Filmtipp

Ketchuprote Haare sind wirklich schick. Das beweist die attraktive Lola (Franka Potente) uns in diesem Film eindrucksvoll. Aber ketchuprote Haare sind auch furchtbar unpraktisch.
"Filmemacher versuchen, all die glamourösen Dinge des Gangsterlebens in anderthalb Stunden zu pressen. Deswegen bleibt da dann kein Raum mehr für die realen Sachen.
Seid nett zu Oma. Schließlich kann es gut sein, dass sie morgen schon die Welt retten muss, vor allem, wenn plötzlich die Außerirdischen vor der Tür stehen. Diese tiefschürfende, auch ein bisschen überraschende Moral schenkt uns Tim Burton als absurdes Ende seiner Invasionsfilm-Parodie "Mars Attacks!".
Rassenkonflikte sind nach wie vor eines der größten sozialen Probleme in den USA. Diese Konflikte entstehen vor allem aus den katastrophalen Verhältnissen, in denen die meisten ethnischen Minderheiten im Land leben. Die Schwarzen sind da nur ein Beispiel für, wenn sie auch die größte Minderheit darstellen. Abgegrenzt von den „weißen“ Stadtzentren leben sie in eigenen Ghettos mit wenig bis keinen Aufstiegschancen, und werden so fast zwangsläufig in einen Teufelskreis des Verbrechens hineingerissen, in dem man nicht lange überleben kann.
1990 war das Jahr der Gangster und ihrer Filme. In "Goodfellas" eiferten Robert DeNiro und Joe Pesci inmitten ihres brutalen, desillusionierenden Ambientes um das Prädikat skrupellosester Gangster und wurden auf halber Strecke von Ray Liotta überholt. In "Der Pate III" kehrte Al Pacino als Michael Corleone zurück und führte Andy Garcia in die romantisch-tragische Welt der Mafia ein.
Filme entsprechen nicht der Realität. Dies ist eine der grundlegendsten Wahrheiten dieses Mediums, die man manchmal gerne verdrängen möchte, aber nie wirklich vergißt. Einer der Gründe dafür ist, daß den Leuten im Film viel zu viele interessante Dinge passieren, ohne daß der Zuschauer tatsächlich glauben würde, daß sich dies alles in Wirklichkeit so zutragen könnte.
Ein wirklich fürchterlicher Film. Kunststoffeier von Herrn Kunststoffmeier und der kleinen Schwester, die seit Ewigkeiten ihr Plastikbonbon zutzelt, das Ganze vorgetragen auf einer verqualmten Betriebsfeier vor ein paar Dutzend gelangweilten Angestellten, werden zum künstlerischen Trauma der nebenbei tanzenden Diplompsychologin Margarethe Tietze (Evelyn Hamann), die es sowieso schon schwer genug hat im Leben.
Die Neunziger sind das Jahrzehnt des Independent Films. Jedes Jahr schaffen es zwei bis drei von den ganz Kleinen, bei den ganz Großen mitzuspielen. Und wer das geschafft hat, der zählt dann selbst zu den ganz Großen. Es ist schon fast eine Tradition, daß pro Jahr hoffnungsvolle junge Filmemacher zum plötzlichen Aufstieg gelangen. Einer der ersten „Aufsteiger“ dieser Art war allerdings alles andere als jung.
„They never come back“ sagt man gerne über Künstler (seien es nun Schauspieler, Musiker oder was auch immer), die, bei Kritik und Publikum in Ungnade gefallen, zurücktreten mußten aus dem gigantischen Spotlight, das die Schönen, Erfolgreichen und Wohlhabenden über den einfachen Pöbel erhebt. Diese Showbiz-Weisheit wird hin und wieder ad absurdum geführt, wenn eine vermeintlich in der Versenkung verschwundene Person die Rückkehr ins Rampenlicht schafft.
Vor drei Jahren begeisterte uns Wayne Kramer mit "The Cooler", einem charmanten und gleichzeitig recht interessant aufgemachten Indiefilm, der magischen Realismus mal anders interpretierte. Figuren mit übernatürlicher Gabe und eine zarte Liebesgeschichte als Magie-Teil, kompromisslose Gewalt und glaubwürdige Sexszenen als Realismus-Teil.