Baader

krimidrama, brd 2002
original
baader
regie
christopher roth
drehbuch
christopher roth, moritz von uslar
cast:

frank giering,
laura tonke,
vadim glowna,
jana pallaske, u.a.

spielzeit
114 min.
kinostart
17.10.2002
homepage
http://www.baader-derfilm.de
bewertung

(7/10 augen)








 

 




 

Er ist ein kleiner Gangster und Autodieb, aber auch ein charismatischer Frauenheld. Jähzornig, unberechenbar und selbstverliebt. Sein Leben inszeniert er wie einen großen Kinofilm - mit sich selbst in der Hauptrolle. Anfangs eher unpolitisch, hat er einfach Bock sich gegen jegliche Form von Obrigkeit aufzulehnen und ihr den blanken Stinkefinger zu zeigen. Seine Lässigkeit fasziniert nicht nur naive Weltverbesserer wie Gudrun Ensslin, sondern auch intellektuelle Journalisten wie Ulrike Meinhof. Innerhalb von fünf Jahren wird Andreas Baader mit Brand- und Sprengstoffanschlägen, mit Banküberfällen und Guerillataktik zum meistgesuchten Mann der BRD und die von ihm gegründete "Rote Armee Fraktion" zum Staatsfeind Nr. 1. Er gerät dabei ins Fadenkreuz des erfahrenen BKA-Chefs Kurt Krone, und die Schlinge um seinen Hals zieht sich unweigerlich immer weiter zu.

Das ist doch eine Superstory. Und "Baader" wirkt dabei auf den ersten Blick auch wie eine der klassischen Gangsterballaden in der Tradition von "Bonnie und Clyde". Da man dies aber mit einer solch umstrittenen Figur der - noch dazu jüngeren - deutschen Geschichte wohl nicht einfach so machen darf, musste Christopher Roth für sein sehr freies Biopic auch bereits eine ganze Menge Kritik einstecken. Schlagworte wie "Glorifizierung" und "Verharmlosung" sind da schnell bei der Hand, aber auch ebenso schnell als unangebracht zu entlarven. Die Charakterisierung Baaders als gar nicht so besonders intelligenter Prolet und obendrein frauenverachtender Macho ("Alles nur beschissene Fotzenlogik hier") lassen die Identifizierung für die Allermeisten wohl schon im Ansatz ersticken. Und was die bunte und naive Truppe in den Anfangsjahren ihrer Geschichte so trieb, ist eben tatsächlich eher "harmlos", zumindest verglichen mit dem was noch folgen sollte.
Ein Kaufhaus-Sprengsatz richtet kaum Schaden an, bringt die Gruppe aber erstmals ins Visier der Öffentlichkeit. Die "Terrorausbildung" bei den befreundeten Genossen der Fatah gerät zum reinen Abenteuerspiel, bei dem sich Baader auch partout nicht von seiner Samthose trennen mag und sich die angehenden Terroristen in der Sonne aalen. Sie wussten anscheinend gar nicht so genau, was sie taten und was sie wollten, die Mitglieder der ersten RAF-Generation.
Und das ist dann wiederum auch der Schwachpunkt von "Baader": Denn obwohl er sich sehr bemüht, gelingt es dem Film nicht so ganz zu vermitteln, was denn nun das Faszinosum "Andreas Baader" eigentlich ausmachte und wieso so viele diesen Stinkstiefel bewunderten und auf das hörten was er anordnete. Handwerklich dagegen zeigt uns Regisseur Roth, dass er sein Metier durchaus beherrscht und auch weiß, wie man mit Bildern und Einstellungen arbeitet oder die richtigen Schnitte setzt.
Die dabei ins Zentrum gehobene naive Rebellen-Attitüde war auch dafür verantwortlich, dass die frühe RAF in Teilen der Bevölkerung durchaus mit Sympathie betrachtet wurde - erst als das erste Todesopfer zu beklagen war, änderte sich dies und die Gruppe musste entscheiden, ob sie auf dem nun eingeschlagenen Weg weitermachen wollte.
Kurz darauf endet auch der Film, und Regisseur Roth lässt Andreas Baader sein Leben im Kugelhagel der Polizei aushauchen wie einst "Butch Cassidy & Sundance Kid". "Geschichtsfälschung" rufen da die Bedenkenträger, dabei macht doch gerade dieser Kunstgriff endgültig deutlich, dass Roth uns hier eben nur einen fiktiven Kinofilm präsentiert und keinerlei Anspruch auf irgendeine Wahrheit erhebt. Für den Regisseur endete mit der Verhaftung Baaders dieser Abschnitt der Geschichte, die folgenden Jahre im Gefängnis Stammheim und die erst dann eskalierenden Terroranschläge zeigten dann ein ganz anderes Bild der RAF und auch der Person Baader selbst. Konsequenterweise beschränkt sich Roth also auf die Jahre 1967 bis 1972, und eben nur eine Facette des Geschehens, diejenige die ihn interessiert und die er uns zeigen möchte. Eine eindeutige Stellung bezieht er dabei aber nicht. Und das kann man durchaus so machen.

V. Robrahn

 



Name: Sepp
Email: Sepp@gmx.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Gewollte Provokation ist ja gut und schön, aber "Baader" ist einfach nur ein peinlicher Versuch von manipulativem Kino. Ein Skandal, dass der Film bei der Berlinale einen Preis erhielt. Dafür wurde er von einem Großteil der Kritik als Müll gegeißelt. Völlig zurecht...



Name: der registrierer
Email: regi@jogi.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

hab ich noch nicht gsehn



Name: Juliana, from Brazil
Email: juliana_guria@ig.com.br
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

A great movie, in my opinion!



Name: Steiner
Email: hab@doch.keine
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

der film war ein absoluter mist. was sollte das ganzeß baader als eine art superheld ala bruce willis?

wer die geschichte der raf der ersten generation kennt, sowie der nachfolge generationen, wird sich bei diesem film das frühstück durch den kopf gehen lassen.



Name: lonewolf
Email: raf@aol.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

total geiler film!!
unbedingt sehen!!

VIVA LA REVOLUTION



Name: bolwe
Email: -
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

unter stilistischen aspekten ist der film auf jeden fall gelungen...
die negativen kritiken sind nachvollziehbar aber nicht zu gewichten da der film ein thema in den vordergrund rückt, das schon lange überfällig war... ein augenblick der dt geschichte der viel zu stark in den hintergrund gerückt ist.... dieses thema zu behandeln ist sehr faszinierend und überaus wichtig.... wie der autor auch richtig anmerkte ist dies eine fiktive geschichte also unter diesen aspekten anschauen, geniessen, interessieren und selbst über die zeit informieren...



Name: thüringer
Email: hahahaQgmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

grandioser film gut umgesetzt!das ende war etwas weithergeholt!
trotzdem ein schöner anstoss sich mal wieder mit der lage im eigenen
land zu beschäftigen!
allerdings sollte man die vorgeschichte der RAF und der im film dargestellten personen schon kennen um denn film zu verstehen!
in diesem sinne freiheit dem volk



Name: USP/ML
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Die revolutionäre Tat ist niemals böse! Jedoch hätte noch deutlicher gezeigt werden müssen, dass Terrorismus keine rev. Tat darstellt. Aber die Kenner der Lenin'schen Schriften können sich das ja einfach dazudenken. Außerdem können sie sich wundern, dass ein bürgerlicher Staat so einem Film einen Preis gibt.



Name: RAF Aufdecker
Email: cgeissinger@gmx.at
Bewertung:   

Der Schluss war doch sehr falsch warum hatte man Stammheim weggelassen wohl aus gutem Grund !!!Man sollte mal einen Film drehen mit der richtigen RAF Geschichte an allem ist immer ein Stück Wahrheit schaut den Film und die letzten Zeilen von Baader stimmen genau!!!



Name:
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Bewertung:                (6 von 10 Augen)

dieser film ist ein film der einen schlechten anfang hat. danach kommt er richtig in fart



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Bewertung: von 10 Augen