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Training Day

Training Day
crime-thriller , usa 2001
original
training day
regie
antoine fuqua
drehbuch
david ayer
cast
denzel washington,
ethan hawke,
scott glenn,
eva mendes, u.a.
spielzeit
122 Minuten
kinostart
6. Dezember 2001
homepage
http://trainingday.warnerbros.com/
bewertung

7 von 10 Augen
Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, dass das wahre Können eines Schauspielers erst dann bewiesen ist, wenn er einen überzeugenden Bösewicht abgegeben hat (ob Tom Hanks das jemals schaffen wird?). In "Training Day" ist es erstmals an Denzel Washington, seine Bad Boy-Qualitäten unter Beweis zu stellen, und er verwandelt dieses Pflichtprogramm in eine großartige Kür.
Der Oscar-Preiträger (bester Nebendarsteller für "Glory" 1989) glänzt hier als Alonzo Harris, dicke Nummer im Drogendezernat der Polizei von Los Angeles. Der junge, aufstrebende Cop Jake Hoyt (Ethan Hawke) hat um die Versetzung in Harris' Gruppe gebeten, weil er hofft, dort schnell Karriere machen zu können. Auf die sehr unkonventionellen Methoden seines neuen Chefs war er indes nicht vorbereitet: Ins Revier begibt sich Harris eigentlich nie, sein Büro ist ein konfiszierter "Low Rider"-Cadillac, und ohne seine gut versteckte Polizeimarke könnte man ihn locker für einen Dealer halten. Das hat System, sagt Harris. Anders kannst du auf der Straße nicht überleben. Einen Tag Zeit hat Hoyt, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen, um in Harris' Mannschaft aufgenommen zu werden. Doch die Herausforderungen sind nicht von Pappe.
"Ein Drogenpolizist muss die Drogen kennen. Weise nie etwas zurück, wenn dir was angeboten wird, sonst fliegst du sofort auf." Mit dieser Argumentation nötigt Harris seinen Neuling schon vor dem Mittagessen zu ein paar kräftigen Zügen aus der Hasch-Pfeife, und das Zeug war mit PCP versetzt.
Der toughe Brocken hat seine ganz eigene Auffassung von Rechtsprechung: Kleinkonsumenten macht man ordentlich Angst, damit sie nicht wiederkommen, zwei Beinahe-Vergewaltiger werden zünftig zusammengeschlagen, um ihre Lektion zu lernen. Verhaftungen sind relativ überflüssig und halten nur auf. Hoyt, von den knallharten Methoden erst einmal schockiert, gibt sich alle Mühe, am Ball zu bleiben und die Gesetze der Straße zu lernen, wie Harris sie predigt. Doch wo ist die Grenze erreicht? Unterschlagung von Beweismitteln? Gefälschte Untersuchungsbefehle? Hinrichtungen in Selbstjustiz?

"Training Day" ist kein Film, der einen ernsthaften Beitrag zur Diskussion um richtiges oder falsches Vorgehen der Polizei leisten will. Es ist der grandiosen Vorstellung Denzel Washingtons anzurechnen, dass man seine Predigten der Straßenjustiz eine zeitlang ebenso für voll nimmt wie Nachwuchs-Bulle Hoyt. Es ist indes klar, wohin der Plot treibt, und dass es am Ende keine ambivalente Entscheidung zwischen richtig und falsch geben wird. Das ist ein bisschen schade, denn die Möglichkeit zu einer zwiespältigen Abhandlung über das Für und Wider von Law & Order war hier durchaus gegeben. Letztlich lag dies aber wohl nicht im Interesse von Regisseur Antoine Fuqua ("Replacement Killers"), der doch lieber auf das sichere Pferd gesetzt hat und einen einwandfreien, abe