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Fast Food Nation

Fast Food Nation
satire-drama , usa 2006
original
fast food nation
regie
richard linklater
drehbuch
richard linklater, eric schlosser
cast
greg kinnear,
patricia arquette,
ethan hawke,
luis guzman,
catalina sandino moreno,
avril lavigne, u.a.
spielzeit
113 Minuten
kinostart
1. März 2007
homepage
http://www.fastfoodnation.de
bewertung

6 von 10 Augen

Vor einigen Jahren führte der Autor Eric Schlosser in seinem Buch "Fast Food Nation" seinen Lesern die Hinter- und Abgründe der Fast-Food-Industrie vor Augen und verdarb damit so manchem den Appetit auf den nächsten Burger. Die Idee, nun den Inhalt dieses Sachbuchs als Grundlage für einen fiktiven Spielfilm zu verwenden, mag nicht sofort einleuchten. Wenn aber Richard Linklater derjenige ist, der dieses Projekt anpackt, sieht man dem Endergebnis gleich viel zuversichtlicher entgegen, schließlich hat der Regisseur in der Vergangenheit Filme unterschiedlichster Genres gedreht und mehrmals bewiesen, dass er stets zu filmischen Experimenten bereit ist und die Endergebnisse auch überzeugen können - zuletzt mit "A Scanner Darkly", einer düsteren Zukunftsvision, die mit echten Schauspielern gefilmt und nachträglich übermalt wurde, so dass eine faszinierende Mischung aus Real- und Animationsfilm entstand (wie schon in Linklaters Geniestreich "Waking Life").
Bei "Fast Food Nation" kommt diese Technik nicht zum Einsatz; statt zu verdecken kommt es hier auch vielmehr darauf an, Dinge zu enthüllen. Im Zentrum des Films steht die fiktive Fast-Food-Kette Mickey's, die als lockere Verknüpfung der verschiedenen Erzählstränge dient. Marketingchef Don Henderson (Greg Kinnear) und seinem Team ist mit der Einführung des Riesen-Burgers "Big One" einer der größten Verkaufsschlager der Firmengeschichte gelungen. Die Freude darüber legt sich jedoch rasch wieder, als die Routineuntersuchungen eines unabhängigen Forschungsinstituts ergeben, dass das von Mickey's verwendete Burgerfleisch mit Kolibakterien verseucht ist. Um den Ursachen dafür nachzugehen, macht sich Don auf den Weg in die Fleischfabrik der Firma Uni Globe Meat Packing (UMP) und versucht herauszufinden, wie und wo das Fleisch denn überhaupt verseucht wird. In einem weiteren Handlungsstrang wird von einer Gruppe illegaler Einwanderer aus Mexiko erzählt, die Arbeit in der Fleischfabrik finden, wo sie von ihrem Aufseher Mike (Bobby Cannavale) drangsaliert werden. Außerdem ist da noch die siebzehnjährige Amber (Ashley Johnson), die von ihrem Onkel Pete (Ethan Hawke) davon überzeugt wird, ihren Nebenjob in einer Mickey's-Filiale aufzugeben und sich schließlich einer Gruppe junger Polit-Aktivisten anschließt, die das Ziel haben, den großen Fast-Food-Konzern zu bekämpfen.

Die Idee, Schlossers Reportage für die Leinwand in eine Charakterstudie über Menschen im Fast-Food-Milieu umzuarbeiten, hat aus "Fast Food Nation" ein kleines Episodendrama gemacht, bei dem sich einige Schauspielgrößen auch für kleine Rollen nicht zu schade waren. So sind neben Greg Kinnear und Ethan Hawke unter anderem auch Patricia Arquette, Kris Kristofferson und Bruce Willis zu sehen; außerdem gibt die Rockgöre Avril Lavigne hier ihr Schauspieldebüt (nachdem sie bereits in der Originalversion von "Ab durch die Hecke" einer Beutelratte ihre Stimme leihen durfte). Mit Don Hendersons Suche nach der Ursache für die Verunreinigungen im Burgerfleisch beginnt der Film recht vielversprechend. Von einer Mickey's-Filiale über die Fabrik von UMP bis hin zu einer riesigen Ranch, auf der Rinder gezüchtet werden, führt ihn seine Suche, die auch bald ernüchternde Ergebnisse bringt.
Leider verliert der Film diesen Teil der Handlung jedoch irgendwann aus den Augen und versucht, einen Überblick über das große Ganze zu geben, was zwar löblich ist, woran er aber letztendlich scheitert. Zu groß ist die Zahl der Themen und Probleme, die hier angesprochen werden, so dass vieles lediglich kurz angerissen werden kann. Grausame Schlachtmethoden, die unhygienische Weiterverarbeitung des Fleisches, die Voraussetzungen für eine gesunde Ernährung, die Problematik illegaler mexikanischer Einwanderer und sogar den Überwachungsstaat und die scheinbar allgegenwärtige Terrorangst - all das und noch mehr will "Fast Food Nation" in weniger als zwei Stunden abhandeln, was natürlich nicht gut gehen kann und außerdem weit über den Filmtitel hinausgeht. Statt wirklich erhellende Einblicke in ein klar abgestecktes Metier zu gewähren, ist der Film schon fast überfordert mit der Darstellung eben jener gesellschaftlichen Komplexität, die er einzufangen versucht. Weniger wäre da mehr gewesen; Dons Unkenntnis davon, wie denn die von ihm am Schreibtisch und im Labor kreierten Burger eigentlich produziert werden, wäre allein schon Beispiel genug für ein hochgradig arbeitsteiliges System, in dem keine Einzelperson mehr das große Ganze im Blick hat.

Mit schockierenden Bildern, die die Zuschauer wachrütteln sollen, wartet der Film kaum auf; er zeigt schlicht und einfach die Geschichten von Menschen, die alle auf unterschiedliche Weise mit der Fast-Food-Industrie zu tun haben. Das Endergebnis macht jedoch den Eindruck eines nur halbfertigen Burgers: Die Fakten, die hier vermittelt werden sollen, bestehen aus zusammen gewürfelten Happen verschiedener Themenbereiche und für einen wirklich guten Spielfilm ist "Fast Food Nation" schlicht nicht unterhaltsam genug, zu unfertig wirkt dafür die Handlung und zu oberflächlich zum Teil die Charaktere. Linklaters Versuch einer Synthese aus Dokumentation und Spielfilm muss also als zumindest teilweise gescheitert angesehen werden. Zugute halten muss man dem Film aber, dass er es doch schafft, seinen Zuschauern den einen oder anderen Denkanstoß mitzugeben. Ein weiteres Plus sind die Darsteller, die auch in kleinen Rollen durchweg überzeugen.
Angesichts der hier angestrebten Fiktionalisierung des Fast-Food-Themas erscheint es fast merkwürdig, dass der von der Grundthematik her ähnliche Film "Super Size Me" wesentlich unterhaltsamer ist, obwohl er eine dokumentarische Vorgehensweise wählt. Mexikanische Einwanderer und zusammengepferchte Kühe wecken anscheinend das Problembewusstsein der Menschen längst nicht so sehr wie die drastisch vorgeführten, individuellen Auswirkungen des Burgerkonsums. "Fast Food Nation" versucht zwar, über diese Thematik hinauszugehen und sie stark zu erweitern, behandelt aber zu viele Probleme der amerikanischen Gesellschaft auf einmal und verliert sich letztlich in diesem Wust, ohne wirklich Eindruck zu hinterlassen.

Maximilian Schröter

3

völlig überambitioniert und teilweise echt peinlcich...mit abstand linklaters schlechtester film....

2

geht gar nicht - was angeprangert wird weiß man schon (außer dass die realität viel schlimmer ist - nix mit clean und da kommen die fäkalien auch nicht unbedingt von der kuh (pflanzenfresser, wenn sie keine schafe zu fressen kriegt))und diese beknackten dialoge und vor allem monologe bringen einen zum schreien. alles im film ist so emotionslos dargestellt dass man sich dauernd fragt : was soll denn daran so schlimm sein? aber das liegt nur am film und nicht an der sache selbst. 2 punkte für den guten willen und -1000 für die umsetzung und die verharmlosung.

1

Das wird ja immer Grauenhafter, haben die Leute nixs besseres mehr umzusetzen an Filmen ?!? Fäkalien in Burger, wem haut das noch aus den socken nach Gammelfleischwahn, BSE, Salmonelen etc... ! Ich hab mich teilweise gefragt ist das nun eine Dokumentation oder ein versuch eines Filmes ?!? Als ich noch laß das Bruce Willis mitmachte dachte ich noch das wäre vielleicht was, wurde aber derbe entäuscht !

6

Der Film versuchte alle relevanten Themen mit einzubeziehen, ist aber irgendwie daran gescheitert. Stattdessen werden die Storys angefangen aber irgendwie nicht befriedigend genug weitergeführt. Die Thematik hat mir sehr gut gefallen, weshalb ich mir den Film auch anschauen wollte. Leider zog der Film diese Themen aber im Endeffekt nicht konsequent durch. Auch was den Stil des Films angeht - einfach unentschieden. Es hätte vom Stil her eine gute Mischung aus "Thank you for smoking" und "Supersize me" werden können. Trotzdem, im Großen und Ganzen interessant und unterhaltsam umgesetzt. Leider wird dieses Thema aber die meisten Zuschauer nicht interessieren.

2

Man hätte mehr drauß machen können , einfach nur schlechter Film.

3

Ziemlich schwacher und leicht überambitionierter Film, den man sich getrost sparen kann.

9

9 Punkte gebe ich, da es ein sehr genial gemachter Film ist. Der Film ist gut erzählt, es wird geschildert wie in den Rindfleischherstellungen gearbeitet wird unter welchen Voraussetzungen usw... . Wirklich kein schlechter Film. Man darf keine Action, Komödie, Drama erwarten es ist einfach ein Doku Film der auch sehr gut besetzt ist. 1 Punkt abzug, da ich denke, dass die Schauspieler wie Bruce Willis nur mitspielen um mehr Zuschauer in den Film zu locken.

1

zu sterben langweilig

1

wie kann man nach supersize me, thank you for smoking und we feed the world nur so ein mist raushauen .....bitte nicht anschauen !!!!

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