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Daffy Duck hat es
endgültig satt und fordert mehr Anerkennung als Schauspieler, denn während
er ständig Kopf und Bürzel riskiert, weil ihn zum Beispiel Elmer Fudd
während der Entensaison mit einer Flinte durch die Gegend jagt, knabbert
der allseits beliebte Bugs Bunny ab und zu mal an einer Möhre, bringt einen
coolen Spruch und erntet dafür den ganzen Applaus. Doch die Warner Brothers
zeigen sich uneinsichtig und feuern den verzweifelten Erpel ohne mit der
Wimper zu zucken. Vizechefin
Kate Houghton (Jenna Elfman) versucht daraufhin mit Unterstützung von
Wachmann DJ Drake (Brendan Fraser) Daffy abführen zu lassen, Bugs kommt
jedoch zur Hilfe und schon kurze Zeit später bilden die vier ein
unfreiwilliges Dream-Team.
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Als
der bitterböse Mr. Chairman vom ACME-Konzern (Steve Martin) kurz
danach DJs Vater Damian (Timothy Dalton) - einen weltberühmten Kinostar
und internationalen Spion - kidnappt,
um von diesem den Aufenthaltsort des mit magischen Kräften versehenen
Diamanten "Blue Monkey" (nicht "Pink Panther")
zu erfahren, treten die vier in Aktion.
Die Jagd nach dem blauen Geschmeide führt die Helden quer über den
Globus, in Metropolen wie Las Vegas und Paris, in Wüstengebiete
und undurchdringlichen Dschungel, durch die verschiedensten Kunstepochen,
in ein product-placement-technisch geschickt gesetztes Kaufhaus
und sogar ins Weltall. Natürlich begegnen sie dabei auch wieder
vielen alten Freunden und Feinden, wie dem Tasmanischen Teufel,
Tweety, Wile E. Coyote, dem Roadrunner u.v.a.
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Zunächst
ist erstaunlich, dass der Film handwerklich einiges zu wünschen
übrig lässt. Während sich rein computeranimierte Filme in den letzten
Jahren immer weiter entwickelt haben (siehe "Findet
Nemo"), scheint das spezielle Genre des Trick- und Realfilm-Mixes
stehen geblieben zu sein. Im Vergleich zu einem Film wie "Falsches
Spiel mit Roger Rabbit", der bereits vor 15 Jahren (!) das
Zeug zum Kult hatte, ist sogar ein Rückschritt zu beobachten. Am
besten gelungen ist sicher noch die Sequenz, in der die Zeichentrickhelden
im Louvre durch verschiedene Ölgemälde hüpfen und sich in ihrem
Aussehen dem Stil des jeweiligen Malers anpassen. In anderen Szenen
jedoch, wenn da z.B. Daffy vor Brendan Fraser flüchtet, scheint
man teilweise regelrecht die Trickfolie zu sehen, die nachträglich
über den Film gelegt wurde. Abgesehen davon werden in diesem Film
die legendären Cartoon-Figuren der Warner Brothers zu "normalen"
Darstellern degradiert und haben ihren besonderen Charme verloren.
So ist es symptomatisch, dass Steve Martin in seiner brillant gespielten
Rolle wesentlich "cartoonesker" wirkt, als Bugs und Daffy
zusammen.
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Dies ist
nur bedingt ein Film für Kinder, denn er ist ähnlich wie die Werke
aus dem Hause Abrahams/Zucker gespickt mit Anspielungen auf andere
Filme und Charaktere. Doch für Erwachsene, die das Zielpublikum
dieser Zitateflut sind, ist der Film wiederum schlicht und einfach
zu anspruchslos. Zwar hat man es geschafft, neben den Protagonisten
noch einige andere bekannte Darsteller dazu zu bringen (Heather
Locklear, Joan Cusack, Ron Perlman, der Wrestler Bill Goldberg und
zweidimensionale Scooby Doo-Charaktere, denn Hanna-Barbera gehört
jetzt ebenfalls zur großen Warner Brothers-Familie), die halten
indes eigentlich nur schnell ihr Gesicht in die Kamera, und so bewegen
sich einige Teile des Films trotzdem höchstens auf dem Niveau eines
durchschnittlichen TV-Films.
Die
"Looney Tunes" verkaufen sich in ihrem neusten Werk leider unter
Wert, sie bieten zwar wieder einiges zum Schmunzeln, doch große Lacher
bleiben aus.
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