Serien

Serien gibt es unzählige, Kultserien mittlerweile viele, aber Kultserien, die diesen Begriff auch wirklich mit Leben erfüllen, weil er nicht nur Verkaufsslogan ist, davon gibt es nur ein paar. Filmszene wird in losen Abständen einmal diesen besonderen Serien, und dem Kult, der um sie herum entstand, auf den Grund gehen. Den Anfang macht aus so aktuellem wie erfreulichem Anlass - nämlich der Veröffentlichung der ersten Staffel in einem schönen DVD Set - die Serie "Twin Peaks" von David Lynch.
Man hatte bei Paramount Einiges gewagt mit der dritten Staffel von "Enterprise". Der radikale Bruch vom gewohnten Konzept mit einzelnen Charakter-Episoden und wenigen Mehrteilern hin zu einer einzigen, alle Episoden bestimmenden Storyline kam bei den Fans auch überwiegend gut an. Nur wenige lehnten diese Idee ab, die meisten (so bekannterweise auch die Filmszene-Redaktion) liebten sie.
Es war dann doch allen Beteiligten irgendwie klar geworden: Nach Anfangserfolgen aufgrund des interessanten Konzepts und der Neugier des Publikums war man auch mit "Enterprise" viel zu schnell wieder ins bekannte Fahrwasser zurückgerudert. Auch die Geschichten über die Anfänge der Sternenflotte bestanden viel zu oft nur aus dem "Alien der Woche" und den schön nach Wichtigkeit der einzelnen Figuren verteilten Charakterepisoden.
Es stand nicht mehr allzu gut um die Star Trek-Franchise im Jahre 2001. Während lange Zeit sogar zwei TV-Serien gleichzeitig liefen und auch alle zwei Jahre ein neuer aufwendiger Kinofilm gedreht wurde, hatte das Interesse zuletzt doch stark nachgelassen. Was zum einen sicherlich an einer gewissen Sättigung des Publikums lag, andererseits aber auch an einer nicht zu leugnenden Einfallslosigkeit von Seiten der Autoren.
Es hatte sich ja schon in den beiden vorherigen Staffeln angedeutet, und als feststand, dass auch "Voyager" wie die beiden Vorgänger-Serien wieder genau sieben Jahre lang laufen würde, war eines klar: Am Ende dieser siebten Staffel würde die Crew endlich zurück zur Erde gelangen. Dadurch fokussierte sich die Aufmerksamkeit des Publikums natürlich sehr stark auf die letzte Folge und viele konnten es kaum erwarten, das nun unvermeidliche "Happy End" zu sehen zu bekommen.
Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Borg-Charakter für mehr Sex im - in dieser Hinsicht meist recht biederen - Star Trek-Universum sorgen würde. Bei dessen ersten Auftritt im "Skorpion"-Zweiteiler konnte man das auch noch nicht unbedingt vermuten, denn besonders attraktiv wirkte die als junges Mädchen assimilierte Borgdrohne Seven of Nine in ihrer Montur ja gerade nicht.