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Die Filmkunstmesse in Leipzig auch nur in einem Satz mit den großen A-Festivals in Berlin, Cannes oder Venedig zu nennen, grenzt schon an Größenwahn. Freut sich beispielsweise Berlinale-Chef Dieter Kosslick jährlich über mehrere hunderttausend Festival-Besucher, so sind es in der selbsternannten Heldenstadt um die 5000. Zudem hält sich das Interesse der lokalen Medien im überschaubaren Rahmen.
Am Anfang war das Licht. Und das Licht ward Bild. Und in ihm war das Leben. Am Ende des 19. Jahrhunderts, vor mittlerweile fast 120 Jahren, wird aus Nitrozellulose, Silbersalzen und Kalklicht das Kino geboren und das erste Mal gelingt es, fotografische Bilder durch die Illusion einer Bewegung zum Leben zu erwecken.
Vom 16. bis zum 27. Mai findet in Cannes an der Cote d'Azur zum 65. Mal das bedeutendste Filmfestival der Welt statt. Zum ersten Mal ist dieses Jahr auch Filmszene.de live vor Ort dabei. Unsere Redakteurin Margarete Semenowicz berichtet täglich von den interessantesten Filmen im Programm und den Impressionen rund um den roten Teppich.
Die Jury um Mike Leigh hat mit der italienischen Doku-Fiktion „Cesar must die“ von den Taviani-Brüdern einen unerwarteten Sieger gekürt. Doch etwas konservative Preisverteilung kann den positiven Gesamteindruck nicht schmälern. Dazu war die Qualität des Wettbewerbs viel zu hoch.
Die Löwen sind vergeben. Mutige Jury-Entscheidungen haben die Kritikerkollegen gespalten. Dennoch hat das vermutlich letzte Festival in der Marco Müller-Ära die hohen Erwartungen erfüllt. Das Beste was dem Festival passieren kann ist, dass Müller doch noch bleibt.
Sommer, Sonne, Kino: Zum 29. Mal fand in diesem Jahr vom 24. Juni bis zum 2. Juli das Filmfest München statt und knapp 70.000 Besucher ließen es sich auch dieses Mal nicht nehmen, in den teilnehmenden Kinos zumeist neue Filme aus aller Welt zu entdecken und zwischendurch das bayerische Sommerwetter zu genießen, um bei einem kalten Getränk ihrer Wahl leidenschaftlich über das Gesehene zu diskutieren.
Zeigte sich das Kurzfilmfestival 2009 zum 25. Geburtstag in voller Pracht mit herausragenden Filmen und dem filmhistorisch interessanten Länderschwerpunkt Rumänien, so verblasste das letztjährige Festival mit seinem Gastland Thailand schnell in der Erinnerung. 2011 jedoch gab es vom 07.06. bis zum 13.06.2011 in Hamburg keine bessere Party.
Drei Wochen nach dem größten europäischen Filmfestival für japanische Filmkunst, Nippon Connection in Frankfurt, hieß es auch in Hamburg "Yokosou!". Vom 25.-29. Mai 2011 konnten sich Freunde von Anime, Splatter und fernöstlichem Arthouse an 100 Produktionen laben, organisiert vom Verein Nihon Media e.V., wo ein Haufen Freiwilliger ehrenamtlich Urlaub, Nächte und Nerven für den Austausch zweier Kulturen opfert.