USA

4
4/10

In den letzten Jahren stellte sich ja immer öfter eine Frage, zu der das Objekt selbst massiv beitrug. Die Preisfrage: Shyamalan - Schamane oder Scharlatan? Denn während sich der indisch-amerikanische Filmemacher selbst ganz eindeutig als ersteres identifiziert, sehen Publikum, Kritiker und auch Branchenmitarbeiter ihn zunehmend als letzteres.

8
8/10

„Here comes the Story of the Hurricane...“ verkündete Bob Dylan 1975 in seinem Song über den unschuldig verurteilten und 22 Jahre zu Unrecht im Gefängnis sitzenden Rubin „Hurricane“ Carter. Nun kommt die Verfilmung der wahren Geschichte in die Kinos; eine Geschichte, die – hätte sie nicht das Leben selbst geschrieben – kein Drehbuchautor dramatischer hätte gestalten können.

5
5/10

Molly (Kate Hudson) und Carl (Matt Dillon) sind frisch verheiratet und können es kaum erwarten, ihr eigenes Heim zu beziehen. Das Junggesellenleben ist für Carl damit vorbei. Lange Kneipenabende mit den Kumpels sind nun tabu, die Porno-Sammlung verschwindet in der Garage und die Karriere wird in der Immobilien-Firma von Mollys Vater (Michael Douglas) angeschoben. Letzterer kann sich nur schwer von seiner Tochter trennen - und lässt das seinen ungeliebten Schwiegersohn spüren, indem er diesen mit absurden Projekten der Lächerlichkeit preisgibt.

6
6/10

In diesem Film geht es um gescheiterte Kommunikation. Sagt man so. Man könnte auch denken, es geht um lauter merkwürdige Leute und deren Merkwürdigkeiten. Aber bitte sehr. Wer kann hier also nicht mit wem? Kommunizieren, halt. Da wäre der Schuhverkäufer Richard (John Hawkes), der nach der Trennung von seiner Frau seinen beiden Kindern Peter (Miles Thompson) und Robby (Brandon Ratcliff) ratlos und wie ein Fremder gegenübersteht.

7
7/10

Das Grundprinzip ist ein Klassiker im alteingesessenen Genre des nervenaufreibenden Horrorthrillers: Zehn einander völlig fremde Personen versammeln sich - scheinbar zufällig - am selben Ort, und als einer nach dem anderen einen gewaltsamen Tod findet, beginnt die Suche nach Täter und Motiv - jeder ist verdächtig. Agatha Christie lieferte mit ihrem Krimi "Zehn kleine Negerlein" die historische Vorlage dieses immer wieder gern zitierten Motivs, und es ist kein Zufall, dass sich der diesjährige Eröffnungsfilm des Fantasy Filmfests an solch klassischem Vorbild orientiert.

8
8/10

Im Jahr 1951 veröffentlichte J.D. Salinger seinen Roman "Der Fänger im Roggen", dessen Hauptfigur Holden Caulfield seitdem als Personifizierung des von der Welt desillusionierten Teenagers gilt. So manch tragischer Held der Literatur oder des Kinos wandelte in der Zwischenzeit in den Fußstapfen Holdens und teilte seine ziellose Frustration und Wut gegen all die heuchlerischen und leeren Menschen um ihn herum.

6
6/10

Allen halt. Mehr bräuchte man zu diesem Film eigentlich nicht sagen. Da steht der kleine zerknitterte Prototyp-New Yorker im Trenchcoat und mit Bogart-Hut, becirct unverständlicherweise mal wieder die schönsten Damen Hollywoods durch sein hilfloses Gestammel und das alles in einer Kulisse der 40er-Jahre zu wunderbarer Jazzmusik. Allen halt.

4
4/10

"Im Dutzend Billiger" war eine ganz bezaubernde und sehr altmodische Komödie aus den frühen fünfziger Jahren, die schon viel zu lange nicht mehr hierzulande im Fernsehen gezeigt wurde. Darin gab Clifton Webb das Oberhaupt einer Familie mit zwölf Kindern und sorgte mit seinem strengen Regiment sowohl für Ordnung als auch für Herzenswärme. Am traurigen Ende des Films starb der Vater und ließ die Familie in der Obhut seiner Frau zurück, die dann in der ebenso gelungenen Fortsetzung mit dem hübschen deutschen Titel "Im Dutzend heiratsfähig" ihren Mann stand.

5
5/10

Hatte die amerikanische Filmindustrie in den ersten Tagen nach dem 11. September noch jeglicher Gewaltdarstellung in Filmen abgeschworen und wollte fortan nur noch nettes Familienkino produzieren, wurden die Damen und Herren in Hollywood schnell eines Besseren belehrt: die Umsatzstatistiken der Videotheken zeigten eindeutig, dass die Nachfrage nach Action- und Kriegsfilmen in den Wochen nach dem Anschlag so hoch war wie noch nie zuvor. Also ließ man sich nicht lumpen und verlegte die Starttermine einiger bis dahin als "problematisch'' eingestufter Filme sogar nach vorne.

7
7/10

Fast fünfzehn Jahre ist es bereits her, als Starregisseur Ron Howard mit "Backdraft" ein aufwändiges Spektakel ablieferte, welches die tapferen Feuerwehrleute zum ersten Mal in den absoluten Mittelpunkt eines großen Hollywoodfilms stellte. Und damit wäre zu dem Thema dann eigentlich auch schon alles gesagt gewesen, wenn nicht seit einem gewissen 11. September der Blick auf diese Menschen, zumindest in den USA, ein ganz anderer geworden wäre.