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Anything Else
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| Name: klar Email: logo Bewertung: (- von 10 Digital Eyes) "Faszinierende Frauen" - ja nee, is klar... |
| Name: The Insider Email: insider@filmwelt.de Bewertung: (- von 10 Digital Eyes) Protest zu zweierlei Altmeistern: Richtig gute Filme macht Allen schon lange nicht mehr (Protest I), und da braucht man dann nicht anzweifeln, ob Jason Biggs am längst verglühten „Allen-Olymp“ firmieren darf. Zumal man in den USA interessanterweise versuchte, in den Werbekampagnen den Namen Woody Allen klein zu halten bzw. verschwinden zu lassen, denn mittlerweile sind Allen-Filme Kassengift und man hoffte wohl auf ein Teil des Teeniepublikums, das Biggs sich erworben hat. Auf jeden Fall ist die Wahl von Biggsals Hauptdarsteller nicht gar so absurd, denn Allen ist mittlerweile viel zu alt, um noch glaubhaft den attraktiven Liebhaber zu geben (das ging schon beim Jade-Skorpion gründlich daneben...) Dementsprechend ist es auch ein wenig zu spät für die allgemeine Anerkennung und Bewunderung für Allen, die er nicht verspielen soll. Das hat er nämlich schon. Anders liegt der Fall bei Orson Welles (Protest II), dem fallengelassenen Wunderkind, der bereits nach seinem zweiten Film in Hollywood in Ungnade gefallen war und sich davon nie wieder erholte. Welles hatte keine Chance, alt sich unter Wert zu verkaufen. Schmock hat er schon ab den 1940er Jahren gedreht, um einen Lebensunterhalt zu haben und – sofern möglich – noch mal ambitionierte Projekte zu finanzieren („Touch of Evil“ natürlich, oder „F for Fake“). Denn nur von Anerkennung und Bewunderung für „Citizen Kane“ kann auch kein Mensch leben. Auch wenn sie wohlverdient ist. |
| Name: logon Email: logon Bewertung: Kultszene ist für mich eher die am Schluß: der Disput mit zwei Straßenpolizisten für die Auschwitz wohl doch nicht viel mehr war als ein Themenpark - wie Allen das bringt ist bewundernswert und eine neue Facette. Die Bemerkungen über Gewalt und Judentum sind der Part wo Allen nicht mehr sich selbst zitiert, sondern neue Themen bringt - verstörende. |
| Name: Gabriele Breder Email: mailmila@gmx.de Bewertung: Ein später Komischer „Anything Else“ soll also ein schlechter Allen sein. Komisch. Da muss ich wohl in einen anderen Film gesehen haben. Mir ist selten ein gleichermaßen witziger, zynischer, böser, unversöhnlicher und unter die Haut gehender Allen begegnet als in diesem Film, und dass obwohl auch dieser Film Slapstick-Motive verwendet. Aber eins nach dem anderen. Hier wurde so viel miteinander vermischt, dass ich mich erst einmal damit beschäftigen möchte, alles aufzudröseln. Zunächst die Schauspieler. Woody Allen, der mit fast Siebzig nun wirklich nicht mehr den Liebhaber spielen konnte, den er noch im Jade-Skorpion einigermaßen meisterte, hat seine Paraderolle an einen jungen Mann abgegeben, der zumindest keine Brille trägt, nämlich Jason Biggs. Vielleicht habe ich das Glück nicht zu wissen, welche filmischen Exzesse sich dieser Schauspieler vorher geleistet hat, in diesem Film hatte ich an seinem Spiel nichts auszusetzen, offenbar holt Woody Allen als Regisseur doch immer wieder das Menschenmöglichste aus seinen Darstellern heraus. Und machen wir uns nichts vor, ein allzu guter Schauspieler mit breiter Palette an Mimik und Gestik war er schließlich selbst nie. Seine ihm angestammte Rolle aufzugeben, muss allerdings für Allen schon ein gewaltiger Schritt gewesen sein. Aber es war ein wichtiger Schritt, der ihm neue Möglichkeiten eröffnen könnte. Und Danny DeVito? Ganz offensichtlich hat Allen den diversen Kollegen, die ihm in seiner Komikerlaufbahn unterkamen, noch immer einiges abzugewinnen. Von Broadway Danny Rose bis hin zu dem nervigen Komiker, der einst "Fleisch" brauchte, Sie wissen schon, scheint es in dieser Branche kaum eine Figur zu geben, die so sehr überzogen ist, dass sie nicht real sein könnte, auch wenn es schmerzt. Aber dies leitet uns zu den Themen und Charakteren über, mit denen sich Allen hier beschäftigt, es sind, wie sollte es uns verwundern, auch nach über fünfunddreißig Jahren immer noch die gleichen. Nehmen wir irgendeinen von Woody Allens Filmen, mal abgesehen von den "frühen komischen", dann finden wir darin einige mehr oder weniger gescheiterte Existenzen, einige verschrobene Liebhaber, einige sich ihres eigenen Körpers und Geistes unsichere Frauen, einige den niemals endenden Antisemitismus beklagende Stimmen und einige Menschen, die ihre Bestimmung suchen. Auch werden sie von immer den gleichen eher als hohl beschriebenen und als durchschaubar abqualifizierten Randfiguren garniert. Auch die Motive wiederholen sich, von sexueller Frustration über Drogenmissbrauch bis hin zu Gewalt. All das, das kann niemand abstreiten, trifft auf diesen Film zu. Und das ist nicht etwas geklaut, wie man vielleicht annehmen könnte, sondern, wie es sich ganz leicht an einer Vielzahl der Filme nachweisen lässt, wieder eine andere Facette der alten Muster und Bilder. Das genau macht doch die Woody Allen-Filme so einmalig, dass sie, einer wie der andere, die gleichen oder zumindest ähnliche Aussagen, Themen und Charaktere transportieren, aber eben nicht kopiert sondern schattiert. Während andere Regisseure, Drehbuchautoren oder Schriftsteller immer wieder neue Dinge in einen gleichen Zusammenhang stellen, bringt Allen, gemäß dem Gesetz seiner Komik, immer wieder die gleichen Dinge in einen anderen, scheinbar unpassenden Zusammenhang. Sicher, nach jedem Film mag man sich fragen, welche Facetten denn noch übrig sein könnten, die er nicht schon beleuchtet hat, aber wenn man in diesem Film die Realisierung des am Ende von Annie Hall ("Stadtneurotiker" kann ich einfach nicht schlucken) skizzierten Stücks mit jungen Dramatikern sehen kann, wenn Allen hier wirklich den Sprung wagte, diese Fiktion neu aufzugreifen, dann ist es ihm gelungen, eine völlig neue Facette zu finden, die Geschichte von dem einen gebeutelten Künstler und seiner bezaubernd durchgeistigten und unsicheren Frau noch einmal zu erzählen. Und damit wären auch die Hauptdarsteller gewissermaßen ideal besetzt. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Wenn Riccis Rolle eine neue Version von Annie Hall sein soll, dann wäre Stockard Channings Charakter eine neue Version von Holly, vielleicht noch ergänzt durch deren Mutter. Na und? Es gab bereits Dutzende dieser Figuren in Allens Werk, und sie ergänzen sich alle. Vollständig, zu erkennen besonders in "Deconstructing Harry", werden sie wohl niemals, es sei denn Allen ließe es irgendwann zu. Neu ist allerdings eine schonungslose Radikalität, die jeden Humor vermissen lässt, vertreten durch Allens Altersrolle als anarchistischer Schullehrer. Und hier wird von ihm, offenbar von vielen unbemerkt, sehr wohl eine Position zur aktuell-politischen Lage vorgestellt, wenn er diesen Lehrer sagen lässt, dass alle Welt immer glaube, dass die Juden am Krieg Schuld seien. Genau hier scheint meines Erachtens wirklich Allens Wandel vollzogen zu sein. Des Altmeisters Worte biegen sich eben nicht mehr ganz so gut. Und nun bleibt mir nur noch, in den Raum zu stellen: Was ist überhaupt ein schlechter Woody Allen? Die hier vorgestellten Kritiken beantworten diese Frage jedenfalls nicht. Und Anything Else? Das ist meines Erachtens eben einfach nur ein später Komischer - mit einigen „zerlegenden“ Elementen. P.S. Die Bemerkung über Orson Wells in der ersten Kritik ist meines Erachtens eine unangemessene und hier auch völlig deplazierte, weil dem Wortsinne nach indiskutable Beleidigung dieses großen Mannes. Aber wer respektlos ist, zeigt zum Glück nichts als seine eigene Schwäche. |
| Name: Minzer Email: egal Bewertung: Also ich kann mit Frau Plumeyer eigentlich nur in einem Punkt übereinstimmen: Dieser Film ist besser, als vieles Andere, was ich in letzter Zeit gesehen habe (Zitat: Trotz aller Kritik muss man aber sagen, dass ein schlechter Woody Allen-Film immer noch besser ist als vieles andere, was sonst im Kino läuft.). Einen Vergleich zu anderen Woody Allen Filmen habe ich nicht - brauche ich auch nicht. Die Kritik an Jason Biggs kann ich genausowenig nachvollziehen, wie das Lob an Stockard Channing. Auch wenn American Pie für mich niveauloseste "Unterhaltung" darstellt (und zwar alle Teile), würde ich nicht sagen, dass dies dem Spiel von Jason Biggs anzulasten ist. Klar: Danni Devito nervt, aber ich denke, das soll er in dieser Rolle - genau wie Stockard Channing auch! Stimmt: Oft fehlt zu den Aussagen des David Dobel der Bezug zur Handlung, aber die aktuelle Situation in Israel wäre hier genauso deplaziert! Mein Fazit: Verglichen mit dem vielen Schrott der vergangenen Wochen ein durchaus unterhaltsamer Film, der mich einige Male schmunzeln liess! |
| Name: Daniel B Email: jamaica_groove@hotmail.com Bewertung: Genialer film . jason biggs als woody allen in jung ist genial auch christina ricci spielt eine hervorragende rolle. wer diesen film als schlecht einstuft ist entweder primitiv oder hat keinen humor. der film ist nicht so gut wie die alten filme, jedocj ist dieser auch einfach nur spitze. Erstmals wird woody allen politisch und vollbgringt so mit ein kinohighlight der spitzenklasse Fazit : GENIAL !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! |
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