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Last Christmas

Last Christmas
romantische komödie , großbritannien/usa 2019
original
last christmas
regie
paul feig
cast
emilia clarke,
michelle yeoh,
emma thompson,
henry goulding, u.a.
spielzeit
103 Minuten
kinostart
14. November 2019
bewertung

5 von 10 Augen
KURZ KOMMENTIERT

Es ist schon eine ziemlich gewagte Idee, aus dem Song von George Michael bzw. dessen früherer Gruppe „Wham!“ einen kompletten Spielfilm zu machen. Es sei denn man hält die Klagelaute all derjenigen, die beim ersten Erklingen von „Last Christmas“ in der Vorweihnachtszeit zusammenzucken, für reine Koketterie um nicht zugeben zu müssen, dass man dem süßlichen Popliedchen auch schon lange verfallen ist. Wer sich vom Filmtitel nicht abschrecken lässt, den erwartet aber im Endeffekt nicht mehr als eine romantische Komödie nach bekanntem Muster. 

Kate (Emilia Clarke) lebt schon seit einiger Zeit ziellos in den Tag hinein und ist ein Paradebeispiel an Unzuverlässigkeit, Nicht nur für ihre Familie, sondern vor allem auch für ihre Chefin Santa (Michelle Yeoh), die einen – je nach Betrachtungsweise – zauberhaft ausgestatteten oder auch unerträglich kitschigen Laden für Weihnachtsbedarf betreibt. So richtig Freude bereitet Kate der Job im Weihnachtselfenkostüm zwar nicht, aber ihre Castings für Musical-Rollen verlaufen halt stets erfolglos. Das ändert sich aber zumindest im Bereich Beziehungen, als sie eines Tages den zwar etwas schrägen, aber liebenswerten Tom (Henry Goulding) kennenlernt, der sie sogar zu Veränderungen in ihrem Leben motiviert. Tom wirkt fast zu perfekt um wahr sein zu können, doch Kate verbindet mit diesem Mann tatsächlich eine ganz besondere Beziehung.

So groß ist die Rolle des seit 1984 in Dauerschleife rotierenden Songs im Film dann doch nicht ausgefallen, auch wenn eine wörtlich daraus entnommene Zeile am Ende für die entscheidende Wendung der Geschichte sorgt. Die allerdings weder damit noch an diversen anderen Stellen überzeugen kann, vor allem nicht in Sachen Glaubwürdigkeit. Allerdings ist der Soundtrack tatsächlich komplett aus George Michael-Songs zusammengestellt, die an diversen Stellen mal mehr und mal weniger passend und ab und zu regelrecht mit der (textlichen) Brechstange eingespielt werden.

Wer aber durchaus begeistern kann ist Emila Clarke, denn obwohl dieser als Drachenmutter in „Game of Thrones“ gern nachgesagt wurde, dass ihre schauspielerischen Fähigkeiten für so eine Über-Rolle nicht ausreichen würden, ist sie keinesfalls talentfrei. Und vielleicht in romantischen Komödien auch am besten besetzt, denn schon in „ Ein ganzes halbes Jahr“ glänzte sie mit natürlichem Charme, und den kann man hier auch ihrer Kate selbst in den Szenen, in denen diese sich eher asozial verhält, nicht absprechen. Doch die Läuterung ist in diesem Genre natürlich obligatorisch, und wenn dafür eine aufgesetzte Nebenhandlung um ein Obdachlosenheim herhalten muss. Letztlich ist die Zielgruppe für diesen Film also klar umrissen: Freunde romantischer Liebesgeschichten, die auch vor weihnachtlichem Kitsch und Britpop aus den 80er/90er-Jahren nicht zurückschrecken kommen auf ihre Kosten.

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Volker Robrahn

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