Drama

8
8/10

Zunächst die Fakten: "Jedes Jahr werden weltweit nach Schätzungen von UNICEF zwei Millionen Mädchen an ihren Geschlechtsorganen beschnitten, das sind 6.000 am Tag. Viele von ihnen leiden ihr Leben lang unter schweren körperlichen und seelischen Schmerzen. UNICEF ruft Regierungen und religiöse Führer der betroffenen Staaten in Afrika, im Nahen Osten und in Asien dazu auf, den Kampf gegen diese grausame Tradition zu verstärken.

8
8/10
Die Frage ist simpel. Ist es notwendig, Alexandre Dumas' Abenteuer-Klassiker "Der Graf von Monte Cristo" aus dem Jahre 1844 zum x-ten Mal neu zu verfilmen? Notwendig wohl nicht, aber im Fall von Kevin Reynolds' Neuversion durchaus sinnvoll. Der Action-Spezialist entstaubt die klassische Saga um Freundschaft und Verrat, Liebe und Schmerz zeitgemäß.
9
9/10

Über dem Punjab ziehen dunklen Wolken auf - die ersten Anzeichen für den sich nähernden Monsun. Das Fünfstromland, begrenzt von den Zuflüssen des Indus und dem Himalaya-Vorland, ist die Heimat der Regisseurin Mira Nair. Es ist eines der ältesten Kulturlandschaften Indiens. Jahrhunderte lang wurde das Land von Fremden belagert, bis 1947 Gandhis Protestbewegung Indien die Freiheit brachte.

6
6/10

Auf der Leipziger Buchmesse 2004 erhielt der französische Autor Eric-Emmanuel Schmitt trotz Plagiatsvorwürfen für seinen Bestseller "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" den Deutschen Bücherpreis, mit dem seit 2002 die besten Bücher des Jahres ausgezeichnet werden. Wie passend, dass am selben Tag auch der gleichnamige Film anlief.

6
6/10

Die Motive der Figuren. Genau hier liegt das gravierende Problem eines Films, bei dem ansonsten eigentlich ziemlich viele Zutaten stimmen. Fernab von Stereotypen beschäftigt sich Sylke Enders' zweiter Kinofilm (nach "Kroko") nämlich über weite Strecken auf durchaus ansprechende Weise mit dem Schicksal seiner "beziehungsunfähigen" Hauptcharaktere.

3
3/10

Cuba Gooding jr. kann einem schon richtig leid tun. Seit seinem Sensationserfolg mit "Jerry Maguire" vor nun mehr fast fünf Jahren läuft er beständig seiner zweiten großen Rolle hinterher. Pseudo-anspruchsvolles wie "Instinkt" erwies sich dabei ebenso als Rohrkrepierer wie die strunzdoofe Action-Lachnummer "Chill Faktor".

7
7/10

Für einen guten Film braucht man nicht viel mehr als gebündeltes Talent. Mit einem Drehbuch von Literat Bodo Kirchhoff, einem der talentiertesten Inszenatoren Deutschlands - nämlich Oliver Hirschbiegel ("Das Experiment") - auf dem Regiestuhl, und Ausnahme-Mimin Hannelore Elsner als Hauptdarstellerin, was braucht man da noch? Eigentlich gar nichts. Und darum gibt's auch nicht mehr.

8
8/10

Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich mich schon während des Vorspanns in „Mansfield Park“ verliebt. Regisseurin und Drehbuchautorin Patricia Rozema umgarnt den Zuschauer mit wunderschönen, warm ausgeleuchteten Nahaufnahmen von Blättern Papier, die, teilweise transparent, den Blick auf eine filigrane Handschrift freigeben. Im Hintergrund flüstert eine Mädchenstimme theatralisch über englische Geschichte. Auf sehr sinnliche Art und Weise wird mit diesem Vorspann die Bedeutung des Schreibens für die Hauptfigur der Romanvorlage, Fanny Price, und die Autorin selbst, Jane Austen, dargestellt.