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Avengers: Endgame

Avengers: Endgame
comic-action , usa 2019
original
avengers: endgame
regie
anthony russo, joe russo
drehbuch
christopher markus, stephen mcfeely
cast
robert downey jr.,
chris evans,
scarlett johansson,
chris hemsworth,
paul rudd,
jeremy renner,
mark ruffalo, u.a.
spielzeit
181 Minuten
kinostart
24. April 2019
homepage
http://www.marvel.de
bewertung

8 von 10 Augen
Avengers: Endgame - Poster

We've come a long way, baby. Als die Marvel-Studios 2008 einen Testballon namens "Iron Man" auf die Leinwände der Welt losließen und einen fulminanten Überraschungs-Erfolg hinlegten, hätte wohl trotzdem kaum jemand (außer Kevin Feige) gedacht, dass sich daraus die erfolgreichste Film-Franchise in der Geschichte des Kinos entwickeln würde. Elf Jahre und 21 Filme später erreicht das Marvel Cinematic Universe mit "Avengers: Endgame" nun seinen vorläufigen Höhe- und Endpunkt. Und als solcher ist dieser Film eine definitiv würdige Angelegenheit. 

Avengers: Endgame"Endgame" ist die direkte Fortsetzung des letztjährigen Mega-Krachers "Avengers: Infinity War", der das fassungslose Kinopublikum ja mit dem so ziemlich größten denkbaren Cliffhanger hatte sitzen lassen (obligatorische Spoiler-Warnung, aber wer diesen "Spoiler" nicht eh schon kennt, braucht sich diesen Film eigentlich gar nicht ansehen). Denn der Titan Thanos hatte tatsächlich sein Ziel erreicht, alle sechs der sagenumwobenen Infinity-Steine an sich gebracht und schließlich mit einem einfachen Fingerschnipsen exakt die Hälfte aller Lebewesen im Universum einfach ausgelöscht. Vor den ungläubigen Augen der Zuschauer hatte sich am Ende von "Infinity War" dann auch ziemlich genau die Hälfte der über 21 Filme zusammengetragenen Superhelden-Riege des MCU in Staub aufgelöst. Unter den übrig Gebliebenen befindet sich indes praktischerweise die gesamte Original-Kernbesetzung der Avengers, namentlich "Iron Man" Tony Stark (Robert Downey jr.), Captain America (Chris Evans), "Black Widow" Natasha Romanoff (Scarlett Johansson), Thor (Chris Hemsworth), "Hulk" Bruce Banner (Mark Ruffalo) und "Hawkeye" Clint Barton (Jeremy Renner). Die finden sich nun auch sofort zusammen, um mithilfe der jüngsten, übermächtigen Addition im MCU namens Captain Marvel (Brie Larson) das Geschehene möglichst sofort wieder rückgängig zu machen. Der scheinbar einzig mögliche Weg dazu (Thanos finden, überwältigen, Infinity-Steine an sich bringen und - Schnips!) wird jedoch zum Fehlschlag. Und so müssen die Avengers die unfassbare und unabänderliche Realität akzeptieren und mit einer Welt klarkommen, die angesichts des Verlusts der Hälfte ihrer Bevölkerung zu einem ziemlich deprimierenden und kaum noch funktionalen Ort wird. 

Natürlich ist diese Realität dann doch nicht ganz so unabänderlich wie gedacht, sonst würde es diesen Film ja gar nicht geben. Doch bis die Avengers dann doch noch auf die zündende Idee kommen, wie sich das alles wieder geradebiegen ließe, wadet "Endgame" erstmal eine gute halbe Stunde in der allgemeinen Hoffnungslosigkeit der Situation. Das ist für Marvel-Verhältnisse schon eine recht bedrückende Angelegenheit, und wo man sonst selbst im größten Ernst der Lage immer noch Platz für einen lockeren Spruch und grandios eingestreute Gags gefunden hat, verkneift man sich das hier angemessenerweise für eine ganze Weile. Der Ton wird erst dann wieder etwas heller, wenn ein Hoffnungsschimmer am Horizont auch Anlass dafür gibt. Am deutlich gesetzteren Erzähltempo ändert allerdings auch das nicht sehr viel. 

"Endgame" ist mit 181 Minuten Laufzeit der mit deutlichem Abstand längste Marvel-Film, und steuert diese epische Länge auch sehenden Auges an. Er verdient sich seine Länge nicht mit Michael Bay-artig ausufernden Actionsequenzen oder einem scheinbar niemals enden wollenden Showdown. Tatsächlich fällt das große Schluss-Crescendo für einen Film dieser Größenordnung sogar erstaunlich kompakt aus. Nein, "Endgame" findet seine Länge, weil er sich bewusst Zeit lässt - Zeit mit all den Charakteren, die man so sorgsam über so viele Filme entwickelt hat, und denen man hier ganz bewusst ihre eigenen kleinen und großen Momente aufrichtigen emotionalen Tiefgangs gibt. Wir wollen hier gar nicht ins Detail gehen, denn der Filmverleih hat explizit darum gebeten, keine der zentralen Wendungen des Films zu spoilern, und erstaunlicherweise haben auch die Trailer zu "Endgame" nicht den Hauch eines Hinweises darauf vermittelt, wie der Plan der Avengers - der immerhin bereits nach gut 50 von 181 Filmminuten klar ist - genau aussieht. Nur soviel: Das zentrale Plotvehikel von "Avengers: Endgame" macht es möglich, das gesamte bisherige Marvel-Universum in seiner ganzen Bandbreite in einen Film zu kondensieren und all seinen zentralen Helden bedeutsame persönliche Momente zu geben. 

Dies dominiert vor allem den breiten Mittelteil des Films, und wie stimmig und immer wieder emotional berührend dies alles von statten geht ist ein Anzeichen dafür, wie wohl sich die Darsteller in ihren Figuren fühlen, die sie hier teilweise bereits im neunten Film spielen, als auch wie sicher und liebevoll die Führung eben dieser Figuren sowohl durch die Drehbuchautoren als auch durch das Regie-Brüderduo Anthony und Joe Russo geschieht. Avengers: EndgameDie Russos durften ja seit dem zweiten Captain America-Film mit "Civil War" und eben "Infinity War" die zentralen Ensemble-Werke des MCU verantworten. Es ist spürbar, wie sehr "Endgame" für sie alle ein Herzensprojekt war, auch im Wissen, dass hier ein sehr großes Kapitel zu Ende geht. Verständlich, dass man sich da seine Zeit lassen will. 

Nur, es ist vielleicht etwas zu viel des Guten. Dies ist nicht mehr als ein milder Kritikpunkt, denn "Endgame" ist für jeden Freund der bisherigen Marvel-Filme (und wer ist das nicht) von Anfang bis Ende ein Genuss. Doch es lässt sich nicht leugnen, dass der Film gerade im Mittelteil ein paar Längen entwickelt und er insgesamt weit von der atemberaubenden Spritzigkeit und dem stellenweise fast Screwball-artigen Tempo von "Infinity War" entfernt ist. Und natürlich gilt für "Endgame", dass er als eigenständiger Film quasi nicht funktionsfähig ist. Als große Schlussnote und Kulmination des bisherigen MCU ist der Film sicher nahezu perfekt - oder zumindest so gut, wie er nur hätte werden können. Als für sich allein stehendes Kino-Erlebnis waren jedoch diverse seiner 21 Vorgänger definitiv stärker und aufregender. (Und bevor jetzt die Kommentare losgehen, warum er dann trotzdem dieselbe Wertung wie "Infinity War" bekommt - verschiedene Autoren, verschiedene Sichtweisen: der Schreiber dieser Zeilen hier hätte "Infinity War" mit neun Augen bewertet, und hat zumindest darüber nachgedacht, für "Endgame" auch 'nur' sieben zu vergeben)

Avengers: EndgameEs bleibt jedoch dabei, dass man nach elf Jahren MCU keine (oder nur sehr wenige) der 181 Minuten mit all diesen liebgewonnenen Helden missen möchte, und es "Endgame" auch nicht krumm nehmen mag, wenn er sich am Schluss besonders viel Zeit lässt, um den hier anstehenden Abschieden ihren wohlverdienten Raum zu geben. Denn hier geht tatsächlich eine Ära zu Ende - so deutlich, dass "Endgame" als wirklicher Schlusspunkt des MCU absolut angemessen und passend wäre. Natürlich ist das hier nicht wirklich das Ende. Da sind die Logik des Marktes und die Interessen der Aktionäre der Walt Disney Company vor. Für die nächsten drei Jahre stehen bereits Starttermine für zehn weitere (größtenteils noch nicht näher definierte) Marvel-Filme fest, und es ist auch bereits bekannt, dass man mehrere der hiesigen Helden-Riege in ihren eigenen TV-Serien auf dem demnächst startenden Streaming-Dienst von Disney wiedersehen wird. Trotzdem schließt sich mit "Endgame" ein großes Kapitel Kinogeschichte, und man kann zum Ende dieser Ära nur sehr zufrieden konstatieren: Schön war's. Sehr, sehr schön. 

Frank-Michael Helmke

Ich gebe ja zu der Film hatte

10

Ich gebe ja zu der Film hatte Logik-Fehler, besonders "Spoiler Achtung!" wegen der Zeitachse, hier gab es für mich zu viele Logik-Fehler. Aber hey was soll es, den noch ist es für mich das High Light des MCU geworden.

Mir hat der Film viel Spaß und auch Tränen bereitet!

Lange bin ich nicht mehr so

8

Lange bin ich nicht mehr so befriedigt und auch bewegt aus dem Kino gegangen.
Der Anfang zieht einen sofort mitten ins Geschehen. Als dann der großartig platzierte Song "Dear Mr Fantasy" von Traffic ertönte, hatte ich bereits alles um mich herum vergessen.
"Endgame" ist tatsächlich ein perfektes Ende für die derzeitige Phase im MCU.
Gleich eine ganze Reihe von Gänsehautmomenten (Spoiler: der "Hammer"-Moment dürfte wohl für viele DIE Szene des Films gewesen sein), beeindruckende Gesichts-CGI und eine super Mischung aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit sorgen für gute Stimmung und ein rundes Erlebnis.
Ausserdem werde ich mir jetzt definitiv einen Audi kaufen. Also alles richtig gemacht.

Das erste was mir in den Sinn

7

Das erste was mir in den Sinn kam nach dem Abspann waren die Worte "Dienst nach Vorschrift" ... es war kein schlechter Film aber auch kein richtig Guter. Dafür fehlt ihm (wie der ganzen Reihe) die besondere Cineastische Finesse. Es ist und bleibt eben nur eine -fast- sinnentleere Comic-Adaption. Ich glaube auch nicht das er sich in die Großen der Filmgeschichte einreihen wird. Wohl eher wegen den Schauwerten und dem Einspielergebnis.Also: Alles irgendwie spektakulär, alles lustig und bunt. Aber Alles irgendwie auch total unwichtig. *schulterzuck*

Episch. Vielleicht eine

8

Episch. Vielleicht eine Nummer zu episch. Voller origineller Überraschungen, die den Spaß aber auch teilweise etwas trüben können (Thor ist zum Beispiel für den ein oder anderen Lacher gut, aber zu welchem Preis?). Ein fantastischer Abschluss mit kleinen Längen und ziemlich düsterer Grundstimmung, aber nahezu perfekt. Ach ja, das 3D ist übrigens hervorragend.

Nachtrag ; Das man als

10

Nachtrag ; Das man als Neuling den Film nicht versteht und für Dumm bezeichnet und noch dazu kein Fan von Superhelden ist kann ich verstehen. Man muss schon ein Fan von Marvel und DC sein um zu wissen worum es geht. Ich kann auch nicht in ein Manga Film gehen ohne das Genre zu kennen um ihn dann zu Kritisieren. Leute die es eh schwer haben mit dem Superhelden Genre, sollten sich eh solche Art von Filmen nicht anschauen!!! Daneben sei denen die die restlichen MCU Filme nicht kennen, nahe gelegt sich vorher diese anzuschauen, damit man auch in der Lage ist die Handlung des Filmes zu verstehen, da sie für mich im Nachhinein gesehen schlüssig sind. Wer dies nicht begreift der sollte sich ein paar YouTube Clips anschauen die diese angeblichen Logikfehler gut erklären, was mir im Nachhinein auch half.

Daher ist dies für mich der BESTE Superhelden Film den es je gab, wird schwer sein diesen je zu Toppen, besonders von DC ;) Es war eine Geniale Idee von Marvel ein MCU aufzubauen und hiermit den Abschluss dieses zu zeigen. Wobei ich nicht ganz glaube das das MCU nun ganz tot ist, weil ja noch weitere Superhelden Filme folgen werden die wiederum in diesem MCU Universum ihre Heimat haben. Wie man weiß Sterben Comic Helden so gut wie nie, da es immer wieder weitere Universen gibt in denen Sie weiter leben ;) Sonst würde es heute keine Comics mehr geben.

Einfach alles an dem Film ist

3

Einfach alles an dem Film ist mediocre. Ein Marvel Film halt. Action-Sequenzen mit Null Spannung, einfach hingeklatscht.
Wer Filme liebt und sich selbst Cineast nennt, gibt Avengers niemals mehr als 6 Punkte. Stanley Kubrick würde im Strahl kotzen, wenn er Marvel-Filme schauen müsste.

Zur Info, Herr Frank-Michael Helmke. Sie haben "Training Day" zB nur 7 Punkte gegeben....Und Sicario hat auf der Seite auch nur 8 Punkte... Aber Avengers-Endgame 8 Punkte??? Man muss ja die Marvel-Mainstream-Fanbois besänftigen...

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