Noch eine Zeitreise: Nach der reanimierten "Time Machine" von H.G. Wells steht uns jetzt eine weitere Variante dieser reizvollen Idee ins Haus, und wieder nimmt die Geschichte am Ende des 19. Jahrhunderts ihren Anfang. Dies ist nämlich die Zeit, in der der junge Baron von Albany (Hugh Jackman) aufwächst. Dieser ist allerdings ein kleiner Rebell bezüglich der starren Rituale der feinen Gesellschaft, findet die biederen Damen seiner Zeit eher uninteressant und hat so gar keine Lust ein hässliches Entlein der Mitgift wegen zu ehelichen.Da Baron Leopold jedoch auch ein höchst fortschrittlicher und erfindungsreicher Geist ist, lernt er sogar recht schnell die unglaubliche Situation zu akzeptieren, in die er plötzlich hineingerät: Als er einen verdächtigen Eindringling in seinen Palast bis zur gerade erst fertiggestellten Brooklyn Bridge verfolgt, stürzen beide Männer schließlich die Brücke hinab und landen im New York unserer Tage. Für den von Leopold verfolgten Stuart (Liev Schreiber) keine Überraschung - hat er doch einen "Riss" entdeckt, der ihn durch die Zeit springen lässt. Stuarts verzweifelte Versuche sein Mitbringsel vor der Außenwelt zu verbergen schlagen fehl, und sehr bald macht Leopold die Bekanntschaft von Kate (Meg Ryan). Diese verkörpert die typische Karrierefrau der Neuzeit: Beruflich als konstant die Karriereleiter heraufkletternde Marketingexpertin außergewöhnlich erfolgreich, im Privat- und Liebesleben außerordentlich frustriert. Und obwohl ihr dieser angebliche Adlige aus vergangenen Zeiten zunächst höchst lächerlich vorkommt, kann sich Kate auf Dauer nicht der Ausstrahlung dieses bemerkenswert gebildeten und höflichen Mannes entziehen.
Nicht ohne Grund stehen schon im Titel nur die Namen der beiden Hauptfiguren. Denn trotz der phantastischen Grundthematik der Zeitreise haben wir es hier nicht wirklich mit einem Science-Fiction Film zu tun. Eine ernsthafte Erklärung für die Zeitsprünge wird gar nicht erst angegangen und auch technische Spezialeffekte irgendwelcher Art sucht man vergebens. Bei "Kate und Leopold" handelt es sich schlicht um einen sehr romantischen Liebesfilm im Stile einer alten "Screwball-Comedy" der 50er Jahre, wie sie Stars wie Cary Grant oder Katherine Hephburn damals zuhauf ablieferten. "Kate & Leopold" macht immerhin genügend Spaß, um über knapp zwei Stunden leidlich zu unterhalten. Der recht steil nach oben verlaufenden Hollywoodkarriere des sympathischen Australiers Jackman ("X-Men", "Passwort: Swordfish") wird der Film kaum schaden, aber genauso wenig kann er helfen, die etwas vor sich hindümpelnde Meg Ryan wieder ganz nach vorn in der Gunst des großen Publikums zu bringen. Selten war das Prädikat "ganz nett" in letzter Zeit zutreffender anzuwenden als bei "Kate & Leopold". |
ihren Anfang. Dies ist nämlich die Zeit, in der der junge Baron von Albany (Hugh Jackman) aufwächst. Dieser ist allerdings ein kleiner Rebell bezüglich der starren Rituale der feinen Gesellschaft, findet die biederen Damen seiner Zeit eher uninteressant und hat so gar keine Lust ein hässliches Entlein der Mitgift wegen zu ehelichen.
Beruflich als konstant die Karriereleiter heraufkletternde Marketingexpertin außergewöhnlich erfolgreich, im Privat- und Liebesleben außerordentlich frustriert. Und obwohl ihr dieser angebliche Adlige aus vergangenen Zeiten zunächst höchst lächerlich vorkommt, kann sich Kate auf Dauer nicht der Ausstrahlung dieses bemerkenswert gebildeten und höflichen Mannes entziehen.
junger Pierce Brosnan-Verschnitt (mit identischer Frisur) und Meg Ryan als (deutlich ältere) "Zicke mit Herz" geben sich alle Mühe und sorgen auch letztendlich für einen unterhaltsamen Gute Laune-Film. Mehr ist allerdings nicht drin, denn zu selten gibt es wirklich mal was zu lachen und zu uninspiriert und vorhersehbar läuft die Romanze ab. An den bei der gegebenen Thematik zu erwartenden Szenen wird nicht gespart: Natürlich tappt der Aristokrat aus vergangener Zeit in die aufgestellten Fettnäpfchen und selbstverständlich erweist er sich trotzdem den ungehobelten, respektlosen Kerlen von heute gegenüber als deutlich überlegen.
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