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Die Geisha

Die Geisha
historien-drama , usa 2005
original
memoirs of a geisha
regie
rob marshall
drehbuch
robin swicord, doug wright
cast
zhang ziyi,
ken watanabe,
michelle yeoh,
koji yakusho,
li gong, u.a.
spielzeit
145 Minuten
kinostart
19. Januar 2006
homepage
bewertung

5 von 10 Augen

Die Verfilmung des Bestsellers "Die Geisha" des amerikanischen Autors Arthur Golden von Rob Marshall ("Chicago") ist zwar wunderschön anzuschauen, zeigt aber einen Orient, den es so nie gab: Willkommen in Geishaland, dem Asien-Themenpark Hollywoods, in dem Chinesinnen Japanerinnen spielen, der hohe Preis für die zwangsverkaufte Jungfräulichkeit ein Grund zum Feiern ist und man als kleines Mädchen Eis von Fremden annimmt, in die man sich sofort unsterblich verliebt.

1929 wird die Fischertochter Chiyo mit ihrer Schwester zusammen von ihren Eltern verkauft. Während Chiyo in einem Geisha-Haus in Kyoto landet, trifft es ihre Schwester übler: Sie landet gleich im Puff. Chiyo muss niedere Tätigkeiten verrichten, bis man herausfindet, dass sie das Zeug zu einer Geisha hat und fortan in den schönen Künsten ausgebildet wird. Schon als Kind trifft sie den Vorsitzenden (Ken Watanabe, "Der letzte Samurai", "Batman Begins" als der Mann mit dem Eis), den sie fortan unsterblich lieben wird und für den sie nun Geisha werden will. Immer angefeindet von der schönen Hatsumomo (Li Gong, "2046") muss Chiyo einiges ertragen, bis sie schließlich zu Sayuri (Ziyi Zhang, "House of Flying Daggers", "Hero", "Tiger & Dragon") wird, der begehrtesten Geisha von Kyoto.

Die Besetzung von zentralen Geisha-Frauenrollen mit chinesischen Schauspielerinnen sorgte an mehreren Fronten für Ärger. Dabei ist es eigentlich nicht neu, dass Hollywood Schauspieler anderer Herkunft als ihre Rollen besetzt (zum Beispiel Omar Sharif in "Dr. Schiwago" oder Ralph Fiennes in "Schindlers Liste"). Doch die Besetzung dieses stolz mit seiner "All-Asian Cast" vermarkteten Japan-Märchens macht manche Japaner wütend darüber, dass "ihre" Geishas von Chinesinnen gespielt werden, während auf der anderen Seite die Chinesen ihre Schauspielerinnen dafür beschimpfen, dass sie sich für den ehemaligen Kriegsfeind Japan ausnutzen lassen. So ist die Premiere des Films in China auch erst einmal auf unbekannte Zeit verschoben worden.
Angesichts des seit Jahren hochkochenden Nationalismus in Japan und China sind diese Reaktionen nicht verwunderlich. Doch auch auf westlicher Seite gibt es Kritik, ob diese Besetzung nicht rassistisch sei, weil impliziert werde, dass alle "Schlitzaugen" ja eigentlich gleich aussehen.

Die Schauspieler sind alle hervorragend, da gibt es nichts auszusetzen, doch eindimensionale Charaktere sind nicht unbedingt die anspruchsvollsten Herausforderungen. Sayuri ist das Aschenputtel, Hatsumomo eine böse Hexe, der Vorsitzende ist ein schöner Prinz und Mameha (Michelle Yeoh, "Tiger & Dragon") eine gute Fee. Man kann diese Liste mit den übrigen Charakteren weiterführen, vom Quasimodo (Nobu) bis zum Frosch (Dr. Crab) wird man noch einiges finden. Da ist es plötzlich nicht mehr verwunderlich, dass Aschenputtels/Sayuris beste Freundin "Kürbis" heißt. Bei Frauenkämpfen und Vortanzen sieht man aber doch einige schöne Schauspielmomente, bei denen die Damen zeigen können, dass sie mehr sind als nur Anziehpuppen.
Auch die Bilder von Kameramann Dion Beebe ("Chicago") sind sehenswert. Dieser verklärte Blick auf japanische Traditionen ist zumindest visuell ein Genuss. Besonders der Tanz von Sayuri ist in großartigen Bildern eingefangen, doch auch regennassen Straßen verleiht Beebe Atmosphäre. Die Kamera erinnert hier an die Epen der großen Hollywoodzeit, und Größe erreicht auch die wunderbare Musik, für die John Williams den Golden Globe einheimste.
Zusammen mit den schönen Frauen, Bildern, Kostümen, der prächtigen Ausstattung und den großen (wenn auch eher märchenhaft-überzeichneten) Gefühlen ist "Die Geisha" somit kein schlechter Film - wenn auch manchmal gepflegte Langeweile herrscht.

Arthur Goldens Buch "Die Geisha" kann man pseudorealistisch nennen, weil der Autor am Anfang einen Übersetzer erfindet, der die "wahre Geschichte" der Sayuri aufzeichnet und erst am Ende auflöst, dass er sie sich komplett ausgedacht hat - dafür aber behauptet, dass die von ihm erschaffene Welt realistisch ist. Doch dafür gab es schon bald nach der Veröffentlichung Schelte. Die von ihm während der Recherche interviewte ehemalige Geiko (Geisha ist ein eher negativ besetzter Begriff, den die Damen nicht verwenden würden) Mineko Iwasaki verklagte ihn wegen Vertragsbruchs, weil er ihren Namen in der Danksagung als Quelle erwähnte und ihre Erfahrungen und Erinnerungen negativ umgedichtet hatte. So wurde laut Iwasaki nicht nur ihre Jungfräulichkeit nicht versteigert, sondern existierte auch dieser Brauch überhaupt nicht in ihrer Provinz. Mag dies jetzt auch spitzfindig sein, so zeigt es doch, dass der Roman vorgibt etwas zu sein, was er nicht ist: authentisch.

Da ist es eigentlich ein Fortschritt, dass Rob Marshall den Film gleich als Fabel bezeichnet und diesen Pseudorealismus nicht unterschreibt. Doch stattdessen ist der Film noch märchenhafter als die Vorlage. Das Leben einer Geisha spielt sich in hübschen Dekorationen ab, in denen sie tanzen, musizieren und hübsch auszusehen übt und dabei nur durch die bösen Frauen um sie herum gefährdet ist. Dieser sicher-kuschelige Hafen mit gelegentlichen Ausbrüchen von Zickenterror ist so schön anzusehen, dass der Zuschauer kaum merkt, dass hier so ganz nebenbei Kinderverkauf durch die eigenen Eltern und Zwangsprostitution (wie sonst soll man die Versteigerung der Jungfräulichkeit nennen?) vorkommen.
Dramatisch überhöht und westlich-verklärt, ist "Die Geisha" mit Puccinis Oper "Madame Butterfly" oder der Musicalversion "Miss Saigon" zu vergleichen. Wer Lust auf ein exotisches Aschenputtelmärchen hat oder wem schöne Bilder, Kostüme und Musik genügen, wird diesen Film genießen. Kulturell an Japan Interessierte jedoch sollten schleunigst das Weite suchen.

Margarete Prowe

Außerdem, wenn ein Japaner selber diesen Film anschaut,
fühlt er sich sicher mit recht verarscht.
Für einen Japaner klingt das japanisch der Chinesen sehr,
ich sag mal "gefaked" an. Das ist ach der Nachteil wenn man
Chinesen für einen japanischen Film nimmt, nur weil die einfach
"billiger" sind.

Ich stimme Sunflower in "allen" punkten vollkommen zu.
Dennoch muss ich sagen: Ich finde den Film sehr gut! Warum?
Weil es meine eigene Meinung ist und ich werde mich hüten an Filmen wie diesen und jeglicher anderer Art Kritik zu üben denn es steht Laien wie uns nicht im geringsten zu das zu tuhen.
Ich kenne mich mit Musik aus da ich es studiere und kann nur sagen dass Jhon Williams einer der größten wenn nicht sogar "der" größte Komponist für Filmmusik ist. Er hat die Musik zu den größten Hollywooderfolgen geschrieben und ihn zu kritisieren ist mehr als Töricht. Ebenso sind die Produzenten und der Regiseur erfolgreiche und in ihrem Fach erfahrene Menschen. Ich denke nicht, dass diesen Menschen nicht auffällt wenn etwas nicht glaubwürdig oder authentisch ist. Jeder kann seine Meinung sagen, das ist vollkommen richtig, aber in einem angemessenem Ton. Und die, die meinen sie wüssten es besser, sollen doch bitte eine neue Version des Filmes veröffentlichen; vielleicht findet der ja mehr Zuspruch. Und Kira: Tu nicht so als hättest du die Weisheit mit Löffeln gegessen. Vielleicht findest du die Kimonos nicht schöne oder "billig" aber für einen Europäer sind sie sehr schön und er würde den Unterschied nicht merken (Ebenso wie Chiyo als Kind gedacht hat dass die Kimonos der Dienstmädchen schon die edelsten Gewänder überhaupt seien - das wüsstest du wenn du das Buch gelesen hast- also der Effekt ist auf jeden Fall da

>>xxxxxxxxx
Ja, sicherlich fuer einen Europaeer sind die Moechtegern-Kimonos
sehr schoen und er wuerde sicherlich den Unterschied(z.B den zwischen Geisha und Yujo) nicht merken.
Ja, sogar der ganze Film muss nem Europaeer oder nem Ammi gut gefallen.
Aber vergiss bzw. ignoriere die Tatsache nicht, dass der Film auch in Japan veroeffentlicht wurde und von vielen Japanern(nicht nur von Japsen wie ich, die von dir=xxxxxxxxxx aus gesehen vielleicht etwas rechts-gekurvt sind) als ne grosse Beleidigung und Verarschung verstanden wurde \(^o^)/

Wenn z.B. ein japanischer Typ nen Film produzieren wuerde, in dem:
-die Hauptfigur=ein "Deutscher", von nem Afrikaner gespielt wird
-die schwarzen "Deutschen" immer NAMASTE statt Hallo sprechen
-die "deutschen" Maenner alle Bierbauch haben
-die "Deutschen"(teilweise gespielt von Berner)alle Nazi-Uniformen tragen
-die ganze Zeit nur Wagners Musik gespielt wird
...ist dann der jap. Typ nicht ein Idiot und der Film ne Beleidigung?
Koennt ihr's aushalten? Anscheinend, ja! Wie ich von euren Eintraegen sehe(Lach

(^_^) Aber Ich liebe "Weiss""wurst", ne! Sie sind so dick und lang!
(>_<)...jedoch weich...(Schade!)

Ein sehr wunderbarer Film !
Ich selbst bin ein Japaner,und finde diesen Film einfach schön !

10

Ein sehr wunderbarer Film !
Er war mal Traurig, Mitfühlend und Spannend.
Dieser Film hat Wirklich die 3 Oscars verdient.
Pflicht für alle, die sie die Japanische Tradition Lieben&Interessieren!

7

Also zum Film: In meinen Augen ein tragisch schönes Märchen, dass leider nicht der realität entspricht.
Zang Ziyi hat eine der stärksten Rollen ihrer bisherigen Karriere in diesem Werk, jedoch verblassen die anderen Schauspieler sehr in ihrer Gegenwart.
Zum Vergleich mit den Deutschen: Komisch ist, dass die Deutschen es sehr gern haben ihre alten Uiformen im Kino zu sehen*leichtprovokant*, oder wie ist es zu erklären dass es so unheimlich viele Filme über das drite Reich gibt!?

Klar in einem von traditionen geprägten Land wie Japan mag es anstößig sein, die eigene Kultur so inszeniert zu sehen.Auf der der anderen Seite sollte man das Gesamtwerk betrachten und das ist in meine Augen sehr ansehlich.Beeindruckende Bilder, schöne Cinderella Darbietung, gekonnt cachierte Gesellschaftskritik(Zwangsprostitution,Menschenhandel), leider aus der Sicht eines Aussenstehenden.

7/10 nicht mehr. Nicht weniger.

PS: Hört auf euch zu streiten!

8

Am Tempel ist ein Gedicht mit dem Titel "Verlust" in den Stein gemeißelt. Es hat drei Worte. Aber der Dichter hat sie ausgekratzt.
Man kann "Verlust" nicht lesen nur empfinden.
Dazu zum Thema NUR schöne Bilder und schöne Musik. Ich glaube die FILMSZENE hat diese kurze aber unglauglich schöne Sätze nicht mal bemerkt weil die zu viel mit dem Thema "China und Japan" beschäftigt waren. In dem Film "Englische Patient" spielt Naveen Andrews einen Inder, ist aber ein Englische Bürger. Cinematographie ist eine große Kunst und braucht kein Nationalitätenstreit.
Zum Thema "Authentisch". Es mag VIELLEICHT sein dass in dem Film irgendetwas nicht so genau war wie in "Geisha Zeiten". Es ist auch nicht wichtig. Wichtig ist nur das Mädchen. Die viel Unfreundlichkeit erfuhr, ein Ziel hatte und stark genug war um ihr Ziel auch zu erreichen. Versetzt euch an ihre Stelle dann verstehen sie vielleicht wiso das Mädchen in den Mann verliebt war. Für mich war übrigens alles authentisch und den Film fand ich SUPER. Aber wenn für FILMSZENE etwas nicht authentisch ist dann sollte sie vielleicht eine BBC Doku reinziehen da ist bestimmt alles authentisch.

PS: Manche Kritiker graben viel zu tief.

8

Ein sehr guter Film.
Hab auch die Kritik von House of Flying Daggers gelesen, finde den Film auch Super.Die zwei Filme sind verschieden aber eine Sache haben sie gemeinsam. In Kritik von House of Flying Daggers wird nichts davon erwähnt wiso ausländische Schauspieler mit dabei sind. Takeshi Kaneshiro (Jin) z.B ist ein taiwanisch-japanischer Schauspieler. Da fand es Filmszene ganz OK aber bei Geisha nicht. Ich persönlich finde diese Sachen mit ausländischen Schauspielern besetzen ganz ok. Was ich nicht versehe wieso ein Film kritisiert wird und der andere nicht. Warscheinlich bildet die Filmszene nicht immer seine eigene Meinung sondern guckt bei den anderen einfach ab.

10

Man kann sich über manche Meinungen hier drin nur wundern.
Filme wie "die Geisha" werden nicht für so pingelige Fehlersucher gemacht, wie sie hier anscheinend zur Genüge vorhanden sind, sondern für Leute, die etwas sensibler und empfänglicher für- ich sag jetzt mal- Kunstfilme sind; wenn ich authentischeres Filmmaterial will, dann schau ich Phoenix oder sowas.

Nie war die Rede davon, dass die Geisha authentisch und wirklich geschehen ist- es ist eine (zwar unvollständig, aber sonst wäre sie zu lange und zu verwirrend für unsere i-Tüpfelchenreiter hier) Literaturverfilmung und fängt das Seelenleben der Hauptfigur wunderbar ein- so finde ich es zumindest.

Im Theater fragt schließlich auch niemand nach Authentizität, da würden manche Leute hier sich sicher überschlagen, weil moderne Bühnenbilder (wenn sie sie verstehen würden) ja so super sind, weil es ja mal was neues ist und so einen tollen Rahmen für die Handlung bietet- und alte Handlungen modern aufzuziehen ist ja sowas von innovativ- aber bei einem Film, der eine erfundene Handlung hat und ganz bewusst von Frisuren und Make- up her moderner aufgezogen wird, schlagen alle möchtegern intellektuellen die Hände zusammen, weil "das geht ja nicht!!!"
Am Besten schaut ihr euch gar nichts im Fernsehen an- ist ja eh nichts gut genug für euch!!! Und jeder, der über die Ausstattung des Filmes lästert, soll es mal besser machen und mir dann erklären, wieso er noch hier sitzt und nicht längst viel Geld verdient, weil er das ja soviel besser kann als alle anderen. Das ist nämlich klassisch: Maul aufreißen "Alles ist schlecht" aber selbst auch nicht besser sein! Solche Dampfplauderer sollten sich mal selbst an der Nase nehmen und nachdenken und nicht anderen die Freude über ein Stück Filmkunst rauben! Wenn ihr alles so ernst nehmt solltet ihr ganz schnell alle Unterhaltungsmedien möglichst weit weg räumen- weil das ist alles nicht authentisch!!!!!

Es geht ums Gefühl, nicht um so Kleinigkeiten! Aber anscheinend braucht ihr unbedingt was zum Kritisieren weil ihr sonst keine Aufmerksamkeit kriegt!

10 von 10 Augen- für ganz großartiges Kino mit Tränendrüsenfaktor.
2 kurzweilige Stunden, die Lust auf mehr machen.

9

Ich fand diesen Film einfach nur klasse!
Die Musik, die Handlung, die Atmosphäre es passt einfach alles!
Ich finde es wirklich gerechtfertigt das dieser Film mit 3 Oscars ausgezeichnet wurde.

Gut, über die Kimonos und über die Besetzung lässt sich streiten, trotzdem ist dieser Film einfach nur weiter zu empfehlen, und ich glaube, ich spreche hier für die Mehrheit.

PS: hört doch bitte auf euch über diesen Film und über "die billigen" Kimonos zu streiten und das dann alles mit fachspezifischen Weisheiten zu dokumentieren.
Jeder hat seine eigene Meinung über diesen Film und es ist auch gut so, dass nicht jeder den selben Geschmack hat. :D

10

Ich fand den Film super chichus augen sind super der echt sehenswert einer der besten filme die ich ja gesehen habe

10

Ich fand den Film sehr interesannt...
Ich habe ihn mir mit 11 angeschaut habe desswegen nicht alles genau verstanden...doch jetzt schon ...
Dieser film ist auch nicht geeignet für kleinere kinder...Die würden sich sowieso nur langweilen...

10

KONICHIWA Ich weiß nicht was ihr dagegen habt ja ok chinesen und japaner sin ganz unterschiedliche Völker euch hatt ja auch er Film gefallen also beschwert euch nicht seid doch mal froh das die Zhang Ziyi sich dafür presentiert hatt die ehre einer Geisha zu begut achten und Michelle Yeoh war auch super!

PS: Es ist vergeblich den Karren seidwerts zu halten! :)
Sayonara

9

Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Film das hält, was er verspricht - nämlich traumhaft schöne Bilder und eine völlig andere Welt, in die man eintauchen kann.
Ob diese Welt nun realistisch und detailgetreu ist, oder einfach nur wie ein Märchen wirkt, das man sehr gut inszeniert hat, ist da eigentlich nicht wichtig finde ich.
Immerhin wurde schon erwähnt, dass dieser Film keine Dokumentation ist, sondern ein Ergebnis Hollywoods und da sollte man seine Erwartungen schon ein wenig runterschrauben denke ich. Somit ist es auch kein Wunder, hier die doch recht typischen Hollywood-Klischees zu finden, welche jedoch gut ins Gesamtbild passen. 'Die Geisha' ist immerhin keine Dokumentation die zu über 100% korrekt sein will, sondern ein Film, der zum Träumen und Staunen einlasen soll wie ich finde. ;)
Und ich finde dass schafft der Film auch, wenn man es zulässt.
Die Leute die totale Japan-Experten oder selbst Japaner sind und sich den Film angucken, nur um all die Fehler zu sehen und ihn runterzumachen, finde ich dann doch recht... nett? Oder um es nicht so höflich auszudrücken - ziemlich besch....eiden.
Aber jedem seine Meinung, richtig?

Dennoch... Ich finde der Film ist sehr gut gemacht. Man hat sich Mühe damit gegeben und allein schon die Musik (ein Bekannter von mir meinte, bei 'Die Geisha' habe doch John Williams komponiert und allein deswegen müsse der Film schon gut sein ;D) ist ein Grund den Film zu sehen, denn sie ist wirklich schön.
Letztendlich muss ich dann nur noch sagen, dass der Film 'nur' 9 von 10 Augen erhält, weil ich ihn im gesamten zu 'perfekt' finde.
Wenn man die Story nicht so kritisch betrachtet, wie man andere, und sich wirklich zum Träumen und Staunen einladen lässt, dann finde ich, ist der Film und die Rolle der Sayuri vor allem, zu perfekt.
Da konnte das Buch bei mir mehr punkten, weil die liebe Sayuri da einfach menschlicher und weniger perfekt dargestellt wird wie ich finde.
Zudem hätte ich auch gerne japanische Darstellerinnen gesehen, was jedoch nicht heißen soll, dass ich mit der Besetzung unzufrieden bin - im Gegenteil. Ich finde Ziyi Zhang und Gong Li atemberaubend und großartig.

Also alles in allem sollte man sich den Film angucken, weil es sich lohnt.

9

Wenn die Filmszene-Tonis einen Film schlecht bewerten kann man davon ausgehen ,daß er sehr gut ist.

1

Die Besetzung:
Ich finde es absurd, einen Film zu drehen, der im alten Japan spielt und ihn mit hauptsächlich chinesischen Schauspielern, vorallem in den wichtigen Hauptrollen, zu besetzen.

Einzelne Szenen:
- in den vielen Szenen lassen Hatusmomo und auch teilweise andere Figuren ihre Kimonos auf dem Boden schleifen. Dies ist absolut undenkbar, wenn man daran weiß, dass Kimonos das Kostbarste sind, das Geishas besitzen - eine Geisha lässt ihre Kimonos niemals auf dem schmutzigen Boden schleifen.
- Hatsumomo ist schon am Anfang des Films eine Geisha - so wie auch ihre Freundin, mit der sie sich über Mamehas Kimono hermacht. Der Kopfschmuck der von beiden in dieser Szene getragen wird, ist eindeutig ein Kanzashi das alleine von Maikos benutzt wird.
- in vielen Szenen tragen die Geishas Kimonos mit langen Ärmeln - diese werden in der Realität aber ausschließlich von Maikos getragen.
- die Oka-san trägt zuweilen bunte Kimonos - für eine Frau in ihrem Alter unangebracht, in Realität würde dies nicht geschehen.
- Hatsumomo ist oft in ihrem Hauskimono zu sehen - der allerdings in einer Art und Weise gebunden ist, wie es in Japan nur bei zu bestattenden Leichnamen geschieht ... der Kragen ist links über rechts gebunden, statt anders herum.
- Hatsumomo raucht, während sie den Kimono angelegt bekommt. Absolut unvorstellbar - eine Geisha würde nie riskieren, ihren Kimono durch herunterfallende Asche zu beschädigen. Außerdem ist es mehr als unhöflich, in Gegenwart des Ankleiders zu rauchen.
- in einigen Szenen tragen Geishas Okobos (erste Begegnung des Präsidenten und Sayuri). Als der Präsident mit den Geishas davonschlendert, sieht man, dass sie Okobos tragen - in Realität ausgeschlossen! Okobos werden nur von Maikos getragen. Erklärung hierfür findet ihr in der Kategorie "Aussehen".
- San-san-kudo (Sayuri wird Mamehas jüngere Schwester) würde niemals im Freien stattfinden und ist um einiges komplizierter und förmlicher als im Film gezeigt.
- Sayuris Debut als Maiko: sie trägt einen bunten Kimono, während die anderen - Oka-san, Mameha und so weiter - einen schwarzen Kimono tragen. Es müsste genau andersherum sein. Die Maiko trägt zu ihrem Debut den typischen schwarzen Kimono, mit den Familienwappen der Okiya. Ihre One-san, die ältere Schwester ebenfalls, da sie mit der Maiko im Mittelpunkt steht - sie führt sie schließlich in die Gesellschaft ein.
- der erste Tanz den Sayuri im Teehaus aufführt, erinnert eher an das Jonglieren eines Clowns und hat mit echtem japanischen Tanz nichts zu tun. Die Fächer werden auch niemals mittels eines Fingers gedreht, so wie es manche Clowns mit Tellern tun. (Hatsumomo wiederholt dies sitzend neben den Gästen und erntet Beifall ... äh, hallo? )
- am Abend des Debut Sayuris als Maiko, sitzt Sayuri sofort alleine bei Gästen und schenkt ihnen ein, noch dazu plaudert sie fleißig drauflos und macht sich über Hatsumomo lustig. In Wahrheit sieht eine Maiko, gerade am Anfang, ihrer älteren Schwester lediglich zu. Schließlich heißt ihre Ausbildung wörtlich übersetzt: "Lernen durch Zusehen"!
In diesem Stadium - also als frisch debütierte Maiko - ist es unmöglich schon in einer derartigen Art und Weise auf Banketts zu sprechen. Und eine im Rang höhere Geisha zu beleidigen wäre höchstwahrscheinlich das Aus der Karriere der Maiko.
- die Szene des Miyako-Odori ist absolut schockierend. Es erinnert mich persönlich eher an ein chinesisches Moulin Rouge als an das echte Miyako Odori.
Das Make-up der Maikos erinnert an eine chinesische Oper - zu viel Pink im Gesicht.
Des weiteren ein absolut grober Fehler:
Sayuri ist Maiko - trotzdem tanzt sie bei ihrem ersten Miyako-Odori bereits einen Solotanz. Das ist unmöglich.
- nun zu Sayuris Tanz selbst:
mit traditionellem japanischen Tanz hat das absolut nichts zu tun! Es erinnert am Anfang an Kabuki, vorallem durch den Steg auf dem Sayuri hereinläuft. Diese Art Bühne kenne ich nur aus dem Kabuki. Die Anlehnung an Kabuki wäre ja noch akzeptabel gewesen. Was aber dann folgt, ist einfach nur modern interpretierter Tanz. Und dann die Schlussszene ... eine Maiko würde sich erstens nie in dieser Art auf dem Boden verbiegen. Zweitens wäre eine derartige Haltung in Yoga-Manier mit einem echten Kimono gar nicht möglich.
Alles in allem erinnert mich Miyako-Odori in diesem Film eher an einen chinesischen Zirkus: extrem pink-weißes Makeup, wie man es aus chinesischen Opern kennt, Fächer werden wie Teller auf dem Finger gedreht und Sayuri verbiegt sich wie es oft kleine Mädchen in chinesischen Artistikgruppen tun ... DAS japanischen Tanz zu nennen gleicht einer Beleidigung.

Das waren ein Auszüge aus der Webseite www.hanamachi.de ..... Alles was diese Person geschrieben hat ist korrekt. Dieser Film ist ein Fantasy-Film. Es ist von vorn bis hinten mit Fehlern bestickt.
ich wiederhole: ES WAREN AUSZÜGE! Daher gibt es noch ca. 3 Seiten voller Fehler die ich nicht hier aufgelistet habe. Wer diese wissen möchte schaut bitte auf der genannten Seite nach.

10

ich liebe diesen film er ist wunderschoen!!
ich finde ihn toll gemacht das nich alles so original ist wie is wirklich in japan ist oder es frueher war ist doch klar also botte diese kritik mit dem billig kimono na und man muss ja nicht nur fehler finden wollen!!! sondern den film das thema die handlung den hintergrund die geschichte geniessen!! wie die einst arme unbedeutende kleine chiyo von ungluck gequaelt spaeter nach viel leid endlich das bekommt was sie so lange begehrt, vermisst und gebraucht hat. wie sie endlich ihr leben geniessen kann!!

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