Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht!

komödie, usa 2004
original
the whole ten yards
regie
howard deutch
drehbuch
mitchell kapner
cast:

matthew perry,
bruce willis,
amanda peet,
natasha henstridge,
kevin pollak, u.a.

spielzeit
98 min.
kinostart
09.09.2004
homepage
www.concorde-film.de
bewertung

(4/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Wenn man in Hollywood wieder mal keine neuen Ideen hat oder nicht bereit ist, Risiken einzugehen, dennoch aber den Goldesel melken möchte, greift man gerne zu einem altgedienten Rezept: Fortsetzungen. Und so geht beinahe jeder Film, der ein bisschen Geld abgeworfen hat, in Reihe, ganz gleich wie inhaltlich sinnvoll dieses Unterfangen ist. So entstanden in letzter Zeit Fortsetzungen (zu nennen seien zum Beispiel "3 Engel für Charlie 2 - Volle Power" oder "Final Destination 2") die niemand braucht und die auch nicht an das lohnende Vorbild ihres Vorgängers - so weit es denn so etwas überhaupt gab - heranreichen. Ein weiteres Kapitel in dieser schier unendlichen Geschichte ist "Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht!", ein Film der mindestens genauso ideenlos ist, wie sein einfallsloser deutscher Titel.

Zur Geschichte: Nachdem sich die Verwirrungen des ersten Teiles in Luft aufgelöst haben, führen Jimmy "die Tulpe" Tudeski mit seiner Freundin Jill (Amanda Peet) und Nicholas "Oz" Oseransky (Matthew Perry) und seine Frau Cynthia (Natasha Henstridge), Jimmys Ex-Frau, durch unterschiedliche Turbulenzen gekennzeichnete Leben. Während Jimmy nur noch seinen Frieden in den häuslichen Arbeiten - er ist leidenschaftlicher Koch - findet und seine Profikillerkarriere vernachlässigt, ist Oz durch die Geschehnisse des ersten Teiles so gezeichnet, dass er sich zu einem außerordentlichen Sicherheitsfanatiker entwickelt hat. Als dann der Gangsterboss Laszlo Gogolak (Kevin Pollak) entlassen wird, schwört dieser Rache für seinen getöteten Sohn Yanni und entführt deshalb Oz´ Frau. Diesem bleibt keine andere Wahl als den Kontakt zu Jimmy wieder aufleben zu lassen, um seine Frau zu retten.

Bei "Keine halben Sachen 2" wollte man wirklich keine Risiken eingehen, und hielt sich auch bei der Darsteller-Riege ans vermeintliche Erfolgsrezept von Teil Eins: Fast alle Schauspieler des ersten Teiles sind wieder vertreten. Auch Kevin Pollak, der im ersten Teil Yanni Gogolak spielte, wirkt wieder als dessen Vater Laszlo mit. Die stümperhafte Maske, mit der Kevin Pollak dafür ausgestattet wird, soll hier nur kurz erwähnt werden.
Auch die Story ist im Endeffekt wieder die gleiche: Normalbürger muss sich mit Serienkiller verbünden, um seine Probleme zu lösen. Doch war dies im ersten Teil noch Anlass für eine halbwegs charmante Story, wird hier ein gekünsteltes Szenario sondergleichen aufgeworfen. Es reicht nicht mehr einfach aus, Oz´ Frau zu retten, da müssen nebenbei noch Eheprobleme gelöst, Freundschaften gerettet und Kindheitsprobleme therapiert werden. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen.
Darüber hinaus wartet der Film mit der unsinnigsten Plotwendung/Überraschung des Kinojahres, wenn nicht sogar aller Zeiten auf. Diese ist so dermaßen konstruiert, dass man es gar nicht glauben mag. Aber man schreibt ja eine Fortsetzung und da gehört es schließlich seit "Das Imperium schlägt zurück" zum guten Ton, die Verhältnisse aus dem ersten Teil radikal umzustürzen. Irgendetwas in diesem Sinne muss sich wohl Drehbuchautor Mitchell Kapner bei seiner haarsträubenden Idee gedacht haben.
Kommen wir zu dem Fundament einer Komödie: den Witzen. Am Anfang kann man noch ein paar Mal über das "lebhafte" Spiel Matthew Perrys lachen, seine Grimassen und sein wildes Körperzucken erfüllen zumindest kurzzeitig ihren Zweck. Dies zeigt sich vor allem im Spiel mit dem unterforderten Bruce Willis, der die ganze Zeit entweder stoisch cool oder latent gereizt guckt. Die Komik entsteht hier aus der Gegenteiligkeit der beiden Charaktere. Man muss dieses Muster aber auch mal etwas variieren, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Es reicht halt beim x-ten Mal nicht mehr aus, wenn Perry vor eine Tür läuft oder Willis Perry mit Schlägen traktiert. So kommt keine rechte Komik auf.
Und so wird man das Gefühl nicht los, dass der Film auch eine gute halbe Stunde eher hätte enden können (bei einer Laufzeit von nur 98 Minuten ist das schon erstaunlich). Er wird aber mit ein paar unnötigen Storytricks am Leben gehalten, die auch nicht zu einem stringenten Erzählfluss beitragen, obwohl ihm schon längst die Puste ausgegangen ist.

So zeigt sich wieder einmal, dass Vorurteile gegenüber Fortsetzungen meistens berechtigt sind. Als Film ist "Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht!" vollkommen überflüssig und rechtfertigt sich somit in keiner Weise. Dennoch versteht er es zumindest anfangs und in vereinzelten späteren Szenen, dem Zuschauer halbwegs unterhaltsam die Zeit zu vertreiben. Dafür vier Gnadenaugen. Diese sind aber versehen mit Hinweisen an Bruce Willis, für Geld nicht jedes Angebot anzunehmen; an Matthew Perry, es in seinem Spiel mal ruhiger angehen zu lassen; und an die Produzenten, endlich einmal frischen Ideen eine Chance zu geben.

K. Kollenberg

 



Name: Raul
Email: a@b.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Hmmmm, also eigentlich muss man der Rezension ja in allen Punkten zustimmen.

Matthew Perrys mit der Zeit unerträgliches Rumgealbere, Bruce Willis beschränkte Mimik, die dünne Story, das konstruierte Ende....aber trotzdem....trotzdem hab ich mich gestern irgendwie doch herrlich amüsiert....naja, man kennt das ja: Hirn ausschalten, genießen, zufrieden nach Hause gehen. Der beste Weg, solche Filme anzugehen. ;-)



Name: Cobra
Email: cobra-pc@gmx.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

19.08.04

NOTE 4+


Argh! Verdammt! Shit! Wenn ich eines überhaupt nicht mag, dann Fortsetzungen sehen bevor ich den Vorgänger kenne. Und leider hab ich "Keine halben Sachen" noch nicht gesehen, dumm gelaufen. Dabei hatte ich die DVD die letzten Jahre wirklich öfter mal in der Hand inne Videothek... :/

Schlechtes Vorzeichen also für die Sneak und wo wir schonmal bei schlechten Vorzeichen sind: Welche Deppen haben sich den höchst unoriginellen Zusatztitel "Jetzt erst recht!" einfallen lassen? Wie muß ich mir das vorstellen?
"Hey, wat geben wa dem Film da für'n Untertitel?"
"Wat weiß ich, Hauptsache er klingt dämlich, dafür sin mir Deutschen bekannt, woa."
"Na gut, ich hab 'ne Idee. Der Willis spielt ja mit, können wa net einfach nochma den Untertitel vom dritten Stirb-langsam-Film nehmen? Erinnert sich doch bestimmt keiner mehr dran."
"Joa, da hasse recht!"
"Nee, der hieß 'Jetzt erst recht'!"
"Jo nee is klar, den nehmen wa, wat schlechteres fällt mir och net ein, weißde.."
*seufz*

Wie dem auch sei, viel origineller als der deutsche Zusatztitel ist die Story des Films auch nicht - leider trifft das dann sogar auf eine Vielzahl der Gags im Film zu. Ob das nun im Erstling besser war kann ich ja nicht sagen, aber im zweiten Teil zündet definitiv nur ein Teil der Witze, zeitweise kam mir das Zusammenspiel der Charaktere dann wieder etwas billig, unmotiviert und unwitzig vor.
Ach ja, es geht übrigens kurz gesagt darum daß Jimmy, Jill und Oz sich daran machen Cynthia zu befreien, dabei jedoch nur heilloses Chaos entsteht. Gogolak und seine Schergen sind unserem "Helden-Trio" auf den Fersen, Jimmy glänzt durch Stimmungsschwankungen (mal wütend, mal melancholisch), Eifersüchteleien gibt es auch noch und Oz ist sowieso ein einziger Nervfaktor. Kurz gesagt: Turbulente Komplikationen sorgen dafür daß es in "Keine halben Sachen II" nicht so schnell langweilig wird. Jedenfalls theoretisch.. ;)

Das Problem ist: Der Charakter Oz ist mit seiner Nervosität und Paranoia durchaus eine Zeit lang witzig, aber das überdrehte Spiel von Matthew Perry kann einen ganzen Film lang nicht überzeugen und geht einem tatsächlich irgendwann auf die Nerven. Bruce Willis hat (vor allem zu Beginn) durchaus einige schöne Szenen und auch das Zusammenspiel mit Perry sorgt für jede Menge Lacher bzw. Schmunzler - immerhin etwas! Während Amanda Peet in Ordnung geht ist von Natasha Henstridge praktisch kaum was zu sehen.. also nicht daß ich mir das gewünscht hätte.. *g* Kleine Schmankerl was die Besetzungsliste angeht waren für mich dann noch der kaum wiederzuerkennende Kevin Pollak als Mafiaboss (er spielt einfach immer gut!) und nicht zu vergessen Frank Collison als Strabo, der alleine mit seinem dümmlichen Blick schon voll zu überzeugen weiß! :)

Fazit:
"The Whole Ten Yards" (O-Titel) ist eine turbulente Gangster-Komödie die leider nur zum Teil überzeugen kann. Einige witzige Szenen kommen richtig gut an, andere dagegen sorgen eher für Langeweile. Bruce Willis wird kaum gefordert, Matthew Perry geht mit seinem Gezappel und Rumgealbere irgendwann auf die Nerven. Die etwas einfallslose Story des Films mündet gegen Ende in eine konstruiert und etwas lächerlich wirkende Plotwendung, das hätt's nun wirklich nicht gebraucht. Trotz aller Kritik bleibt unter'm Strich eine größtenteils amüsante Komödie übrig, die für eine Sneak im Prinzip genau richtig ist, die man ansonsten aber wahrlich auch irgendwann auf DVD gucken kann. Da ich mich den ganzen Film über ein wenig geärgert hab weil ich Teil 1 (noch) nicht kenne und auch irgendwie das Gefühl hatte dieser wäre durchaus nützlich gewesen um die Beziehung der Charaktere zueinander zu verstehen, gibt es Punktabzug - genauer gesagt eine 4+ statt einer zunächst anvisierten 3-. Ich weiß, der Film kann ja nichts dafür, aber das ist mir egal, es wertet ihn halt für MICH persönlich momentan ab... ;)

Cya later!
Thommy



Name: DerDude
Email: truth.hurts@freenet.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Kann mich eigentlich voll und ganz der Filmszene-Kritik anschließen. Einige nette und witzige Szenen können nicht verhindern, dass dem Ganzen irgendwann die Luft ausgeht. Irgendwann scheinen sich alle Gags ständig zu wiederholen; (vor allem) Matthew Perry's hyperaktives Herumgehopse sorgt irgendwann nur noch für Desinteresse.
So fällt es auf, dass der Film doch sehr nach Rezept gedreht wurde. Hätte nie gedacht, dass 98 Minuten einer teils ganz amüsanten Action-Komödie soooo lang sein können.
Mehr Risikofreude (zumindest seitens der Drehbuchautoren) hatte bei diesem Projekt nicht geschadet - letzlich zeigt sich hier der wahre Grund für das Sequel und der wird gleich zu Beginn der Filmszene-Rezension erläutert.



Name: Karpuz
Email: karpuz@web.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

also was an diesem Film witzig sein soll verstehe ich auch nicht

langeweile pur - am besten sein lassen und in einem anderen Film reingehen


mfg



Name: zideshowbob
Email: zideshowbob@gmx.at
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Also gelacht hab ich ab und an schon, aber an den ersten Teil kommt er halt nicht ran.
Aber zu sagen der FIlm war scheiße, nee. Wie einer meiner Vorredner schon geschrieben hat: Hinr ausschalten reinsetzen und Heimgehen!



Name: catherine Niederer
Email: cathy.niederer@bluemail.ch
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

der film ist einfach der oberhammer, weiss nicht was da langweillig ist! ich habe mich riesig amüsiert!



Name: Anna
Email: schockoladen_roelchen@web.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Ich find den Film recht gut. Hat einige echt gute Gags. Ist ab und zu zwar langweilig aber bruce willis in rosa häschenschuen sollte man nicht verpassen.



Name: xxx
Email: xxx@xxx
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Top Film!!!

Absolut super, gute Fortsetzung vom ersten Teil!!!
Athmosphäre wird wirklich gut rübergebracht, aber trotzdem ein Film zum totlachen und immer wieder anschauen!!!



Name: -
Email: -
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

nicht ganz so lustig wie der erste teil aber dennoch nicht so schlecht wie die kritik ausgefallen ist, er den ersten teil mag wird auch an diesem gefallen finden



Name: Oliver Stiller
Email: oliver.m.stiller@t-online.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

weiss jemand von wem die sonnenbrille ist, mit der oz zu begin in seine
zahnarztpraxis fährt ????



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Bewertung: von 10 Augen