn auch sie braucht nach eigenem Dafürhalten eine Aufgabe, um ihre Heldenhaftigkeit zu beweisen. Die Möglichkeit scheint gekommen als sie Hinweise findet, dass eine frühere Bewohnerin der Mädchen-WG, in der sie untergekommen ist, unter mysteriösen Umständen verschwand. Angela forscht nach und wagt sich ohne große Vorsicht immer tiefer in die perverseren Bereiche des Tokyoer Nachtlebens ....

Trotz diverser storybedingter Schwächen, die letztlich nicht befriedigend aufgelöst werden, hat "Stratosphere Girl" zwei Dinge auf seiner Seite, an denen es dem deutschen Film immer noch mangelt: Atmosphäre und wahre Kinobilder. Von vornherein auf eine internationale Auswertung abgestimmt, ist "Stratosphere Girl" rein handwerklich absolut sauber gemacht und kann überzeugen. Die Photographie ist vorzüglich und Tokio wird (wieder mal) in wunderschöne Bilder gepackt, auch wenn bzw. gerade weil die Schattenseiten beobachtet werden und diese trotzdem eine gewisse Schönheit ausstrahlen. Man kann ob der Flut an Farben und "exotischen" Schauplätzen von einer traumhaften Qualität des Gezeigten sprechen, was angesichts der träumerisch veranlagten Angela sicherlich auch beabsichtigt ist und gut gelingt. Zudem ist der Spannungsbogen, nach dem sich "Stratosphere Girl" erst vorsichtig und dann Stück um Stück zum Thriller mausert, trotz einiger klischierter Momente sehr gut gespannt. Regisseur und Autor Oberg legt geschickt falsche Fährten und hat als Schmankerl noch Zeit und Gelegenheit, stilvoll Brian de Palmas "Dressed to Kill" zu zitieren. All dies will sagen: Für den Großteil seiner kurzen Laufzeit nimmt "Stratosphere Girl" gefangen.

Die große Krux ist das Ende des Films. Auch hier scheint Oberg wieder an de Palma zu denken, an "Der Tod kommt zweimal" und "Femme Fatale". Wie man das mutwillig ambivalente Ende jedoch dreht und wendet (und man kann und soll es drehen und wenden), es funktioniert nicht. Es gibt zwei Lesarten und bei beiden geht der Versuch ins Leere. Die erste im Rahmen der Story ist zu überhastet, zu larifari, zu Friede-Freude-Eierkuchen. [Achtung, Spoileralarm!] Die zweite ist im Rahmen des Comichelden-Aufhängers nicht nur stimmiger, sondern auch logischer und im Einklang mit den Stilmitteln des Films (die "traumähnliche" Atmosphäre, die den Film durchziehenden Comicpanels). Dennoch sorgt sie für große Probleme: Der Film lässt einem die Möglichkeit, ihn als Reflektion von Medieneinfluss auf die Wahrnehmung zu sehen, als Fantasieerfüllung von jemandem, der sich in Comichefte hineinträumt und am Abend zuvor vermutlich einen spannenden Thriller gesehen hat. Aber dieses Ende stellt dadurch all das vorher Gesehene nachträglich in Frage und das ist eigentlich ärgerlich, da es die Wirkung des Films irgendwie verpuffen lässt, negativ an andere Copout-Enden à la "Im Auftrag des Teufels" gemahnt und den bis dato spannenden und atmosphärischen Tokio-Thriller nachträglich als relativ alberne Kleinmädchenfantasie entlarvt. [Spoileralarm Ende] So können zwar die vorhergehenden stereotypen Momente erklärt werden und erscheinen halbwegs einleuchtend, diese zweite Lesart stülpt dem Film aber nachträglich doch noch den Muff des deutschen Möchtegernthrillers über, welcher sich dann doch nicht recht traut. Und das ist angesichts dessen, was filmisch durchaus brillant vorher kam, doch reichlich schade.

Und so ist auch der Rezensent zwischen Verständnis und Verärgerung hin- und hergerissen, wertet "Stratosphere Girl" als gutgemeinten, aber letztlich nicht ganz gelungenen Versuch und hofft auf ein insgesamt stimmigeres Konzept beim nächsten Mal. Wem bei "Lost in Translation" zwar die zwischen Hektik der Stadt und Melancholie des Fremden dahin schwankende Stimmung, nicht aber der ereignisarme Plot gefallen hat, der darf trotzdem ein Auge riskieren. Denn auch wenn dieses "Stratosphere Girl" keine höheren Sphären erreicht, ist dies immer noch überdurchschnittliche Unterhaltung und daher durchaus zur Ansicht empfohlen.

S. Staake

 


Name: hgf
Email: hgf
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

hgfhgf10



Name: signe
Email: mortiiicija@inbox.lv
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

o my good:) it was real cool:)) mmmm.... i like this film:) mm... it's good:)*:))) :D :)))



Name: pestboris
Email: pestboris@aöl.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

voll der coole film
ich hab ihn zwar nicht gesehen aber erkriegt trotzdem 10 Punkte



Name: Aphex83
Email: spamx@gmx.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

stratosphere girl gehört zu den besten filmen die ich in letzter zeit gesehen hab. wunderschöne bilder und eine herausragende schauspielerische leistungen, vor allem von der debutantin chloé winkler.
der film hat eine leichtigkeit, die seinesgleichen sucht. er kommt ohne gewalt und aggresivität aus und ist trotzdem zu keiner sekunde langweilig.
kann den film jedem empfehlen, dessen filmgeschmack abseits des mainstream bei anspruchsvollen werken angesiedelt ist.



Name: jimmy
Email: fuckmejesus@freenet.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

was für eine frau-increndible!!!



Name: corli
Email: corli_s@yahoo.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Hab ihn gestern spät nachts auf einem Fernsehsender beim durchzappen entdeckt. Normalerweise seh ich mir nie einen Film auf dem Sender, aber die Bilder, Stimmung & die Darsteller dieses Filmns haben mich sofort gefesselt! Würd ihn gern gleich nochmal sehn! WAHNSINNSFILM! Find er hat was "poetisches" - er drückt irgednwie eine süße Sehnsaucht aus... und das super Happy End is doch auch mal wieder was!



Name: andreas
Email: andreas
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

das ende überrascht natürlich,wollte wohl schnell fertig werden,aber chloe ist ne geile maus,gibt es noch mehr mit ihr?



Name: Bastian
Email: x@y.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Also, das hier noch keinem beim schauen der Bezug zu
Bladerunner aufgefallen ist!
Die Stadt,
Die Frau,
Die Athmosphere,
Die Musik!
Und der Kritiker schreibt hier was von Lost in Translation...
Dem ist wohl kein anderer Film mit asiatisch und Grosstadt eingefallen, naja...
Für alle die noch nie Bladerunner gesehen haben - für mich ist dieser Film die Messlatte in diesem Genre!
Stratosphere Girl ist ein toller Film, und dann auch noch
eine Deutsche Produktion! Respekt!!!