Filmtipp

Der französische Film fristet in Deutschland ja lediglich eine Nischenexistenz im Programmkino, daheim geht es der einheimischen Industrie aber bestens. Während man hierzulande alle paar Jahre mal einen "Schuh des Manitu" braucht, um die Massen für ein heimisches Produkt zu begeistern, ist in Frankreich zumeist gut die Hälfte der erfolgreichsten Filme eines Kinojahres auch französisch.
Diesem Film eilte bei der verspäteten Veröffentlichung auf DVD in diesem Jahr bereits ein imposanter Ruf voraus. In seiner Heimat Hongkong war "Ju Wian Do" alias "Infernal Affairs" 2002 DER Blockbuster des Jahres (weshalb innerhalb von einem Jahr ein Prequel und ein Sequel folgten), räumte im darauffolgenden Jahr beim Hongkong-Äquivalent des Oscars acht Trophäen ab, darunter fast alle Hauptpreise (u.a. bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch) und gilt generell als der Film, der Ausgangspunkt einer Renaissance des seit Jahren eher stagnierenden Hongkong-Kinos werden könnte.
Es gibt Dinge, die vergisst man sein Leben lang nicht. Die erste große Liebe gehört ganz sicher dazu. Schon allein deshalb besitzt "La Boum" einen ewigen Stammplatz in meinem Herzen: Ich war kaum zehn Jahre alt, als ich den Film und seine Fortsetzung das erste Mal im Fernsehen sah, und danach stand für mich eins unumstößlich fest: Sophie Marceau ist das schönste Mädchen der Welt. Es wird nie eine andere neben ihr geben.
Dass "Donnie Darko" ein unbedingt sehenswerter Film ist, steht außer Frage. Dies jedoch ausreichend und verständlich darzulegen, ist gar nicht so einfach. Denn das Regiedebüt von Richard Kelly ist ein derart eigenwilliges Machwerk, dass sich selbst der erfahrene Film-Schreiberling bei der Frage, worum es in dem Film geht, in die allseits bekannte Floskel "Das kann man nicht erklären, das muss man gesehen haben" zu flüchten neigt.
Am 4. September 2006 startet 20th Century Fox ein neues DVD-Label mit dem etwas umständlichen Namen "Century³ Cinedition". Unter diesem Namen sollen nun mehrmals pro Jahr neue DVD-Versionen der Extraklasse von Fox-Filmen veröffentlicht werden. Hübsch aufgemacht und mit bestechender Bild- und Tonqualität sowie großen Mengen an Bonusmaterial, sollen diese Neuauflagen mit wenn möglich erweiterten Filmfassungen passionierte DVD-Fans verzücken und zum Kauf animieren.
"The Crow" - ein Film wie eine düstere Fieberphantasie. Sowohl kongeniale Adaptation des Comics von James O' Barr als auch eine der besten existierenden Comicverfilmungen - und einer der lyrischsten Actionfilme überhaupt. "The Crow" ist deswegen ein so großer künstlerischer Erfolg, weil er alles richtig macht, was Comicverfilmungen generell falsch machen. Zum Beispiel nimmt er sich selbst und seine Protagonisten ernst.
"Nenn mich nicht dämlich!" Wer schon mindestens einmal "Ein Fisch namens Wanda" gesehen hat, muss bei diesem Satz bereits unweigerlich anfangen zu schmunzeln, ist er doch einer der zahlreichen grandiosen Running Gags in der vielleicht besten britischen Komödie, die Monty Python nie gemacht hat.
Ironie ist vorbei. So kann man den seit ein paar Jahren im Horrorgenre vorherrschenden Trend zusammenfassen. Nach dem im Fahrwasser von "Scream" jeder zweite Film selbstreferentiell dem Zuschauer zuzwinkerte, macht sich seit einiger Zeit wieder das bitterernste und im Ton ziemlich grimmige Grauen breit, deutlich inspiriert vom Hinterwaldhorror der 1970er Jahre.
Was ist das für ein Film? Er erzählt die Geschichte einer einzigen Nacht und packt dabei das ganze Leben. Gewinnen oder verlieren. Fallen, aufstehen. Fallen, aufstehen. Und immer wieder fallen und so lange es geht, aufstehen.
Heute ist der 15. Januar 2002. Am gestrigen Montag verstarb Ted Demme im Alter von 37 Jahren aufgrund eines Herzinfarktes während eines Benefiz-Basketballspiels in Los Angeles.