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| filmszene special: Interview mit den Hauptdarstellern von "Traumschiff Surprise - Periode 1" |
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Deutsche Comedy in völlig neuen Dimensionen - Als der "Schuh des Manitu" vor nunmehr drei Jahren auf die
deutschen Kinos zurollte war das alles noch hübsch überschaubar:
In die Pressevorführung verirrten sich nur die üblichen Verdächtigen
und Einzelinterviews mit den Darstellern waren auch recht einfach zu bekommen.
Mehr als 10 Millionen Zuschauer später und mit dem Prädikat
"erfolgreichster deutscher Film aller Zeiten" versehen sind
diese Zeiten vorbei. Der Hype um den Nachfolger "(T)Raumschiff Surprise"
erreicht hierzulande bisher ungeahnte Ausmaße, die Palette der Merchandiseartikel
ist bereits unüberschaubar und der Film selbst wurde bis drei Tage
vor Kinostart auch vor den Journalisten Michael "Bully" Herbig: Für mich ist es das erstemal, dass ich so was mache. Also stellen Sie bitte Ihre Fragen und wir werden sehen, was dabei herauskommt. Wobei ich die mir in den letzten Monaten ungefähr dreitausend Mal gestellte Frage gleich vorwegnehmen möchte, nämlich: Sag mal Bully, ist der Druck jetzt nicht wahnsinnig groß, den Erfolg wiederholen zu müssen? Meine Antwort: Nein, Druck hatte ich bei "Erkan und Stefan", meinem ersten Film und mit dem "Schuh des Manitu" wollte ich dann zumindest noch einen Zuschauer mehr ins Kino locken. Dass es dann mehr als 10 Millionen wurden war eigentlich unvorstellbar und es kann nicht mein Ziel sein das zu toppen. Eine Zuschauerzahl irgendwo zwischen dem ersten und zweiten Film wäre schön. Der Dritte muss also nicht mehr als der Zweite, sollte aber schon mehr als der erste haben. War das verständlich? Frage: Aber durch den großen Erfolg stand diesmal doch sicher mehr Geld zur Verfügung. Kann man da mal genaue Zahlen erfahren? Bully: Wir hatten etwas mehr als 10 Millionen Euro zur Verfügung und ich hoffe, das merkt man auch. Der Film soll ja nicht nur lustig sein sondern auch nach was aussehen. Das ist auch visuell schon ein richtiger Science-Fiction Film. Konnten Sie sich dadurch dann auch Til Schweiger leisten? Bully: Nein, Til ist nur dabei weil er so witzig ist.
Bully: Ja, über Til habe ich während der Dreharbeiten am allermeisten gelacht. Du bist wirklich wahnsinnig witzig, Til. Du weißt es nur nicht. Til Schweiger: Also, ich hatte schon große Lust da mitzumachen. Ich hab damals den "Schuh des Manitu" zum ersten Mal im Flieger gesehen und die Leute haben so gebrüllt und getrampelt, dass ich gedacht habe wir stürzen gleich ab. Bully: Ist er nicht zum Brüllen komisch? Til Schweiger: Ich hätte auch wirklich gerne eine von den Tucken gespielt, aber Bully wollte mich dann für eine ganz andere Rolle und hey, eine Figur mit dem Namen "Rock" kriegt man auch nicht oft angeboten. War es denn auch von vornherein klar, dass Sky Dumont wieder dabei sein würde? Bully: Da Skys Figur wohl die beliebteste überhaupt im "Manitu" war, wollte ich ihn natürlich gern wieder dabeihaben. Und so haben wir für ihn die Rolle des Herzog William geschaffen, der immer so furchtbar gelangweilt ist. Aber das konnten wir euch leider nicht zeigen, da der Film noch nicht ganz fertig ist. Sky du Mont: Das ist vielleicht ganz gut so, dann merkt wenigstens keiner, dass ich in Wirklichkeit gar nicht dabei bin.
Sky du Mont: Keine Sorge, ich brauche nur an das furchtbare Nasen Make-Up zu denken, um diese Dreharbeiten nie wieder zu vergessen. Anja Kling, wie wurden Sie denn als "die Neue" im Team aufgenommen? Anja Kling: Die Anderen kannten sich in der Tat schon, haben deshalb aber auch gleich alle an einem Strang gezogen. Und das hat sich dann auch auf die Neuen, also Til und mich, übertragen. Wobei ich an Bully bewundere, dass er immer gutgelaunt war und nie ausgerastet ist. Für einen Mann, der in Personalunion Hauptdarsteller, Autor und Regisseur ist eine tolle Leistung. Bully: A geh, Du bist süß! Haben Sie denn sonst überhaupt etwas für Science-Fiction übrig? Anja Kling: Ich finde zumindest die Idee der Zeitreisen faszinierend. Denn ich finde es sehr schade, dass ich nie erleben werde wie die Welt z.B. in 300 Jahren aussieht. Da würde ich schon gern mal gucken. Wie groß ist denn eigentlich die Witzdichte des neuen Films? Bully: Ich weiß nicht, ob ich die Frage richtig verstehe. Wollen Sie wissen, wie viele Gags der ganze Film hat oder wie? Rick Kavanian: Das kann ich besser beantworten: Der Film enthält eine durch die Mopsgeschwindigkeit hervorgerufene Witzkonzentration von 7,8 Gigagags pro Umdrehung, das heißt einen Brüllfaktor, der proportional entgegengesetzt zum Gähnbeschleuniger wirkt und damit eine Witzdichte, die annährend dreimal so hoch ist wie beim "Schuh des Manitu". Danke schön! Wozu Sie mit Ihren zwei Rollen als Schrotti und als Jens Maul ja auch Einiges beitragen. Rick Kavanian: Ha, es sind sogar drei Rollen, nur die dritte hat natürlich keiner erkannt. Verrate ich hier jetzt aber auch nicht. Bully, der Film enthält zahlreiche Anspielungen und Zitate in Richtung "Star Trek" und "Star Wars" und die Rechteinhaber sind da ja meist recht empfindlich. Haben Sie sich denn bei George Lucas und Co. vorher abgesichert? Bully: Oh Gott, nein! Hätte ich das etwa tun sollen? Oh weh, ich fürchte dann können wir den Film doch nicht rausbringen. Tut mir leid! Text und Bilder: V. Robrahn |