Matthias' Oscar History

In unserer Oscar-Reihe treffen wir heute auf einen Klassiker der Weltliteratur und einen der besten Schauspieler der Filmgeschichte. Warum Charles Laughton der Verfilmung des Victor Hugo Klassikers “Die Elenden“ aus dem Jahre 1935 so gut tut klärt unsere heutige Rezension.
Komm mit ins Abenteuerland – unter dieser Prämisse begleiten wir in “Bengali“ heute Gary Cooper und die britischen Kolonialtruppen bei ihrem Fronteinsatz in Indien. Politisch korrekt läuft das nicht gerade ab, ein richtig starker Film kommt am Ende aber trotzdem heraus.
Nominiert in der Kategorie “Bester Film“ bei den Academy Awards 1936 war “David Copperfield“ damals bereits die vierte (uns heute bekannte) Verfilmung des berühmten Literaturklassikers von Charles Dickens. Für eine goldene Statue reichte es zwar nicht, für einen unterhaltsamen Abend selbst knapp 100 Jahre später dagegen schon.
Zum zweiten Mal in unserer Oscar-Reihe treffen wir auf Regielegende John Ford. Und zum zweiten Mal nicht in dem Genre (Western), für das er später so berühmt werden sollte. Das enorme Regietalent Fords zeigt das Drama “Der Verräter“ aber trotzdem – auch wenn ein flaches Drehbuch für ordentlich Frust sorgt.
Ihren ersten Auftritt in unserer Oscar-Reihe hatten wir noch groß gefeiert, zum Startschuss der 8. Academy Awards im Jahre 1936 werden wir von Katharine Hepburns Leistung in “Alice Adams“ aber leider etwas enttäuscht. Dazu blicken wir noch auf den missglückten Versuch der Academy, ein wenig Basisdemokratie in ihren Nominierungsprozess zu integrieren.
Auch Hollywood war das Aufkommen des Nationalsozialismus Anfang der 1930er Jahre nicht entgangen. Doch die Macher des Dramas “Die Rothschilds“ hätten sich wohl nie träumen lassen, dass der darin angeprangerte Judenhass sich schon bald als erschreckender Vorbote für eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte entpuppen würde.
Viele dürften die Geschichte von “Imitation of Life“ mit der von Regielegende Douglas Sirk inszenierten Filmversion aus dem Jahre 1959 verbinden. Dabei ist die heute von uns diskutierte Version von 1934 mindestens genauso faszinierend und sorgt für jede Menge Gesprächsstoff zum Thema Rassismus.