DVD: Cabin Fever

grotesker horror, usa 2002
original
cabin fever
regie
eli roth
drehbuch
eli roth, randy pearlstein
cast

rider strong,
jordan ladd,
james debello,
cerina vincent,
joey kern, u.a.

spielzeit 89 min.
dvd-start
09.03.2005

Plakat

 

 

"Cabin Fever", nach seinem Verleihversion-Debüt Anfang des Jahres nun von Sunfilm auch als schöne 2 Disc-Special Edition auf den Markt gebracht, liest sich auf dem Papier gänzlich wie ein komplett alter Hut: Fünf Teenager wollen ihren Schulabschluss so richtig zünftig feiern. Also mieten sie sich eine abgelegene Blockhütte für ein bierseliges Wochenende. Als jedoch ein kranker, mit einem mysteriösen Virus infizierter Jäger vor der Tür steht und sie um Hilfe bittet, nimmt der fröhliche Ausflug eine unschöne Wendung. Denn obwohl die Teens den Kranken verscheuchen, nistet sich der Virus bei ihnen ein, der seine Opfer bei lebendigem Leib auffrisst. Kein Wunder, dass bald neben den Nerven auch das erste Fleisch blank liegt ... und das ist erst der Anfang.

Zuallererst gilt es mal, Erwartungshaltungen zu revidieren. "Cabin Fever" ist trotz einiger extrem garstiger Szenen kein Horrorfilm, sondern eine tiefschwarze Komödie, so wie Peter Jacksons völlig überzogene ‚Splatstick'-Revue "Braindead" eine schwarze Komödie war. Eine mit Zombies und Eingeweiden. "Cabin Fever" ist ein Bastard aus Teenager-Sex-Posse und "Evil Dead"-Hommage, eine Ekelkomödie im Gewand des Horrorschockers, ein Gruselmixtape verschiedener verrückter Einfälle. Von denen funktionieren zugegebenermaßen nicht alle, aber doch der Großteil, und dadurch macht "Cabin Fever" richtig Laune und entwickelt einen enormen Unterhaltungswert.
Denn auch wenn Regisseur und Autor Eli Roth den Absurditäten so viel Raum lässt, dass "Cabin Fever" als reiner Horror- oder Spannungsfilm nicht funktioniert, so hat er genug gelungene Einfälle und Einzelszenen in der Hinterhand, um es nie langweilig werden zu lassen. Aus dem fleischfressenden Virus hätte man bei entsprechend ernsthafter Behandlung vermutlich tatsächlich einen richtig furchterregenden Schocker machen können, aber Roth reicht es schon, zwei wirklich erinnerungswürdige und auch recht derbe Momente (die Befummelungsszene - oder "fingerbang misfire", wie die Beteiligten das so schön nennen - und die Beine-rasieren-Szene) daraus zu spinnen, ansonsten wird der Film für allerlei Seitenabzweigungen genutzt.
Man kann sehr wohl sehen, dass Roth aus dem Dunstkreis des exzentrischen Mysterienmeisters David Lynch kommt, denn wie dieser lässt er schon mal Storystringenz links liegen, um eine improvisierte Szene hereinzunehmen oder eine narrative Abschweifung zu machen. Vom tiefschwarzen, auch merkwürdigen Humor mal ganz zu schweigen. Drum bringt Roth - nachdem sich nach etwa einer Stunde Laufzeit das Virus einigermaßen erschöpft hat - mal eben noch einen Killerhund, schießwütige Rednecks, einen verrückten Wildunfall und manch absurde Slapstickszene (der Mann mit der Mundharmonika ... Spiel mir das Lied vom Tod, fürwahr) mit hinein und den Film so über die Runden. Lynch-esk ist auch die Figur des Deputy Winston, die gänzlich aus einem anderen Film herübergewandert zu sein scheint. Und schließlich lieh Lynch Roth auch noch seinen Hauskomponisten Angelo Badalamenti aus, der drei typische Stücke beisteuert, von denen das schwelgerische "Red Dream" an "Laura Palmer's Theme" aus der Kultserie "Twin Peaks" erinnert und fast genau so großartig ist.
Bei all diesen netten Sachen stört es dann auch nicht so sehr, dass die Charaktere wie viele ihrer Vorgänger aus den gehuldigten Horrorfilmen aus den 1970er Jahren doch sehr eindimensional gezeichnet sind und auch die Darstellerleistungen eher mäßig ausfallen. Ganz und gar ausgezeichnet ist dagegen die Kameraarbeit von Scott Kevan, besonders wenn man bedenkt, dass dieser Low-Budget-Film in nur drei Wochen abgedreht wurde. Wie John Carpenter bei seinen Frühwerken schaffen Roth und Kevan es, diesen Film wie einen wesentlich teureren aussehen zu lassen, und vom technischen Standpunkt her verrät der Film nirgendwo seine günstige Herstellung.

Technisch weiß auch die Heimversion des Films vollauf zu überzeugen: Der Film erstrahlt in warmen, satten Farben, der 5.1-Mix bietet einige nette Räumlichkeitseffekte und das Bild liegt - anders als bei der Verleihversion - im Originalbreitbildformat (2,35:1) vor. Und auch die Bonussektion fängt schon auf DVD 1 ganz generös mit fünf (!) Audiokommentaren an, an denen jeweils auch der auf den DVDs omnipräsente (und immer enthusiastische) Regisseur und Autor Eli Roth beteiligt ist. Track eins bestreitet er im Alleingang, redet dabei u.a. darüber, wie schwierig es war, diesen Film zu machen und wie dies letztlich gelungen ist und weist auch auf die erwähnten vielfältigen Referenzen auf andere 1970er-Jahre-Klassiker des Horrorfilms hin. Auf den anderen vier Kommentarspuren wird er von seiner Besetzung und der Crew begleitet, und wenn Roth in seiner Funktion als Moderator seine Mitsprecher/innen erschöpft hat, ruft er noch mal flink Mami und Papi oder seinen alten Uni-Professor an, um diese zum Film zu befragen. Auch mal was anderes. Kurzum: Wer den Audiokommentar sein Lieblingsextra nennt, wird hier reichlich fündig.
Die Extras auf DVD 2 lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen, in nützliche Hintergrundinformationen und leidlich komische Witzbeiträge der Marke Insiderjoke. Zu letzterem darf man die "Familienversion von Cabin Fever" ebenso zählen wie die "Pancakes"-Musikvideos, in denen Matthew Helms alias Dennis, das Vokuhila-Karate-Kind aus der Hölle, synchron zu Songs wie "Gay Bar" zeigen darf, was er so an fernöstlicher Kampfkunst drauf hat. Bizarr ist noch das Beste, was einem dazu einfällt. Ebenfalls nicht mehr als ein müdes, auch ungläubiges Lächeln, ringt einem die "Naked News"-Featurette ab, in der ein wahlweise weiblicher oder männlicher Sprecher im Adamskostüm eine Kurzkritik zum Film herunterrasselt. Entschädigt wird man für solchen Nonsens mit einem sehr gelungenen 30-minütigen Making Of namens "Beneath the Skin", das - sobald die gegenseitigen Lobeshymnen der Darsteller erst mal ausgestanden sind - mit der Art von interessantem Hintergrundmaterial aufwartet, die einen erfreut.
Urkomisches Highlight ist das Kapitel über "Jake, den Killerhund", in dem die Schwierigkeiten auf der Suche nach einem furchteinflößenden Hund gezeigt werden, hatte man doch anfangs irrtümlich einen alten, dicken und absolut zutraulichen Kuschelhund engagiert, der nun niemandem Angst machte. Eli Roth hat auch nach den Audiokommentaren und dem Making Of noch nicht genug geplaudert, also gibt es noch ein 13-minütiges Interview mit ihm als Nachschlag obendrauf. Highlight der Boni sind aber drei Animationsfilme von Eli Roth, die die vulgären und gewalttätigen Abenteuer der britischen Band "Rotten Fruit" zeigen. Und diese animierten Früchte sind in der Tat freche Früchtchen, die irgendwo zwischen "South Park" und "Meet the Feebles" einpendeln. Wem der absurde schwarze Humor des Hauptfilms gefallen hat, der wird auch hier auf seine Kosten kommen.

Sowohl über den Film als auch die dazugehörige DVD lässt sich eins sagen: sie machen Spaß. "Cabin Fever" wird nicht die Welt verändern oder den Horrorfilm neu erfinden, aber er wird in nicht zu engen Genre-Grenzen denkenden Freunden des Blutigen, des Absurden und des wilden Ideenreichtums abseits von Hollywood einen enorm unterhaltsamen Heimkinoabend bescheren.


Bilder: Courtesy of Sunfilm Entertainment, Copyright 2002
S. Staake
 



Name: Kuerbs
Email: Hansolo@gmx.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Ein schöner Streifen für nen gruseligen Abend.



Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Ich nenne die verqueren Storyabweichungen "inkohärente" Storyline und die "tiefschwarze Komik" unfreiwillige Komik. Aber nun denn...



Name: nicole
Email: flush@gmx.at
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

der geilste film den es gibt!



Name: andy
Email: nix@web.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)


Statt Valium ist dieses "Machwerk" noch Notfalls zu gebrauchen, aber sonst?
Schlechte "Schauspieler", nicht vorhandene Story, keine Effekte, keine
Spannung. Man guckt diesen Film und hofft das die unglaublich
schlechten, unsympathischen "Schauspieler" so schnell und schmerzhaft
wie möglich das Zeitliche segnen und der Regisseur gleich mit!

Schlechtister Film seit langem!!



Name: Homer
Email: thehomer@gmx.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

"Cabin Fever" ist im Ganzen eindimensional (nicht allein die Charaktere) mit gleichzeitig sehr vorhersehbarer Story, noch dazu reichlich albern und im Ganzen ärgerlich. Das soll also eine (schwarze) Komödie sein? Wieso steht das nirgends auf dem DVD-Cover, dann hätte man vielleicht noch Verständnis für die eine oder andere Unsinnigkeit oder das dämliche Verhalten der Protagonisten? Was nützt es dem Zuschauer, wenn der Film trotz wenig Investition nicht wie ein Low-Budgetfilm aussieht, aber eben nicht nur am Geld, sondern auch an allem anderen kräftig gespart wurde? Mag ja sein, dass die Kameraarbeit ausgezeichnet ist, aber hätte man dem Film (den Akteuren) drei Wochen mehr zum Dreh genehmigt, hätten sie vielleicht nicht so eine 08/15-Nummer hingelegt (oder vielleicht immer noch, wer weiß). Und hätte man dem Drehbuchschreiber nicht nur einen Tag Zeit fürs Drehbuchschreiben gegeben, wäre da vielleicht auch noch was Brauchbares bei rausgekommen ... und so weiter. Für mich ist die Rezension zum Film an sich wirklich nicht nachvollziehbar, sorry!



Name: Tommy lee jones
Email: USSMissouri@hotmail.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Zu diesem film kann mann nur eins sagen er ist sinnlos und einfach nur krank was ist das für ein film ich kann ihn nicht einordnen ???!!!
Jedenfalls macht der film mir angst welcher vollidiot kommt auf so einen verdammten scheiss???
Anfangs dachte ich mein gott ist der film unblutig aber ab Karen in den schuppen gepserrt wurde und da langsam verrotete erst bauch dann beine dann gesicht innerhalb von 24 stunden ich glaube das ist der schlimmste tod von allen oder???
Anstatt mal hilfe zu holen geht jeder seinen eigenen weg und verschwindet kehrt dann doch wieder zurück und nicht nur das in einem laden an der straße ist ein behinderter kranker hässlicher junge der menschen als Essen betrachtet beisst ihm in die hand und die kranken bewohner der stadt machen nun jagd auf sie der eine wird von einer schaufel getroffen is tot der andere kriegt ne schrotflinte in den bauch und lebt noch aha ganz logisch der dritte ist zu dumm eine waffe aus einem halter zu holen und kriegt nen schraubenzieher ins ohr einfach nur pervers die schwule sau von jeff oder wie der heisst sieht seine nun noch schickere blondine die vom hund den arsch geleckt kriegt oder gegessen oder wie auch immer und knallt den schnuckligen hund ab danach sieht er seine freundin ins gesicht wie das nach 24 stunden hautvirus aussieht kann mann sich ja denken er hält das gewehr in der hand angewiedert vom gesicht nimmt er den spaten und haut genau 9 mal drauf anstatt einfach zu schiessen nun ist er auch angesteckt und verschwindet auf eine party kotzt ein paar leute an danach sieht er eine höhle wo ein mensch drinne liegt der hundeherr von Dr,mambo den süßen hund der auch n bisschen halb daherkommt und das wars macht kräftig sinn was?

Ausser den hund kann mann den rest der besetzung vergessen der spruch ist auch gut ne: "Wir werden alle sterben lass uns doch vorher nochmal n bisschen spaß haben"dann bemerkt die gute das sie ebenfalls infiziert ist und was macht mann dann ???
Natürlich mann greift zum lady shaver was besseres gibt es auch nicht danach geht sie raus um nach karen zu schauen die jedoch schon im halb tot ist dann kommt der hund anstatt wieder rein zu laufen und genau vor der haustür steht läuft sie den vierfachen weg zur scheune echt klug.
Ich weiss nicht was ich gemacht hätte wenn ich keine chance hätte würde ich versuchen auf ihn zuzulaufen richtig ausholen wenn er da ist so richtig kräftig treten und deshalb das ist nicht einer von vielen gründen nehme ich mir immer meine softair mit raus ne glock 33 mit <1,0 Joule ist zwar noch weit entfernt von der echten kraft (<450 joule) aber tut derbe weh damit kann mann einen blutig schiessen wenn ein hund kommt knallt mann ihn einfach ab und die waffe reicht für einen hund!!! Und zurück zum film was soll ich da noch schreiben ... holt ihn euch ruhig schwache gemüter sollten es lassen steht auf vielen filmen die ich ignoriert habe waren auch nicht heftig hier steht nix und der film macht mich immer noch fertig!!!

Scheiss Film!



Name: Filmfreak
Email: keine
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

"Cabin Fever" ist ein besonderer Horrorfilm, wenn nicht gar der beste Horrorfilm des Jahres 2004. Er kommt rabenschwarz, grotesk und blutig daher und bietet eine erstaunlich innovative Grundidee. Keine wahnsinnigen Killer,keine Kannibalen sind hier die Bedrohung.Nein-die Gefahr lauert nicht außen, sondern innen in Form eines tödlichen, hautzersetzenden Virus. Die herrlich schaurige Waldatmosphäre, tiefschwarzer Humor und zwei offensichtliche Referenzen an den Horrorklassiker"Night of the Living Dead" runden den Film zum gelungensten Spaß für Splatterfans seit langem ab. Fazit: 8 von 10 Augen



Name: Cheops
Email: ronald.schubert@nexgo.de
Bewertung:   ( von 10 Digital Eyes)

Mir ist schleiherhaft, wie man auf die Idee kommen kann, dieses grauenhafte Machwerk auch noch zu loben. Das ist kein Horror, Keine Komödie, sodern auf DVD gebrannte Langeweile. Die Ideen sind schlecht umgesetzt, die Schauspieler Laiendarsteller der Sorte GZSZ. Meine Wertung ist entsprechend und liegt bei 3/10!



Dein Kommentar zu diesem Film:
Name:
Email:
Bewertung: von 10 Augen