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Spider-Man 2

Spider-Man 2
action-drama , usa 2004
original
spider-man 2
regie
sam raimi
drehbuch
alvin sargent
cast
tobey maguire,
kirsten dunst,
alfred molina,
james franco, u.a.
spielzeit
124 Minuten
kinostart
8. Juli 2004
homepage
http://www.spider-man2.de/
bewertung

10 von 10 Augen

 

So langsam hatte man sich an die aufwändigen Verfilmungen der Comics aus dem Hause Marvel bereits gewöhnt. Nach den immens erfolgreichen, als auch künstlerisch sehr gelungenen, "X-Men" und "Spider-Man", wurde dann aber schon "Daredevil" mit sehr gemischten Reaktionen aufgenommen, während Ang Lees Version des "Hulk" sogar fast durchgehend auf Ablehnung stieß. Die Welle schien also bereits wieder abzuebben, und die Ankündigung einer unvermeidlichen Fortsetzung der Abenteuer des freundlichen Wandkrabblers sorgte daher bei den Meisten wohl nur noch für ein kaum spürbares Kribbeln auf der Haut. Umso heftiger dürften nun aber die Glücksgefühle und Schauer wohliger Erregung ausfallen, nachdem man diesen Film gesehen hat. Denn Sam Raimi schafft ausgerechnet mit einem "Teil 2" tatsächlich den perfekten Blockbuster-Unterhaltungsfilm, der nicht nur mit toller Action glänzt, sondern dazu auch eine wirklich überzeugende Geschichte voller Emotionen und großartiger Momente erzählt.

Dabei stand durchaus die Befürchtung im Raume, dass man nach der gelungenen Einführung der Charaktere im Vorgänger diesmal vielleicht nur auf noch mehr Effekte, größere und spektakuläre Gegner setzen würde - eine Methode, die z.B. die anfangs erstklassige "Batman"-Reihe stetig in den Abgrund führte. Doch weit gefehlt, denn diesmal geht es zunächst weniger um die Bekämpfung skurriler Superschurken. Von Glamour keine Spur im Leben des Studenten Peter Parker, dem seine Kräfte eher eine Last denn eine Lust sind. Das Trauma, am Tode seines Onkels schuldig zu sein, zwingt ihn moralisch förmlich dazu, als kostümierter Superheld so vielen Menschen wie möglich helfen zu wollen. Darunter zu leiden hat sein Privatleben, in dem er nichts auf die Reihe kriegt: Zu Vorlesungen kommt er ständig zu spät, seine Aushilfsjobs verliert er meist nach nur kurzer Zeit und selbst seine große Liebe Mary Jane muss er immer wieder versetzen, ohne ihr erklären zu können was der Grund dafür ist. Die einzig regelmäßige Einnahme sind die "Spider-Man"-Fotos, die Parker an die Zeitung "Daily Bugle" verkauft. Deren Herausgeber nutzt diese allerdings lediglich um den Netzschwinger öffentlich zu diskreditieren. Außerdem zieht sich Peter damit auch noch den Zorn seines besten Freundes Harry Osborn zu, denn dieser macht "Spider-Man" noch immer für den Tod seines Vaters (der Grüne Kobold aus Teil Eins) verantwortlich und hat mit der offensichtlichen Nähe seines Kumpels zum Maskierten so seine Probleme. Als Peters Tante May dann aufgrund akuter Geldsorgen noch ihre Wohnung aufgeben muss und Mary Jane sich mit jemand Anderem verlobt, da sie es endgültig leid ist auf Peter zu warten, reift in diesem ein Entschluss: Er gibt seine Identität als Spider-Man auf und wird sich fortan endlich um sein eigenes Leben kümmern. Doch schon bald gerät er wieder ins Grübeln, denn diejenigen, die ihn vorher verdammten, rufen nun nach seiner Hilfe. Und dass nach einem fehlgeschlagenen Experiment der wahnsinnig gewordene Wissenschaftler Doctor Octopus die Stadt bedroht, macht die Sache auch nicht gerade leichter.

Wenn in dieser Inhaltsangabe der in den Trailern so prominent präsentierte "Doc Ock" nur am Rande auftaucht, dann entspricht das durchaus der Schwerpunktsetzung des Films. Alfred Molina macht seine Sache zwar ausgesprochen gut und weiß mit seinen hervorragend animierten Tentakeln tatsächlich für den einen oder anderen Horror-Moment zu sorgen. Doch obwohl seine Figur einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem manchmal etwas albernen "Green Goblin" aus Teil Eins darstellt, steht er eben nicht im Zentrum der Geschichte. Denn darin geht es in der Tat um einen unsicheren, zweifelnden jungen Mann, der hin- und hergerissen ist von der sich selbst auferlegten Verantwortung für Andere und dem verzweifelten Wunsch ein eigenes, ganz normales Leben zu führen. Dieser Konflikt machte schon immer die Essenz des Charakters aus, der nicht zuletzt deshalb auch als der "menschlichste" aller Superhelden gilt. Das Regisseur Raimi dies auch für seinen auf ein Massenpublikum ausgerichteten Film so umsetzt, ist ihm gar nicht hoch genug anzurechnen. Denn es wäre auch ein Leichtes gewesen mit dem zur Verfügung stehenden Geld ein oberflächliches, reines Actiongewitter abzuliefern, das ganz sicher auch genug Kohle wieder reingeholt hätte.
Doch eben das ist dieser Film nicht, sondern ein sehr gefühlvolles, manchmal bitteres und oft berührendes Drama von beizeiten fast shakespeareschen Ausmaßen. Und das soll jetzt bitte schön nicht heißen, dass es hier nichts fürs Auge gäbe: Über den extrem coolen Doctor Octopus haben wir ja schon gesprochen, aber auch sonst bekommt der Freund aufregender Verfolgungsjagden und kerniger Keilereien durchaus etwas geboten. Womit auch der einzige wirkliche Schwachpunkt des Vorgängers behoben wäre, sahen die dort vorgeführten Hüpfereien durch die Straßenschluchten New Yorks doch manchmal noch allzu sehr nach Videospieloptik aus. Hervorzuheben ist dabei die atemberaubende Sequenz in der Spider-Man versucht, mit geradezu übermenschlicher Anstrengung einen dahinrasenden Zug zu stoppen, eine Szene, die wie vielleicht keine Andere diesen Helden definiert, auch wenn man sich irgendwann die Frage stellt, ob der Gute mit der Wahrung seiner "Geheimidentität" nicht vielleicht etwas leichtfertig umgeht. Der Kenner der Comic-Vorlage bekommt dann auch noch ein paar Bonbons serviert, wenn einige klassische Momente oder Titelbilder in die Geschichte eingebaut werden. Das macht die Freude über eine so unfassbar großartige Umsetzung des Ausgangsmaterials dann perfekt. Und deshalb darf auch ein "simpler" Superhelden-Film dann hier mal die Höchstwertung abstauben.

Eine Zeitlang sah es übrigens so aus, als wenn Hauptdarsteller Tobey Maguire aufgrund einer Rückenverletzung - die er sich bei den Dreharbeiten zu "Seabiscuit" zugezogen hatte - nicht für "Spider-Man 2" zur Verfügung stehen würde. Und obwohl der als Ersatz gehandelte Jake Gyllenhaal zweifellos eine gute Wahl gewesen wäre, ist es nicht nur für das einheitliche Erscheinungsbild der Reihe gut, dass es dazu dann doch nicht kam. Denn bei diesem zweiten Teil handelt es sich halt nicht um einen bloßen Neuaufguss, sondern um eine echte Fortsetzung, die die vom Vorgänger ausgeworfenen Netzfäden konsequent weiterspinnt. Und dies gelingt ihr so gut und rund, dass es fast schon schade ist, wenn zum Ende noch einige Köder in Richtung dritter Teil ausgeworfen werden. Denn besser kann es eigentlich gar nicht mehr werden.

Volker Robrahn

10

Ist ein guter, Action geladener Film mit spannenden Szenen und tollen Darstellern. Mein absoluter Lieblingsfilm!

10

Der 2te Teil ist echt der Hammer,aber der 3te Teil booooooooooa muss der gut sein.

10

Der Film ist ganz toll und ich freue mich schon auf Teil 3.Wenn ich mich an den anderen Kommentaren orientiere,sehen die meisten das auch so.

10

Ich finde den Film sehr gut.Wo ich als erstes mal sah hab ich ihn schon gut gemagt.Aber Meine Brüder magen ihn nicht so wie ich,sogar in Fasching habe ich mich als Spider Man verkleidet.

4

Schwaches und oberflächliches Mainstream-Kino! Große Effekte und nichts dahinter...und Tobey Maguire spielt so schlecht,dass ich da sogar seinen Auftritt in "Fear and Loathing in Las Vegas" noch besser fand^^
Alfred Molina als "Doc Oc" war ja nun wohl auch völlig daneben...alles in allem,primitives Kino für eine dumme Masse

3

eure wertung : 10 / 10 Augen , das is ohne worte...

der die Kritik geschrieben hat rennt wohl selber mit Kostüm durch die Gegend ...

Popcornkino ohne richtigen Inhalt, aber kurzzeitig unterhaltsam...

zur Erklärung an alle dies nicht wussten 10 Augen heisst besser gehts nicht...

Ich bitte euch ...

10

Hier stimmt einfach alles!

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