Apocalypto

historien-action, usa 2006
original
apocalypto
regie
mel gibson
drehbuch
mel gibson, farhad safinia
cast

rudy youngblood,
dalia hernandez,
raoul trujilo,
gerardo taracena, u.a.

spielzeit
138 min.
kinostart
14.12.2006
homepage
www.apocalypto.film.de
bewertung


(5/10 augen)




 

 

 

 


 

Jemand sollte Mel Gibson einen Teddybär schenken. Oder eine DVD von "Ist das Leben nicht schön?". Oder sonst etwas, dass die Stimmungslage des einstigen Action-Spaßvogels wieder aufhellt, denn die scheint derzeit doch sehr düster zu sein. Nach seinem blut- und leidensreichen Kreuzweg-Film "Die Passion Christi" widmet sich Gibson mit seiner nächsten Eigenproduktion nun in ähnlich drastischer Weise dem Untergang der Maya-Kultur. Eine derart intensive Auseinandersetzung mit solch fatalistischen Themen hat schon fast etwas Selbstzerstörerisches an sich, und da passt es irgendwie ins Bild, dass Gibson diesen Sommer nach einem Alkoholismus-Rückfall von der Polizei betrunken am Steuer erwischt wurde und bei seiner Verhaftung hässliche antisemitische Tiraden ausspuckte. Mit vorsichtig orchestrierter, öffentlicher Buße inklusive Entzugsklinik versuchte Gibson, den Imageschaden pünktlich zum Start von "Apocalypto" wieder auszumerzen, was ihm teilweise sogar gelang. Erste, sehr positive Testvorführungen haben dabei geholfen - wie dieses euphorische Echo zustande kam, ist angesichts des Films allerdings recht unverständlich.

"Apocalypto" erzählt die Geschichte des Maya-Jägers "Pranke des Jaguars" (nennen wir ihn der Einfachheit halber Pranke, auch wenn's doof klingt), der mit seinem Stamm seit Generationen (und vor dem Einfall der Spanier in der "neuen Welt") friedlich im mittelamerikanischen Regenwald lebt. Doch eines Tages fällt eine feindliche Meute über das Dorf her, und das Grauen hält Einzug. Der halbe Stamm wird grausam massakriert, der Rest gefangen genommen und abgeführt. Pranke kann seine schwangere Frau und seinen Sohn in Sicherheit bringen, wird jedoch selbst verschleppt.
Diese Eröffnung erzählt Gibson zunächst in trügerisch-idyllischen Bildern der in fröhlicher Eintracht lebenden Stammesmitglieder, und ein bisschen gelacht werden darf auch. Dass der Film in Sachen Gewalt-Detailliertheit allerdings ohne jegliche Zurückhaltung ans Eingemachte geht, macht schon die allererste Szene deutlich: In der erlegen Pranke und seine Jäger-Gruppe ein Wildschwein, dessen wertvollste innere Organe sie anschließend untereinander aufteilen - inklusive der Hoden, die einer der Krieger dann auch an Ort und Stelle essen muss, und das alles hübsch in Großaufnahme. Da dreht man schon nach wenigen Minuten angewidert den Kopf weg, und diese Reaktion wird sich im Folgenden noch oft wiederholen.
Mit dieser krassen Direktheit hält Gibson in den folgenden zwei Stunden auf beinahe jeden Gewaltakt drauf, den er einfangen kann, und die sind in ihrer Anzahl und Heftigkeit schon enorm. Soviel ungezügelte, unnachgiebige Brutalität hat man in einem realistischen Kontext (Horror- und Splatterfilme nehmen wir hier mal aus) jedenfalls wohl noch nie in einem Kinofilm gesehen, und schon bald ist der Punkt erreicht, an dem man als Zuschauer bis ins Mark erschüttert ist von soviel abartiger, unmenschlicher Wildheit. Aber: "Apocalpyto" häuft seine Gewaltorgien derart erbarmungslos und direkt aufeinander, dass es bis zur Abstumpfung auch nicht lange dauert - womit die späteren Exzesse der frenetischen Barbarei schon wieder an Wirkung verlieren, weil zu schnell der Punkt erreicht ist, an dem der Blutrausch nicht mehr schockt, sondern nur noch nervt.

Da wartet man dann darauf, dass der Film mit einer packenden, vielschichtigen Geschichte aufwartet, denn die eigenen Ansprüche sind hoch: Bedeutungsschwanger wird "Apocalpyto" eröffnet mit einem Zitat des Philosophen William Durant: "Eine große Zivilisation lässt sich nur von außen erobern, wenn sie sich von innen schon selbst zerstört hat." Was Gibson hier zeigen will, ist die innere Degenerierung der Maya-Hochkultur, wodurch die Eroberung und schließlich Vernichtung dieser Zivilisation durch die Spanier erleichtert, wenn nicht gar überhaupt erst ermöglicht wurde. Das wiederum soll auch als Parabel für die aktuelle Weltsituation funktionieren, die sich in großen historischen Zyklen auf eine ähnliche Entwicklung zu bewegt. Findet zumindest Gibson, und sieht Parallelen zwischen heute und damals in der wachsenden Dekadenz der Reichen, gefördert durch Konsumsucht und Korruption, und dem einhergehenden Raubbau an der Natur.
Soweit die schöne Theorie. In der Praxis ist davon leider so gut wie nichts erkennbar. Die Erzählung verharrt strikt in der Perspektive von Pranke, so dass Aspekte, die ihn nicht direkt betreffen, auch nie deutlicher hervortreten denn als Details im Bildhintergrund. Wenn Pranke und seine verschleppten Stammesbrüder nach einem ziemlich inhaltsleeren Mittelteil, der im Prinzip nur aus einer gefesselten Wanderschaft durch den Dschungel besteht, endlich in einer Maya-Metropole ankommen, wird der soziale, kulturelle und ökologische Niedergang nur kurz angedeutet. Wenn man nicht schon vorher weiß, was hier ausgesagt werden soll, kann man es allein aus dem filmischen Kontext kaum erschließen.
Es beschleicht einen viel mehr das Gefühl, dass all diese komplexen Zivilisations-Details Gibson dann doch nicht so wichtig waren. Stattdessen ergötzt er sich in unnötiger Ausführlichkeit an einem Ritual massenhafter Menschenopfer, das in seiner Gesamtheit so dermaßen abscheulich ist, dass man diesem Volk den Untergang geradezu an den Hals wünscht - ein respektvoller Umgang mit einer historischen Hochkultur sieht anders aus, die zivilisatorischen Errungenschaften der Maya sucht man in diesem Film jedenfalls vergeblich.

Mit Prankes Flucht zurück zu seiner in anhaltender Gefahr befindlichen Familie bietet der Film einen zugegebenermaßen beeindruckenden Showdown, denn das Schlussdrittel ist im Prinzip eine einzige, rastlose Verfolgungsjagd. Hier kann dann auch vor allem Kameramann Dean Semler glänzen, der mit einer neuartigen, hochauflösenden Digitalkamera drehte und damit eine Bewegungsfreiheit genoss, die zu wirklich großartigen Sequenzen führt: Immer hautnah an den Figuren dran, hetzt die Kamera in atemberaubender Geschwindigkeit mit durch den dicht bewachsenen Dschungel und kann so höchst effektiv die Atmosphäre der Originalschauplätze vermitteln.
Ohnehin ist "Apocalypto" zumindest handwerklich ohne Frage großes Kino, was beim betriebenen Produktionsaufwand auch nicht weiter wundert. Doch das beste Handwerk nutzt wenig, wenn die Sache im Kern nicht stimmt. Und "Apocalpyto" hat hier nicht nur entscheidende Defizite, weil der Fokus seiner Geschichte viel zu klein angesetzt ist. Den Untergang einer Zivilisation kann man eben nicht am Einzelschicksal eines an sich Unbeteiligten illustrieren, und das apokalyptische Grundthema lediglich auf halber Strecke mit pseudo-bedeutungsschwangerem Prophezeiungsgeschwafel einzufädeln ist auch keine sehr überzeugende Lösung. Gibsons Wille zu größtmöglicher Authentizität und maximal bildhaftem Erzählen (mit entsprechender Dialogknappheit) steht der Komplexität des Ganzen ebenfalls im Weg. Wie schon bei der "Passion Christi" setzt er auf markante, größtenteils unbekannte Schauspiel-Gesichter und hält alle Dialoge in der Originalsprache (diesmal Yucatec-Maya), der Zuschauer ist auf Untertitel angewiesen.

Spätestens hier muss man die entscheidende Frage stellen: Wen, bitte schön, soll das interessieren? "Die Passion Christi" war ebenso eigenwillig umgesetzt, widmete sich aber immerhin einem der zentralen religiösen Ereignisse der westlichen Kultur und hatte somit Aufmerksamkeit sicher. "Apocalypto" nun befasst sich ohne Stars und in schwer zugänglicher Untertitel-Version mit einer untergegangenen Zivilisation, die quasi nichts mit unserer heutigen Kultur zu tun hat. Wenn man nicht gerade Maya-Historiker oder knallharter Gibson-Fanatiker ist, gibt es eigentlich nichts, was an diesem Film ansprechend sein könnte - wo also soll er seine Zuschauer her bekommen?
"Apocalypto" ist ein Film ohne jegliches Zielpublikum, und kann an der Kinokasse eigentlich nur untergehen, wenn die (Film-)Geschichte recht behält. Erinnert sich noch jemand an "Rapa Nui"? Kevin Reynolds, nach seinem Riesenerfolg mit "Robin Hood - König der Diebe" Anfang der 90er auf dem Weg zum Regiethron Hollywoods, realisierte im Anschluss dieses epochale Werk über das Ende der mythischen Zivilisation auf den Oster-Inseln. Der Film war gut - interessiert hat ihn trotzdem keine Sau und "Rapa Nui" wurde ein gigantischer Flop.

"Apocalypto" ist genau genommen ein Haufen heißer Luft, der mit epochaler Breite und ganz viel Blut und Brutalität so tut, als würde er eine tiefsinnige Abhandlung über die inhärente menschliche Tendenz zur Selbstvernichtung liefern. Tut er aber nicht. Stattdessen gibt es eine überlange, oft langweilige und erzählerisch sowie inhaltlich sehr dürftige Dschungelhatz, durchtränkt von den dunklen Visionen eines erzgläubigen Christen, der offensichtlich ein paar mal zu oft die Offenbarung des Johannes gelesen hat. Hoffen wir also auf einen Teddybären für Mel, sonst sehen wir den Guten womöglich demnächst an irgendeiner Ecke als verwirrten Straßenprediger, mit einem großen Schild um den Hals auf dem steht: "Das Ende ist nah!".

F.-M. Helmke

 


Name: Casey
Email: nein@nicht.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich habe von Ihnen, Herr Helmke, immer viel gehalten als Kritiker von Filmszene, auch wenn ich nicht mit Ihnen immer einer Meinung war. Diese Filmkritik aber strotzt von einer derart fürchterlichen Anti-Gibson-Mentalität, dass selbst Ihre klugscheißerische Schreibe - wohl resultierend aus angeblich fachkundigem Wissen über Filme - nicht vertuschen kann, dass Sie es lediglich darauf anlegen den Regisseur und Schauspieler Gibson zu demontieren / deklassieren.
Sie waren einmal ein sachlicher, intelligenter Schreiber, inzwischen sind auch Sie zu einem schablonenhaften, arrogant-eingebildet rezensierenden Polemiker mutiert, wie so viele Mitarbeiter dieses Cinemags. Bedauerlich!

Filmszene - quo vadis?



Name: datvera
Email: post@davera.de
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

@ Casey. Bevor man so über die Kritik urteilt, sollte man mal überlegen, dass es einen Unterschied gibt zwischen Leuten, die den Film bereits kennen und beurteilen können und anderen.
Herr Helmke hat vollkommen recht mit seiner Kritik und meiner Meinung nach gehört sogar noch viel mehr an diesem Film verrissen. Auf der einen Seite ist Gibson offensichtlich versessen auf Details, was Schmuck, Tätowierungen, Sprache etc. angeht. Auf der anderen Seite wird dann aber mit schwersten Verletzungen mal eben 2-3 Tage am Stück nur gerannt. Während der Verfolgungsjagd bleiben die Verfolger ständig stehen, suchen Spuren, während Freund Pranke rennt und rennt - sich umdreht und die Verfolger sind keine 2 Meter hinter ihm. Ebenso bei einer Verfolgung durch einen Panther, der hinter Pranke spazierengeht, hinter den Verfolgern aber plötzlich schnell wird und diese sofort erwischt.
Auch die ganze Bluterei, Schlachterei und Zerschmetterei hat keinen Zweck, man gewinnt keinerlei Erkenntnisse in beabsichtigter Richtung sondern möchte irgendwann nur noch kotzen.
Das wollte ich allerdings schon eher, da Mel Gibson eine schnöde Hollywoodstory einfach mit anderen Kostümen in den Dschungel und einen historischen Rahmen verfrachtet hat, die da nichts zu suchen hat. Wozu die schnulzige Vater-Sohn-Story? Wozu muss die zurückgelassene Frau hochschwanger sein? Ich hatte oft den Eindruck, Braveheart trägt jetzt String.
Alles in allem ein Film, dessen Schwächen überwiegen, trotz teilweise toller Bilder.



Name: Butler Stevens
Email: mr_perfect_dinner@yahoo.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Hmm...also ich habe nun sehr gute Kritiken über den Film gelesen - und eben diese hier auf filmszene.de. Da mir "Die Passion Christi" eigentlich ausgesprochen gut gefallen hat, werde ich mich wohl in der kommenden Woche in "Apocalypto" setzen. Bin auf jeden Fall gespannt...



Name: Stan
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich habe von Ihnen, Casey, immer viel gehalten als Leser von Filmszene, auch wenn ich nicht mit Ihnen immer einer Meinung war. Diese Kritik aber strotzt von einer derart fürchterlichen Anti-Helmke-Mentalität, dass selbst Ihre klugscheißerische Schreibe - wohl resultierend aus angeblich fachkundigem Wissen über Menschen - nicht vertuschen kann, dass Sie es lediglich darauf anlegen den Rezensent und das gesamte Team zu demontieren / deklassieren.
Sie waren einmal ein sachlicher, intelligenter Schreiber, inzwischen sind auch Sie zu einem schablonenhaften, arrogant-eingebildet rezensierenden Polemiker mutiert, wie so viele andere Leser dieses Cinemags. Bedauerlich!

Casey - Aegroti salus suprema lex!



Name: Dennis
Email: -
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

@ Stan:
Bravo, dem Casey hast du's aber gegeben jetzt! Was fällt dem doofen Casey auch ein den armen Helmke zu kritisieren, pfui! Da braucht es dann schon dich als Retter der Filmszene und Beschützer derer Angestellten um dem abtrünnigen Casey mal eins vorn Latz zu knallen. Und wie intelligent du das angestellt hast, wow! Echt jetz, Daumen hoch! Mit Usern wie dir braucht filmszene echt keine Angst mehr zu haben vor den vielen vielen Polemikern die sich hier herumtreiben! Hauptsache du kannst Latein und bist im Glauben über diesem Pack zu stehen. Szenenapplaus ganz allein für dich!


Zum Film ist zu sagen, dass er ein bisschen schlecht weg kommt in der Kritik. Die Erzählform hat mir ziemlich gut gefallen. Und man kann sehrwohl den Untergang einer Zivilisation am Einzelschicksal einer Person illustrieren, und so unbeteiligt empfand ich den Pranke gar nicht. Der Film ist ansonsten ein bisschen heftig inszeniert, und was der datvera weiter oben schreibt ist mir auch aufgefallen. Also jedenfalls nix Überragendes, aber alles in Allem kein Grund den Film zu meiden. Soll sich jeder halt selbst ein Bild davon machen.



Name: sfdfdgsfsd
Email: dssf
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

lol



Name: DrummerSchies
Email: Drummer@etzlouian.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

soll i an schies in euere nasen loun?



Name: Neophyte
Email:
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@Dennis Du hast absolut Recht. Am Ende ist es von beiden "klugscheißerische Schreibe"! Weiter will ich darauf auch nicht eingehen.

Zum Film!

Ich hab ihn nicht gesehen und werd es wahrscheinlich auch nicht. Zumindest nicht im Kino. Dachte mir schon das dieser Streifen nur ein lauwarmer Aufguss von Passion Christi wird. Außerdem nicht die Art von Film die ich zur Weihnachtszeit sehen möchte.



Name: Liet
Email: nicht@nichts.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich hab mir zu diesem Filme verschiedene Kritiken durch gelesen, in den meisten kam er deutlich besser weg.
Ich denke mal das es immer auf die Sichtweise des Betrachters ankommt wie man bestimmte Dinge empfindet.
Ich finde den Fokus auf die Hauptfigur z.B. sehr Vorteilhaft, weil die Story sich nicht verliert.

Trotzdem zwingt sich beim lesen dieses Artikels eine gewisse Anti Mel Gibson Haltung des Verfassers auf.
Sowas sollte bei einem seriösen Artikel eigentlich nicht sein.

Ich rate jedem sich ein eigenes Bild von dem Film zu machen.



Name: ozan1000
Email: ozan1000@web.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Das man Herrn Helmke Anti-Gibson Mentalität vorwirft, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Gerade seine Kritik zu "Pasion Christi" war eine der positiven Rezensionen..umso mehr schätze ich seine Meinung zum neuen "Gibson". Anschauen werde ich ihn mir auf alle Fälle.



Name: Maaja
Email: maajaaol.com
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Ein recht gelunger Film, mit gesellschaftskritischen Ansätzen und schönen Landschaftsaufnahmen. 
Nur die miese deutsche Synchronisation stört etwas.... ;-)



Name: CptBlah
Email: transaztek@pinata.net
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

War doch klar, das der Film Schrott sein würde.
Das lustige daran ist vielleicht, daß der Film sich quasi selbst in den Schwanz beißt:
Unsere "moderne" Zivilisation wendet sich ja immer voll affektiertem Grausen von den Horroschauspielen frührerer Kulturen, wie den römischen Arenen oder den grausamen Mayaritualen ab.
Allerdings ist schon erstaunlich, daß in den Filmen in denen diese Kulturen vorkommen fast ausschließlich auf diese Punkte wertgelegt wird - fast als ob es in Wirklichkeit unsere eigene Kultur ist, die von grausamer Unterhaltung garnicht genug bekommen kann.
Insofern halte ich Gibson für den wahren Antichristen.
Ich finde das alles ziemlich abscheulich, aber je mehr man sich drüber aufregt, desto mehr Leute werden ja aufmerksam und schauen sich diesen Müll an.
Ich leg da lieber nochmal meine Rapa Nui DVD ein, ehrlich.



Name: ich bin die botschaft
Email: message@me.nicht
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Die eigentliche Botrschaft hinter dem Film ist glaube ich am ehesten die Behauptung:
"So geht es zu in heidnischen Zivilisationen, bevor das Christentum die Welt in ein Paradies auf Erden verwandelt".
Würde jedenfalls zu Gibsons seltsamer Variante "christlichen" Glaubens passen.



Name: TheProducer
Email: schlagbude@web.com
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@Stan&Casey:
Danke, ich habe lange nicht mehr so herzhaft gelacht beim Lesen von Filmszenekommentaren!

Zum Film:
Ich habe ihn zwar noch nicht gesehen und möchte daher auch keine Meinung über den Film abgeben, glaube allerdings, dass es ab und zu auch Sinn machen kann, explizite Gewalt darzustellen (wenn dies nicht bloß als Mittel zum Zweck sondern auch mit einem wirklich Sinn geschieht). Allerdings haben alle Rezensionen die ich bisher gelesen habe den Film für seine Gewaltdarstellung kritisiert, wahrscheinlich hat der gute Mel es dann doch etwas übertrieben, aber ich werde mir auf jeden Fall mein eigenes Bild machen!



Name: Thomas
Email: thomas_filmszene@trashmail.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Mit ein Grund, warum ich die Rezensionen von Herrn Helmke so schätze, ist daß man sich immer auf die Kommentare freuen kann ;-)

Was mich ein wenig wundert ist das bisher ein paar Mal andere positive(rere) Kritiken erwähnt wurden. Ich habe bisher in Presse, Rundfunk und Fernsehen außschlieslich negative Rezensionen gelesen, gehört oder gesehen. z.B. Bayern 2 Radio, SZ, FM4, ...



Name: Jones
Email: elviento@hotmail.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Man glaube diesem Mann in diesem Fall bitte kaum ein Wort. Die Rezension zeugt von Polemik und einer massiven Unkenntnis des geschichtlichen und mythischen Hintergrundes. Armselig!
Ich fand den Film beeindruckend und sehr interessant für Menschen, die sich für diese Kultur interessieren.
Der Film ist brutal und deshalb natürlich nicht für Menschen mit schwachem Gemüt geeignet. Es gibt ja auch weniger brutale Filme für diese Zielgruppe. Ich gehe z.B. nicht in bestimmte Filme, weil ich weiss, dass ich mich nur langweilen würde..
Also, viel Spaß bei Anschauen!



Name: Rincewind
Email: mummsam@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Der Film schrammt knapp an einem Meisterwerk vorbei, da Gibson es leider nicht immer schaft den "Untergang der Majas" in seine gebotene Szenerie einzugliedern. Zu Detailverliebt kommt er daher, doch ob man ihm das wirklich vorwerfen muss sei dahingestellt.
Großes Lob für die Entscheidung nur Laien zu besetzen. Alle machen ihre Sache hervorragend und vermitteln ein stimmiges und vor allem realistisches Bild.
Zur Gewalt: Das heikle Thema das Gibson schon in "Die Passion Christie" einsetzt und das die Zuschauer und Hobbykritiker heute noch in zwei Lager spaltet ist auch hier wieder einer der Schwerpunkte für eben diese.
Ich finde die Anschauung und Gibsons Verarbeitung sehr gut und gelungen. Ich wüsste nicht wie man dem Publikum das Leid und die Pein (hier bezogen auf Christi) oder aber den verlust der damaligen Welt (bezogen auf die Maya) anders hätte vermitteln können.
Das Gegenteil von Kunst heißt Zensur und ich bin froh darüber das Gibson sich nicht mit weniger zufrieden gibt.

Spannend, mitreißend, schockierend, tiefgehend und sicherlich authentisch. Nichts für Menschen mit schwachen Magen aber für Menschen mit liebe zu gewaltigen Filmen!



Name: CptBlah
Email: yo@rocksouthamerica.com
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

^ War ja klar, daß hier wieder einige daherkommen die ihre Gewaltgeilheit mit dem Argument schützen, wennn man den Gewaltfokus der gegenwärtigen Filmkultur kritisiert wäre man ein inkompetenter Hobbykritiker.
Vor einigen Jahren hat man ähnliches über Leute die sich fürs Nichtrauchen eingesetzt haben gesagt.

Der Erklährungsbedarf liegt ziemlich eindeutig bei den Leuten, die es NICHT stört wenn in Filmen so exzessiv Gewalt dargestellt wird.
Aber das nur am Rande.
Gibson ist vielleicht ein Sonderfall weil er einfach mit Multimillionen sein privates Mütchen kühlt - da wollen wir jetzt mit so einer Diskussion nicht auch noch das Bewußtsein der Leute drauf lenken, nicht war.

Daß man den "Verlust der damaligen Welt" nur mit Leid und Pein bis zum Abwinken bzw. bis weit übers Abwinken hinaus darstellen können soll halte ich keinesfalls für ein zwingendes dramaturgisches Gesetz, sondern eher für einen pathologische Wahnvorstellung.
Gibson will es doch nicht anders - immer schön Mann-Männliche Gewaltszenen, der Mann hat einfach einen an der Waffel - schade daß so viele Talente diesem Typen auch noch ihre Fähigkeiten zu Verfügung stellen.
Aber so ist da halt - Geld regiert nunmal die Welt.



Name: soxwhat
Email: soxwhat@yahoo.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Warum muss hier immer jeder Film bis ins Mark seziert werden. Ich komme eben aus dem Kino und habe gute zwei Stunden packende Unterhaltung in faszinierend-authentischen Bildern mit einem Schuss Historie und Moral geboten bekommen. Cineastenherz was willst du mehr?!



Name: Sepp
Email: sepponline@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Beste film des Jahres



Name: The Black Adder
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Die Idee mit der Sonnenfinsternis wurde übrigens aus den Tim-und-Struppi-Comics von Hergé geklaut. Aber davon war ja auch schon Steven Spielbergs Indiana Jones inspiriert ...



Name: apokolips
Email: ap00k0lip@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Hab den Film net gesehen.
Werde ihn demnächst gucken. Muss gucken, den Mel find ich super,super, super und seinen letzten Film mit Jesus, dat war auch einer der besten Filme die ich geguckt hab.
Echt super und realistisch.

Deswegen wird auch Apcalpto mir super gefallen, denn der Mel ist ein ganz kluger und weiser Mann mit viel Herz und Gefühl.
Ausserdem ein gottesfürchtiger Mann,
und wenn die echte apokalypse kommt,
dann wird den ganzen leuten die sich jetzt über ihn(Mel) lustig machen
das Lachen schnell vergehen und sie werden sich wünschen dass sie kleine, niedliche Käfer sind damit sie sich vor dem Schrecken in die Erde vergraben können.

Ganz tief einbuddeln, ganz tief unten, wo man sie nicht kriegt.




Name: mr.oizo
Email: denk@me.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Werde mir den Film garantiert noch einmal ansehen! Es war packendes, leidenschaftliches Kino. Sorry, ist aber wieder mal typisch deutsch alles wieder kaputt zu reden. Lasst die persönliche Kritik über Mel Gibson. Die Schauspieler sind unglaublich natürlich und unverbraucht - bemerkenswert. Die Dialoge zur Natur sind total passend und untermalen einfach die Wurzeln des Menschen. "Lass uns zurück in den Wald - neu anfangen." Manche sollten sich den Film erst einmal anschauen bevor sie im Voraus teilweise echt grosskotzig und unüberlegt den Film in einer niveaulosen Art niedermachen. Die Gewaltszenen hätte man vielleicht nicht ganz so sehr in die Breite treten müssen. Aber war für meine Begriffe nicht störend - hatte mich darauf eingestellt. Starke Bildpracht und heftige Emotionen.

Für mich einer der besten Filme des Jahres.



Name: sana
Email: sana@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Man muss einfach mal abschalten können.

wieso stören sich menschen an untertiteln? muss alles denn immer verdeutscht werden? wie einseitig wäre diese welt. mich wunderts nicht, dass belgier und niederländer wesentlich besser englisch sprechen können als deutsche...

aber das nur nebenbei.
der film ist ein männerepos. kommt mit der vollen tragik auf, zieht alle register. ich finde, eigene bilder aus dem kopf authentisch vermitteln zu können, das ist kunst. das hat gibson geschafft. man kanns mögen, man muss aber nicht.

ich bin für offenheit, macht eucht frei von vorurtteilen, schauts auch an.

und habt dann den mut, euch euren eigenen vertandes zu bedienen




Name: sepp
Email: wachtmeister
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Gewalt war das zentrale Element in der Maya-Kultur. Brutale Opferungen und blutige Spiele waren an der Tagesordnung. Der Film übertreib hier keineswegs. Warum sollte also Gewalt nicht auch das zentrale Element eines Maya-Filmes sein ?
Nur weil man damit einigen Kinofeingeistern den schönen Abend verdirbt ?



Name: Geraldo
Email: -
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Gleicher Film, anderer Regisseur und unzählige Diskussionen über Gibsons Botschaften, Vergleiche zu Passion Christi und seinen Geisteszustand gäbe es nicht. Ich fand den Film etwas zu metzelig und auch zu bedeutungsschwanger, aber insgesamt doch recht gut.



Name: apokolips
Email: ap00k0lip@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Film war echt super, der Mel hats voll drauf.
Bin gespannt was der als nächstes vor hat.
Gott segne ihn.



Name: pal
Email: nospam@hotmail.com
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Ich habe den Film soeben gesehen. Und muss mich der Kritik des Schreibers anschließen.

Ich bin von der "Passion Christi" überzeugt gewesen und eigentlich ein Freund von Mel Gibson Filmen. Aber dieser hier ist nicht unbedingt ein Hit ... eher ein schöner Mist!



Name: guido
Email: egal@egal.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

hab den film gesehen - GOTT SEI DANK TROTZ IHRER KRITIK. Selten so eine scheisse gelesen (sorry). Sie als kritker sollten über den dingen stehen und objektiv darüber schreiben oder besser, suchen sie sich nen anderen job



Name: Joerg
Email: joerg.estein@gmx.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

das zielpublikum existiert schon: menschen die interessiert sind an der maya-kultur, so wie ich.
allerdings wird dieses zielpublikum auch entäuscht, da der film eigentlich so gut wie nichts über die maya-kultur vermittelt. nur ein bisschen über die jungs aus dem wald, aber das sind ja keine "richtigen" angehörigen der hochkultur der maya.
hier hätte ich mir ein wenig mehr davon erwartet.

die verfolgungsjagd im letzten drittel ist zwar handwerklich gut gemacht, jedoch finde ich sie relativ langweilig. nichts was man in hunderten anderen filmen nicht auch schon gesehen hat. die zeit hätte man besser genutzt um die kultur der maya näher zu beleuchten.

die gewaltszenen sind in ordnung, solange sie zum thema und der situation passen. es wird aber später eigentlich nicht voll drauf gehalten. man sieht zwar köpfe rollen usw. aber in nahaufnahmen sieht man kaum etwas.



Name: macondo
Email: Luigi80@gmx.net
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Die Echte metzger in der Geshichte, sind die SPANIER gewesen...



Name: sandy
Email: sandy@nospam.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Das war ja klar, dass in einem Tarantino-Film soviel bestialische Gewalt wie möglich cool ist, aber in einem historisch angelegten Stück bitte nicht so viel vorkommen darf, denn schließlich kann man sich Vergewaltigung viel besser angucken, als Männer, die Schweinehoden essen.
Dass von Mel Gibson´s Skandal bloß die antisemitischen, nicht aber die rassistischen, frauenfeindlichen Sprüche im Gedächtnis bleiben, lässt nun auch tief blicken, hätte ich aber hier nicht erwartet, ehrlich gesagt.
Den Teddybären würde ich eher den Kinobesuchern in die Hand drücken, die angewidert den Kopf wegdrehen, wenn Mayas sich gegenseitig abschlachten.




Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: Nils.Grabowski@tiho-hannover.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Schon interessant, wie viele verschiedene Geister sich über diesen Film auslassen. Es zeigt aber auch, mit welchen Vorstellungen man sich Apocalypto anschauen kann.
Zum Einen die Liebhaber knallharter Action und Splatter à la "Ruck-zuck is' die Fresse dick" oder "Kettensägen-Maskara Nr. 52c". Die kommen sicherlich auf ihre Kosten, wozu auch handwerkliche Qualität des Films ganz klar beiträgt. Dazu gehören sicherlich Szenen wie die anfängliche Jagd auf einen Tapir (kein Wildschwein, wie oben fälschlich erwähnt), das bis zum Exzess zelebrierte Massaker auf dem Nohoch Múul (große Pyramide) oder das erwartungsgemäß grausame Ende von Prankes Verfolgern.

Andererseits gibt's aber auch diejenigen Kinobesucher, die einen gewissen künstlerischen, vielleicht sogar kulturellen Anspruch hegen, und die dürften eigentlich gründlich enttäuscht werden, denn streng genommen ist der Schaupaltz Maya-Kulturraum komplett austauschbar und die Handlung hätte auch bei den alten Germanen (die den Menschenopfern gar nicht einmal ungeneigt gegenüberstanden), im Industal oder auf Kreta spielen können, das auf die Maya-Kultur nur höchst peripher eingegangen wurde, und ob ich den Film nun auf Altnordisch, Sanskrit oder Linear A synchronisiere...
Das wenige, was im Film "typisch Maya" sein könnte, nämlich Bauten und Kostüme, wird bei Apocalypto zur reinen Staffage, zu einer - zugegeben - beeindruckenden Kulisse. Ob nun die Krieger auch noch unbedingt den letzten Quadratzentimeter Nase mit Knochen gepierct hatten, wage ich zwar zu bezweifeln, aber die Nasenstege, Tätowierungen, Nasen- und Lippenpflöcke sowie die Zahninlays sind historisch verbrieft. Der Federschmuck war zwar ganz nett, aber mit Federn vom Gold- und Amherstfasan, die ja bekanntlich aus China und Ostasien stammen, ein wenig schlecht gecastet, aber immerhin nicht so peinlich wie bei "Troja", wo allen Ernstes Lamas durchs Bild gezogen wurden.

Schade nur, dass die Hochkultur der Maya, die schon mit der 0 arbeitete, als sich selbst die arabische Hochkultur - der wir hier in Europa doch so Manches zu verdanken haben - von Dattelpalme zu Dattelpalme hangelte, auf das reduziert wurde, was dem Massenpublikum am meisten gefällt und nun - Mel Gibson sei Dank! - auch den etwas "einfacher gestrickten" Leuten in den Köpfen hängen bleibt: blutige Massaker mit grausamen Ritualen und Bergen verwesender Leichen an den Studen der Tempel und Pyramiden. Schon 'mal den Verstand genutzt? Wie hätten sich diese Massenopferungen auf die hygienischen Verhältnisse einer Stadt auf Dauer ausgewirkt? So dumm ist man damals mit Sicherheit nicht gewesen, verfügten doch gerade die mesoamerikanischen Hochkulturen über geradzu geniale Architekten und ein ausgeklügeltes Abwassersytem, von dem selbst die Spanier, für die Hygiene ein absolutes Fremdwort war, staunend berichten. Ich glaube schon, dass in alten Zeiten Menschen in Mesoamerika öffentlich den Tod gefunden haben, aber...schon einmal etwas von der Todesstrafe gehört? Mag ja sein, dass im Zuge von Kriegen Ahawo'ob (Herrscher) und Kriegsgefangene getötet wurden - sicherlich verabscheuungswürdig, aber historisch gesehen keine Seltenheit, und nicht in den Massen, wie es uns Mel Gibson und, im Falle der Azteken, die Spanier glauben machen wollen. Nein, machen wir uns nichts vor: Schon die "Passion Christi" hat gezeigt, mit welch morbider Lust Mel Gibson Gewalt zelebrierend in Szene setzt, und Apocalypto ist da zum Glück etwas gnädiger als die Schlachtszenen (von schlachten, nicht Schlacht!) in erstgenanntem Streifen. Die wenig mitdenkende Allgemeinheit stellt sich die mesoamerikanischen Hochkulturen in erster Linie als blutrünstig und beinahe "opfergeil" vor - s. auch die Comic-Reihe "Quetzalcoatl" von Jean-Yves Mitton - und Herr Gibson haut einfach in dieselbe Kerbe.

Dementsprechend entsteht der Eindruck, als wäre die regierende Schicht von Schamanenherrschern eine degenierte Bande geifernder, geistesschwacher, wenn nicht vollkommen wahnsinniger Schmierenkomödianten - gut, den Eindruck gewinnt man in heutigen Zeiten durchaus, sieht man sich so manche Religionsführung und Regierung nördlich des Maya-Kulturraumes an - und das sollte doch wohl eher zweifelhaft sein, zumindest, wenn es um damalige Zeiten geht.

Ausgeprochen pathetisch wird's meiner Meinung nach, wenn Pranke mit seinen letzten beiden Verfolgern am Strand steht und die spanischen Karavellen sieht und man schon fürchten muss, die ""zivilisierten"" Weißen greifen ein, und der heilbringende Prieter der Christen greift und sammelt die gepeinigte Kreatur unter dem Schutz des Kreuzes. Ich glaube, dann wäre ich gegangen, denn das hätte ich dem notorisch fundamentalistisch-christlichen (antisemitischen und homophoben, da wir gerade dabei sind) Regisseur nicht mehr verziehen. Allerdings blieb uns dieser Pathos zum Glück erspart und die Familie sucht in ihren eigenen Wurzeln nach neuen Anfängen. Allerdings erlaubt das Auftauchen der Spanier nun überhaupt keine zeitliche oder geographische Einordnung mehr. Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass man sich im Kernland der Maya, dem Petén (Guatemala und Chiapas in Mexiko) und damit zum Ende des "Alten Reiches" (ca. 900 n. Chr.) befindet, aber damit muss man etwa 600 Jahre hinzufügen, denn diese Barbaren aus Europa fielen erst gegen 1500 - und dann auch eher nördlich, in Yucatán - ein.

Wenn ich also an diesem Film nur wenig gute Haare lasse, so mag man sich fragen, warum ich ihn mir überhaupt angeschaut habe; ganz einfach: die Sprache! Ich lebte viele Jahre in Mexiko, habe den Süden ausgiebig bereist und - das wird vielleicht durchgedrungen sein - einen Faible für die alten Kulturen Mesoamerikas. Darüber hinaus spreche ich ein wenig Maya und habe mich gefreut, diese schöne Sprache auch einmal in einem Kino zu hören, und sei es durch Mel Gibsons ansonsten eher sinnfreiem Machwerk. Allerdings, auch hier sei gesagt, dass einige Schauspieler einen derartigen Akzent an den Tag legten, dass sich dem Kenner die Fussnägel hochklappen. Außerdem wurde, soweit ich das mitbekommen habe, das Wort für Tapir (eigentlich tsíimin) stets mit "Schwein" (k'éek'en) übersetzt...also so profund war dann die Recherche dann offensichtlich doch nicht.
Ein großes Lob muss ich dann schon schließlich doch verteilen, und zwar an Antonio Zepeda, der eine hervorragende Filmmusik geschaffen hat.
Summa Summarum - je nachdem, welcher Sorte Kinogänger Sie angehören, schauen Sie sich den Film unbedingt an oder lassen Sie's unbedingt bleiben!



Name: Leser
Email: d@w.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

ist ein film schlecht, wenn er keine zielgruppe hat? ist er schlecht, weil er die kinokassen nicht klingeln lässt? schwaches argument, herr helmke. wenn man nich ignorant ist, kann man sich ja mal durchaus für kulturen, mit denen wir nichts am hut haben, befassen



Name: SLAYER
Email: withfullforce@leipzig.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Dr. Nils Th. Grabowski

nett!



Name: CptBlah
Email: nomailever@ever.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Dr. Grabowski

Danke! Spricht mir aus der Seele, auch wenn ich selbst kein Mittelamerikafachmann bin.
Das mit den historischen Sprachen in Gibson-Filmen ist immer so eine Sache - ich denke da z.B. an das undefinierbare "Straßenlatein"-Kauderwelsch, daß die römischen Soldaten in "Passion Christi" sprechen und das bestenfalls an Orksprache erinnert, aber so ungelenk und angestrengt klingt, daß man sich kaum vorstellen kann daß jemand tatsächlich so gesprochen haben mag.
Gibson ist auf kultureller Ebene halt selbst ein Barbar.
Ich finde das einfach bedauerlich, vom Aufwand her hätte dieser Film ein Reality-"Herr der Ringe im Maya-Land" werden können, wenn man nur die Hintergründe und geschichtlichen Bezüge richtig hinbekommen hätte
*seufz*



Name: warum
Email: wieso
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

@ Dr. Grabowski:

Mir spricht ihre Kritik leider nicht aus der Seele. Wieso kann nicht auch ein Gewalthaltiger Film einen (wie Sie es sagen) künstlerischen oder kulturellen Anspruch erfüllen ?
Warum gibt es nur dieses oder jenes, nur schwarz oder weiss ?
Ich weiss, dass es in Deutschland Tradition hat jeder Gewaltdarstellung von vornherein den Kunstgehalt abzusprechen, aber wir sind ja auch das einzige Land, dass zwischen E- und U- Musik unterscheidet.
Ich habe auch diverse Maya-Stätten bereist, zwar leider nur für ein paar Wochen, aber die Schilderungen des (einheimischen) Reiseführers waren keinesfalls harmloser als Gibsons Film. Sämtliche Maya-Stätten in Mexiko sind voller Opfer-Stätten. Die hatten sie doch nicht, um dort Schach zu spielen (auch wenn das einigen "hochkulturellen" und nach künstlerischem Anspruch suchenden Filmbesuchern sicher lieber gewesen wäre)
Ach ja, nettes Beispiel: Du erwähnst das Kettensägenmassaker als Film für Splatter-Liebhaber ohne künstlerischen Anspruch.
Eine Kopie dieses Filmes liegt jedoch im New-yorker Museum of modern Art.
So können die Ansichten divergieren.



Name: rizla23
Email: wasined
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

schöne bilder, austauschbare handlung, selbstzweckhafte gewalt, zu wenig background der maya-kultut...spannend, aber schnell vergessen...naja...



Name: apokolips
Email: ap00k0lip@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Tja meine lieben Doktoren und Professoren,
ihnen mag ja die Realität von meinem hochgeehrten Mel nicht schmecken, aber blanke Einbildung oder Illusion ist es ja nicht was er da zeigt.
Dieser Film zeigt tatsächlich ein Fragment der immer sich wiederholenden Realität.
Nur Mel legt so viel Wert auf Authenzitität.
Es geht um Realismus...



Name: Dr. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

@ "Warum" und "apoklips"

Ein paar kurze Gedanken zum Thema Menschenopfer, das ja anscheinend so interessant ist. Meines Wissens ist in den Originaltexten der Maya kein einziges Mal ein Menschenopfer erwähnt - korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege! Sehr wohl dokumentiert allerdings sind diverse Kriege, die zu späteren Zeiten mit der Misshandlung inkl. der Tötung von Ahawo'ob und/oder Kriegern feindlicher Völker einhergingen. Dramatisch, heutzutage ganz klar verabscheuungswürdig, kommt aber in allen Kulturen vor (leider heute noch). Abbildungen von enthaupteten Kriegern (Chichén Itza) oder misshandelten Gefangenen (Bonampak) fallen wohl in diese Kategorie. Natürlich werden Ihnen die Führer durch die archäologischen Stätten (vermeintliche) Opferstätten zeigen, und die Zahl der Geopferten steigt mit jeder Besuchergruppe. Was ist denn spannender: "Das ist eine Säule, die vorher reich bemalt war" oder "An dieser Säule wurden 500 Freiwilligen nacheinander erst die Brustwarzen, dann die Peniseichel und dann der linke Leberlappen abgeschnitten"? Mit dem von Ihnen (schreibt man übrigens immer noch mit "I" und nicht mit "i") beschworenen "Realismus" hat das aber wohl weniger zu tun, vielmehr mit Seemannsgras, Jägerlatein oder Touristenschreck.

Auch bei den Azteken, die ja als Menschenopferer allererster Güte gelten, gibt es keine authentischen Quellen, obwohl ich mir vorstellen könnte, es wäre im Interesse der Spanier gewesen, genau diese Dokumente aufzubewahren, quasi als Rechtfertigung für ihre eigene Barbarei. Was bleibt? Ach, ich vergass, die Aufzeichnungen der Spanier, allen voran Don Bernal Díaz del Castillos Bericht über die Zerstörung Tenochtitlans, und Hernando Cortés' Briefe an König Carlos V (wo ich beim Lesen immer Kopfschmerzen bekomme, so sehr widert es mich an). Das als Wahrheit anzusehen ist blanker Hohn, und zieht ziemlich gleich mit den "Wahrheiten" über den 'Iraq, die uns gewisse Politiker von anderen Kontinenten glauben machen möchten. Die Spanier verfolgten damals nur ein einziges Ziel: Gold, Gold und nochmals Gold. Cortés hat seine Mannschaft aus den Kerkern von La Havana rekrutiert, da waren wohl eher weniger Menschrechtler darunter, und auch den Kleriker, voll missionarischem Eifer, für die Verbreitung des "wahren" Glaubens eine lange, anstrengende und gefährliche Reise zu unternehmen, sucht man dort vergebens. Summa summarum: damals ging es um das Ausbeuten von Leuten unter den Deckmäntelchen der Religion. Um das zu rechtfertigen, mache ich doch einfach meine Feinde drei Klassen böser und verderbter als sie eigentlich sind. Die Azteken waren bekannt dafür, ein ziemlich straffes Regimient zu führen, und auch kleinere Vergehen wurden drakonisch bestraft, durchaus mit dem Tod. Öffentliche Hinrichtungen wird es durchaus gegeben haben, aber nicht mit dem Anspruch, die Sonne mit Blut ernähren oder die Götter milde zu stimmen (das passt auch gar nicht in ihr schamanistisches Weltbild). Was den Spaniern nach der sog. Noche Triste - dem Versuch, aus Tenochtitlan noch mit einem blauen Auge zu entkommen - wiederfuhr, das Töten von tlaxcaltekischen Hilfstruppen und Spaniern, klassifiziere ich ganz klar unter Rache; wer das Gastrecht missachtet, eine blühende Metropole ausbluten läßt, die herrschende Klasse dezimiert und sich dann mit Schätzen beladen bei Nacht und Nebel aus dem Staub machen will, musste damals eben riskieren, dass beim Scheitern der Flucht die Geknechteten sich nicht an die Genfer Konventionen halten würden.

In ähnlichem Licht sehe ich auch die Situation zwischen Spaniern und Maya; nachdem klar war, dass von ihnen nicht viel zu holen war, wurden sie erst in Ruhe gelassen und erst später erobert und "zivilisiert".

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Maya nicht mehr den kulturellen Glanz wie zu Zeit den Alten Reiches; ganz klar gab es Streitigkeiten zwischen einzelnen Stadtstaaten, und insofern zieht das anfangs im Film gezeigte Argument: die Eroberung von außen kann nur dann stattfinden, wenn es im Gebälk morsch wird. Vielleicht hätte Mel Gibson besser daran getan, diese Konflikte auf einer höheren Ebene zu beleuchten, meinetwegen auch mit einer blutigen Schlacht, wenn's denn ohne Blut nicht geht. Die blutige Anfangsszene bei "Gladiator" ist auch nichts für milde Gemüter, aber in dem Kontext glaubwürdig.

Um es abzuschließen: Mesoamerikanische Kulturen auf blutrünstige, wahnsinnige Priester zu reduzieren entspricht in etwa der Reduktion der Briten auf den Henker von London, der Reduktion der Franzosen auf das Schaffott oder der Reduktion der Japaner auf Seppuku. Klar kann man darüber Filme machen - ist ja auch oft genug passiert - nur gibt es genug andere Filme über diese Kulturen, die in toto ein ausgewogeneres Bild einer Kultur ermöglichen. Das ist bei den Maya nicht der Fall, und so bleibt zwangsläufig ein Imageverlust. 'Mal ganz ehrlich: welcher Deutscher wurde im Ausland (Massentouristenzentren mit Sauerkraut und Kastelruther Spatzen einmal ausgeschlossen) nicht schon einmal mit "Heil Hitler" angeredet? Ich habe mich immer tierisch darüber geärgert. Wenn Sie zu einem Karibik-Urlaub starten und sich unter den Pyramiden von Tulum in der Sonne aalen, fragen Sie auch den nächsten Maya - denn es gibt sie glücklicherweise noch! - wo er denn sein Obsidianmesser zum Opfern hat?



Name: mendez
Email: mendez
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Trotz der historischen Ungenauigkeiten (-1 Punkt) und einiger logischer Mängel (-1 Punkt) ein klasse Film, der trotz seiner Schnelligkeit zum Nachdenken anregt. Die Gewaltszenen sind hart, aber technisch sehr gut gemacht und mir persönlich damit lieber als jede James Bond Schlägerei, bei der nicht mal die Frisur verrutscht! Für mich ein filmisches Erlebnis, welches sich von den duchschnittlichen Action Movies oder Grosstadtkomödien deutlich abhebt!



Name: warum
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Dr. Grabowski: tja, dann muss die Geschichte wohl umgeschrieben werden. Seltsam jedoch : mein Reisefühhrer erschien mir als sehr inteligenter und besonnener Mensch, der nicht auf Sensation aus ist.
Aber egal. Bringen Sie ihr Wissen an die Öffentlichkeit, damit Schluss ist mit den falschen Vorstellungen über die Maya.
Das ist ja geradezu revolutionär.
Aber zum Schluss gleiten Sie leider in Unfug ab. Naürlich mag man es nicht, im Ausland als Nazi angesprochen zu werden. Das ist jedoch kein Grund keinen Film über diese Zeit zu drehen. Genauso darf man einen Film über die brutale Vergangenheit eines Volkes drehen, da der gesunde Menschenverstand weiss, dass dies die Vergangenheit darstellt.
Aber dank ihrer Richtigstellungen wissen wir ja jetzt, dass die Maya keine Opferungen hatten. Wer verklagt Mel Gibson wegen Verleumdung ?



Name: apokolips
Email: ap00k0lip@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

@ Herr Prof Doc Meister ....

Sie reden von vielen irreführenden und propagandistischen Meldungen der heutigen Zeit, aber beziehen ihr Wissen über die Maya & Co. aus genau solchen, praktisch denselben Quellen.

Ausserdem wenn sie den Film "ganz" gesehen haben, dann müsste ihnen ja auch mal objektivitätshalber in den Sinn gekommen sein dass die Handlung nur einen bestimmten Abschnitt der Kultur zeigt, und nicht ihren Zenith.

Und was der Mel weiss, dat wissen net viele Leut.....



Name: apokolips
Email: ap00k0lip@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

P.S. Bei "PASSION CHRISTI" würd dann wohl auch mancher sagen:
"Na, so war das net...das war eher so...der hat das...das stimmt nicht.."
Obwohl wir doch alle wissen das es genauso bei der echten Passion war.
Was sollen wir uns da noch vormachen???



Name: Louie
Email: ne@du.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Kein Mensch hat im Vorfeld gesagt, dass der Film sich mit dem Untergang dieser Kultur beschäftigt. "If you are not ready to go..." bezieht sich nicht unbedingt auf den Untergang einer Kultur, sondern eher um den Überlebenskampf eines Einzelnen.
2 Sachen noch:
1. Handwerklich sicher perfekt, aber die Story hat seine Längen
2. So brutal, wie er hier beschrieben wird, ist er bei weitem nicht. Passion empfand ich persönlich als viel härter, was die Gewaltdarstellung betrifft. Allerdings ist der ab 12 (richtig?) und Apocalypto ab 18. Diese Einstufung ist ein Witz.



Name: Eye oF thE FeNeRbaHce
Email: yanikkapi@aol.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

ha ha ha ha an all die kritisierer habt ihr wahrnehmungsprobleme oder was das ihr nicht mehr zwischen gut und schlecht unterscheiden könnt geht mal zum Arzt! Der Film ist der absolute Hammer!! klar wird jeder film mal einige fehler haben aber wenn ihr Tro**el euren letzten sinnesorgane weggekokst oder gekifft habt kein wunder das euch auch so ein krasser film nicht mehr gefällt ;)



Name: Dr. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Kurz ein letztes Mal: Mein "Quellen" sind durchaus andere als die Spanier, das dürfen Sie mir schon glauben. Außerdem ist das ganze nichts Neues, lesen Sie 'mal Linda Schele, und dann sieht die Welt schon ganz anders aus.
Okay, es gibt nun einen Film über blutrünstige Mesoamerikaner. Wer dreht denn nun einen vernünftigen Film über diese Hochkultur? Peter Jackson? Pedro Almodóvar?
Und was wird wohl Ihr hochgeschätzter Herr Gibson als nächstes drehen? Wie wär's denn über die - schon mehrmals angedachte - heilige Inquisition (freu' mich schon auf den Garrote Vil in Nahaufnahme) oder die "Landnahme" der Engländer in Australien?



Name: Casper
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Meiner Meinung nach ist es nicht gerade ungerechtfertigt sich über den permanent antisemitischen Mel auszulassen. Leute, die sich in solcher Weise hervortun haben einfach die Vorurteile und die schlechte Grundeinstellung ihnen gegenüber verdient.

Günther Grass ist ein genialer Schriftsteller, aber viele Leute mögen ihn nicht... Wiso nur?



Name: MrPotato
Email: mr_potato@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Man muss immer bedenken, dass Geschichte ein Konstrukt ist, das nur aus Zeichen besteht (sowohl sprachliche Zeichen, als auch Artefakte), denen eine bestimmte, wandelbare Bedeutung verliehen wird.
Die Spanier werden mit Sicherheit ein extrem verzerrtes Geschichtsbild der Atzteken und Mayas überliefert haben, um ihre eigenen Taten zu rechtfertigen, das sollte klar sein.
Ebenfalls sollte klar sein, dass solche Verzerrungen durch die europäischen Eroberer zwangsläufig immer noch das heutige Bild der mesoamerikanischen Kulturen beeinflussen. In der Regel ist es ja so, dass die Lesart "historischer Zeichen" nicht aus ihnen hervorgeht, sondern dass sie von "außen" an die Zeichen herangetragen wird.
Man muss also vorsichtig sein und darf nicht alles vorbehaltslos glauben. Auch nicht, wenn es von Reiseführern oder Mel Gibson behauptet wird.
Wenn man mit der Annahme, eine Kultur sei grausam und opferwütig gewesen, an die Forschung herangeht, kann aus einem Friedhof schnell ein Massengrab für Opfer grausamer Kulte werden.



Name: apokolips
Email: ap00k0lip@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Tja, wo hat den der Mel bitte gesagt:
"Mein neustes Werk behandelt die Kultur der Maya. Da kann der Zauschauer auf eine Reise in die Vergangenheit einer faszinierenden Kultur eintauchen."
Derartiges wurde nie behauptet.
Filme sind ja eher eine persönliche Sache, eine subjektive Sicht der Dinge, und der Mel ist ja der Autor, daher wird es auch nur Fans von Mel etwas geben, ihnen etwas sagen.
Nur für Fans von Mel empfehlenswert.

Cheers "Eye oF thE FeNeRbaHce", du sagste es Kollegah !!!!

God bless you, Mel!!!!



Name: MrPotato
Email: mr_potato@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

"Wer den Film nicht mag ist ein Trottel mit weggekoksten Sinnesorganen" ist natürlich ein verdammt überzeugendes Argument. Warum nicht sachlich bleiben?
Wem der Film gefällt, kann dies auch kundtun, wem der Film nicht gefallen hat, hat das gleiche Recht. Aber Gibson-Fanboys werten ja jede negative Kritik anscheinend als persönlichen Angriff.

Nicht jeder hat identische Ansprüche an einen Film - manche erwarten eine historisch korrkete, komplexe Studie über den Untergang der Mayas, andere erwarten schlicht und ergreifend einen unterhaltenden Actionfilm und wieder anderen reicht es, dass der Name Mel Gibson auf dem Plakat steht. Es gibt keinen Grund, sich hier gegenseitig zu beleidigen, nur weil man eine andere Meinung hat und davon überzeugt ist, dass das eigene Urteil Gesetz ist.



Name: Marquez
Email: marquez181171@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Lustige Seite, muss schon sagen. Ich bin noch unschlüssig, ob ich mir den Film ansehen soll. Auf der Suche nach Filmkritiken lande ich hier - so weit so schlecht :-)
Kann mir jemand sagen, ob der Film nur Mel Gibsons christliche Propaganda unterstützt? Kreuzzugfilme mag ich nicht.



Name: Dr. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Márquez: Die einzigen Male, wo die Spanier (und damit die Christen) auftreten, sind zum Ende des Films hin, wo die Verfolgungsjagd am Strand endet, und schließlich dann, wenn sich die kleine Familie neu orientert und dann in den Urwald verschwindet. In beiden Fällen spielen sie zum Glück nur eine Erscheinung am Rande, obwohl die Kreuze schon gut sichtbar sind. Also, als Kreuzzugfilm würde ich "Apocalypto" trotz alledem nicht bezeichnen.



Name: apokolips
Email: ap00k0lip@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

@ den lieben Herr Doktor

vielen Dank das sie ja jetzt sozusagen die Pointe verraten haben.
Reife Leistung, muss man schon sagen.

Leute schaut euch den Film an, den wie ihr seht spaltet er die Menschen.



Name: Pete
Email: keine@email.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Ganz schöner Blutrausch, aber kein schlechter Film.



Name: MrPotato
Email: mr_potato@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

"Leute schaut euch den Film an, den wie ihr seht spaltet er die Menschen."

Das tut er. Und zwar reichlich und blutig. :D

(sorry, konnte ich mir nicht verkneifen)



Name: szenenfilm
Email: s_tardust@yahoo.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Also, ich hab heute den Film gesehen und geb jetzt auch mal meinen Senf dazu.

Eigentlich wollt ich nur James Bond aus dem Weg gehen und habe daher meine anderen Begleiter zu Apocalypto umstimmen können. Nach dem Film kann ich eines sagen, er wirkt mehr auf Menschen über 25, naja, wir waren nur zu dritt ;).

Auf mich hat er gewirkt. Der Film hat eine Bildgewalt, die einen in den Bann zieht (so ziemlich ohne CGI), vorausgesetzt natürlich, man lässt sich darauf ein und mag diese Dschungelaufnahmen. Freunde von CGI-Feuerwerken werden vielleicht enttäuscht sein.
Dass der Film in kompletter Länge nur mit Untertiteln bestückt war, hat mich nicht gestört, weil ichs vorher nicht wusste ;). Ich las einfach von Anfang an mit, ich wollte ja wissen, was die da reden.
Nur eines hat mich etwas gestört, der finale Knackpunkt des Films. Ich hätte da so einiges erwartet, aber nicht das...naja, meist kommt es anders und meistens als man denkt ;).



Name: Dr. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Apoklips:


"Eine Pointe (v. französ.: pointe Spitze, aus spätlat.: puncta Stich) ist ein geistreicher überraschender Schlusseffekt als Stilfigur in einem rhetorischen Ablauf z. B. eines Witzes. Der komische oder geistreiche Effekt der Pointe beruht auf der plötzlichen Erkenntnis von sinnstiftenden Zusammenhängen zwischen inkongruenten (nicht zusammenpassenden) Konzepten." (Wikipedia)

??? Also, wenn das Auftauchen der Spanier die Pointe des Films ist, dann habe ich offensichtlich den Film nicht verstanden. Davon einmal ganz abgesehen, eine Pointe im Sinne der o.g. Definition habe ich im Film sowieso nicht gefunden. Allerdings, und da bin ich Ihrer Meinung (übrigens, Anreden wie "Du", "Sie" etc. werden wieder groß geschrieben ;-)), ich empfehle auch, sich den Film anzuschauen, unter o.g. Kautelen.



Name: Aber hallo!
Email: keines@wegs.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Lieber Herr Dr. Grabowski,
warum idealisieren Sie nur so ihre geliebten "Mesoamerikaner"??? Sie selber behaupten doch, dass die unsinnige Brutalitaet, Opferungen etc. auch fuer andere (europaeische, asiatische) Voelker dieser Welt typisch sind. Darueber hinaus wuerde ich auch die modernen Ereignisse zur Analyse der "mesoamerikanischen" Voelker heranziehen - erzaehlen Sie uns doch mal was ueber die Geschichte der Republik Guatemala, Mexico u.a. (z.B. Todesschwadronen, Bauernkriege etc.). Es schadet nie, konsequent zu sein.



Name: Dr. Nils. Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Aber Hallo!

Mit dem größten Vergnügen! Seit dem Einfall der Spanier sind die Anahuaker (also die indianische Urbevölkerung von Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras und El Salvador) nie wieder wirklich Herr im eigenen Hause gewesen. Die Ausnahmen sind selten; da wären die Kastenkriege, wo sich im Osten Yucatáns eine kleine Maya-Provinz etablierte, die aber mit britischer und mexikanischer Hilfe wieder dem Erdboden gleichgemacht wurden; noch heute heißen Mexikaner bei den Maya "Wacho'ob", also Soldaten! Eine weitere Ausnahme sind die Gebiete, die von den Zapatisten übernommen worden sind, in denen indianische Demokratie, indianische Rechtsprechung praktiziert werden. Nicht etwa, dass ich mit Terrorismus sympathisierte, aber das sind Fakten. Ansonsten stehen die Indianer am Rande der Gesellschaft, und zwar so weit, dass es die mex. Öffentlichkeit nicht wirklich kümmert, was sie tun. So herrscht in ihren Dörfern weitgehend Autonomie. Und sollten sie aufgebehren - Stichwort Guatemala - wird auch dort brutal zurückgeschlagen, wie wir in diesem blutigen Bürgerkrieg sehen mussten. Keiner kann die Toten, die Vertriebenen, die Vergewaltigten, die Waisen mehr zählen.

Werte Damen und Herren Filmrezensenten - mit Namen kann man Sie ja nicht ansprechen, denn bei "Aber hallo" komme ich mich verscheißert vor - es scheint mir, als hätten Sie den Sinn meiner Kritik nicht wirklich erfasst: ich nehme nicht die Mexikaner, Guatemalteken etc. in Schutz, ich weigere mich einfach nur, in den Schafschor Derjenigen miteinszustimmen, die Hochkulturen als Wahnsinnige Wilde abtun möchten, weil Sie nicht christlicher Genese sind, seien es die Maya, seien es die Chinesen, seien es die alten Arier in Indien! Es gab Kriege, es gab Grausamkeiten, es gab Todesstrafen, es gab Folter, es gab Erniedrigung, auch davon sprechen die Bilder in den Tempeln und auf den Stelen.
Wenn jemand wie Mel Gibson einen Film über ein eher seltenes Thema drehen möchte, wie dieses Machwerk über die Maya-Kultur, so sollte er bedenken, dass er im gewissen Sinne zur Meinungsbildung beiträgt, vor allem, wenn er unbenommen phantastische Kulissen aufbaut. Das macht die Story, zusammen mit den Dialogen auf Màaya T'àan, umso glaubwürdiger. Ich sehe es schon schon kommen, dass der Teil meiner einfacher gestrickteren Bekannten, die von meinem Anahuac-Fimmel wissen, mich darauf ansprechen werden, und dass ich ähnlich mühsame Diskussionen wie in diesem Forum führen muss, um das Bild wieder geradezurücken.

Ich halte fest:
Apocalypto von Mel Gibson:
Kulisse, Ausstattung : 9 Punkte
Action: 10 Punkte
kulturhistorischer Anspruch: 0 Punkte.

Können wir uns darauf einigen?!



Name: Prof. Dr. med. John Milton
Email: John.Milton@GMX.com
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Nachdem ich nun eine Reihe von Kommentaren derer gelesen habe, die den Film noch gar nicht gesehen haben, habe ich mich entschlossen, nun doch noch eine kleine, kurze Kritik zu schreiben, die jenen als Entscheidungshilfe dienen soll, die sich ernsthaft fragen, ob der Film was für sie wäre oder nicht.

Fünf von zehn Punkten bekommt der Film von mir, weil er tatsächlich das höchste Potenzial hat, die Gemüter zu "spalten".

Die Bilder sind absolut fantastisch, die Spannung bleibt stetig erhalten. Was den Punkt Action angeht, ist ebenfalls einiges los. Es wird viel, sehr viel und auch auf sehr brutale Weise gemetzelt. Gewalt ist definitiv auch (!) ein Thema in diesem Film, aber nicht das zentrale Thema.

Nun, mit meinem Kommentar mag vielleicht nicht allzu viel gesagt sein, aber jeder sollte sich nun daraus die Aspekte picken können, die bei seiner Entscheidung, ob er den Film sehen möchte oder nicht, eher eine Hilfe sein können als so mancher wertloser Kommentar auf dieser Seite.

Fazit: Der Film wird die einen sicherlich begeistern, andere aber wird bestimmt genauso sehr abstoßen. Geschmacksache eben.

PS: Mir persönlich hat der Film übrigens insgesamt gefallen (auch wenn die Gewaltszenen nicht selten ein bisschen über dir Stränge schlagen).

Ein paar Worte noch zu Mel Gibson: Der Mann hat auf alle Fälle das Talent, zu polarisieren.

Schlusswort: In mindestens einem Punkt kann ich Herrn Helmke übrigens eindeutig zustimmen, nämlich bei seiner Voraussage bzgl. dessen, dass der Film an der Kinokasse aller Wahrscheinlichkeit untergehen wird. Soweit ich das beurteilen kann, wird der Film wohl ein Megaflop werden. Die Gründe dafür hat Herr Helmke oben relativ gut und präzise herausgearbeitet.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. med. John Milton,
Kassel, 27. Dezember 2006



Name: Sunspecter
Email: Sunspecter@t-online.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Es ist ganz einfach: Apocalypto ist ein handwerklich toller, hochspannender Blockbuster. Kein langatmiges Historiendrama über Aufstieg und Fall der Maya-Kultur, eher eine Dschungelhatz im Stile von Predator. Dabei kommen Charaktere und Story arg plakativ daher, Gut und Böse sind überdeutlich skizziert. Aber gerade dadurch bleibt Apocalypto bis zum Ende hochspannend und teilweise äußerst kreativ daher. Die Themen Rache, Prophezeiung und Überleben werden auf die Basics beschränkt und dienen dem Film als Spielplatz für tolle Bilder.

Passion Christi fährt uns thematisch sicherlich eindringlicher in Mark und Bein, Apocalypto empfand ich aber als unterhaltsameren, gestraffteren Film. Bzgl. des Gore-Faktors kann ich Herrn Helmke diesmal nicht zustimmen, die "Splatter"-Szenen waren gut dosiert und dienten nicht als bloßes Schauwerk. Von mir 9/10, auch wegen der kammerspielartigen Atmosphäre.



Name: Casper
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Prof. Dr. med. John Milton

Wie egozentrisch muss man sein, um sich John Milton zu nennen?



Name: Prof. Dr. med. John Milton
Email: John.Milton@GMX.com
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Casper

Zunächst einmal bin ich sehr darüber erfreut, dass das mit meinem Nick tatsächlich jemandem aufgefallen ist! Meine Anerkennung gegenüber Ihre präzise Auffassungsgabe sei Ihnen hiermit sicher, Herr Casper. Bedauerlicherweise können nämlich "nicht viele" mit der historischen Figur des John Milton (Autor von "Paradise Lost") etwas anfangen - geschweige denn mit "John Milton" alias Al Pacino, welcher in dem cineastischen Meisterwerk "Im Auftrag Des Teufels" (unter eben jenem Namen des englischen Gelehrten und Schriftstellers) den Leibhaftigen persönlich mehr als diabolisch gut verkörpert.

Um hingegen Ihre Frage zu beantworten, Herr Casper, möchte ich eben jene Figur des genialen John Milton aus dem Film zitieren mit:

"Eitelkeit - eindeutig (!) meine Lieblingssünde."

:-)

... und ich bin eben auch nur ein Mensch (nicht so egozentrisch wie Sie vielleicht glauben mögen, aber schlicht und ergreifend ein begeisterter Fan des unterschätzten Meisterwerkes "Im Auftrag Des Teufels"). "Mehr" steckt da also gar nicht dahinter (nicht wirklich zumindest).. ;-)

Mit freundlichem Gruß
Prof. Dr. med. John Milton
Kassel, 29. Dezember 2006

"Es zu begreifen, sind die Menschen gar nicht imstande." (John Doe alias Kevin Spacey in Sieben*)

* Sieben := ebenfalls ein absolutes Meisterwerk!!



Name: Billysan
Email: billy@aol.com
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Habe den Film jetzt mittlerweile auch gesehen.
Die einzige Kritik hier im Forum, die den Film als das beschreibt, was er wirklich ist, ist die von SUNPECTOR!

Es ist schon erstaunlich, wie ein Film im Vorfeld regelrecht kaputtgeredet werden kann.
Damit im Vorfeld kein falsches Bild entsteht:
Der Film ist absolut NICHT gewaltverherrlichend. Die Gewaltszenen sind NICHT härter als in jedem anderen gezeigten Thriller der etwas härteren Gangart. Die FSK 18 Einstufung ist für mich nicht nachvollziehbar. Eine FSK 16 wäre völlig ausreichend gewesen.

Bei den Opferszenen werden zwar Enthauptungen angedeutet, die eigentliche Enthauptung aber zurecht ausgespart. Auch sieht man ein noch herausgeschnittenes Herz, die eigentliche brutale Ausweidung aber nicht.

Für mich war es dann aber schon mit den vielleicht zur Diskussion stehenden brutalen Szenen.
Ansonsten erwartet den Zuschauer ein handwerklich, spannender, toll ausgestattetet Abenteuer-Film über das Schicksal einer indianischen Familie.

Die kulturelle Geschichte der Maya wird hier lediglich nur angedeutet und dient nur als Kulisse für diesen Indianer-Film, deswegen alleine erübrigen sich schon alle psydointellektuelle Diskussionen über den Authentizitätsanspruch des Filmes.

Das der Film in einem Dialekt gesprochen wird, hat mich persönlich wenig gestört, diente es doch nur der atmosphärischen Dichte der Geschichte.

Man kann über Mel Gibson denken, was man will, hier hat er einen äußerst spannenden Abenteuerfilm abgeliefert, der gut unterhalten soll und dies auch gerne in Anspruch nimmt.

Die Kritik von Filmszene kann man getrost in die Tonne drücken; Hr./ Fr. Helmke saß wohl im falschen Film.




Name: Casper
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Prof. Dr. med. John Milton

War auch nicht böse gemeint. Auch ich finde es sehr erfreulich, dass doch noch einige wenige, Meisterwerke wie Paradise Lost und den dazugehörigen genialen Autor kennen.



Name: Lee Cooper
Email: cooperleecooper@yahoo.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Was haben eigentlich irgendwelche Historiker,Völkerkundler,Dummschwätzer und Klugscheisser in einem Kinofilm-Forum verloren?
Wie engstirnig muss man sein um in einem Unterhaltungsfilm(KINO=Unterhaltung) geschichtlich fundamentierte Details zu selektieren um sich dann noch auf pseudowichtige,nichtssagende und ellenlange Diskussionen einzulassen?

HABT IHR ALLE NIX ZU TUN LEUTE ??


Eigentlich wollte ich mich ja mal zu "Apocalypto" in Schweigen hüllen aber bei soviel Dummlaberei sollten die objektiven Meinungen nicht unterdrückt werden!

Apocalypto ist ein sehr dramatischer und fesselder Abenteuerfilm.Die bei uns *noch* unbekannten Schauspieler sind ziemlich überzeugend.Die Sache mit der Originalsprache und den Untertitel ist keineswegs störend und gibt dem ganzen noch eine besondere Note.

Was die angeblich überaus ultrabrutalen Szenen angeht! Was bitte habt IHR gesehen Leute?Schaut mal öfters die Tagesschau wenn ihr euren Splatter-Horizont erweitern wollt!Der Kollege *BILLY* oben hat das schon ausführlich beschrieben.Ich habe ein Dutzend *ab16*DVDs im Regal die in ihrer Härte Apocalypto ziemlich blass aussehen lassen!
Die erste Hälfte des Films hat was von "1492" und die zweite Hälfte erinnerte mich zusehr an "Predator" und "Rambo-FirstBlood"!

Alles in allem ein sauberer actionbeladener Abenteuerfilm und eine kurzweilige Kinounterhaltung!

Nicht mehr und auch nicht viel weniger!





Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Okay Jungs, Ihr wolltet mich zur Weißglut treiben, Ihr habt's geschafft. Den "Prof.Dr.med."-Mumpitz nehme ich Euch nicht einmal übel, da ich mittlerweile davon ausgehen muss, dass das in Euren tumben Hirnen als "witzig" definiert wird, also sei's 'drum.

An den Typen (oder die Tussi, wer weiß?), der/die sich toll dabei vorkommt, sich wie ein Hersteller von Jeans zu nennen: Ich finde es eine absolute Frechheit, wie Du hier auftrittst. Davon einmal abgesehen, dass Deine Kritik so aufschlussreich wie etwa 80 % der hier vorhandenen Beiträge sind und Du nichts, aber auch nichts wirklich Neues beizutragen hast (wenn Du nichts Wichtiges zu sagen hast, dann sag' doch einfach nichts!), Du entblödest Dich nicht, andere Meinungen auf's Derbste und Plumpeste an- und niederzumachen. Ich bin weder Historiker noch Völkerkundler, und den Dummschwätzer bzw. Klugscheißer verbitte ich mir! Wo kommen wir denn hin, wenn wir das öffentliche Forum - ein Laienforum obendrein! - solchen Prolls wie Dir überließen? Die Freunde von "Ruck-zuck is' die Fresse dick" in allen Ehren, aber da ist doch hoffentlich auch Platz für Andersdenkende.
Es wird klar, dass Du - dass die meisten von Euch - meinen Beitrag nicht wirklich gelesen hast. Es ist Euch auch egal, wie's scheint. Ihr findet es geil, wenn sich die Leute in abenteuerlichen Kostümen die Bäuche aufschlitzen. Gut, soll's geben. Aber dann regt Euch nicht auf, wenn andere Leute den Film mit anderen Augen sehen, ihre Standards anlegen und das ganze als ein voyeuristisches Machwerk ansehen, das auf dem Rücken einer Kultur ausgetragen wird, von der - und da bin ich mir ziemlich sicher - die meisten Kinogänger, gerade die o.a. Prollfraktion, nicht einmal wissen, ob sie in Nord-, Mittel- oder Südamerika (oder überhaupt in Amerika!) existiert (hat). Wenn ich das schon lese: "Gewalt war das zentrale Element in der Maya-Kultur. Brutale Opferungen und blutige Spiele waren an der Tagesordnung.", bekomme ich das kalte Grausen. Schön, dass das die Volksmeinung wiedergibt und der antisemitische, christlich-verbrämte Gibson diese Vorurteile schürt, um der geifernden Meute (und sich selbst) zu gefallen. Da lobe ich mir doch die braven Christen, die ja die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, sich überall einmischen und in aller Welt für Friede, Freude und Eierkuchen sorgen. Und wer sie nicht mag, die armen, armen Christen, der wird halt ausgelöscht; ihr Gott scheint's ja wohl so zu wollen.
Und solltet Ihr's noch immer nicht begriffen haben: ich störe mich nicht so sehr am Ausmaß der Gewalt - da gibt es sicherlich Gewalttätigeres als "Apocalypto" - sondern daran, dass Grausamkeit und Menschenopfer den zentralen Platz in diesem Film einnehmen und damit wieder einmal alle Clichèes erfüllt sind. Es gibt halt kein filmisches Gegengewicht zu "Apocalypto". Es wird auch in Zukunft keines geben, denn jeder Hollywood-Filmemacher wird sich nicht an Tempeln, Pyramiden und Plazas, sondern an Opfermessern, zuckenden Herzen und rollenden Köpfen aufgeilen, weil das für Geld sorgt, verdammter Mist! Das hervorragende Set hätte weit mehr hergeben können als "kleiner-guter-Indianer-rennt-vor-großen-bösen-Indianern-davon-während-seine-Frau-die-Wassergeburt-erfindet".
Und wer meint, der Film habe etwas von "1492", dem gebe ich recht: den Kontinent, auf dem er spielt (übrigens: "Blade", "Buena Vista Social Club" und "Die Simpsons" spielen dort auch - so viele Ähnlichkeiten!).
Ich verstehe nicht, warum ich hier so angefeindet werde: Ich habe meine Meinung fundiert (FUNDIERT, nicht fudamentiert, bitte sehr!) kundgetan, habe versucht, sachlich zu argumentieren, und mir springt ein kreischender Mob von Prolls, die anscheinend Amethyst nicht von Anästhesist unterscheiden können, mit dem nacken Arsch ins Gesicht. Wer leitet dieses Forum überhaupt?



Name: Billysan
Email: billy@aol.com
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Dr. Nils Th. Grabowski

Beruhigen Sie sich wieder, ich fühle mich zwar nicht angesprochen, aber ich habe einen kleinen Einwand:

Sie beschweren sich, dass die angefeindet werden und auf tiefste angeprollt werden. Nun gut, ich teile Ihre Meinung, dass eine Diskussion immer sachlich geführt werden sollte. Aber Ihnen sollte auch klar sein, dass es ca. 6,5 Mrd. Meinungen auf dieser Welt gibt (mal abgesehen von irgendwelchen konkreten historischen Fakten, die ohnehin nie jemand wirklich zu 100 % bestätigen kann) und diesen Umstand muss man halt akzeptieren.

Ich verstehe nur nicht, dass Sie sich auf die gleiche Stufe stellen und einigen Leuten in überheblicher Form Dinge unterstellen und sich verbal nicht mehr von diesen "Leuten" unterscheiden. So verhält sich eben nicht ein wahrhaft intellígenter Mensch.

Wenn Sie keine Historiker oder Völkerkundler sind, woher nehmen Sie dann Ihre Informationen?? Ich selbst interessiere mich sehr für Geschichte und habe sehr viel über die Maya gelesen und gesehen. Es war eine Hochkultur ja, aber auch diese hatte Schattenseiten!!

Ich bin ebenfalls auch nicht Ihrer Meinung, dass die Opferungen zentrales Thema des Films sind, das kommt erst in der Mitte. Vielmehr ist Zentralthema des Films das Überleben eines Familienvaters, der seine FAmilie retten will!

Allerdings bin ich IHrer Meinung, dass das Bild der Maya ziemlich schwarz-/weiss gezeichnet ist.
Aber heh, wir haben ja schon festgestellt, dass Gibson hier einen Abenteuerfilm gedreht hat und keine Doku.
Wenn jemand das für bare Münze nimmt, brauchen wir uns ja wohl über dessen Geisteszustand nicht länger zu unterhalten.

IN diesem Sinne...



Name: martin
Email: -
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Sehr spannender und packender Film, dramaturgisch hervorragend umgesetzt. Kein Bisschen Langeweile, und das bei über zwei Studen. Mel Gibson zählt zweifellos zu den ganz großen Regisseuren. Allerdings fließt viel Blut, das ungeschminkt gezeigt wird. Das passt zur Handlung, ist aber sicher nichts für zart besaitete. Und: Dies ist kein vergeistigter Intellektuellenfilm mit wohlgefälligen religiösen oder humanistischen Botschaften nach dem Motto: Der Mensch ist gut und wir haben uns alle lieb. Wer so etwas mag (wie offenbar der Autor der obigen, religiös motivierten stoppt-Mel-Gibson-Kritik) ist in dem Film fehl am Platze. Würde einen zweiten Teil sehr begrüßen.



Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Billysan:

Sie sind der Beweis, dass man sich hier auch vernünftig unterhalten kann, vielen Dank. Eigentlich bin ich ein friedfertiger Zeitgenosse, aber diese dauernde Herummoserei, gepaart mit diesem prolligen Auftreten und dem direkten Angriff hat mich dann doch in Rage versetzt. Sicherlich sollten hier alle Meinungen Platz haben, warum wird denn nun gerade meine nicht zugelassen? Außerdem - vielleicht wurde das in den vorhergehenden Beiträgen etwas klar - habe ich mich lange bemüht, sachlich zu blieben. Meine Erfahrung hat mir leider auch gezeigt, dass man ab und zu den weißen Kittel ausziehen und die Klappaxt herausholen muss, wenn man allzu derbe angemacht wird. Das ist zwar nicht fein und zeugt - zumindest in diesem Moment - nicht von Intelligenz, da gebe ich Ihnen recht, aber anders scheint's nicht zu gehen. Und zumindest hat es etwas gebracht, da wir nun wieder einigermaßen sachlich diskutieren können. Schließlich hätte man sich die ganze Anmacherei auch sparen können, hätte man meine Kritik bis zum Ende gelesen, wo nämlich steht, dass, je nach dem, welche Sorte Kinogänger man ist, man den Film unbedingt sehen oder unbedingt verpassen sollte.
Natürlich hatten de Maya ihre Schattenseiten, genauso wie Azteken, Turkmenen, Deutsche oder Xhosa; jedes Volk, jede Kultur hat ihre "Leichen im Keller". Ich find's nur schade, dass im Film nur eine XXXL-Version der Schattenseiten gezeigt wird, die so in ihrer Form nicht glaubwürdig ist. Wer glaubt, vom Film auf die Kultur der Maya schließen zu können, liegt falsch. Gut, Sie wissen das, ich weiß das. Nur schauen Sie sich die ganzen Kommentare an, die in diesem Forum gemacht wurden. Wer sieht denn von "Denen" nach "Apocalypto" noch die Schönheit der Pyramiden und Tempel, die Wissenschaft, die Medizin, die Sprache und die Glyphenschrift?



Name: Mel Gibson
Email: apocalypto@info.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Na endlich!
Doctor GRAB hat endlich einen Freund gefunden und fühlt sich verstanden!
Gott sei gedankt!!!
Die Erzählungen des Mannes der sich gerne selbst am liebsten reden hört haben hoffentlich nun ein Ende.
Schnapp dir jetzt deinen Kittel,ein Lama und reite in den Anden-Horizont Doc!

Darauf eine heisse Schokolade mit Chili!



Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Mel Gibson

Du bist Proletenabschaum der Sonderklasse.Du als Darmöffnung verkleideter Mensch!

Ihr kotzt mich alle an mit eurer unterentwickelten Intelligenz.Alle wie ihr hier seid.Ihr hirnlosen Wesen!



Name: Dr. Nils Th. Grabwski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich hoffe, dass es klar ist, dass der obige Kommentar NICHT von mir stammt. Es gibt wirklich keine unterste Schranke, die von Einigen hier nicht noch unterboten wird. Wie krank seid Ihr eigentlich?



Name: Casper
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Das abgehängte Prekariat hat gesprochen... nein, so einfach darf man's sich nicht machen. Ich denke etwa 20% der hier an diesem Streit Beiteiligten streiten einfach um des Streites Willen. Andere 20% mögen den Mel halt so gerne - Good Bye Objektivität, Hello Mel-FANatismus. Was mit den restlichen 60% Prozent ist weiss ich auch nicht. Nur muss ich hier mal eine Lanze brechen für den Dr. Grabwski
er hat eine Meinung - eine begründete! Wenn ihr diese nicht nachvollziehen könnt - euer Problem! Lasst ihm doch seine und ihr könnt eure haben.



Name: Britta
Email: funkygirl@web.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Streit hin Fanatismus her.
Der Film ist einfach nur gut und absolut sehenswert.Mit anderen Worten:
JEDEN KINOCENT WERT.



Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich hoffe, dass es klar ist, dass ALLE Kommentare NICHT von mir stammen. Es gibt wirklich keine unterste Schranke, die von Einigen hier nicht noch unterboten wird. Wie krank seid Ihr eigentlich?



Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich hoffe, dass es klar ist, dass ALLE Kommentare von mir stammen. Es gibt wirklich keine unterste Schranke, die von Einigen hier nicht noch unterboten wird. Wie krank seid Ihr eigentlich?



Name: Theo
Email: tdk@t-online.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

"Leute schaut euch den Film an, den wie ihr seht spaltet er die Menschen."

Das tut er. Und zwar reichlich und blutig.



Name: Billysan
Email: billy@aol.com
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@Dr. Nils Th. Grabowski

Sie sollten sich jeden Kommentar zu Nutzern, die IHnen offensichtlich nur noch an die "Karre pissen" wollen, ersparen.

Dazu erübrigt sich jede "Rechtfertigung". Bermerkungen wie die von "Mel Gibson" zeigen doch nur, wie sehr er mit seinem verkorksten Leben unzufrieden ist. Ich kann mir schon vorstellen, wie der geil hinter der Tastatur sitzt und diese Zeilen reinprügelt. Ins Gesicht würde so jemand einem das nie sagen; da schreit er dann ganz schnell nach seiner Mutti und pisst sich in die Hosen.

Sie haben schon recht, es ist schon ein Kreuz mit dem weissen Mantel.
Machen Sie´s gut, vielleicht diskutieren wir mal irgendwann einen anderen Film ;-))



Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ Billysan:

Es wird mir eine Freude sein! Auch Ihnen alles Gute!



Name: Mel Gibson
Email: apocalypto@info.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich liebe es die Macht zu haben...Menschen die sich allzugerne reden hören in kürzester Zeit zum Schweigen zu bringen!



Name: Sarge
Email: nospam@for.me
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Hab den Film grade sehen und finde die Kritik geht in vielen Punkten ins Leere.
Überhaupt hat man das Gefühl, dass da jemand seinen Hass auf Mel Gibson nicht zügeln konnte.

Der Film ist verdammt spannend und weniger brutal als die Passion Christi.

Ich bin mir sicher, dass er seine Zielgruppe finden und ein Erfolg werden wird. :)



Name: Sarge
Email: nospam@for.me
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Hab den Film grade sehen und finde die Kritik geht in vielen Punkten ins Leere.
Überhaupt hat man das Gefühl, dass da jemand seinen Hass auf Mel Gibson nicht zügeln konnte.

Der Film ist verdammt spannend und weniger brutal als die Passion Christi.

Ich bin mir sicher, dass er seine Zielgruppe finden und ein Erfolg werden wird. :)

8,5 / 10 PunktenHab den Film grade sehen und finde die Kritik geht in vielen Punkten ins Leere.
Überhaupt hat man das Gefühl, dass da jemand seinen Hass auf Mel Gibson nicht zügeln konnte.

Der Film ist verdammt spannend und weniger brutal als die Passion Christi.

Ich bin mir sicher, dass er seine Zielgruppe finden und ein Erfolg werden wird. :)

8,5 / 10 Punkten



Name: Prof. Dr. med. John Milton
Email: John.Milton@GMX.com
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

@ Casper

Ich denke, wir verstehen uns. :-)

Mit freundlichem Gruß
Prof. Dr. med. John Milton
Kassel, 10. Januar 2007

"Es zu begreifen, sind die Menschen gar nicht imstande." (John Doe alias Kevin Spacey in Sieben)



Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@Mel Gibson:
"...das Faszinierende an der Macht ist, dass sie mühelos verliehen, aber auch ebenso leicht wieder entzogen werden kann" (Don Gabriel Sánchez, 1492)



Name: Reinhard Krell
Email: drkell@sht.com
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Herr Dr. Grabowski,

vielen Dank für Ihre aufschlussreiche Kritik an o. g. Werk. Sie haben meinen uneingeschränkten Respekt für Ihr umfangreiches Wissen der mesoamerikanischen Kulut und scheinen auf diesem Gebiet ein wirklicher Experte zu sein.

Allerdings wären Ihre Ausführungen besser zu lesen, wenn man nicht ständig den Eindruck hätte Sie (entschuldigen Sie die vulgäre [Die Vulgarität [vulg.]] Ausdrucksweise) bekämen vom Klange Ihrer eigenen Stimme bzw. vom Lesen Ihrer Worte eine Dauererrektion. Das Verbessern von Rechtschreibfehlern (Ihnen: I, i u. ä.) wirkt doch sehr herablassend.

Arroganz ist das Selbstbewusstsein des Minderwertigkeitskomplexes.
- Jean Rostand (französischer Biologe)



Name: TakashiMiike
Email: ronnythedark@web.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

9 Augen für diesen super Film.

Der Film ist von der ersten bis zur letzten Sekunde spannend.






Name: Dr. Nils Th. Grabowski
Email: s.o.
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Hallo Herr Krell,

danke für den Kommentar. Normalerweise bin ich weder arrogant noch herablassend - diese Untugend hat man mir eigentlich ziemlich früh aberzogen, und das ist auch in Ordnung - aber, wenn Sie der Diskussion gefolgt sind, werden Sie bemerkt haben, dass ich anfangs sachlich und - so zumindest sehe ich es - nicht arrogant geschrieben habe. Ich habe aber allerdings hier "ziemlich viel Haue bekommen", und irgendwann ist mir einfach der Kragen geplatzt, und dann kann ich durchaus auch die Samthandschuhe ausziehen und zurückballern, wenn ich den Eindruck bekomme, eine andere Sprache wird nicht verstanden. Wie's in den Wald hineinschallt, ruft's früher oder später auch wieder hinaus, wie Sie sehen...
Seien Sie versichert, dass ich mich weder gern reden höre noch einen Dauerständer bekomme, wenn ich mein Geschriebenes vorlese; Mel Gibson hat sich zu viel Mühe mit "Apocalypto" gemacht, um ihn mit einem lapidaren "Mist" abzubügeln; ich wollte klarstellen, warum ich den Film nicht gut finde, und das läßt sich eben nicht in drei Sätzen zusammenfassen. Außerdem war mir nicht bewußt, dass es so etwas wie ein "gefühltes oberes Limit" in bezug auf die Textlänge gibt. Mein Anliegen war eine fundierte Meinung, nicht Belästigung durch Geschwafel; wenn das so angekommen sein sollte, tut's mir leid.

P.S. Ich hoffe ja, dass zumindest dieser Name "Reinhard Krell" irgendwo authentisch ist und sich nicht wieder einer der bereits bekannten Pseudonyme à la "Mel Gibson" oder "Billysan" dahinter verbirgt, aber das Risiko muss ich wohl oder übel eingehen...



Name: sam
Email: samuel_b@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Klasse Abenteuerfilm.
Einfach nur *perfect*



Name: Professor
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Habe mir den Film gestern angeschaut und ich muss sagen er hat mich sehr beeindruckt!
Schon die Kamera zu Beginn ist jeden Cent wert.
Wenn sich einige Leute an der Szene mit dem Tapir stören, mein Gott in was für einer Welt lebt ihr eigentlich???
Denkt ihr das Schwein kommt als Kotelett auf die Welt?
Gibsons Intention war ja wohl die Welt der Maya so realistisch wie möglich zu zeigen und dieser Film ist sehr realistisch wie ich finde.
Dann folgen atemberaubende Bilder (z.b. Wasserfall, Maya-Stadt).
Zu der Opferszene: klar dass die die Gemüter erhitzen wird, aber so wars wohl leider.
Die ist natürlich schon hart und für Leute mit schwachen Nerven nicht zu empfehlen, wie der Film insgesamt.
Aber als gewaltverherrlichend hab ich sie nicht empfunden.
Was bleibt ist ein sehr gelungener Film über die Maya Kultur in ihren letzten Zügen.



Name: NIKE
Email: nike@onlinehome.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ein grandioses und mitreissendes Meisterwerk. Optik, Action, Spannung, Schauspieler, alles perfekt. Nur das Ende ist etwas abrupt, sonst hätten es locker 10 Augen werden können ...