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komödie,
usa/aus 2001 |
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original
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crocodile
dundee in l.a. |
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regie
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simon
wincer |
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drehbuch
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paul
hogan, m. berry, e. abrams |
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cast
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paul
hogan,
linda kozlowski,
jere burns,
paul rodriguez, u.a. |
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spielzeit
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88
min. |
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kinostart
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21.06.2001 |
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homepage
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bewertung
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(4/10 augen) |
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Dies ist der Film auf den wir alle jahrelang gewartet haben. Vergiß
"Tomb Raider" oder "Final Fantasy" und pfeif auf "Herr der Ringe",
fanboy, denn jetzt ist ER wieder da. Die Erinnerung wandert zurück,
weit weit zurück in die Vergangenheit, als man noch kaum groß genug
war, über den
Die Dundees: Paul Hogan und Linda
"Ich will mal schlanker" Kozlowski
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Kinotresen zu schauen und die ganze glückliche Familie ins Kino
pilgerte, um familienfreundliche Unterhaltung zusammen zu genießen.
1986 war das und "Crocodile Dundee" war einer der Filme, die den
Begriff "Überraschungserfolg" neu definierten (und gleichzeitig
die erfolgreichste Produktion aus "Down Under"). Frisch und spritzig
kam sie daher, die Geschichte um den gutmütigen Krokodiljäger Mick
"Crocodile" Dundee, der sich mit den Tücken der modernen Zivilisation
herumschlagen musste. Natürlich musste bei einem so gigantischen
Erfolg eine Fortsetzung folgen, aber als zwei Jahre später "Crocodile
Dundee 2" in die Kinos kam, hatte die Geschichte schon viel von
ihrem ursprünglichen Charme verloren und wirkte wie ein unbeholfener
Nachschlag, der offenbar nicht so wirklich wusste, was genau am
Original eigentlich so gut funktioniert hatte. Und nun, ganze dreizehn
(!) Jahre später eine erneute Fortsetzung:
Mick Dundee (Paul Hogan) lebt mit Dauerfreundin Sue (Linda Kozlowski)
und dem gemeinsamen Söhnchen Mickey (Serge Cockburn) friedlich im
australischen 20-Seelennest Walkabout Creek, aber die Zeichen der
Zeit gehen auch an ihm nicht spurlos vorbei: Krokodile fängt er
hauptsächlich zur Touristenbelustigung und mittlerweile legt ihn
auch das eine oder andere der Reptilien mächtig aufs Kreuz. Kein
"Got Milk?" Vater und Sohn Dundee
bewundern die lokalen Sehenswürdigkeiten
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schlechter Zeitpunkt für einen Tapetenwechsel also, zumal Sue kurzfristig
in der Los Angeles-Zentrale der Zeitung ihres Vaters einspringen
soll. Kaum in L.A. eingetroffen, machen Vater und Sohn erst mal
in Tourist, während Sue einer Geschichte nachspürt die sie zu dem
schmierigen Filmproduzenten Armon Rothman (Jere Burns) führt. Und
wo etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, da ist Mick Dundee mit
seinen unkonventionellen Methoden die richtige Geheimwaffe...
Dies ist der Film auf den niemand gewartet hat, niemand gewartet
haben kann. Und schon gar nicht dreizehn Jahre. Warum es überhaupt
eine Fortsetzung zu dieser toten Kinoreihe gibt ist denkwürdig,
der beste Tip wahrscheinlich eine Reihe roter Zahlen auf dem Bankkonto
des Ehepaars Hogan / Kozlowski. Anders ist dieses um Jahrzehnte
verspätete Hervorkramen eines Markennamens nicht zu erklären. Was
aber kaum die entsetzlich fade und lustlose Umsetzung entschuldigt:
Da sind offenbar schon einige Zähne ausgefallen, denn dieses altersschwache
Krokodil hat keinen Biss mehr.
Ein echter Pfadfinder: Dundee rettet ein Stinktier,
was die örtliche Polizei gar nicht gut findet.
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"Crocodile Dundee in Los Angeles" will witzige und spannende Familienunterhaltung
darstellen. Das winzige Problem dabei: Der Film ist weder witzig
noch spannend. Gerade die nahezu völlige Abwesenheit wirklichen
Humors schmerzt ob des starken Erstlings und der liebgewordenen
Figuren besonders. Man braucht nicht mal Mick Dundees geschärfte
Outback-Sinne um jede Pointe - aber auch wirklich jede - zehn Meilen
gegen den Wind zu riechen. Was vermutlich daran liegt, dass über
die Hälfte der Gags aus den Vorgängerfilmen kopiert wurden. Im Gegensatz
dazu hat man bei den restlichen humoristischen Einlagen ganz auf
Pointen oder Witz verzichtet, auch mal eine interessante Taktik.
Dazu kann man auch dem naivsten Zuschauer kein Grinsen mehr entlocken,
wenn man ihm erzählen will, dass Mick Dundee nach drei Filmen immer
noch von so etwas "Hochmodernem" wie einer Fernbedienung ins Bockshorn
gejagt wird.
Der Krimiplot ist fadenscheinig und offensichtlich nur dafür da,
die restliche Leinwandzeit zu füllen. Wie schon im ziemlich misslungenen
zweiten Teil lädt die Gangsterhatz eher zum Gähnen ein, als dass
so etwas wie Spannung aufkommt. Dementsprechend schablonenhaft kommen
auch die Gangster, wie allerdings alle Figuren hier, daher. Für
den albernen Aufhänger um das von der UNO
Großes Talent zur Blamage: Mike Tyson
wirkt bei
Gastauftritten im Kino immer ein bißchen peinlich.
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zerstörte Museum gibt's immerhin einen Kreativpunkt. Was es sonst
noch gibt: Eine recht gelungene "Twister"-Anspielung, ein paar lachhafte
Versuche der Selbstreferenz und einen unglaublich peinlichen Promotionauftritt
von Mike Tyson, der uns den lispelnden Schläger als braves Schaf
verkaufen will. Und gaaanz viel Leerlauf.
Für Filme wie diese gilt als eiserne Regel in etwa das, was auch
für Band-Reunions gilt: Das Original ist ein Spaß, aber der kommerzielle
Nachschlag stinkt. Gegen den ersten Teil wirkte Nummer Zwei bereits
wie eine traurige Clownsnummer und mit Nummer Drei sind wir beim
Kleingeld haschenden Straßenkünstler angekommen. Was "Crocodile
Dundee in Los Angeles" mehr schlecht als recht aber immerhin gerade
noch so an einem Debakel vorbeirauschen lässt ist pure Nostalgie.
Bei aller Langeweile und Vorhersehbarkeit freut man sich irgendwie
doch, daß es Figuren wie Crocodile Dundee noch mal mit einem Anlauf
auf die große Leinwand versuchen. Auch wenn man eigentlich nur an
vergangene bessere Tage erinnert wird, so hat die Wiederbelebung
von "Crocodile Dundee" fast etwas rührendes. Aber auch nur fast.
Denn der Film versucht ähnliches wie beim bereits erwähnten Tyson-Auftritt.
Man will uns "Crocodile Dundee in Los Angeles" als gefährlichen
Alligator verkaufen, dabei ist er nicht mehr als eine Eidechse.
Eine ganz kleine.
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Bilder: Courtesy of Constantin Film,
Copyright 2001
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| S.
Staake |
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