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Outtakes

Filmszene Gold

  • Business as usual - Der Filmszene-Jahresrückblick 2013

    Blickt man auf das Kinojahr 2013 zurück, fällt ins Auge, dass eigentlich fast nichts ins Auge fällt. Unerwartete Ausreißer nach unten oder oben gab es so gut wie keine, von daher war es wieder mal ein gutes Jahr für die Leute, die es berechenbar mögen. Betrachtet man das Kino aus Perspektive der Geschäftsleute in Hollywood, dann stellte 2013 quasi eine Konsolidierungsphase dar: Keine Experimente, keine Neuerungen, keine Innovationen, sondern Abschöpfen etablierter Erfolgsmodelle.

    Frank-Michael Helmke

    Top Ten

    http://www.imdb.com/list/s-7gyAeIgdY/

    Ich schließe mich dem obigen Kommentar an: Es gab schon bessere Jahre!

    Zelig’s Kinojahr 2013

    Glaube, so selten wie 2013, war ich seit einem Jahrzehnt nicht mehr im Kino: Kaum Highlights, ein paar ordentliche Filme, viel langweiliger Durchschnitt, eine unfaßbare Menge Schrott. So langsam kann mich das Kino mal. Viele herausragende TV-Serien lassen die Kinoware richtig schnarchig aussehen. Immerhin gab es doch das ein oder andere erwähnenswerte:

    Unangefochtene Spitzenplätze:

    DJANGO UNCHAINED
    GRAVITY

    Lohnenswert:

    SIDE EFFECTS
    THE MASTER

    Leider deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben:

    THE PLACE BEYOND THE PINES
    LINCOLN
    THE BROKEN CIRCLE
    PRISONERS
    KILLING THEM SOFTLY

    Besondere Erwähnung:

    BLAU IST EINE WARME FARBE
    mit einer herausragend intensiven Hauptdarstellerin, die den ganzen Film trägt.

    Das einzig Schöne an diesem wieder mal schlechten Kinojahr: die vielen wunderbaren Verrisse von filmszene. So hat alles Schlechte auch sein Gutes und extrem mäßige Filme wissen zumindest auf diese Art zu unterhalten.

    Bommel

    Bin dank Filmszene auch im letzten Jahr wieder gut durchs Kinojahr gekommen und habe zahlreiche Flops umschiffen können. Danke!

    2013 war auch bei uns eher wieder ein Serienjahr u.a. mit Breaking Bad-Finale, Dexter 7 und Boardwalk Empire. Die Kino-Highlights waren mal wieder rar. In positiver Erinnerung blieben

    - Gravity (optisches Spektakel und Weltraum-Feeling)
    - Zero Dark Thirty (ich liebe Jessica Chastain)
    - Silver Linings (bis auf das Ende originell und romantisch)
    - Oblivion (trotz magerer Story optisch und musikalisch toll, Making-Of sehenswert)
    - Stoker (nicht ganz rund, aber einzelne Szenen Oscar-verdächtig)
    - Flight (D. Washingon in der letzten Viertelstunde überragend)

    Auswahl einiger Enttäuschungen:
    - Die Unfassbaren. Totale Zuschauer-Verarsche mit Top-Darstellern auf Sparflamme. So etwas ist hier auch schon mal härter abgestraft worden (Die Vorahnung).
    - Iron Man 3. Die coolste Sau im coolsten Comic-Kostüm wird einfach nur noch gemolken. Kein Herz, keine Originalität. Sehr schade.
    - Star Trek: Into Darkness. Gute Action und Schauspieler. Story dürftig. Das ist für Star Trek wie auch das kommende Mickey Mouse Star Wars immer noch zu wenig. Da muss noch 'ne Schippe drauf gelegt werden.

    Die Vorschau auf 2014 macht nicht unbedingt Lust aufs Kino: Transformers 4, Spider-Man 2 (5), Expendables 3, X-Men wasweißich, 300 Teil 2 und wieder jede Menge Nazis.

    Trotzdem ein schönes neues Jahr! :)

    Kinojahr 2013

    Meine Top-Ten:
    1. Django unchained
    2. Oh Boy
    3. Inside Llewiyn Davis
    4. Blue Jasmine
    5. Liberace
    6. Frances Ha
    7. Venus im Pelz
    8. The broken Circle
    9. Gravity
    10. Prisoners

    Richtig ärgerlich und enttäuschend waren für mich nur: Elysium und Take this Waltz

    -o-

    TOP:

    1. Inside Llewyn Davis
    2. The Master
    3. Only Lovers Left Alive
    4. Gravity
    5. Der Geschmack von Rost und Knochen

    FLOP:

    1. Der Hobbit: Smaugs Einöde
    2. Django Unchained
    3. Gangster Squad
    4. Oblivion
    5. (beliebigen Instant-Blockbuster einfüllen)

    Immer wieder schön mit einem

    Immer wieder schön mit einem Jahr abzurechnen. Zwar scheint es mir, dass ich jedes Jahr enttäuscht bin, aber offenbar gewöhnt man sich daran, denn zumindest bin ich nicht zornig enttäuscht (was wiederum die oben genannte These der geringen Ausrisse in Positive o. negative bestätigen würde)

    Top-Ten:

    Gravity
    Best Offer
    Worlds End
    +1
    Elysium
    Monster Uni
    The Master
    Europa Report
    Pacific Rim
    Upside Down

    Flop Five

    Now you see me
    Movie 43
    Stirb Langsam 5
    Iron Man 3
    Der Hobbit 2

    Leider NOCH nicht gesehen/weitere Hoffnungen:
    The Congress, Blau ist eine warme Farbe, Enders Game, Inside Llewyn Davis

    Spontane Vorfreude für 2014:
    Walter Mitty, Her, Out of the furnace, X-Men - Day of future past, Knights of Badassdom

    Before Midnight...

    Haben die meisten von euch Richard Linklater's Meisterwerk nicht gesehen oder wie kann es sein, dass ein Film mit einem Metascore 94 nur in 2 Top Ten Listen vorkommt und im Text nicht einmal erwähnt wird?

    Aus meiner Sicht, knapp vor Gravity, der Film des Jahres!

    Ansonsten aber (mal wieder) ein eher enttäuschendes Filmjahr mit viel zu viel Durchschnittsware aus der Traumfabrik.

    Frohe Weihnachten
    Hollins

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  • Ein Nachruf auf Roger Ebert (18.06.1942 - 04.04.2013)

    Roger EbertDie Welt hat ihren größten, besten und wichtigsten Filmkritiker verloren. Roger Ebert hat über Jahrzehnte den Blick von Millionen von Menschen auf die Filme, die sie sahen, beeinflusst. Und ich bin glücklich sagen zu können, dass ich einer von ihnen bin.

    Frank-Michael Helmke

    Ebert

    Ohne Ebert wären unzählige Filmperlen an mir vorbeigegangen. Seine Kritiken haben mir eine andere Sicht auf Filme gegeben und seine Leidenschaft war in jeder Zeile zu spüren.

    Zuletzt hat mich seine Krankheit geschockt, wie auch beeindruckt, angesichts seines Eifers und Lebenswillens.

    Ein schöner, persönlicher Nachruf.

    Und ich bin durch Ozan1000

    Und ich bin durch Ozan1000 auf Roger Ebert und Filmszene.de aufmerksam geworden und ich lese seit her alle Filmkritiken ausschließlich hier.

    Roger Eberts Arbeiten waren sehr amüsant. Er konnte selbst noch gute Filme noch richtig runter reißen. Hingegen konnten die Filmszene Rezensenten eher mäßige Filme noch schön reden. Beide jedoch mit enormer Überzeugungskraft.

    Doch ohne Ebert, Filmszene.de und Ozan1000 wäre so manches kleines Filmjuwel an mir vorbei gezogen.

    Danke an Ebert für den prägenden Einfluss.

    Meine Eberts

    Ich lese seit Anbeginn von Filmszene hier mit, alle paar Sonnenfinsternisse gebe ich auch mal einen Kommentar ab ( "Schatten der Wahrheit", anyone) und bin erst durch Herrn Helmke damals auf Roger Ebert aufmerksam geworden.

    Sogar als ich vom Tode Roger Eberts erfuhr, musste ich instinktiv an Filmszene und insbesondere an Herrn Helmke denken.
    Dieser Nachruf ist so klasse geschrieben, dass ich nun nicht mehr traurig über Eberts Tod bin. Ich freue mich vielmehr auf das, was er uns Filmliebhabern hinterlassen hat:
    Filmrezensionen mit Herz von Filmliebhabern mit Herzblut.

    Für mich speziell haben der harte Kern der Filmszene-Kritiker, von Herrn Helmke, über Staake bis hin zu Robrahn, eine ähnliche Wirkung gehabt, wie auf sie Roger Ebert.
    Mission erfüllt, die Trauer weicht der Freude.

    Danke für Ihre Zeilen
    Gruß
    ozan1000@web.de

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  • Der Filmszene-Jahresrückblick 2012

    Geschäftsleute hassen das Film-Business. Geschäftsleute lieben es, Kosten und Einnahmen möglichst genau vorausberechnen zu können. Das gibt Kalkulationssicherheit und einen seriösen Businessplan. Wenn ich soundsoviel in die Entwicklung und Herstellung eines Produkts investiere, wird es eine bestimmte Qualität erreichen, die mir einen soundso hohen Verkaufspreis erlaubt, und mit einem soundsohohen Marketing-Budget kann ich dann vermutlich soundso viele Kunden erreichen und soundso viel einnehmen, um am Ende einen Gewinn zu erwirtschaften.

    Frank-Michael Helmke

    HUHU!

    Was war denn da noch für ein kleines Meisterwerk: Ach ja!

    Cloud Atlas!!

    ...!

    Yeah!

    1. Moonrise Kingdom
    2. Drive
    3. Beast of the Southern Wild
    4. Life of Pi
    5. Young Adult
    6. Looper
    7. The Descendants
    8. Argo
    9. Prometheus (die erste Stunde)
    10. - (mehr fällt mir nicht ein... ein mageres Jahr)

    Aaargh! (Mehr aus Enttäuschung, als im Sinne von "schlecht")

    1. Der Hobbit
    2. The Dark Knight Rises
    3. Dark Shadows
    4. Verblendung
    5. Prometheus (die zweite Stunde)

    2012

    Die Listen hier sind durchzogen von Filmen, die eigentlich schon 2011 gestartet sind, nur eben nicht in Deutschland. Hier mal eine mit (guten) Filmen / Dokumentationen, die wirklich alle von 2012 sind:

    - Jiro Dreams of Sushi
    - Samsara
    - Compliance
    - Dredd
    - Life of Pi
    - Moonrise Kingdom
    - End of Watch
    - Tim & Eric's Billion Dollar Movie (ok, mehr oder weniger nur des Titels wegen ;-))
    - Chronicle
    - The Pirates! Band of Misfits

    Die meisten Dickschiffe von diesem Jahr litten fast alle unter unberechtigter Überlänge oder kamen schlicht nicht übers Mittelmaß hinaus.

    Kinoauswertung 2012

    Meine Top 5 sind:
    1. Drive
    2. Moonrise Kingdom
    3. Looper
    4. Skyfall
    5. Beasts of the Southern Wild

    Lobende Erwähnung:
    6. The Grey
    7. Cabin in the Wood
    8. Ides of March
    9. Sleep Tight
    10.Prometheus

    Enttäuscht hatten:
    The Dark Knight Rises, Dame, König, As, Spion,Moneyball, Lachsfischen im Jemen

    Ich bewerte mein Kinojahr

    Ich bewerte mein Kinojahr 2012, also alle Filme, die ich 2012 zum ersten Mal im Kino (nicht auf DVD, im Flugzeug oder aus "anderen Quellen") gesehen habe. Egal ob im normalen Kino, in der Sneak oder auf Festivals. Aber nur reguläre Kinostarts.
    1. We Need to Talk About Kevin
    2. Argo
    3. Cabin in The Woods
    4. The Dark Knight Rises
    5. Liebe
    6. Ruby Sparks
    7. 7 Psychos
    8. Ralph reichts
    9. Life of Pi
    10. Looper
    Wow, jetzt wo ich die Liste erstelle, sehe ich erst, wie stark dieses Jahr in der Breite wirklich war! Die Plätze 2-9 sind so dicht beianander, dass sich vieles je nach aktueller Stimmung ändern kann...
    Und es gibt noch mehr Filme, die in einer solchen Top10-Liste gut aufgehoben wären...
    Daher hier noch die Kategorie
    Filme, die haarscharf an der Top10 vorbeigerauscht sind und es in den meisten anderen Jahren geschafft hätten:
    Drive, The Avengers, Descendants, Ziemlich beste Freunde, Moonrise Kingdom
    In der Spitze finde ich das Jahr übrigens nicht ganz so gut.
    "We Need to Talk About Kevin" ist klasse, kommt aber nicht an "Gott des Gemetzels" (2011), "Inception" (2010), "Inglorious Basterds" (2009), "The Dark Knight" (2008) heran...
    Ansonsten noch " sehr gut", dieses Jahr:
    The Grey, Killer Joe, Violet & Daisy, Der Diktator, Der Verdingbub, Michael, Chronicle, Heiter bis wolkig, Dame König As Spion, Verblendung, Hugo Cabret
    Ansonsten noch "gut" dieses Jahr:
    Der Hobbit, Crashkurs, Chico & Rita, Savages, Die Tribute von Panem - The Hunger Games, Martha Marcy May Marlene, Sleep Tight, Türkisch für Anfänger, ParaNorman, Fast Verheiratet, Best Exotic Marigold Hotel, Der Aufsteiger, Der Vorname, Cloud Atlas, Iron Sky, Eden, End of Watch
    Ansonsten noch "ok", dieses Jahr:
    Total Recall, Hasta la Vista, Young Adult, The Expendables 2, J. Edgar, Ted, The Amazing Spiderman, 21 Jump Street, Sons of Norway, Die Qual der Wahl, The Artist, Chinese zum Mitnehmen, The Raid, 96 Hours - Taken 2, Beasts of the Southern Wild, Premium Rush, Ice Age 4 - Voll verschoben, Hotel Transsilvanien, Dark Shadows, Offroad, Russendisko, Das Schwergewicht, Safe - Todsicher, Und wenn wir alle zusammenziehen?, Switch - Ein mörderischer Tausch, Doomsday Book - Tag des jüngsten Gerichts, James Bond 007 - Skyfall, American Pie - Das Klassentreffen
    Ansonsten noch "schlecht" dieses Jahr:
    Mann tut was man kann, Rubbeldiekatz, Ein riskanter Plan, Prometheus, Project X, Die Kunst zu lieben
    Ansonsten noch "absolut grottig" dieses Jahr:
    Totem, Cosmopolis, Evidence - Überlebst du die Nacht?
    Enttäuschungen:
    Promotheus: Mehr als "ganz gut" hatte ich gar nicht erwartet. Er hatte dann sehr gute Bilder, aber eben nicht mehr. Entsprechend ganz klar eine Enttäuschung.
    Cosmopolis: Ich hatte gar keine richtige Erwartung, aber so furchtbar langweilig und schlecht/verschwurbelt hätte ich diesen Film nicht erwartet.
    Young Adult: Nach Juno und Up in the Air hab ich mich auf einen Top-Film eingestellt. Leider war das beste für mich die Rolle von Patton Oswalt. Fand den Film nicht allzu gut...
    Project X: Hatte zumindest was lustiges, wenn auch niveauloses erwartet. Lustig war es aber selten.
    Ted: Die erste Hälfte (oder nur erste halbe Stunde? Weiß nicht mehr), als sich der Film auf das konzentriert was er kann, nämlich Witze, war sehr geil. Dann versucht der Film plötzlich eine Geschichte zu erzählen (das ganze Entführungszeugs und die Beziehung von Kunis + Wahlberg, die ja vorher schon nervt). Und da er das überhaupt nicht kann, ist das nicht gut. Da derweil aber auch viel weniger Humor eingesetzt wird, leidet der Film extrem am zweiten Teil. Schade...
    J. Edgar: Von Clint Eastwood mit einem guten Trailer, einem interessanten Thema und einem guten Hauptdarsteller hatte ich einen Klasse-Film erwartet. War leider unspannend und teilweise verworren. Nur durchschnittlich.
    The Artist: Ja, ganz nett war er schon. Und einige einzigartige Ideen waren dabei. Aber ein Meisterwerk? Für mich nicht!

    Lustigstes Kino-Erlebnis 2013: Totem beim Max-Ophüls-Festival: Ein absurd schechter Film, mit Schauspielern, die nicht gut waren, Drehbuch-Ideen, die in ihrer Verrücktheit eine Mischung aus Monty Python, Mitten im Leben und Fieberträumen eines geistig Verwirrten boten, dabei aber ernstgemeint waren! Und die Leute haben den Film ernsthaft angeschaut und gut gefunden! Irgendwann ist es aus einem von uns herausgeplatzt und dann waren alle Dämme gebrochen und wir waren alle nur noch im Lachen. Das war der größte Lachflash, den ich seit langem hatte!

    Wird noch nachgeholt:
    Men in Black 3
    Merida
    Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen
    Auf der Suche nach einem Freund für das Ende der Welt
    Die eiserne Lady
    Shame
    Das Bourne Vermächtnis
    John Carter
    Die Vermessung der Welt
    Barbara
    My Week with Marylin
    Unser Leben
    Starbuck
    Die vierte Macht
    Das Turiner Pferd
    Take Shelter

    Wo geht die Reise...

    ... für das Kino hin?
    Hoffentlich bleibt neben den Melkmaschinen der leidigen Fortsetzungen noch Platz für Filmkunst und neue Ideen.

    Meine Top 5 für 2012:
    - Die Prinzessin von Montpensier (zwar von 2010, habe ihn aber erst dieses Jahr im Kino gesehen)
    - Die Königin und der Leibarzt
    - Argo
    - Ziemlich beste Freunde
    - Merida

    Flop 3:
    - Cold Blood
    - Die eiserne Lady
    - Dame, König, As, Spion

    Meine Top 10 ...

    http://www.imdb.com/list/TnOyCaqddJo/?publish=save

    In diesem Sinne vielen Dank für diesen Abschluss des Jahres und die anderen lesenswerten Beiträge! :-)

    Bommel

    Danke Filmszene für 2012, auch dieses Jahr wurde ich von euch wieder gut durch die Filmlandschaft geführt :)

    Gab es die letzten Jahre zumindest einzelne Highlights (Slumdog Millionaire, Tödliches Kommando, Black Swan), finde ich für 2012 keinen Film, welchem ich das Prädikat "Meisterwerk" geben könnte.

    Gut unterhalten haben mich:
    - Drive
    - Looper
    - Skyfall
    - Warrior
    - Avengers

    Die für mich brutalste Enttäuschung war für mich The Dark Knight Rises. Nach dem zweiten Teil mit Heath Ledger in seiner letzten Rolle hätte man den dritten Teil wohl doch streichen sollen. Ähnlich verhält es sich mit dem Hobbit. Der allergrößte Schund des Jahres war jedoch Schneewittchen mit Julia Roberts.

    Wie hier bereits geschrieben, sind es vernünftige Serien aus den USA, die einem die unoriginellen und anspruchslosen Kinofilme vergessen lassen. Breaking Bad, Dexter, Game of Thrones etc.

    Frohes Neues

    Alle Jahre wieder

    Alle Jahre wieder ein schön zu lesender Abschluss des Kinojahrs und die lang erwarteten Top 10 und Flop 5.
    Was die Build-in-Publikum-Filme angeht würde ich selbst "Ted" dazu zählen. Für Fanboys von Ameican Dad, Family Guys und Robot Chicken (zu denen ich mich ganz klar zähle) ist der Name Seth MacFarlane quasi schon Grund genug den Film zu sehen. Somit bringt der FIlm eine nicht zu unterschätzende Build-in TV-Gemeinde mit. Aus diesem Grund wurde ja auch mit den Schlagworten "vom FamilyGuy Erfinder" geworben.
    Aber das sind letztlich Haarspaltereien. Wenn man so will ist selbst meine größte Perle des Kinojahres "Moonrise Kingdom" mit Build-in-Publikum versehen, da Wes Anderson für eine kleine Fangemeinde wiederum Zugpferd genug ist... (ok ok ich bewege mich auf dünnem Eis. Belassen wir es dabei). Den Geringen Finanziellen Erfolg hierzulande schiebe ich jedoch nicht zuletzt auf die Veröffentlichungsstrategie. Mir war es nur unter Anstrengungen möglich den Film überhaupt im Kino zu genießen. Laufpublikum konnte er in meiner Region definitiv nicht mitnehmen.

    Leider auch "Alle Jahre wieder" folgender Satz aus meinem Munde:
    Was ein schwaches Kinojahr!

    Viele Filme die konsumiert werden konnten, wenige Filme die langanhaltend im Gedächtnis blieben.
    Für alle die es interessiert (und noch mehr, weil ich einfach gerne darüber nachgrübbel)
    Hier meine Top 10 und Flop 5

    TOP 10
    1. Moonrise Kingdom (unangefochten!)
    2. Warrior
    3. Young Adult (nachhaltig beeindruckend, weil konsequent gegen die Erwartunghaltung und ohne Klischee-Ende)
    4. Avengers (Popcornkino aber in Perfektion)
    5. The Grey (ich unterstütze nicht ide Darstellung des "bösen Wolfs" davon ab aber intensiv und packend)
    6. Cloud Atlas (Nicht jeder Handlungsstrang perfekt, aber insgesamt beeindruckend vielseitig)
    7. Cabin in the Woods (Genreperle)
    -------------------------------------------------------------------------------------------------
    8.- 10. Hier streiten sich Filme um die Plätze die eigentlich nicht mehr als eine lobende Erwähnung (Danke an meinen Vorredner für die Idee) verdient haben. Leider gab das Kinojahr keine 10 wirklich guten Filme her.

    Lobende Erwähnungen:
    Tribute von Panem
    Looper
    Chronicle
    Ziemlich beste Freunde

    Flop 5:
    1. Man with the Iron Fists (unterirdisch)
    2. Dark Knight Rises (enttäuschend und voller ärgerlichem Blödsinn)
    3. Total Recall (vollkommen unnötiger Mumpitz)
    4. Prometheus (ähnliche Probleme wie Dark Knight Rises)
    5. Zorn der Titanen (ähnlicher Rotz wie Platz 1.)

    Zum Schluss noch die Filme die ich nicht sehen konnte, welche aber mit großen Erwartungen verknüpft sind/waren:

    Shame
    Argo
    Ralph reichts
    The Hunter
    Die Vermessung der Welt

    und zwei Filme die ich bis heute nicht beurteilen kann, weil sie mir überhaupt nicht gefallen haben, aber trotzdem definitiv nicht "schlecht" waren:
    The Artist
    Drive

    In diesem Sinne:
    Auf ein neues, bessere Kinojahr 2013

    Gute Zusammenfassung des Jahres

    Mich wundert es das Grey so großen Anklang gefunden hat, werde ihn mir doch einmal anschauen müssen.
    Meine Liste dieses Jahr wäre:
    ungeordnet:
    TDKR
    Abraham Lincoln( ist zwar in Deutschland noch nicht draußen, aber Daniel Day Lewis einfach ein Schauspiel gott!)
    Drive
    Shame
    Argo
    Looper
    Avengers
    Skyfall
    Wreck it Ralph
    moneyball
    Warrior

    Flops
    Hobbit
    Ted
    Tribute von Panem
    Battleship(schlimm genug das mich meine Freunde breitgetreten haben diesen Rotz anzuschauen)

    gab sicher noch mehr, aber wohl schon verdrängt.
    Django, Abraham lindoln und der große gatsby kommen bei uns ja erst nächstes jahr ins Kino, könnte man als Randnotiz noch erwähnen.

    Vielen Dank für die Zusammenfassung

    Top 10:

    1. Drive
    2. Killing them softly
    3. Der Hobbit
    4. Shame
    5. Moonrise kingdom
    6. Take shelter
    7. The grey
    8. Moneyball
    9. Skyfall
    10.Dame, König, As, Spion

    Lobende Erwähnung:

    1. Looper
    2. Savages
    3. Cabin in the woods
    4. Verblendung
    5. The dark knight rises

    Flop

    1. The descendants
    2. The artist

    Habe allerdings weder Pieta, Liebe, Life of Pi oder Beasts of the southern wild gesehen. Bisher.
    2.

    French Muffin

    Where is Argo in your lists ???
    I have not seen all your top ten movies but for sure Argo should be in it !!! a bit disappointed here...
    It is in my top five... even maybe my first... well, we cannot all agree.

    Zeligs Top-Filme 2012

    Dieser Built-in-Film Trend ist wirklich das Grauen. Und dieses Filmjahr war es auch. Selten hatte man so wenig Grund ins Kino zu gehen. Zu einer Top-Ten reicht es deshalb gar nicht.

    Vier absolute Highlights gab es trotzdem:

    1. Drive
    2. Shame
    3. Liebe
    4. Take Shelter

    Ebenfalls recht lohnenswert:

    5. Ruby Sparks
    6. We need to talk about Kevin

    Wenn es gute Stoffe nicht mehr auf die Leinwand schaffen, bleiben glücklicherweise zumindest hervorragende TV-Serien auf DVD. BREAKING BAD oder THE WIRE sind herausragende Beispiele. Hier muß man auch nicht bangen, ob es der Film aufgrund der Verleihpolitik (zumal in der OV oder OmU Version) überhaupt in ein deutsches Kino schafft. Selbst in einer Großstadt wie Hamburg laufen viele Filme, die durchs Feuilleton rauschen noch nicht mal mehr an, oder wenn, zu unmöglichen Zeiten auf Mini-Leinwänden.

    Ja, eine gut geschriebene,

    Ja, eine gut geschriebene, informative Zusammenfassung. Ich freue micht trotz allem auf das Kinojahr 2013 - denn wie im Rückblick schon angeklungen: die besten Filme treffen Dich unerwartet.

    Schöne Jahreszusammenfassung!

    Schöne Jahreszusammenfassung! Ich persönlich halte ziemlich beste Freunde auch für einen "build-in" Film: Zwei grundlegend verschiedene Menschen-am Besten mit unterschiedlichen Hautfarben-freunden sich an...x-mal gesehen......ps. soweit ich weiß wurde Independence Day 3D gestrichen...

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  • Komisch...

    Ich bin seit 1977 bekennender Kinofan. Und trotz meines *Hust* höheren Alters
    gehe ich 30 - 40 mal im Jahr ins Kino.

    2011 war es 40 mal.

    Komischerweise fällt mit immer wieder auf, daß man als Redakteur jeglicher Kino-
    zeitungen offensichtlich VERPFLICHTET ist, Mainstream zu hassen.
    Sei es um intelektuell zu wirken, sei es weil man halt in einem speziellen Umfeld
    unterwegs ist in dem Mainstream verpöhnt ist.

    Aber meine Top 5 traue ich mich erst gar nicht hier zu posten.

    Aber ich stimme zu, vieles war dieses Jahr einfach nur McDonalds Kino. Kurz verspeist
    und 2 Stunden später wusste man nicht mehr, was man gegessen hat.

    Unangenehm, fast schon schmerzhaft habe ich in Erinnerung:

    Sucker Punch, Bad Teacher, Wer ist Hanna ?, Rango und der unsäglich langweilige 4.1 Teil
    von Twilight (der einzige Film 2011 bei dem ich fast eingeschlafen wäre)

    Überrascht war ich übrigens von "Fright Night" der so vernichtende Kritiken hatte das ich
    fast nicht rein wäre. Eventuell lag es natürlich an den niedrigen Erwartungen.

    Zeligs List 2011

    Tatsächlich ein ähnlich schwaches Filmjahr wie schon 2010. Wobei man im Rückblick dann doch immerhin auf 10 einhalb lohnenswerte Filme kommt:

    Die beiden absoluten Top-Filme:

    Blue Valentine
    Black Swan

    Pertfekte Unterhaltung mit Niveau:

    Carnage
    The King’s Speech
    True Grit

    Beeindruckend:

    Take Shelter
    Tyrannosaur
    Nader und Simin
    Winter’s Bone
    Another Year

    Beeindruckend mit Abstrichen:

    The Tree of Life

    Hitliste

    Kann ich nur zustimmen. Der Beginn des Jahres war stärker als das Ende.
    Trotzdem hatte der Jahrgang wirkliche Höhepunkte:

    Top-Filme:
    127 hours
    True Grit
    Biutiful
    Cheyenne
    Die Haut, in der ich wohne

    Auch richtig gut bzw. beeindruckend:
    Nader und Simin
    The King's Speech
    Black Swan
    Planet der Affen
    Gott des Gemetzels
    Source Code
    Midnight in Paris

    Meine Flops:
    Tree of Life
    Herzensbrecher
    Freundschaft plus
    Beginners

    Bommel

    Schöner und treffender Rückblick. Tja, der "Wow-Effekt" der 3D-Filme ist langsam verflogen und kein Argument mehr, überteuerte Kinokarten für mittelmäßige Filme zu kaufen. Dieses Jahr haben wir vielmehr zahlreiche US-Serien konsumiert, die über das schlechte Kinojahr 2011 hinwegtrösteten. Neue Staffeln von Dexter, Breaking Bad etc. und die Vorfreude auf "Game of Thrones", "Boardwalk Empire" bspw. im nächsten Jahr. Nur Schade, dass der miserable Vertrieb/Ausstrahlung im TV und die Lizenzgeschichten hierzulande ein Import der DVDs nötig machen.

    Schöne Kinorlebnisse zum Jahresbeginn:
    Black Swan
    Tron
    127 Hours

    Solide Filme:
    True Grit
    Source Code
    The Kings's Speech

    Besser als erwartet:
    Tucker & Dale vs. Evil
    Thor
    Ohne Limit

    Peinlich:
    Der Plan
    The Rite
    Hangover 2

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  • Ein Hauch von Hollywood: Ein Nachruf auf Bernd Eichinger (11.04.1949 - 24.01.2011)

    Kino-Deutschland trauert um seine größte Lichtgestalt. Und der Vergleich mit dem Kaiser des Fußballs ist sicher nicht zu klein gegriffen, denn niemand hat das hiesige Kino in den letzten 30 Jahren so sehr geprägt wie Bernd Eichinger, Deutschlands größter, wichtigster und mächtigster Film-Produzent.

    Frank-Michael Helmke

    Eichinger hat mit die besten deutschen Filme aller Zeiten (Der Untergang ect.) - aber auch den letzten Schrott (siehe Bushido Film)
    Am besten sind meiner Meinung nach die "Underground" Komödien wie:

    "666 - Traue keinem mit dem du schläfst" (eine herrrlich verwirrende "Faust" Adaption)

    oder "Die Nacht der lebenden Looser" (wahnsinnig witzige und einfallsreiche Zombie-Teenager-Komödie)

    Deutsches Kino zum Schlapplachen, sowas ist echt selten!
    Danke Bernd Eichinger

    Mal ehrlich, ein Loch in die Filmwelt reißt sein Tod nicht - in die deutsche Filmwelt aber allemal, jedoch nicht weltweit. Auf die Resident Evil Filme hätte man gut und gerne verzichten können. Und auch auf die ganzen deutschen Komödien. Die Romanverfilmungen waren seine Höhepunkte. Aber auch nur, weil er ein gutes Team hatte. Die Regie hat ja er bei den ganz großen Titeln nie gemacht.

    "Der Name der Rose" war wirklich ein fantastischer Film und ebnete Sean Connery den Weg als begnadeten Charakterdarsteller. Und nicht zu vergessen, der noch unbekannte Chritian Slater. Da hat Eichinger wirklich ins Schwarze getroffen. Der weitere Produzentenweg war dann eher durchwachsen. Aber mit 61 stirbt man in der heutigen Zeit viel zu früh. Schade eigentlich.

    filmisch jetzt nicht so wichtig, für deutschland sicherlich ein bedeutender mann... aber was wichtiger ist, leider viel zu früh und überraschend gestorben.

    Tom Gerhardt's "Meisterwerk" heißt übrigens "Voll Normaaal"...

    Na ja, für mich ist dieser Bericht mal wieder das typische Beispiel von kritiklosem Hochjubeln nach dem Tod.

    Dieter Bohlen wird nach seinem Tod wahrscheinlich als größter deutscher Musiker bezeichnet...

    Als wirklicher Filmliebhaber sollte man wohl nicht trauern...

    Trotzdem natürlich zu früh verstorben! (und dann auch noch die Superbullen als letzter Film ;-)

    geschäftstechnisch gesehen wichtig, menschlich gesehen fragwürdige person...

  • Das Ende ist der neue Anfang (aber warum bloß?)

    Eine Unsitte breitet sich aus auf den weltweiten Kinoleinwänden, und niemanden scheint es zu stören. Nirgendwo regt sich Protest und kaum jemand scheint überhaupt eine Meinung dazu zu haben, dass dem Publikum Stück für Stück ein Jahrzehnte lang lieb gewonnenes Ritual immer öfter vorenthalten wird. Die Rede ist vom Vorspann, auf englisch auch "Opening Credits" genannt, in denen zu stimmungsvoller Musik das produzierende Studio stets stolz präsentierte, wie das folgende Werk heißt, wer darin mitspielt und wer es geschrieben und inszeniert hat.

    Volker Robrahn

    Ich persönlich trauere dem "klassischen" Vorspann, wie man ihn bis ca. 1980 fast standardmäßig in jedem Film kannte, keinesfalls nach: das war damals eine Art "Nachspann vor dem Film", bei dem man sich minutenlang von scrollenden Namen auf einem statischen Bildschirm berieseln lassen durfte, während dazu die Titelmelodie dudelte.
    Nee, das muss wirklich nicht sein! Künstlerisch ausgestaltete Vorspann-Szenen a la "James Bond" sind da schon willkommener, sind aber meines Erachtens auch nicht wirklich unverzichtbarer Bestandteil eines Films. Beim Theater wird vor dem Stück ja auch nicht erst groß die Darstellerriege samt Titel noch einmal vorgestellt - man weiss doch wohl ohnehin, in welchem Stück man sich befindet, oder?

    Ich bin übrigens bekennender Abspann-bis-zum-Ende-Anseher - zum Leidwesen von Kinobediensteten, die das Müllchaos der anderen Besucher beseitigen wollen, aber bis zum Abzug des letzten Gastes warten müssen. Für mich ist der Abspann tatsächlich fester Bestandteil eines Films, und darf auch nicht fehlen.

    Ich bin einer der wenigen, die sich über einen kurzen oder gar keinen Vorspann freuen. Der Vorspann war früher für mich selten interessant, eher langweilig und immer viel zu lang. Man darf sich gerne mal selbst testen und bei YouTube nach "Stargate Movie - Opening Titles" suchen - mein persönlicher Alptraum-Vorspann.

    Vielen Dank für diesen unterhaltsamen Gedankenfaden, Herr Robrahn. Ein Vorspann ist ein gestalterisches Mittel, der Buchdeckel oder Rahmen eines Films. Und manchmal ist es nicht gelungen, diesen fortzulassen.

    Ich stimme allerdings nicht zu, dass die fehlenden Opening Credits ein "plötzlich" auftauchendes Phänomen seien. Die Filmmode nagt vielmehr seit mindestens vier Jahrzehnten an den OC und verdrängt sie immer weiter. Man sollte da differenzieren: Das Fehlen der Nennung Mitwirkender am Filmbeginn erodiert schon lange. Was in letzter Zeit etwas stärker zugenommen hat, ist das Fehlen der Titeleinblendung zu Filmbeginn.

    Der erste Film, bei dem ich bewusst wahrnahm, dass ja Titel und Credits am Anfang fehlten war ... Last Action Hereo (1993) - und da hatte es einen Kontext zum Thema des Films.

    Siehe auch:
    http://www.imdb.com/keyword/no-opening-credits/
    http://www.imdb.com/keyword/no-title-at-beginning/

    @Neo: Ja ja, die Bevormumndungsversionen "härterer" Filme für Erwachsene. Da wird der "mündige" Bürger so richtig für voll genommen. Gut dass es da so Versandhäuser wie medienversand.at gibt...
    In Österreich hat man wohl weniger Angst vor Axtkillern *grins*...

    Da hast du recht hexi die bewertungen hier in deutschland sind auch nciht viel besser. aber noch schlimmer als das die studios ihre werke zerschnippeln um eine FSK 12er fassung oder PG13er fassung zu bekommen finde ich, dass in deutschland auch erwachsenen vorgeschrieben wird was sie gucken dürfen. das überhaupt filme die ab 18 sind indiziert werden oder nur geschnitten veröffentlicht werden finde ich höchst bedenklich. der "jugendschutz" hört doch an der stelle auf an der FSK18 auf eine DVD oder kinofilm gestempelt wird. warum überlässt man es den mündigen bürgern nicht was sie sehen oder nciht sehen wollen?

    ...und wo weichen diese "absurden" Altersfreigen so sehr von "unserer" FSK ab? Sind die FSK-Freigaben wirklich so viel "besser" oder "angemessener"?
    Man denke auch hier nur mal an das "FSK12, aber mit Mami oder Papi doch schon ab 6"-Gedönse.
    In dieser Sache ist das böse amerikanische Altersfreigabesystem in sich schon mal wesentlich besser aufgebaut. Auch sind die Altersfreigabestufen dort wesentlich näher am tatsächlichen geistig-seelischen Entwicklungsstand der Altersgruppen orientiert.
    Der "Reifesprung" zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr ist z.B. kaum noch erwähnenswert, wohl aber der zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr.
    Damit kommt das amerikanische System mit der Abstufung 13, bzw. 17 der Realität wesentlich näher.
    Eine Neustrukturierung der FSK-Freigaben sollte hierzulande vielleicht mal ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Die Alterstufen 0, 6, 10, 14 und 18 wären beim heutigen Stand der Dinge wesentlich realistischer.

    Aber da bei beiden Systemen (aus was für Gründen auch immer) trotzdem immer wieder fragwürdige Entscheidungen getroffen werden, ist es eigentlich auch egal...

  • Rebel With A Cause: Zum Tod von Dennis Hopper (17.05.1936 - 29.05.2010)

    Als der Krebs kam, begrüßte Dennis Hopper ihn, wie er alles und jeden begrüßte, was ihn nervte: mit ausgestrecktem Mittelfinger. Es ist nicht überliefert, wie er dem Tod, der ihn in der Nacht zum letzten Samstag (29. Mai) in seiner Villa in Los Angeles ereilte, gegenübertrat, aber man darf sich vorstellen, dass er ihm ein paar gepfefferte Worte entgegengeworfen hat.

    Simon Staake

    Ja, ich durfte den wahren D. Hopper in Blue Velvet kennen- und lieben lernen. Auch und vor allem Dank ihm ist dies mein Lieblingsfilm. Danke sehr und Rip.

    RIP Dennis!

    War einer der Unbequemen, und schon allein deshalb, für mich einer der Besten. Danke das auch Texas Chainsaw 2 Erwähnung findet. Dieser völlig unterschätzte Film wird ja gerne unterschlagen. Hoppers Tod - auch wenn absehbar - hat mich sehr bewegt. Mehr möchte ich gar nicht schreiben.

    Ein sehr schöner Nachruf, auf einen grandiosen Schauspieler. Danke dafür.

    Danke für all die wunderbaren Filme! Außer "Super Mario Bros."... ;)
    Rest in peace, Dennis!

    R.I.P. - Du warst klasse, Dennis ...

    Tschüss Dennis, und VIELEN DANK für Easy Rider. Wer schon mal gegen eine Wand von Holzköpfen gerannt ist, versteht diesen Film sehr gut.

  • Herzlichen Glückwunsch, Mumpitz-Praktizierende Alberne Ahnungslose (MPAA) - Eine Jubiläumsbilanz

    Bringt die Kerzen und den Champagner, Filmfreunde, denn seit nunmehr 40 Jahren beglückt uns das Ratings Board der "Motion Picture Association of America" (MPAA) nun mit intelligenten und nachvollziehbaren Bewertungen und Altersfreigaben, die oftmals über Wohl und Weh eines Films und seines minderjährigen Publikums entscheiden. Denn was liegt zwischen einem frisch zeugungsfähigen Jüngling und einem Paar nackter Brüste auf der Leinwand, außer der MPAA und ihrer Alterseinstufungen.

    Simon Staake
  • Schwarzer gegen grauer Panther

    Was das Duell zwischen Spike Lee und Clint Eastwood über Obamas neues Amerika sagt

    28.06.2008 - Im Rapjargon würde man sagen, sie haben beef miteinander, der in einem battle endet, in dem sich beide dissen. Und während einer Partei im verbalen Scharmützel der letzten Tage und Wochen, dem Afro-Amerikaner Spike Lee, diese Begriffe wohl etwas sagen werden, so wird der fast 80-jährige Jazzfan Clint Eastwood mit Sicherheit damit nichts anfangen können.

  • Sie küssen und sie schlagen uns

    03.09.2008 - Großartig! Überragend! Bombastisch! Das müssten so in etwa die Adjektive sein, die sich Deutschlands erfolgreichster Filmproduzent Bernd Eichinger samt seiner Firma Constantin Film für ihr neustes Megaprojekt "Der Baader-Meinhof-Komplex" wohl von Publikum und natürlich auch von den Journalisten wünschen. Um dem möglicherweise anders lautenden Echo von vorzeitig erscheinenden Filmkritiken oder anderen Formen von kritischer Berichterstattung vorzuwirken, scheint dem Verleiher mittlerweile jedes Mittel recht.

    Patrick Wellinski