Die fast vergessene Welt

Originaltitel
Land of the Lost
Land
Jahr
2009
Laufzeit
95 min
Genre
Release Date
Bewertung
3
3/10
von Volker Robrahn / 8. Juni 2010

 

Paraderolle für Will Ferrell: Als leicht beschränkter, aber außerordentlich von sich selbst überzeugter Wissenschaftler Dr. Rick Marshall vertritt er die wilde Theorie von parallel zu unserer Welt existierenden, anderen Dimensionen. Von der Öffentlichkeit mit Missachtung gestraft, verehrt ihn lediglich die junge Forscherin Holly (Anna Friel), die ihm auch prompt den entscheidenden Hinweis zum Übergang in die fremde Welt liefert. Zusammen mit dem unfreiwillig in das Abenteuer hineingezogenen Hinterwäldler Will (Danny McBride) landen die Beiden in einem Land voller merkwürdiger Gegenstände und Wesen, zu denen Höhlenmenschen genauso gehören wie hungrige Dinosaurier und bösartige Echsenmenschen. Der wissenschaftliche Triumph ist perfekt, doch wie kommen unsere Helden zurück in die Heimat?

"Die fast vergessene Welt" beruht auf einer TV-Serie aus den frühen 70er Jahren, einer Zeit also, in der das Publikum noch nicht mit aufwändigen Spezialeffekten verwöhnt wurde. Schon gar nicht im Fernsehen und erst recht nicht im Samstagvormittags-Kinderprogramm, denn dort hatte "Land of the Lost" seine Heimat. Die mittelmäßig erfolgreiche Reihe ist aber immerhin noch das bekannteste Werk des Produzenten-Duos Sid & Marty Krofft, welches nun sogar an der Neufassung fürs Kino beteiligt ist. Aus der Familie von Dr. Marshall und seinen beiden Kindern wurden drei Erwachsene mit den gleichen Namen, aber ansonsten hat man jede Menge Elemente aus der alten Serie übernommen.
Und das war leider keine gute Entscheidung, denn was uns hier vorgesetzt wird ist nun in der Tat nichts anderes als ein ziemlich albernes Kinderprogramm. So hat man z.B. dank der nostalgischen Erinnerungen der am Film Beteiligten auch deren Nemesis aus Kindertagen, die "Sleestaks" übernommen, humanoide Reptilien mit Glubschaugen, deren Darsteller nun in Gummianzügen mit quälend langsamen Bewegungen durch die Gegend stapfen. Oh weia, da sah aber das "Ungeheuer der schwarzen Lagune" vor 50 Jahren schon besser aus.

Und das ist überhaupt ein großes Problem dieser Produktion: Das für diesen Fantasyschmarrn bewilligte hohe Budget von annähernd 100 Millionen Dollar ist nicht im Ansatz zu erkennen und somit auch nicht zu rechtfertigen. Es wirkt eher so, als hätten sich alle Beteiligten auch in punkto Tricks und Look des Films bemüht, ein möglichst originalgetreues und damit billig aussehendes Nostalgie-Feeling zu erzeugen. Dabei dürfte sich dann aber selbst die kleine Gruppe der mit der Vorlage Vertrauten fragen, warum sie für so etwas nun eine Kinokarte lösen soll. Zumal die eigentliche Zielgruppe für diese Art Sommereffektkino eh deutlich jünger ist. Anderthalb Stunden sinnloses Rumgerenne in Kulissen mit Papp- und Studiocharme, sowie die üblichen lieblosen Gags der Marke "Ich übergieße mich jetzt zum Schutz mit Dinosaurier-Urin" ließen das amerikanische Publikum zu Recht völlig kalt und "Die fast vergessene Welt" zu einem der großen Box Office-Flops dieses Sommers werden, wo er sich direkt neben dem ähnlich tumben, aber längst nicht so kostspieligen "Year One" einreiht.

Da sich selbst die besseren Filme des Komikers Will Ferrell hierzulande regelmäßig äußerst schwer tun, ein größeres Publikum zu finden, müsste das also eigentlich erst recht für dieses schwache Werk gelten. Dabei ist Ferrell selbst noch das mit Abstand Beste und Lustigste was es hier zu sehen gibt, ihm gehören alle halbwegs gelungenen Gags, aus denen er mit seiner bekannten Methode, selbst in den lächerlichsten Momenten absolut ernst zu agieren, das Beste herausholt. Seltsamerweise sind die stärksten Momente immer die, in denen bekannte Popmusik persifliert wird, namentlich Chers "Believe" und das Musical "A Chorus Line". Das aber reicht natürlich lange nicht aus, wenn der Rest so traurig daherkommt. Eine "fast vergessene Welt"? - Ja, und das leider zu Recht. 

Bilder: Copyright

Einfach unglaublich was für Mist in Hollywood produziert wird!!!

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6
6/10

Also als normaler Film kann das ganze natürlich nicht ernst genommen werden. Aber als Trashfilm ist er durchaus sehenswert und nicht langweilig. Manche Gags sind einfach so schlecht, dass die wieder gut sind. Sowohl Will Ferrell, als auch Danny McBride spielen ihre Rollen gut und auch die Special Effekts wissen zu überzeugen. Habe jedoch den Fil auf Englisch gesehen, grade bei Will Ferrell Movies geht bei der Übersetzung meist viel flöten.

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1
1/10

Habe ihn in einer Sneak gesehen.

Der Film ist so schlecht, dass es weh tut.

'nuff said.

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10
10/10

Der Film ist einfach zum kaputt lachen :)
Hab ihn gestern in einer Sneak Preview im Kino gesehen und musst einfach nur lachen...am Anfang ist er noch etwas langweilig, da man denkt das es doch etwas ernster zugeht, aber spätestens nach einer halben Stunde bekommt man das lachen nicht mehr vom Gesicht.
Ich empfehle den Film jedem, der einen gesunden Humor hat, und sich mal was "ausgefallendes" im Kino anscheuen möchte

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1
1/10

schauspieler die die welt nicht braucht...dazu gehört ganz weit vorne will ferrell

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2
2/10

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll.

Dumme, infantile Witze, eine 0815 Story, lieblos heruntergekurbelt,
ein Hauptdarsteller von dem einem schlecht wird...

Und natürlich die 200 obligatorischen Pinkel-, Kack- und Sexwitze die
es dann noch unmöglich machen den Film Kindern zu zeigen.
Obwohl die wohl als einzige Spaß an diesem niveaulosen Kram haben
könnten.

Ich weiß, warum der in der Sneak kam...

(Ach ja, die letzten 15 Minuten hab ich gepennt - war nach 23 Uhr)

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1
1/10

Na ja so einen schlechten Film habe ich noch nie gesehen !! Ich habe nach 10 Minuten gepennt ! So einen mist tut wirklich weh !!

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Humor ist ja bekanntlich eine Geschmackssache, aber ich habe sehr oft auf die Stopp-Taste drücken weil ich vor lachen nicht mehr konnte! Manche Gags sind so unfassbar bekloppt, das ich Atemnot bekommen habe.

Das Setdesing ist natürlich nicht der Hammer und auch keine 100 Millionen Dollar wert, aber bei einer Komödie ist das doch absolut egal.

Auch hier enttäuscht Will Ferrel in keinster Weise. Wem seine vorherigen Filme gefallen haben kann sich auch getrost diesen Streifen rein ziehen!

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