Drama

9
9/10

"Blue Valentine" gehörte zu den gefeierten Höhepunkten des letztjährigen Sundance Filmfestivals, und erwies sich als eine gewisse "Back to the roots"-Frischzellenkur für dieses Mekka des amerikanischen Independent-Films, das in den letzten Jahren drohte, in seinen selbst gezimmerten Klischees zu erstarren. Vom inzwischen typischen "Sundance Movie", einer tragikomischen Geschichte über eine dysfunktionale Familie voller skurriler Gestalten (siehe z.B.

5
5/10

Nur von außen betrachtet führt Mike Flaherty (Paul Giamatti) ein recht erfolgreiches und zufriedenes Leben. Denn den Familienvater bedrücken finanzielle Sorgen, da seine Anwaltskanzlei nicht mehr gut läuft. Auch seine ehrenamtliche Tätigkeit als Trainer eines Ringer-Teams wird nur selten mit Erfolgserlebnissen in Form von Siegen belohnt und als der frustrierte Mike eines Tages beim Joggen zusammenbricht, ist das ein klares Zeichen dafür zu lange die Probleme verdrängt zu haben.

6
6/10
Kurz nach dem Tod seines Vaters lernt der Künstler Oliver (Ewan McGregor) die französische Schauspielerin Anna (Mélanie Laurent) kennen und lieben. Doch die frische Beziehung gestaltet sich schwieriger als sie es eigentlich sein müsste, da Oliver mit sich selbst nicht so ganz im Reinen ist. Ihn beschäftigt der kürzliche Tod seines Vaters (Christopher Plummer) und vor allem die Zeit, die diesem Ereignis vorausging.
6
6/10

Der Australier Peter Weir ("Der Club der toten Dichter", "Die Truman Show") wurde für seine herausragende Regiearbeit schon vier Mal für den Oscar nominiert. Mit seinen Filmen lässt er sich viel Zeit - nur 13 Filme brachte er in 36 Jahren in die Kinos.

8
8/10

Eines vorneweg: Wer echtes Interesse am Berufsalltag und dem Schrecken vs. Faszination-Faktor des Lebens von Kriegsfotografen hat, der sollte sich statt dieses Films lieber die herausragende Dokumentation "War Photographer" über den berühmtesten aller Krisengebietsfotojournalisten James Nachtwey angucken. "Bang Bang Club" ist in erster Linie ein Spielfilm und folgt dementsprechend auch den gängigen Mechanismen. Actionszenen, Lovestory, Dramaturgie.

6
6/10

Die akutesten Momente der großen Banken- und Wirtschaftskrise mögen vorbei sein, die Auswirkungen sind es eindeutig nicht. "The Company Men" ist dabei nicht nur ein Film zur Krise, sondern allgemein zur Lage des amerikanischen Wirtschaftssystems, in dem Anteilseigner um Renditeprozente feilschen und kämpfen, zumeist auf dem Rücken ihrer Mitarbeiter. Um solch einen Kampf geht es auch hier.

5
5/10

Im Vorfeld des Kinostarts von "Wir sind was wir sind" liest man, dieser Film leiste für das Kannibalismus-Genre das, was "So finster die Nacht" für das Vampir-Genre geleistet habe. Und so ganz fern liegt ein Vergleich mit der schwedischen Arthouse-Perle aus dem Jahr 2008 sicher nicht, sind es doch beides Filme, in denen es nicht primär darum geht (gehen soll), dass ihre Protagonisten eben Vampire, beziehungsweise Kannibalen sind.

7
7/10
Gut 15 Jahre ist es inzwischen her, dass Jodie Foster zuletzt hinter der Kamera als Regisseurin aktiv war. Die Vorlage für ihre dritte Regiearbeit liefert nun mit der "Der Biber" ein Drehbuch, das seit Jahren als einer der besten noch nicht verfilmten Stoffe Hollywoods galt. Bei Foster schien das Skript in guten Händen zu sein, ihre Entscheidung, Mel Gibson für die Hauptrolle zu verpflichten, dürfte jedoch zunächst einiges Kopfschütteln ausgelöst haben.
6
6/10

Hans Steinbichler hat mit "Das Blaue vom Himmel" ein historisches Familiendrama geschaffen, das familiäre und politische Geschichte anhand einer Mutter-Tochter Beziehung verknüpft. Die erfolgreiche Journalistin Sofia (Juliane Köhler) wird plötzlich mit der eigenen Familienvergangenheit konfrontiert, während sie dabei ist, über das aktuelle Geschehen der Wendejahre in Osteuropa zu berichten.

3
3/10

Mit "Naokos Lächeln" wagt sich der vietnamesische Regisseur und Drehbuchautor Tran Anh Hùng an die Verfilmung eines japanischen Bestsellers - und scheitert. Zugegeben, optisch ist sein Film über weite Strecken ein richtiger Leckerbissen geworden. Aber mit der Tiefgründigkeit, welche die poetischen Bilder suggerieren, kann die Handlung nicht einmal im Ansatz Schritt halten.