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Stay

Stay
thriller-drama , usa 2005
original
stay
regie
marc forster
drehbuch
david benioff
cast
ewan mcgregor,
ryan gosling,
bob hoskins,
naoos watts, u.a.
spielzeit
99 Minuten
kinostart
23. Februar 2006
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

 

Marc Forster, machen wir uns da nichts vor, hat mit seinen Filmen wie "Monster's Ball" oder "Wenn Träume fliegen lernen" sehr gute und vor allem äußerst ansehnliche Werke gedreht. Jetzt macht er mit seinem neusten Film "Stay" leider einen traurigen Rückschritt. Mit diesem Mystery-Thriller versucht er sich in einem Genre, das von Altmeistern wie David Lynch und Claude Chabrol dominiert wird, und eines kann man schon vorweg nehmen: Forster wird zu ihnen nicht aufschließen können. Jedenfalls nicht mit "Stay".

Aber erstmal der Reihe nach: Der New Yorker Psychiater Sam Foster (Ewan McGregor) bekommt von seinem neuen Patienten Henry Lethem (Ryan Gosling) gesagt, dass er sich in drei Tagen, pünktlich zu seinem 21. Geburtstag, umbringen möchte. Henry leidet seit einem tragischen Autounfall an Amnesie und weiteren diversen Verhaltensauffälligkeiten. Unter anderem kann er hin und wieder in die Zukunft blicken. Als sich Foster auf den Weg macht, Henry von seinem Selbstmordgedanken abzuhalten, gerät er in einen wirren Strudel von Ereignissen, die scheinbar alle zu einem bestimmten Punkt in der Vergangenheit aller Protagonisten führen. Es entsteht eine kalte und schnelle Reise durch ein unheimlich düster und dunkel wirkendes New York.

Ein Psychiater, der einen schwierigen Patienten zu betreuen hat? Ein junger Mann mit Visionen? Wer sich da an "The Sixth Sense" oder "Donnie Darko" erinnert fühlt, liegt nicht mal so falsch. "Stay" erweist sich als ein wirklich trauriger Versuch, in die komplexen surrealen Sphären dieser mittlerweile zu modernen Klassikern avancierten Filme zu gelangen. Es ist wirklich ärgerlich: Im Film gibt es viele gute Einstellungen, wie die, in der Sam eine Tür öffnet, weil er einer Person folgen will, und plötzlich scheinbar unter dem Meer landet. Oder eine paranoide Wendeltreppen-Verfolgungsjagd, die Anleihen an Hitchcocks berühmte Höhenangstsequenz aus "Vertigo" nimmt. Wie gesagt, die Atmosphäre stimmt.
Aber das alles hilft nicht, wenn man nach 15 Minuten der Geschichte gar nicht mehr folgen will. Die Charaktere bleiben skizzenhaft und damit dem Zuschauer egal. Und wenn sie miteinander reden, dann will man am liebsten weghören: Die Dialoge geben sich bedeutungsvoll, sind beizeiten aber ungefähr so wichtig wie ein Tratsch an der Straßenecke.
Der einzige Grund, bei Filmen wie diesem im Kinosessel zu bleiben, ist zu sehen, wie sie nach einem Bombardement aus mysteriösen Ereignissen und unheimlichen Geheimnissen enden, also wie Regisseur und Drehbuchautor (David Benioff, "Troja", "25th Hour") aus ihrer Geschichte herauskommen wollen.
Selbst diese freudige Erwartung, entwickelt sich bei Marc Forster in einen unangenehmen Magenkrampf. Er kann nicht mal auf sein Schauspielduo McGregor und Watts bauen, die merklich unterfordert sind und so in dem erdig langweiligen Rhythmus des Films mitfahren. Der Film ist gewollt verwirrend und dunkel gehalten. Der unerschütterlich harte Eindruck bleibt, dass "Stay" eher David Lynch für Arme und Claude Chabrol für Dumme ist.

Patrick Wellinski

...hmm...das Bewertungssystem scheint nicht zu gehen...
Von mir 10 / 10 Punkte

Also...
Zur Kritik wurde schon das meiste gesagt...Der Author hat sich offensichtlich nicht mit dem Film auseinandergesetzt, oder hatte einfach einen schlechten Tag (darf ja jeder mal haben, doch dann sollte man diesen Film jemand anderst übergeben)...

Was macht diesen Film so besonders ?
Die ausserodentlich gute Kammeraführung, die "Morph"-Effekte, die grandiose Musik, die Hauptfiguren, die alle samt wie die Faust auf's Auge in ihre Rollen passen...eigentlich alles...

Ryan Gosling (Henry) spielt seine Rolle so ausserordentlich gut, dass man zeitweise vergisst, dass er nur eine Rolle spielt...
Ewan McGregor (Sam) und Naomi Watts (Lila) leisten ebenfalls wundervolle Arbeit...

Der Film beinhaltet so viel Gefühl - so viel Schmerz - so viel Verzweiflung...
Alleine schon der Abspann - Ich habe noch nie bei einem Film den Abspann bis zum Schluss angeschaut...
Mir fehlen die Worte...

Ein Meisterwerk...ganz einfach...

Gruß
Dr.Knorr

10

Also ma ehrlich .. ich finde die Kritik überhaupt nicht gut.. Ich denke sogar, dass P. Wellinski diesen Film nicht richtig gesehen hat. Gerade die Skizzenhaften Figuren regen zum Nachdenken an. Man versucht dahnter zu kommen welche Person welche Rolle spielt. Manchmal denke ich sogar, dass die Figuren miteinander verschmelzen (Besonders Henry und Sam). Man stellt den ganzen Film neu in Frage. Jede Szene regt zum Nachdenken an. "In welchem Zusammenhang steht diese Szene mit den anderen?" "Wie kommt es dass alle Personen so viel mit Henry zu tun haben?" "Wer ist Henry?" "Wer ist überhaupt wer?" Ich denke dass dieser Fim gerade die Surrealität am besten darstellt. Es ist ein Film mit dem man sich noch TAge danach beschäftigt. Man muss diesen Film mehrmals sehen um wirlich urteilen zu können. Man entdeckt immer wieder was neues. Tipp: achtet viel auf die Gemälde und Formen. Man endeckt diese Formen überall. Sogar im Apspann.

Hey!
Ich habe alldem nichts mehr hinzuzufügen! Ich finde den Film sehr gelungen.
Was mich sehr interessieren würde, weiß jemand zufällig, wie das Lied im Abspann heißt?

9

Wie hiess es bei filmstarts.de?
"Wer in den Genuss eines der außergewöhnlichsten Filme der letzten Zeit kommen will, muss eine gehörige Portion Aufgeschlossenheit mitbringen. "
Diese Portion hatte der Autor dieser Seite wohl nicht. Selber Schuld, so entging ihm der Genuß eines grossartigen Films. Vielleicht hat er ihn aber auch einfach nur nicht verstanden. Wäre auch nicht das erste Mal, dass man dies auf dieser Seite erlebt.

10

Ein ungewöhnlicher Film, gar keine Frage. Meiner Meinung nach besticht das Werk aber nicht nur durch die beeindruckende Visualität, sondern auch durch überzeugende und sympathische Darsteller, sowie eine ungewöhnlich gute Story.

Wie man sich denken kann, ist dieses Werk keinesfalls leichte Kost, aber wenn man aufmerksam zusieht und zuhört, so kann man nicht umhin, regelrecht begeistert zu sein. Zumindest erging es mir so.

Niemand sollte sich durch die schlechte Bewertung des obigen Autoren beirren lassen.

oh gott was soll dieser peinliche kommentar, da hat wer den film überhaupt nicht verstanden...

10

FIRE P.Wellinski...

ich find es eine regelerchte freicheit ein solches meisterwerk der filmgeschichte mit so einer stümperhaften kritik zu vershen...

diese kritik beweist im grunde nur das herr p.w. den film entweder nicht verstnaden hat oder ihn keinerlei interesse hatte ihn zu verstehen.

mir hat "stay" auf jeden fall sehr gut gefallen...

10

das verständnis des filmes setzt ganz einfach eine gewisse Intelligenz voraus, die der Verfasser der Kritik offensichtlich nicht hat.

Im prinzip ist der Film nur so lang wie sein Ende.
Alle zuvor gesehenen Szenen finden nämlich auch in der Zeit statt in der Henry dort liegt.
Und jeder, der diesen Film sieht und die Verknüfungen zwischen der am Ende gezeigten Realität und dem "geträumten" nicht nach einer Stunde noch herstellen kann, dem fehlt es an Gedächtnisleistung.

Alle Geschehnisse auf der Brücke lassen sich im "Traum" wiederfinden.
("Muss der Mann sterben?")
Genauso auch alle Gefühle/Ängste/Erinnerungen, die der dort liegende Henry offensichtlich hat. Viele sind einfach Erkennbar.

Sicherlich biete der Film raum für Interpretationen aber meiner Meinung nach weniger als hier behauptet wird.

Wie schon gesagt wurde: "das verständnis des filmes setzt ganz einfach eine gewisse Intelligenz voraus"

Scheinbar hat der Author dem

10

Scheinbar hat der Author dem Film keine Chance gegeben - anders ist das Fazit "David Lynch für Arme" nicht zu erklären. Der Film bietet viele Interpretationsmöglichkeiten an, und ich kenne keinen Film, in dem so viele Details versteckt sind, wenn man den Plot verstanden hat. Ist nicht gerade das ein Merkmal für gute Filme?

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