Babel

episodendrama, usa/mex 2006
original
babel
regie
alejandro gonzales innaritu
drehbuch
guillermo arriaga, a. g. innaritu
cast

brad pitt,
cate blanchaett,
gael garcia bernal,
koji yakusho, u.a.

spielzeit
142 min.
kinostart
21.12.2006
homepage
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bewertung

(9/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Vom ganz Kleinen bis zum ganz Großen. Der mexikanische Regisseur Alejandro Gonzales Inarritu geht Schritt um Schritt weiter die Karriereleiter hoch. In seinem letzten Drama "21 Gramm" beobachtete er, wie sich das Leid und das Schicksal über das Leben dreier Menschen legt. Davor lieferte sein furioses und kraftvolles Debüt "Amores Perros" eine mächtige und aufgeladene Metapher über den sozialen Zustand seines Heimatlandes Mexiko. Und jetzt muss sich die aktuelle Weltlage Innaritus kritischem Blick unterwerfen, er richtet sein Vergrößerungsglas auf uns - und das ist ganz großes Kino.

In Marokko spielen zwei Kinder in der afrikanischen Einöde mit einem Gewehr. Das Kinderspiel wird schnell zum tödlichen Ernst: Sie feuern auf einen in der Ferne fahrenden Touristenbus und treffen eine Frau, Susan, in den Nacken. Susan (Cate Blanchett) wurde von ihrem Mann Richard (Brad Pitt) auf die Reise nach Marokko mitgenommen, um die Ehe zu retten. Derweil sind die Kinder der beiden in den USA unter der Aufsicht des mexikanischen Kindermädchens Amelia (Adriana Barraza). Die muss aber zur Hochzeit ihres Sohnes und nimmt die beiden einfach über die Grenze mit, als Richard und Susan nicht rechtzeitig heim kommen können. In Tokyo wandelt unterdessen das junge taubstumme Mädchen Chieko (Rinko Kikuchi) durch die Stadt, auf der Suche nach Liebe und Zuneigung.

Was hier trocken und chronologisch wiedergegeben worden ist, stellt den groben Inhalt von "Babel" dar. Doch wer sich mit dem Werk von Innaritu schon näher beschäftigt hat, weiß, dass es zu den Spezialitäten dieses jungen Ausnahmetalentes gehört, seine scheinbar unabhängigen Geschichten immer in eine - auf den ersten Blick - chaotisch verschachtelte Erzählweise zu bringen. Dabei bedient sich der Regisseur beim bekannten "Butterfly Effect", welcher besagt, dass sogar der kleinste Flügelschlag eines Schmetterlings irgendwo auf der Welt einen Orkan auslösen kann. Der Schuss, den die beiden marokkanischen Jungen abfeuern, löst schließlich in allen Erzählsträngen des Films eine entscheidende Wendung aus und sorgt für eine wuchtige Kettenreaktion, die die Figuren an ihre körperlichen und psychischen Grenzen bringt.

Innaritu ist ein begeisterter Filmemacher und das spürt man in seinen Werken zweifellos. Er weiß, wie man die große Leinwand auszufüllen hat. Das Wunderbare an "Babel" ist, dass er eine ganze Fülle an Assoziationsketten beim Zuschauer auslöst. So ist der Zusammenprall des amerikanischen Ehepaares mit der islamischen Bevölkerung eines kleinen marokkanischen Dorfes eine eindringliche Begegnung zweier Kulturen, die nicht - wie es ständig durch die aktuelle politische Lage suggeriert wird - von Hass dominiert ist.
In der größten Not merkt der Mensch schnell, wo seine Freunde und wo seine Feinde sind. Wenn Brad Pitt (übrigens mit einer Glanzleistung) völlig verzweifelt und hilflos versucht, einen Rettungswagen zu organisieren und gegen panisch nörgelnde Mitreisende ankämpft, scheint die Antwort der amerikanischen Botschaft, die zuerst noch ermitteln muss, ob es sich um einen Terroranschlag handelt, bevor sie Hilfe schicken kann, einfach nur lächerlich. Was für ein beängstigendes Bild fehlender Kommunikation.
Obwohl wir immer mehr Möglichkeiten der Kommunikation haben, hören wie uns nicht mehr zu. Die Sprache verkommt zu etwas Nutzlosem. Im Film selbst werden fünf unterschiedliche Sprachen gesprochen: Arabisch, Englisch, Japanisch, Spanisch und die Gebärdensprache. Durch eine Weitere, nämlich die Deutsche der Untertitel, bekommt man als Zuschauer die Möglichkeit mehr zu wissen als die agierenden Personen. Wir verstehen, was die Charaktere nur mit viel Mühe erahnen können, oder nie ganz begreifen werden. Das macht den Film noch zusätzlich spannend.
Kommunikation und Sprache und ihre Grenzen in der heutigen Welt, dass ist der rote Faden der sich durch alle Episoden in "Babel" zieht. Aber auch ein eiskalter Realismus durchzieht die Bilder wie ein starker Windstoß. Wenn die Kamera in die Grenzlinie zwischen Mexiko und den USA eindringt, da offenbart sich der grausame Alltag zwischen Illegalität und der durch die Grenzbeamten offensichtlich ausgeübten Brutalität und Gewalt. Keine Frage, so etwas wie Mitgefühl und Verständnis hat die Menschheit, laut Innaritu, verloren. Vielleicht dürfen wir so etwas nicht mehr haben, da die Realität kälter und gnadenloser geworden ist. Schwäche wird nicht mehr akzeptiert.
Man kann verstehen, wer den Film zu fatalistisch oder zu schwarzmalerisch findet. Aber diese Radikalität scheint doch notwendig, um zu verdeutlichen, dass die Menschheit trotz immer weiter fortschreitender Technologie (Stichwort: Internet) - die den Anschein erweckt, sie würde uns näher zusammenrücken lassen - sich immer mehr von einander entfernt. In diesem Zusammenhang scheint auch der biblische Titel des Films gerechtfertigt. Im 21.Jahrhundert scheinen die Menschen einen zweiten Turm zu Babel gebaut zu haben, aber keiner erinnert sich mehr an das Schicksal des ersten und zu was er führte. In dieser Hinsicht ist "Babel" das reifste Werk des Regisseurs und ein krönender Abschluss seiner Fatalismus-Trilogie, schließlich wurde das Leben aller seiner Protagonisten bisher vom Schicksal bestimmt.

"Babel" ist voller Kinomomente. Wenn zum Beispiel das taubstumme Mädchen Chieko in die Disco geht und Innaritu abwechselnd zwischen lauten Beats und totaler Stille hin und herwechselt, dann ist das an Intensität kaum mehr zu überbieten. Der Mexikaner hat eine eindringliche Kinosprache gefunden, die ohne Umschweife die Missstände globaler Kommunikationslosigkeit freilegt. Doch trotz der scheinbar ausweglosen Situation in der sich alle befinden, lässt Innaritu allen Figuren wenigstens einen kleinen schmalen Hoffnungsstreifen am Horizont und demonstriert in einem eindringlichen Bild, dass Sprache wohl mehr als nur Worte bedeuten kann.
Einmal, während der Busfahrt, da legt Cate Blanchet völlig unerwartet ihre Hand auf die von Brad Pitt und signalisiert Zuwendung. Wenn man dies sieht, dann ist das die stärkste Sprache zu der Menschen in der Lage sind; die intensivste, die, die wir verlernt haben, oder gerade im Stande sind zu verlieren.
"Babel" ist großartiges cineastisches Futter für die Gefühlsgourmets unter den Kinobesuchern und ohne Frage ein Höhepunkt im nun langsam zu Ende gehenden Kinojahr.

P. Wellinski

 


Name: martin
Email: -
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Tragische Ereignisse viel zu sehr in die Länge gezogen. Die hier gerühmte Intensität konnte weder mich noch meine Kinomitbesucherin erreichen. Wer eher spannende und fesselnde Unterhaltung statt intellektuelle Denkanstöße über die (vermeintliche) internationale Kommunikationslosigkeit (dass dies das Thema sein soll, blieb für uns auch im Vergorgenen)sucht, der sollte sich besser Departed ansehen.



Name: brik
Email: a@b.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Der Film wird künstlich in die länge gezogen. Wozu zb die Geschichte mit den Kindern und die andere über das taubstumme Mädchen? Es steht ausser Frage, dass die schauspielerische Leistung von allen grandious ist und die Moral und Grundidee des Filmes gut sind, aber es hätte schon ein Erzählstrang gereicht. SPOILER ANFANG. In 21Gramm haben sich die drei Stränge bzw Personen auch getroffen, da hat es auch noch eine Wirkung gehabt, aber hier kommen ja dieses nicht in kontakt. SPOILER ENDE. Nett anzuschauen und sehr gut gespielt, vor allem Brat Pitt und Koji Yakusho, aber mehr als Durchschnitt ist es nicht.



Name: rizla23
Email: wasined
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

ein lichtblick am ende eines ansonsten sehr schwachen kinojahres, grandios inszeniert + von allen beteiligten immens gut gespielt, neben "münchen" + "children of men" sicher das highlight des jahres...



Name: ich
Email: bei mir@home.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

KLASSE!



Name: ignaz
Email: kartoffel@erdboden.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Das sollten 2,5 stunden gewesen sein....das ging so unglaublich schnell um, man war so gefesselt von den einzelnen schicksalen...die musik ist wie bei den vorgängerfilmen einfach nur intensiv und untermauert jedes einzelne gefühl perfekt....es sind die kleinigkeiten die den film vom restlichen müll abhebt...amores perros, 21 gramm und babel sind alles meiterwerke für sich, an intensität und bildsprachlichen mitteln nicht zu überbieten...ist es nicht das was wir wollen, am ende eines filmes dort zu sitzen, sich nicht trauen etwas zu sagen, man ist nur gefesselt von dem film...und dann fängt man an nachdenklich zu werden...das ist doch das wahre ziel eines filmes...

FILMSTARTS RULEZ



Name: weihnachtsfrau
Email: weihnachtsfrau@geschenke.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein großartiger Film!
@brik Die Geschichte in Japan hat einen der Ausgangspunkte der Geschichte erzählt SPOILERANFANG - die Herkunft des Gewehrs - SPOILERENDE. Dazu müssen die Charaktere nicht zusammenkommen. Das ist ja eben auch ein Teil der "Botschaft": Verbindung ohne direkten Kontakt. (Miss)verständnis durch Sprache. Und: "nett" anzuschauen ist der Film gar nicht, wie ich finde. Dazu ist es zu ergeifend und erschütternd. Von Durchschnitt kann wirklich keine Rede sein.
Sehr empfehlenswertes Kino!



Name: brik
Email: a@b.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ich kann es mir einfach nicht entgehen lassen der weihnachtfrau auf ihr kommentar zu antworten. sorry.
ja das war mir schon klar das sie über das Gewehr eine "Verbindung" hatten. Aber das ist zu weit hergeholt, damit meine ich, dass es nur kurz angerissen wird, "ah ihr gewehr war in ein attentat verwickelt" aber mehr auch nicht. Wenn der Regiesseur diese Absicht schon hat, dann nicht nur kurz Erwähnen. Und als "Botschaft" würde ich das überhaupt nicht bezeichnen. Was an dem Film wirklich auffählt und was man vielleicht als ""Botschaft"" hernehmen kann, war die Darstellung/Situation der amerikanischen Touristen. Diese sind ja aus ihrem eigenem Willen in ein fremdes Land gefahren und dort die (vielleicht) die Kultur kennenzulernen. Aber als diese dann tatsächlich unter einheimischer Bevölkerung sind, wird gleich Panik geschoben, dass (eventuell) jeder denen etwas antun will. Wozu sind die dann hingefahren und die haben nicht mal den Kontakt gesucht. Und sehr viele können sich in diese Situation hineinversetzten, weil ich denke es war schon sehr viele von uns im Ausland.
Und noch als letzten Punkt. Aus meiner Sicht war der Film nicht mehr als Durchschnitt gewesen, da habe ich schon andere Gesehen mit mehr Aussagekraft (wenn es schon darum geht). Und zehn Augen dafür zu vergeben ist übertrieben. (Die Kinderstory hat ja null zu den anderen zwei Beigetragen). Was soll bitte erschütternd sein, frage ich mich?



Name: brik
Email: a@b.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ich kann es mir einfach nicht entgehen lassen der weihnachtfrau auf ihr kommentar zu antworten. sorry.
ja das war mir schon klar das sie über das Gewehr eine "Verbindung" hatten. Aber das ist zu weit hergeholt, damit meine ich, dass es nur kurz angerissen wird, "ah ihr gewehr war in ein attentat verwickelt" aber mehr auch nicht. Wenn der Regiesseur diese Absicht schon hat, dann nicht nur kurz Erwähnen. Und als "Botschaft" würde ich das überhaupt nicht bezeichnen. Was an dem Film wirklich auffählt und was man vielleicht als ""Botschaft"" hernehmen kann, war die Darstellung/Situation der amerikanischen Touristen. Diese sind ja aus ihrem eigenem Willen in ein fremdes Land gefahren und dort die (vielleicht) die Kultur kennenzulernen. Aber als diese dann tatsächlich unter einheimischer Bevölkerung sind, wird gleich Panik geschoben, dass (eventuell) jeder denen etwas antun will. Wozu sind die dann hingefahren und die haben nicht mal den Kontakt gesucht. Und sehr viele können sich in diese Situation hineinversetzten, weil ich denke es war schon sehr viele von uns im Ausland.
Und noch als letzten Punkt. Aus meiner Sicht war der Film nicht mehr als Durchschnitt gewesen, da habe ich schon andere Gesehen mit mehr Aussagekraft (wenn es schon darum geht). Und zehn Augen dafür zu vergeben ist übertrieben. (Die Kinderstory hat ja null zu den anderen zwei Beigetragen). Was soll bitte erschütternd sein, frage ich mich?



Name: brik
Email: a@b.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

ich kann es mir einfach nicht entgehen lassen der weihnachtfrau auf ihr kommentar zu antworten. sorry.
ja das war mir schon klar das sie über das Gewehr eine "Verbindung" hatten. Aber das ist zu weit hergeholt, damit meine ich, dass es nur kurz angerissen wird, "ah ihr gewehr war in ein attentat verwickelt" aber mehr auch nicht. Wenn der Regiesseur diese Absicht schon hat, dann nicht nur kurz Erwähnen. Und als "Botschaft" würde ich das überhaupt nicht bezeichnen. Was an dem Film wirklich auffählt und was man vielleicht als ""Botschaft"" hernehmen kann, war die Darstellung/Situation der amerikanischen Touristen. Diese sind ja aus ihrem eigenem Willen in ein fremdes Land gefahren und dort die (vielleicht) die Kultur kennenzulernen. Aber als diese dann tatsächlich unter einheimischer Bevölkerung sind, wird gleich Panik geschoben, dass (eventuell) jeder denen etwas antun will. Wozu sind die dann hingefahren und die haben nicht mal den Kontakt gesucht. Und sehr viele können sich in diese Situation hineinversetzten, weil ich denke es war schon sehr viele von uns im Ausland.
Und noch als letzten Punkt. Aus meiner Sicht war der Film nicht mehr als Durchschnitt gewesen, da habe ich schon andere Gesehen mit mehr Aussagekraft (wenn es schon darum geht). Und zehn Augen dafür zu vergeben ist übertrieben. (Die Kinderstory hat ja null zu den anderen zwei Beigetragen). Was soll bitte erschütternd sein, frage ich mich?



Name: weihnachtsfrau
Email: weihnachtsfrau@geschenke.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Na dann, auf in die Diskussion, brik - warum sorry?!
Wie bereits in der Rezension schon treffend geschrieben, ists der Flügelschlag des Schmetterlings, der die Welt verändern kann. Meiner Ansicht nach ist das bereits ein etwas zu häufig strapaziertes Zitat, dennoch nicht minder wahr. Da muss die "Gewehrstory" nicht lang und breit erklärt werden. Es geht auch nicht so sehr darum, dass er (der Japaner) irgendeine großartige Verantwortung für sein "Geschenk" übernehmen soll. Aber eine kleine - freundlich gemeinte - Geste steht in Verbindung mit der privaten Tragödie der Amerikaner und in der Folge auch der marrokanischen Familie. Die Cate-Brad-Geschichte finde ich u.a. erschütternd. Zu verreisen, um mglw. eine Ehe zu retten, irgendwie wieder zueinander zu finden, ist eine alte Idee. Dass das dann auf so grausame und schmerzhafte Weise passiert (egal wie lang dieses wiederentdeckte Zusammengehörigkeitsgefühl hält), berührt mich. Dass die Amerikaner nicht in die Kultur eingetaucht sind, ist vor dem Hintergrund der Lebensgefahr, in der sie schwebt, und der Ferne jeder für westliche Menschen vertrauten medizinischen Hilfe, absolut nachvollziehbar. Letztlich sind es die Einheimischen, die helfen - die eigene Regierung vermutet - ganz en vogue - einen terroristischen Angriff. Ob sie sich davor für Marroko tatsächlich interessiert haben, ist einfach eine andere Geschichte, die hier nicht erzählt wird.
Und dann: gerade die "Kinderstory" hat mich nachhaltig erschüttert. Um ein Haar währen die drei in der Wüste umgekommen, weil dem Kindermädchen einfach nicht zugehört und geglaubt wurde (und sie einen durchgeknallten Cousin hat). Beinahe wäre nur noch der Vater einer vierköpfigen Familie übrig geblieben. Und alles wegen sprachlicher bzw. kommunikativer Missverständnisse (z.B. an der Grenze), kultureller Vorurteile (z.B. Terrorverdacht), Unwissenheit (z.B. marrokanische Kinder, die mit Waffen spielen) und privater Tragödien (z.B. Selbstmord der Japanerin).
Ich bleibe bei meinen 10 Punkten und kann by the way bei Wellinskis Kritik auch den 1-Punkt-Abzug nirgends begründet finden.



Name: brik
Email: a@b.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

grüss dich weihnachtsfrau,
ich hab mich anfangs für meine angefange diskussion entschuldigt, weil ich hier schon zu hauf solche gelesen habe. da werden dann filme mit banalen argumenten breitgetretten und auf diese schiene will ich auf keinen kommen. aber wie es aussieht bist du sowieso eine die es versteht gut und richtig zu schreiben und folglich zu diskutieren. deshalb schreibe ich noch ein kurzes statement zu deinem letzten.
also wie bereits schon vorher von mir gesagt, die cate-brad-geschichte ist der eigentliche erzähl-hauptstrang und hätte auch weiter ausgebaut werden sollen. und alles was du dazu geschrieben hast, bin ich deiner meinung. Soweit ich mich erinnern kann, gab es an der grenze keine sprachlichen Missverständnise, es gab nur missverständnise und misstrauen. und diese ganze geschichte kam nur rein, aus meiner sicht jetzt, um den film länger zu machen. da wurden einfach verschiedene askpekte zusammengemixt, familientragödie/terror/kulturelle vorurteile usw...
dann kurz zu einem anderen punkt. ich geb auch herrn wellinski recht, nur hätte er kurze auf die aspekte eingehen können die ich erwähnt habe. ausserdem finde, dass die rezesion von fast allen schreibern hier immer großartig geschrieben werden. deshalb bleibt es auch meine top filmseite.



Name: Lee Cooper
Email: cooperleecooper@yahoo.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Kurz: absolut genial. Academy Nominierung absehbar.
Warnung vorab: dies ist kein Hollywood; bitte geht nicht wegen Herrn Pitt rein oder zum Vorglühen für den netten Abend nach'm Kino ;-)

Eigentlich sind es drei Filme (à la Altman): die US amererikanische Kultur trifft auf Menschen, die aus ihrem Alltag in die Tragödie stürzen.
Das ist intensiv und authentisch verfilmt - teils etwas lang und überdeutlich. Verzweiflung mit der Handkamera. Wer die ersten beiden Teile kennt: nein, nicht alles wird am Ende GUT--
Der Tipp für Festival-Fans und Leute, die beim Abspann gerne bewegt ausharren.
Übrigens: die Hälfte des Film ist im Originalton: wählt ein Kino, wo ihr die Untertitel gut lesen könnt. Überlänge!

Objektiv betrachtet ist Babel ein wunderbarer Film mit intensiven Bildern und starken Schauspielern, der unbedingt eine popcornfreie Sitzreihe erfordert. Wirklich ungewöhnlich und sehenswert war die Sequenz mit dem tauben japanischen Mädchen.

Die Parallelen zu L.A. Crash sind jedoch zu offensichtlich, um sie diesem Film nicht dick anzukreiden. Da wurde doch stark kopiert, ohne jedoch die Wucht und den Esprit des Originals zu erreichen.



Name: Kaden
Email: verlain@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

10 Augen für diesen Film.
Eigentlich wollte ich nur 9 geben, aber nach etwas überlegen ist mir einfach kein Negativpunkt eingefallen.

Bei mir hat die Intensität volle Wirkung gezeigt (vor allem in der Schlussszene in Verbindung mit der Musik), was leider recht subjektiv ist und daher wird wohl jeder eine andere Meinung darüber haben, deswegen will ich hier hierauf nicht weiter eingehen.

Noch zu dem japanischen Mädchen:
Während des Films habe ich mich auch erstmal gewundert, warum ihre Szenen auftauchen. Die Herkunft des Gewehrs ist schon ziemlich schwach als einziger Grund. Wenn man aber das Grundthema nochmal hernimmt ("Turm von Babel" -> Sprache), dann passt dies aber doch sehr gut, wenn auch nicht gerade handlungstechnisch. Ein Mädchen, das weder Sprache benutzen noch hören kann (deswegen taubstumm und nicht taub und blind zum Beispiel) und deswegen von praktisch allen abgelehnt wird. Ich denke, der Regisseur wollte das Thema Sprache auf mehreren Ebenen behandeln. Zum einen Mißverständnisse, aneinander vorbei reden, Mißtrauen etc. und eben das völlige Fehlen von Sprache und dessen gesellschaftlichen Folgen.



Name: zelig
Email: egal@egal.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Das war knapp. Der beste Film des Jahres kurz vor Jahresabschluß.

Nachdem mich damals „Amores Perros“ richtig umgehauen hat und ich „21 grams“ im Kino leider verpaßt habe, war ich sehr auf „Babel“ gespannt. Daß der Film trotz hoher Erwartungshaltung dann nicht enttäuscht hat, spricht für sich.

Erneut gelingt es Iñaritú verschiedene zunächst recht unzusammenhängend erscheinende Handlungsstränge meisterhaft spannungsreich zusammenzufügen. Natürlich hat man ähnliches auch schon von Robert Altman gesehen und „Short Cuts“ für sich ist selbstverständlich ebenso ein Meisterwerk. Trotzdem hat es Iñaritú geschafft, sich eine ganz eigene, unverwechselbare Handschrift zu erarbeiten. Die Figuren erscheinen echt, nichts wirkt effekthascherisch und trotzdem oder gerade deswegen ist man als Zuschauer gebannt und gefesselt.

Kein einziger Ausfall – weder bei Inszenierung, Kamera, Schnitt, Musik noch beim Cast: Alle Charaktere in jedem Handlungsstrang wissen zu überzeugen. Cate Blanchet beispielsweise schafft es in drei Minuten mit wenigen Worten und Gesten den Status Quo des Ehelebens zu vermitteln: großartig.

Das ist mit soviel Fingerspitzengefühl und Kraft inszeniert, daß man niederknien möchte. Jegliche sonst so oft übliche Schwarz-Weiß-Malerei fehlt hier. Iñaritú braucht kein Gut-Böse-Schema, um Dramatik zu erzeugen. So gesehen eigentlich ein Film voller netter Charaktere: Niemand will hier dem anderen bewußt Böses – und trotzdem prasselt auf alle Scheiße danieder: „shit happens“ in Reinkultur. Wunderbar, daß der Film dem Zuschauer nicht plump eine Message aufdrücken will und man eher konstaniert aus dem Kino taumelt. Indirekt liefert „Babel“ aber natürlich Denkanstöße genug und wirkt länger nach als die meisten anderen Filme.

@ Lee Cooper:
Ansonsten ganz deiner Meinung, aber: Iñaritú muß nicht von „L.A. Crash“ abkupfern – schließlich hat er „Amores Perros“ gedreht. Und das weit früher.



Name: Tony
Email: n@n.n
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

mich persönlich hat er zum nachdenken angeregt. und zwar mitten drin. zum einen wird offen und drastisch dargelegt, wie stark inzwischen menschliches handeln und mitgefühl einer kalten bürokratie- und politikgesellschaft gewichen sind, zum anderen zeigt er eine menschheit, die im 21. jahrhundert so von ihren vorurteilen und ängsten beherrscht wird, dass das eigene ego humanitäres handeln ersetzt.

warum der englische teil des films nun umbedingt deutsch übersetzt werden musste, während die restlichen sprachen untertitelt wurden, ist mir ein rätsel.

vorweg sei gesagt, dass diese art film alles andere als hollywood-popcorn-kino darstellt, mit der vielleicht nicht jeder etwas anfangen kann. man muss sich auf den film einlassen und vor allem noch während des zusehens darüber nachdenken, was genau da eigentlich passiert, warum es passiert und man muss sich selbst eine meinung darüber bilden. erst dann setzt man sich wirklich damit auseinander und kann verstehen, was der grund und die inspiration für dieses kleine kunstwerk war.



Name: alibaer
Email: ali@baer.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Noch nie habe ich das Kino fast bis auf den letzten Platz voll gesehen mit einer langen Schlange davor trotz Regen und Sturm. Alle waren vom Film beeindruckt, das war jedenfalls mein Eindruck am Ende. Die Story war pfiffig und die Aussagen dramatisch, tiefgreifend und erschütternd, wenig ermunternd in bezug auf die Zukunft, realistisch eben. Bemerkenswert gute Filmkunst!



Name: Taghi
Email: habe.keine@mail.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Toller Film!

Meiner Meinung nach ist aber der Aspekt, dass die Eltern einfach ihre Kinder zu Hause lassen und so weit weg reisen, unglaublich und unrealistisch. Welche verantworlichen Eltern machen den sowas? Ehekrise hin, Ehekrise her...

Noch eine andere Sache: Was steht da auf dem Zettel für den Polizisten? Vielleicht weiss das jemand.



Name: Dirkinho
Email: hhhh@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Babel ist ungeheuerlich bewegend, berührend, emotional intensiv und auf allen Ebenen packend und intelligent.
Im Gegensatz zu Amores Perros ist er langsamer und mit tieferen Gefühlen ausgestattet, ähnlich wie bei 21 Gramm.
Alles in allem der bewegendste Film seit langer Zeit. Die Auflösung des Plots lässt einen schwitzen und gefrieren zugleich.
Selbstverständlich ZEHN Punkte.
DIRK



Name: ent0r
Email: ngle@gmx.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Furchtbar banaler Film.
4 parallele Geschichten, die per Butterfly Effekt und natuerlich thematisch verknuepft sind. Dies wurde aber auf so oberflaechliche Weise getan, dass die Botschaft ganz einfach abperlt.
Vom 21 Gramm Regisseur haette ich schnittechnisch sehr viel mehr erwartet. Anstatt Spannungsmomente gekonnt auszunutzen, laesst der Regisseur erst eine geschichte etwas ausduempeln, um dann gemaechlich wieder die naechste wieder zu beginnen oder auch fortzusetzen.
Jegliche Dynamik und Intensitaet geht dabei verloren, und beinahe glaubte ich der Regisseur wollte den Film fuer Leute mit schwachen Herzen besonders ruhig gestalten.
Schauen wir uns mal die Ausgestaltung des "Butterfly effects" an.
Gewehr eines jap. Geschaeftsmanns, zerstoert das Leben einer Familie in Marokko, schweisst ein Ehepaar wiederzusammen, fuehrt zur Deportierung einer Mexikanerin und gibt der Tochter des jap Geschaeftsmanns die Gelegenheit ihre sexuellen reize bei einem Polizisten auszuspielen.
Die Tochter versucht sich auch noch umzubringen, was aber nicht die Schuld des Gewehres ist ....
Dies soll uns wohl auf Globaliserung und dessen Folgen aufmerksam machen, aber ganz ehrlich gesagt hat wahrscheinlich ein Furz von mir, der einen orkan verursacht eine ebenso targische Geschichte zu erzaehlen.
Aber wichtig ist ja die Botschaft.
Zersplitterung der Voelker, Kommunikationsprobleme bal bla.
Auch hier versagt der Film.
Es soll ausgesagt werden, dass Kommunikation nicht zwangslaeufig zur Verstaendigung fuehrt (Grenzkontrolle Mexikaner, Buspassagiere mit BP, Polizei <-> fluechtigen Familie, Vater Tochter etc.), aber dennoch Kommunikation auf einem anderen Level moeglich ist (BP weiss, dass es um seine Frau schlecht steht obwohl der Dolmetscher ihn anluegt, cate blanchaett die peilt, dass die Pfeife mit speziellen Kraut fuer sie ganz nett waere, das jap Maedchen mit ihren "subtilen" Signalen, etc.)
Dann gibt es noch einen etwas groesseren Kontext, dass die Fahrlaessigkeit der Bengel als Terroranschalg interpretiert werden,
Waffen sind schlecht bla bla
Das Ganze ist so langweilig erzaehlt, dass nur die Provokationen des jap Maedchens den Zuschauer aus seinen Tiefschalf reissen koennen.
Aber am Ende reicht es einfach nicht hier und da den Filmnamen babel zu rechtfertigen, ohne eine das Ganze abzurunden, was der Regisseur oder auch Drehbuchschreiber ganz einfach nicht schafft.
Dramen der Dramen willen zu schreiben ist recht banal.
Meine Furze und deren Duft sind bewegender und nachhaltiger als dieser Film.
Da aber da die schauspielerischen Leistungen durchgehend anstaendig waren, und der Film durchaus einen gewissen, wenn auch duerftigen Gahlt hat, ist er fuer fuer gewisse Leute bestimmt sehenswert.
Fuer mich aber nicht.



Name: Thom
Email: brauchichnet@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Mach mal einer ein Fenster auf - HIER "stinkt" einer aber gewaltig!
Ist schon doof wenn sich die Darmflora bis ins Hirn arbeitet :-))



Name: priscilla2603
Email: priscilla2603@web.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

beeindruckend, schön und detailiert in szene gesetzt. die verschiedenen welten, jede für sich eigenständig und liebevoll was landschaft,lebensart menschen und tempo betreffen inszeniert und die bilder sind intensiv, nah und echtes kinoerlebnis. auf die beiden stars hätte man meiner meinung nach zwar gut verzichten können aber auch die sind so dezent (und cate blanchett so gut) dass sie auch nicht weiter stören. aber der film lebt auch von seiner (vermeintlichen) authentizität und die geht bei steigendem bekanntheitsgrad eines zum beispiel brad pitt ein bißchen verloren (1 punkt abzug weil ich nie ganz vergessen konnte dass er schauspieler ist)obwohl auch in dieser konstellation ganz großes gefühlskino gezeigt wird ohne kitschig zu werden. alles ist ganz intensiv - die geschichte um die stars bestreitet nicht das ende - es gibt kein typisches finger-auf-den-bösen-zeige- oder der-böse-muss-dran-glauben-ende und frei nach dem motto tragik ist wenn alles schief geht kriegt auch keiner für den ganzen schmerz die schuld in die schuhe geschoben (außer vielleicht die amerikaner (klischee) aber da steh ich ja drauf , wie sie für ihre art angst und schrecken zu verbreiten und menschen aus furcht vor bestrafung zu völlig unsinnigem handeln treiben den spiegel vorgehalten bekommen).



Name: melayu
Email: buschubert@yahoo.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Für mich hat der Film noch eine andere Aussage, nämlich, dass den Reichen immer geholfen wird bei ihren Problemen (nur für sie gibt es ein Happy End im Film), während die Armen immer weiter in den Dreck getreten werden.



Name: gudrun
Email: EGRETTA@web.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ein hervorragender Film, der mich und meine vielen Kinomitbesucher vom Anfang bis zum Ende gefesselt. Ich und viele andere Filmbesucher blieben vor Ergriffenheit bis zum Ende des Filmabspanns im Kino sitzen. Sämtliche Rollen, auch die der vielen marrokkanischen Laiendarsteller, waren hervorragend besetzt. Mich haben alle Handlungsstränge sehr berührt, besonders allerdings die Geschichte mit den beiden Jungen und die Geschichte des taubstummen Mädchens.
Der Film zeigt sehr intensiv die Sprachlosigkeit, Herzlosigkeit, Bürokratie und Verständnislosigkeit in der heutigen Zeit und wendet sich darüberhinaus gegen Vorurteile gegenüber Moslems und anderen Kulturen wie z.B. der marokkanischen, die im Film mit viel Einfühlungsvermögen dargestellt wurde.
Liebhaber anspruchsvoller Filme sollten sich Babel umbedingt ansehen und werden bestimmt nicht enttäuscht werden. Für mich ist er einer der besten Filme der letzten Zeit, zusammen mit "Children of men.



Name: toni
Email: typ.mann@gmx.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Herausragend!
Ob Kopie von L.A. Crash oder nicht: Das ist der beste Film des Jahres!
Scorsese ist der beste Regisseur der Welt! Aber BABEL ist der bete Film seit Jahren. Wir europäer sollten diese Film lieben weil es mal wieder zeigt, dass Hollywood europäische Filme machen kann. Ob Japan, Mexico oder Marocco: Wenn das Schicksal eine Rolle im Leben einnimmt kennt es keine Grenzen und versetzt die betroffenen Menschen in ein scheinbar ausweglose Situation die nur als fatalistisch bezeichnet werden kann. Denn ein Eingreifen in genau diese scheint unmöglich.
Hat irgendjemand während den 2,5 Std. gedacht dass man im Kino sitzt und einen Film anschaut? Vielleicht nur diese Banausen die mal wieder genau das Popcorn in Ihren xxl-Becher gesucht haben welches immer ganz unten liegt.
Morgen ist wieder Babel-Tag! Bei mir im Kino und irgendwo auf der Welt.....



Name: marco
Email: web@web.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

"Das Ganze ist so langweilig erzaehlt, dass nur die Provokationen des jap Maedchens den Zuschauer aus seinen Tiefschlaf reissen koennen".

Diesem Satz kann ich nur voll und ganz zustimmen.

21 Gramm z.B., gefällt wesentlich mehr weil da nicht jede Szene so extrem in die Länge gezogen ist.

Also ziemlich langweiliger Film.. nach 21 Gramm hätte ich mehr erwartet aber hier schläft man einfach nur ein!



Name: Hannohannes
Email: manni.fussler@gmx.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

MITTELMASS!!

Ein absolut mittelmäßiger Film , weil er eben Höhen UND Tiefen (Läääängen...) hat. 21 Gramm - das war Maßstab! Weit verfehlt in der Überhöhung der Story, besonders auch unnötigen Andeutungen (z. B. Schuß und Pistole auf der mex. Hochzeitsfeier - wozu??) sowie die nicht immer deutlich erkennbaren Zeitebenen. - Die gesamte Tokyostroy wäre bestenfalls einen eigenständigen Kurzfilm wert gewesen, nicht mehr. Die Gewehrherkunft ist kein "Wimpernschlag". - Lob: Schauspielerisch gute bis sehr gute Darsteller. Oskar für Brätpitt. Endlich. Und nicht etwa dieses Cabrio... (sorry).



Name: toni
Email: typ.mann@gmx.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@Hannohannes
Oscar für Pitt?
Dafür war es zu wenig!
Ein Di Caprio der zwar noch immer aussieht als ob er gerade Abitur macht war in UNTER FEINDEN um Meilen besser! Erst recht, weil er sein image ablegen konnte und diese Rolle glaubhaft und sehr intensiv gespielt hat. Pitt hatte nur eine kleine Rolle in BABEL. Die war gut gespielt! Aber ein bischen besorgter Ehemann und am Telefon heulender Vater spielen genügt nicht!

By the way: Ich vermute dass die Amis einen Will Smith den Preis geben, weil er die klassische Rolle spielt, die in Amerika gesehen werden will.
Bullshit

@Taghi
"...Noch eine andere Sache: Was steht da auf dem Zettel für den Polizisten? Vielleicht weiss das jemand."...
Ein Bekannter aus Tokio hat mir gesagt, dass die Tokyoter ihren Gästen beim Verabschieden immer einen Zettel mitgeben auf dem drauf steht welchen Knopf sie im Fahrstuhl drücken müssen. Denn die meisten fahren mit dem Aufzug immer ein oder zwei Stockwerke zu tief und geraten somit in die Gefahr von der Metro überfahren zu werden...(war ein Versuch wert!)



Name: Stan
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Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Ich kann die Begeisterung nicht leider so ganz teilen. Zu plump ist die Message des Films, die durch die arg konstruierte Geschichte am Ende bleibt. Zu wenig subtil die Geschichte, als dass man viel nachdenken muss und zu stark der Eindruck, durch Farben und Bilder die Makel kaschieren zu wollen. Oscars? Tja, wird der Film 'Babel' sicher bekommen. Nicht weil er sie verdient hat, sondern weil es nichts besseres gab. Traurig.



Name: Jeanna
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Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Ich mag diese Patchworkfilme überhaupt nicht. Zu sehr steht eine anprangernde Weltschmerz-Story im Vordergrund, die durch einzelne Geschehnisse zu oberflächlich dargestellt und erklärt wird. Die fehlende Tiefe der politischen und gesellschaftlichen Probleme und vor allem der schwere Bezug zu den Protagonisten machen es mir echt schwer, mich auf solche Filme einzulassen. Bei "Traffic" war das noch gut gemacht, aber spätestens bei "L.A. Crash" wurde aus Anspruch und Ernsthaftigkeit nur noch platte Langeweile und bedeutungsschwangere Bilder.
Babel reiht sich da leider mit ein. Die Bilder sind kunstvoll und schön, alles ist irgendwie ergreifend und ganz schrecklich. Aber weniger naiv betrachtet ist die Grundthese des Films recht blöde. Letztendlich ist es kein "eiskalter Realismus" mehr, wenn man im Film nur aufzeigt, dass doch das böse Schicksal, Missverständnisse und Zufälle für alles verantwortlich sind. Der Mensch ist gut und nur Opfer. Da wundert es micht nicht, dass der "realistischere" Autor Arriaga "nicht ganz einverstanden" mit dem Skript war, welches für mich nicht europäisch ist, sondern vielmehr in Richtung Hollywood abdreht...



Name: volkmar
Email: volkmar@gmx.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

erschütternd real. so sehr, dass es weh tut. "es gibt kein richtiges leben in einem falschen." (adorno) die kontrolle an der mex/us-grenze beschreiben die ganze absurdität, mit wir wohlstandsmaden schon in eine globale paranoia verfallen sind. kultur faschismus par excellence. eins der wuchtigsten statements eines regisseurs seit jahren. bravo.