Super Size Me

dokumentation, usa 2003
original
super size me
regie
morgan spurlock
drehbuch
morgan spurlock
cast

morgan spurlock,
dr. daryl isaacs,
dr. lisa ganjhu,
dr. stephen siegel, u.a.

spielzeit
96 min.
kinostart
15.07.2004
homepage

www.super-size-me.de

bewertung

(9/10 augen)





 

 

 

 



 

"Ich liebe es!"

Ausnahmesituation in den USA: abgesehen von "Shrek 2" und "Spiderman 2" beschäftigt sich die Kinowelt derzeit vor allem mit zwei Dokumentarfilmen: Michael Moores "Fahrenheit 9/11" und Morgan Spurlocks "Super Size Me". Letzterer spielte bereits über 5 Millionen Dollar ein und hielt sich wochenlang in den Top 10, wo Filme dieser Machart normalerweise nicht vertreten sind. Und warum die ganze Aufregung? Die Antwort ist fast absurd: ein Mann beschließt, der Welt zu beweisen, dass Fast Food ungesund ist, indem er sich 30 Tage lang ausschließlich von McDonald's ernährt. Der Mann heißt Morgan Spurlock, kommt aus dem US Bundesstaat West Virginia und hat sich sein ganzes Leben lang gesund ernährt. Erst zuhause bei Mama, und jetzt bei seiner Freundin, einer veganischen Köchin. Die Idee kam dem prämierten Produzenten, Stückeschreiber und Filmemacher, als der Oberste Gerichtshof urteilte, McDonald's sei nicht für die Fettleibigkeit zweier Jugendlicher verantwortlich, die den Konzern deswegen verklagen wollten. Dem Urteil und der PR-Abteilung der Fast-Food-Kette zu Folge ist das Essen von McDonald's also so gesund, dass man es jeden Tag essen kann. Auch dreimal täglich. Auch 30 Tage lang.
Spurlock setzte sich für seinen Selbstversuch noch ein paar weitere Regeln: Konsumiert wird nur, was es bei McDonald's zu kaufen gibt (das heißt auch all seine Getränke erwarb er dort), jedes Gericht auf der Karte muss mindestens einmal verzehrt werden. Und wenn er von der Bedienung gefragt wird, muss er auch die angebotene "Super Size"-Menüvariante essen, mit Cola und Pommes in Riesengröße - bis zum Erbrechen ....
Nun wird sich mancher über die scheinbar überflüssige Botschaft "Fast Food ist ungesund" wundern. Wussten wir ja schon. Aber das Ausmaß dieses Experiments wird auch eingefleischten McDonald's-Kunden den Appetit verderben: So bitten die drei überwachenden Ärzte das Versuchskaninchen bereits nach zwanzig Tagen, seine Diät abzubrechen, weil wider Erwarten nicht nur sein Gewicht und seine Cholesterinwerte dramatisch nach oben steigen, sondern auch der Zustand seiner Leber dank übermäßiger Verfettung jetzt dem eines Alkoholkranken ähnelt. Auch Spurlocks Psyche und seine Beziehung leiden zunehmend unter der Diät: Müdigkeit, depressive Stimmungen und zunehmende Impotenz plagen den Dokumentarfilmer, der bereits eindeutige Zeichen physischer Abhängigkeit von McDonald's-Burgern aufweist.

Trotz seiner Originalität steht Morgan Spurlocks Film tief in der Schuld dreier Pioniere: Schon 1906 schrieb der Amerikaner Upton Sinclair mit "Der Dschungel" ein naturalistisches Exposé über die katastrophalen Zustände der Fleischverarbeitung in Chicago. Dort wurden vor allem Einwanderer ausgebeutet, die bei der gefährlichen Arbeit ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzten, um sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine Existenz zu schaffen. Die Arbeit musste so schnell gehen, das jeglicher Dreck und auch die eine oder andere Ratte mit in der Wurst landete. Präsident Theodore Roosevelt war von dem Bericht so geschockt, dass er die Verabschiedung des Meat Inspection Acts veranlasste. Auf einen ähnlichen Erfolg hoffte knapp ein Jahrhundert später Eric Schlosser: Sein Buch "Fast Food Nation" beschreibt, wie nun Mexikaner statt Litauer ihr Leben am Fließband gefährden, und wie das Hackfleisch mit Fäkalien verunreinigt wird (wer Schlosser in "Super Size Me" vermisst: ein Interview mit ihm war aus Termingründen nicht möglich, wird aber auf der DVD nachgereicht werden).
Doch bekanntlich erreichen auch solche Bestseller nicht die breite Masse, die die Nachricht empfangen soll. Diese zu erreichen ist Spurlocks Ziel, und er ist auf dem besten Weg. Sein Selbstversuch ist überzeugend, weil er nicht von oben herab anklagt. Ganz im Gegenteil, am ersten Tag beißt er noch freudig in den Big Mac, einer willkommenen Abwechslung von der übergesunden Küche seiner Freundin. Dies erinnert mal wieder an Michael Moore, Spurlocks drittes deutliches Vorbild, dessen Kritik an der National Rifle Association in "Bowling for Columbine" umso wirksamer war, weil er selbst Mitglied im Verein ist. Außerdem etablierte Moore den Dokumentarfilm als Kassenschlager im Kino, nicht nur auf Arte. Morgan Spurlock teilt mit Moore hingegen seinen inszenatorischen Ansatz, aber (noch) nicht die Radikalität der Methoden: Anstatt sich mit ein paar fettleibigen Teenagern und reichlich Journalisten bei McDonald's in die Chefetage durchzukämpfen, versucht Spurlock brav übers Telefon, ein Interview zu vereinbaren - ungefähr 20 mal, stets vergeblich.
Spurlocks Film ist keine langweilige Anhäufung von Statistiken, sondern macht richtig Spaß. Kurzweilig, humorvoll und mit jeder Menge guter Gags präsentiert Spurlock Arztbesuche, Interviews und einen Streifzug durch die absurdesten Auswüchse der Fast-Food-Kultur. Der eigens für den Film komponierte Song "Super Size Me" bringt einen sofort in die richtige Stimmung, und die künstlerischen Zwischentitel verdienen es, im Museum zu hängen, oder besser noch an der Wand bei McDonald's.
Einziger nennenswerter Kritikpunkt ist, dass bei Morgan Spurlock wie auch in der amerikanischen Verfassung alle gleich sind, und er so die soziale Problematik hinter seinem Thema weitestgehend verschweigt. Bei aller Liebe zur political correctness wird man bei genauerem Hinsehen feststellen, dass Fettleibigkeit eher oft als selten an Armut und minderbemittelte Bevölkerungsgruppen gebunden ist, und davon gibt es in den USA mehr als man glaubt. Spurlocks Beispiele sind aber fast ausschließlich weiße, durchaus besser verdienende Amerikaner. Die Realität sieht hingegen so aus, dass Leute mit Geld es einfacher haben, sich gut zu ernähren. Wer kein Geld hat, wird nicht im überteuerten Wholefoods Bio-Supermarkt (von denen es ja schließlich genug gibt) einkaufen, sondern seine Kinder mit dem Dollar-Menu bei McDonald's sättigen. Damit werden die Menschen dann schon im Kindesalter als Kunden gewonnen, was Spurlock wiederum sehr überzeugend zeigt. Das Resultat ist, dass durch Fettleibigkeit verursachte Diabetes bald das Rauchen als häufigste verhinderbare Todesursache in den USA überholen wird.
"Super Size Me" hat bis jetzt nicht nur unzählige filmische Auszeichnungen bekommen (unter anderem den Regie Preis des Sundance Film Festivals), sondern sorgte auch schon für die Abschaffung der "Super Size"-Menüs in den USA. Stattdessen macht McDonald's wie verrückt Werbung für Salate, was natürlich NICHTS mit diesem Film zu tun hat. Allerdings wissen Kinogänger nach diesem Film, das der Salat mit Dressing bei McDonald's genauso kalorienhaltig ist wie ein Burger. Also: Ansehen, ekeln, und hinterher Salat selbermachen!

Anna Plumeyer

 


Name: herbstzeitloser
Email: prherbst@aonmail.at
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

"... der Oberste Gerichtshof urteilte, McDonald's sei nicht für die Fettleibigkeit zweier Jugendlicher verantwortlich,[...]. Dem Urteil und der PR-Abteilung der Fast-Food-Kette zu Folge ist das Essen von McDonald's also so gesund, dass man es jeden Tag essen kann. Auch dreimal täglich. Auch 30 Tage lang."

NEIN, das besagt das Urteil NICHT. Das Urteil unterstellt lediglich eine Selbstverantwortlichkeit der Jugendlichen.

Zudem: Sich 30 Tage lang vom immer gleichen (nur von einer einzigen Fast-Food-Kette!) zu ernähren kann nicht gesund sein, egal was man isst. Wenn man dann noch gezwungener Maßen sein eigenes Sättigungsgefühl ignoriert (supersize?), dann kann der Selbstversuch nur eines beweisen: bei einem unkritischen, maßlosen Konsumenten führt McDonalds zu Fettleibigkeit. Was für eine Erkenntnis!

Ob man so etwas gut heißt, hängt davon ab, ob der Zweck die Mittel heiligen soll. Mit den "Dokumentationen" von Michael Moore ist klar geworden, dass nur Polemik die Massen erreicht (insofern scheint mir die Kritik diverser Intellektueller zwischen Neid und Wirklichkeitsfremde zu liegen). Wirkungsvoll ist soetwas also, interessant schon weniger, und schon gar nicht informativ.
Vor allem nervt mich dieses monokausale "Ja das liegt eben daran, dass sich nur Besserverdienende gesunde Nahrungsmittel leisten können, und das wird nur in diesen Wholefoods-Bio-Supermärkten verkauft". Schlägt da wieder die Überzeugung vom mündigen Konsumenten durch, der schon wollte wenn er bloß könnte? Auch Walmart und Tesco führen "gesunde" Nahrung, also kann es daran nicht liegen. Mögliche Gründe sind für mich schlechte Bildung und der Unwillen Zeit fürs Kochen aufzuwenden. In einer wachsenden Anzahl von Fällen kann es auch Zeitmangel sein.

Aus der Rezension keinen Unterschied zwischen der Radikalität von Moore und Spurlock erkennen - beide nehmen was sie kriegen können. Die Masche 20 mal bei McDonalds anzurufen um einen Termin zu vereinbaren, hat Spurlock 1:1 von Moore übernommen. Der hat in "Roger & Me" seine vergeblichen Versuche gezeigt, einen Termin bei Roger Smith zu bekommen. Wenn die Konzerne nicht um Schadensbegrenzung bemüht sind, hat auch Moore kein Mandat.

Was den Film für mich zusätzlich entwertet ist, dass Eric Schlosser nicht zu Wort kommt. Es wäre interessant gewesen, was der Autor von "Fast Food Nation" zur aktuellen Entwicklung zu sagen gehabt hätte. Ich weiß nicht, ob der Film die gleichen, ekelerregenden Abgründe zeigt, die in "Fast Food Nation" vorkamen, oder ob die selben, überraschenden Zusammenhänge vor Augen führt. Ich fürchte jedoch, dass neben dem unsinnigen, narzistischen Experiment von Spurlock (bei einer mageren Laufzeit von 96 Minuten) nicht mehr viel Platz bleibt. So gesehen: verzichten Sie auf dieses Film-Fast-Food und genießen Sie lieber Eric Schlossers Report.



Name: Ronald McDonald
Email: erzähl@nichts.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Klugscheißer!



Name: ozan1000
Email: ozan1000@web.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

erst einmal herzlichen glückwunsch @herbstzeitloser, einer von sehr seltenen aber durchweg klugen userkommentaren hier! michael moore und konsorten verbreiten nichts neues, der kluge mensch(der der viel liesst sich informiert) wusste schon bei buschs amtsantritt was die welt erwartet..und jemand der mir zeigen will dass 30 tage durchweg fast food essen gesundheitsschädigend ist hält mich(sprich seine zuschauer) für komplett verblödet....klar diese filme sind witzig und unterhaltsam, aber sie dürfen sich nicht als politische dokumentarfilme betrachten..dafür sind sie zu sehr auf die massen abgestimmt..



Name: hell
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ja diese Filme sind sehr auf die Massen abgestimmt ... das ist aber auch Sinn und Zweck der Sache. @herbstzeitloser: eigentlich hast du recht; die Quintessenz für den 0815-Ami ist aber: ja wenn der Oberste Gerichtshofsagt, dass McD. unschuldig ist, dann kann das ja nicht so ungesund sein. Also fröhliches weiterfressen.

Anders als mit Popcorn-Kino sind die Massen, die angesprochen werden sollen, ja kaum zu erreichen. Deshalb bin ich froh, dass es solche "Dokumentarfilmer" gibt. Und unterhaltsam ist's ja auch für Intellektuelle und solche, die sich dafür halten.

Allerdings muss ich sagen, dass ich, als ich in USA war, ein einziges mal in McD. gestiefelt bin (hab nen "McFresh" gegessen). Dort ist haupsächlich die untere Schicht vertreten und am Drive-Through hielt ein Auto mit zwei unglaublich fetten Frauen drin, die sich tütenweise Burger ins Auto haben schleppen lassen. Man hat aber auch kaum ne Ausweichmöglichkeit. Wenn man nicht Kocht und nicht dick Kohle hat (Restaurants sind teuer und man muss sich vorher anmelden) bleibt einem nichts übrig als die Burgerpalette durchzuprobieren, wobei McD. definitiv die schlechtesten sind. In&Out-Burger sind echt gut ... und Rubys ;o)



Name: Ricardo
Email: n@n.n
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Wann macht mal jemand einen Film über Moore, Spurlock & Co., um darzulegen, mit welchen Mitteln man Geld machen kann. Und die Deutschen sind mal wieder ganz vorne, in keinem Land werden M. Moores Hetzattacken mehr verschlungen als hier in Deutschland.

Da liegt es nahe, das weitere Personen Blut geleckt haben und auf diesen Zug aufspringen. >Ich stelle mich dümmer als ich bin, prangere wohlbekannte und vor allem schwerreiche Unternehmen an und kassiere lächelnd die Unsummen an Kohle von Kinogängern, die sich diesen - sorry - Schwachsinn antun<.

McDonalds ist ja so böse. Und alle Menschen, ja vor allem die Armen und die "untere Schicht", sind geradezu gezwungen, sich die Burger reinzudrücken.

Jetzt hat die Geldgier die Dokumentationen voll erwischt, welche eigentlich für objektiven und uneigennützigen Journalismus stehen sollten.



Name: herbstzeitloser
Email: prherbst@aonmail.at
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@ozan1000 Das bringt es wohl auf den Punkt.

@hell: Man kann es pragmatisch sehen und die Filme scheinen tatsächlich Wirkung zu zeigen. Allerdings kommt mir das so vor wie mit der sprichwörtlichen Lemmingherde: man kann an der Klippe Krach schlagen und die Lemminge werden erschrocken umdrehen, aber garantiert stürzen sie bereits auf die nächste Klippe zu.
Ich gebe mich mit gezwungener Maßen mit Burger King zufrieden. Was mir wirklich abgeht sind Dunkin' Donuts und Konsorten. Aus irgendeinem Grund schafft es hier niemand vernünftige Donuts zu produzieren.

@Ricardo: Ich habe da gestern eine Website entdeckt: www.bowlingfortruth.com
Wie der Titel unschwer erkennen lässt, geht es dort um Unwahrheiten in Moores Filmen. Über die Argumente kann man sicherlich diskutieren, aber es sind jedenfalls interessante Denkanstöße.



Name: Hmmmmmm
Email: kopf@kratz.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Es weitet sich aus... schon kurz nach dem Erfolg von "Stupid White Men" bildete sich eine Gruppe von Moore-Kritikern, die ihm vorwarfen Hetze zu betreiben und sich unsauberer Methoden zu bedienen (bishin zu teilweise wirklich lächerlichen Gerüchten daß die eine oder andere Szene aus "Bowling for Columbine" gefaked wäre, nachzulesen auf seiner Homepage). Jetzt, nach "Fahrenheit 9/11" und eben diesem "Supersize me" wird diese Kritik so harsch, daß gleich das ganze Genre dieser Art von Doku als überflüssig abqualifiziert wird. Sind sie aber absolut nicht!
@ozan1000: Ja, du wußtest das und ich wußte es auch; aber wußte es der durchschnittliche Ami-Malocher der mit Foxnews ruhiggestellt wird? Nur weil einige Menschen bereits im Bilde über etwas sind, wird doch die Dokumentation über die Sache nicht sinnlos, denn da draußen sind noch tausende und Millionen, die es halt noch NICHT wußten (bzw. immer noch nicht wissen oder verleugnen, sieh dir allein die Prognosen für Bush an - wo kommen denn all diese Stimmen her? Kann jemand der ernsthaft Bescheid weiß den Typen wiederwählen?). Ob ein Filme informativ ist oder nicht, hängt ja wohl immer vom Vorwissen des Rezipienten ab.
Daß Moore und Spurlock dabei sehr publikumswirksam vorgehen, ist nur zu begrüßen, auf diese Weise erreichen sie eine Zielgruppe, die sich vorher nicht mal für Geld Dokus im Kino angesehen hätte - was ist daran verwerflich? Zudem: ist z.B. "Bowling.." polemisch? Ich finde nicht. Er hat eine Meinung, und versucht mit gesundem Menschenverstand einen großen politischen Irrsinn zu beleuchten. Political correctness hin oder her, aber gegen offensichtlich schwachsinnige Zustände mit ein bischen Grips zu feuern und dabei auch gar nicht versuchen objektiv zu sein, ist keine Polemik - dann könnte man ganz einfach jede Kritik an irgendwas als Polemik diffamieren.
Was dieser "neuen" Erfolgswelle von Dokus augenscheinlich nicht bekommt, ist der Hype, der um sie gemacht wird; was so erfolgreich ist, kann ja nur schlecht sein. Als "Roger and me" noch schüchtern auf ATTAC-Veranstaltungen lief, kam niemand mit Polemik-Anschuldigungen daher, dabei hat sich seitdem am Konzept aber nichts geändert.
@Ricardo: Ja, McDonalds IST so böse. Informier dich mal genauer über den Laden und schau dir dann mal wie dieser Konzern auf der Welt die turbo-kapitalistische Axt im Walde spielt. Und JA, in Amerika hat McD eine ganz andere Rolle in der (Eß)-Kultur. Das Publikum in einem McDoof in Deutschland ist mit dem in Amerika nur sehr, sehr bedingt vergleichbar, was hell da geschrieben hat kann ich nur aus eigener Erfahrung bestätigen.

Der Film jedenfalls ist ein niedlicher, witziger Kommentar zur Grundphilosophie des Burger-Restaurants, und auch wenn man sich schon intensiv mit der Materie auseinandergesetzt hat, gibt`s noch das eine oder andere "aha" mitzunehmen.



Name: Morpheus
Email: gibts@net.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Allein an den Kommentaren zu dieser Rezession ist für mich klar erkennbar, dass solche Filme (auch wenn die Botschaften für Intelligente Kinogänger nicht wirklich neue Erkentnise liefern) ein wichtiger Bestandteil des Intellektuellen Kinos sind. Einen Film der zu solchen Diskussionen anregt, oder einfach jemanden zum nachdenken bewegt (und sei es über die übertriebene zur Schaustellung der Regisseure und die Profitgier die möglicherweise dahinter steckt) kann man nicht wirklich schlecht finden. Vor allem bei dem heutigen Kino, bei dem die Story und die Charaktere zu Kunsten von Actionsequenzen und Special Effects in den Hintergrund treten.



Name: herbstzeitloser
Email: prherbst@aonmail.at
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@Hmmmmmm Polemik ist nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Polemik ist ein Stilmittel, dessen gekonnter Einsatz Können erfordert. Und Michael Moores Film ist definitiv sehr erfolgreiche Polemik.

Das einiges an Moores Dokumentationen montiert ist, hat Moore inzwischen (notgedrungen) selbst zugegeben. Zudem ist Moores Argumentation auf seiner Website zwar geschickt aber nicht ganz sauber. Die Moore-Kritiker haben durchaus Argumente, um ihre Vorwürfe zu begründen. Wenn du an vollständigen Begründungen interessiert bist findest du sie auf http://bowlingfortruth.com

Unter http://bowlingfortruth.com/bowlingforcolumbine/wackoattacko.htm wird versucht Moores Verteidigung zu widerlegen. Mich würde interessieren, ob dieser Versuch deiner Meinung nach geglückt ist.



Name: Sam Baum
Email: sambaum@rufindenwald.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

> Zudem: Sich 30 Tage lang vom immer gleichen (nur von einer einzigen
> Fast-Food-Kette!) zu ernähren kann nicht gesund sein, egal was man
> isst. Wenn man dann noch gezwungener Maßen sein eigenes
> Sättigungsgefühl ignoriert (supersize?), dann kann der Selbstversuch
> nur eines beweisen: bei einem unkritischen, maßlosen Konsumenten
> führt McDonalds zu Fettleibigkeit. Was für eine Erkenntnis!

Schön, dass für dich nichts neues ist! Aber in dem STUDENTENwohnheim in dem ich lebe, sehe ich doch, dass die meisten das nicht checken und sich tatsächlich von McD und Fertiggerichten ernähren. Die meisten haben IMHO nur deswegen keine Mangelerscheinungen, weil sie genug Bier saufen, wo ja doch einiges drin ist.

Und wenn diese Erkenntnis so überflüssig ist, wie du behauptest, warum werden Fast-Food-Ketten nicht wie die Zigarettenhersteller gezwungen darauf hinzuweisen, dass ihre verkauften Produkte keine Nahrung sind und in grossen Mengen schädlich sind. Sondern einfach nur essbare Zellstoffe mit stimulierenden Geschmacksstoffen?

> Vor allem nervt mich dieses monokausale "Ja das liegt eben daran,
> dass sich nur Besserverdienende gesunde Nahrungsmittel leisten
> können, und das wird nur in diesen Wholefoods-Bio-Supermärkten
> verkauft". Schlägt da wieder die Überzeugung vom mündigen
> Konsumenten durch, der schon wollte wenn er bloß könnte? Auch
> Walmart und Tesco führen "gesunde" Nahrung, also kann es daran nicht > liegen. Mögliche Gründe sind für mich schlechte Bildung und der
> Unwillen Zeit fürs Kochen aufzuwenden.

Achso einfach ist das. Dass die Unfähigkeit, wodurch auch immer entstanden, bestimmter Bevölkerungsschichten nicht nur für den Mehrwert ausgenutzt wird, dass ist ja meistens so, sondern auch zu deren Schaden, findest du Ok? Darf ich dich bitte heroinabhängig machen und mir all dein Geld nehmen? Ich vermute mal du bist damit einverstanden.



Name: Raug
Email: Demon@manuelaltmann.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

"Und wenn diese Erkenntnis so überflüssig ist, wie du behauptest, warum werden Fast-Food-Ketten nicht wie die Zigarettenhersteller gezwungen darauf hinzuweisen, dass ihre verkauften Produkte keine Nahrung sind und in grossen Mengen schädlich sind. Sondern einfach nur essbare Zellstoffe mit stimulierenden Geschmacksstoffen?"
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Jo, und bei Chpis-tüten schreiben wir jetzt: "Achtung, Chips-essen kann tödlich sein"



Name: barfuss
Email: mohikaner@barfuss.ch
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

mal so ne kurze frage.

> "bei einer mageren Laufzeit von 96 Minuten"

gelten jetzt 96 minuten schon als "mager"? ist garnicht so lange her, dass man bei uns im kino über 100 minuten überlängenzuschlag zahlen musste...

90 minuten stehen bei guter umsetzung für einen ordentlichen, knackigen film, der seinen punkt recht fix rüber bringt. mein grösster vorwurf an "columbine" z.B. war, dass er mir eher zu lang war. naja... so unterscheiden sich die geschmäcker.



Name: herbstzeitloser
Email: prherbst@aonmail.at
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Nicht nur das Raug, das Leben selbst ist lebensgefährlich! (Erich Kästner)

ad Sam Baum: In Europa gibt es auch Mediziner die rauchen. Demnach kann es mit der Selbstverantwortlichkeit in unserer Gesellschaft nicht weit her sein. Stellt sich also die Frage: was machen wir? Ab wann soll der Staat direkt eingreifen? Da jeder Einzelne Teil der Gesellschaft ist, ist die Gesellschaft von den Handlungen jedes Einzelnen betroffen (wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß). In unseren (europäischen) Gesellschaften, wird Eigenverantwortlichkeit vorausgesetzt, es wird nur dann reglementiert, wenn andere direkt betroffen sind. Die erfolgreichen Millionenklagen gegen Tabakkonzerne in den USA setzen hingegen eine Unmündigkeit voraus, die wir in Europa so gerne bekritteln.
Wenn ich vor die beiden Möglichkeiten USA - Europa gestellt bin, dann gehe ich lieber das Risiko ein und wahre mir die Illusion eines selbstbestimmten Lebens. Und darum geht es: nimmt man für sich (und damit auch notgedrungen für seine Mitmenschen) eine Selbstverantwortlichkeit in Anspruch, oder beschränkt man sich "zugunsten" seiner Mitmenschen?

Ich halte die Erkenntnis das Fast-Food und Rauchen ungesund sind für dermaßen offensichtlich, dass man auf weder auf Fast-Food noch auf Zigaretten Warnhinweise drucken müsste. Es scheint sich ohnehin niemand darum zu kümmern. (Selbstverantwortlichkeit!)
Im übrigen ist Fast-Food besser als sein Ruf. Das Verhältnis Kohlenhydrate-Fette ist zum Beispiel bei einem Whopper besser als bei einer Bratwurst mit Brot. Wir schaffen es auch uns mit unserer eigenen Küche blödzufressen, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Also weil die Unfähigkeit (wie du sie nennst) gewisser Bevölkerungsgruppen ausgenutzt wird, wäre es das Beste einen zentralen Speiseplan aufzustellen und jedem vorzuschreiben was er zu essen hat? Auf diesen Schluss komme ich, wenn ich den Schlüssen deiner Argumentation folge.

So, jetzt habe ich noch einmal gelesen was ich geschrieben habe, aber ich kann beim besten Willen nicht deiner Interpretation folgen. Ich habe lediglich festgestellt, dass ich die Begründung "die Leute können sich einfach nicht gesunde Nahrungsmittel leisten" für falsch halten. Bitte zügle deinen Eifer. Nur weil ich Spurlock kritisiere und nicht eindeutig Partei beziehe, heißt das nicht, dass ich die Entwicklung gut heiße. In weiterer Folge bin ich ja auch betroffen und bedroht, aber es ist besser den Dingen auf den Grund zu gehen, anstatt nur an der Oberfläche zu kratzen.

Also warum sind Leute übergewichtig, wo doch schon das dümmste Kalb kapiert haben müsste, was passiert wenn es sich mästet? Vor allem in den USA, wo jede Menge wandelnder Beispiele gibt? Warum wird so viel für billig hergestellte und teuer beworbene Markenartikel ausgegeben? So viel für Videospiele, Musik, Kino, Kosmetik, Autos? Aber so wenig für etwas fundamentales wie Nahrung? Vielleicht weil es gerade etwas Fundamentales ist, kann schon sein. Worauf ich hinweisen möchte ist, dass viel mehr dahinter steckt, als so Film von eineinhalb Stunden zeigen kann.

Ich hoffe, dass mehr passiert, als dass sich die Leute diesen Film ansehen, grausen und hinterher bei McDonald's kichernd meinen: "Ja, also jetzt sitzen wir doch wieder hier ..." Ich hoffe, allein, mir fehlt der Glauben.



Name: herbstzeitloser
Email: prherbst@aonmail.at
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@barfuss: 96 Minuten sind für ein solches Thema mager. Ein Grundproblem unserer Gesellschaft scheint mir die geringe Aufmerksamkeitsspanne zu sein. Natürlich kann man sich nicht mit jedem Thema ausführlich beschäftigen, man muss Prioritäten setzen. Wenn man zum Beispiel ein populär-wissenschaftliches Buch über Quantenphysik liest, dann kann man entweder sagen "Klingt sehr interessant, damit will ich mich näher befassen" oder "Interessiert mich nicht näher". Wenn man sich jedoch für einen halben Quantenphysiker hält, dann ist man überheblich.

Und jetzt werde ich mich auch gleich einschränken, denn ich habe den Film noch nicht gesehen und kann nichts Näheres dazu sagen. Ich hoffe jedenfalls, Spurlocks Selbstexperiment kommt nur am Rande vor. Nicht dass der Punkt am Ende lautet: zuviel Fast-Food macht fett.

"Bowling for Columbine" war mir auch zu lang. Aber ob ein Film zu lang ist sollte man nicht anhand der Minutenzahl sagen, sondern aufgrund von Inhalt und Aufbereitung.



Name: Ozan1000
Email: Ozan1000@web.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

http://www.liberalismus.at/moore.html

einfach mal lesen und darüber nachdenken..



Name: Bommel
Email: bommel@usa.com
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Spurlock hat das ganz witzig gemacht, ist aber im Allg. nichts fürs Kino, da es doch ein wenig nach Trittbrettfahrerei anmutet.

Zum Thema:
Jeder weiß, dass ein überwiegender Konsum von Fast-Food ungesund ist. Und der Gang in das Restaurant ist nach wie vor freiwillig. Somit erübrigen sich viele Fragen nach Schuld, Verantwortung und Bosheit.

Einige Beiträge hier geben ein verfälschtes Bild ab, nach denen man meint, nur arme und ungebildete US-Bürger leiden an Übergewicht und Cholersterin-Problemen. Das Problem mit stark fett- und zuckerhaltigen Produkten in den USA ist ein generelles Problem und nicht allein auf McDonalds zu beziehen. Und der Anteil an wohlhabenden und gebildeten Fast-Food-Essern ist genauso hoch. Im Übrigen spielen da Faktoren wie die Lebensweise (kein Sport, Essen von Schokol./Fast-Food aufgrund allg. Unzufriedenheit, Faulheit), Arbeitsplatz (fortschreitenden Automatisierung, sitzende Tätigkeiten) etc. ein große Rolle.

Naja, aber die Klagen gegen McDo & Co. laufen ja schon und nach den Rauchern werden wir mal sehen, wieviel Dollar die armen, unschuldigen und ausgebeuteten Menschen absahnen werden.

Ironie: Dass man sich im Kino ausschließlich Popcorn, Schokolade, Cola, usw. kaufen kann und am Ende des Films nur leere Tüten und Flaschen auf den Sitzen zurückbleiben. Sind wir Deutschen nun zu intelligent und wissen, was wir uns antun dürfen oder glauben wir Sam Baum, nach dessen Erzählung selbst Studenten zu dumm sind, sich um ihr Wohl zu kümmern?



Name: Morpheus
Email: gibts@immernoch.net
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich gebe zu Intellektuelles Kino ist ein bischen hoch gegriffen :), aber ich wollte damit nur andeuten, dass solche Dokumentationen für mich eine willkommene Abwechslung zu Matrix 3, Spiderman 2 und anderen Filmen die ich mir zur Unterhaltung ansehe sind.
Es ist doch immer die Frage was macht man selbst aus so einem Film (Dokumentation). Ich bin der letzte der sich einen solchen Film anschaut, aus dem Kino kommt und sagt: "Der Bush ist aber echt ein mieses Schwein", aber solche Dokumentation regen Menschen an über Sachen nachzudenken und kritisch zu hinterfragen.
Und das finde ich gut.



Name: Der Schreiber
Email: schreiber@hushmail.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Es bleibt immer die Frage, ob Menschen wie Michael Moore mit ihren Filmen wirklich die breite Masse ansprechen, oder zum Nachdenken anregen wollen. Ich tendiere eindeutig zu letzterem. Ich kann mir bei aller Aufrichtigkeit nicht vorstellen, dass Menschen wie Moore diese Filme aus kommerziellem Interesse heraus Filmen - Förderungen der Künstler durch Geldspenden etc. ist durchaus nachweisbar. Aus diesem Grund sehe ich mir solche Filme gerne an und kann ihnen ebenfalls einen intelektuellen Wert abgewinnen. "Was Neues" sagte Staake in seiner Rezension zu Vergiss mein nicht kürzlich - das wäre es, was diese Filme vom Blockbusterkino trennt. Super Size Me hat das Glück immer noch "etwas Neues" zu sein und andere Methodiken der Unterhaltung nach Belieben ausprobieren zu können.



Name: burgerking boss
Email: BOSS@BUERGERKING.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

super size, me hat vollkommen recht! ich hasse macdoof. geht lieber zu burgerking JAMJAM LECKER! MUAHAHAHAHAH FUCK U RONALD MCDONALD!



Name: Gänseblümchen
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ich war, dank meiner Eltern, Günther Walraff und anderer kritischer Stimmen, schon immer gegegen McD und Co. und habe nachdem ich diesen Film sah einige weitere Bestätigungen gefunden nicht hinzugehen. Selbstgemacht schmeckt das Essen immer noch am besten!



Name: Plu
Email: a.plumeyer@uea.ac.uk
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Lieber Herbstzeitloser,

von Leuten mit 5 Userkommentaren erwarte ich eigentlich, dass sie den Film vorher gesehen haben.
Ich hatte ein Jahr Aufenthalt an einer Uni in den USA. In der Cafeteria gab es das eigene Fast Food, Burger King und Taco Bell (Mex. Fast Food Kette). Die Studenten waren verpflichtet, für 1000 dollar einen Meal Plan zu kaufen. Im Wohnheim gab es keine Küche, nur eine Mikrowelle.
Eigenverantwortung wird einem da ganz schön schwer gemacht. Ein Beispiel: auf einer 32 stündigen Greyhound Bus Reise ernährte ich mich ausschliesslich von Öko-Müsli-Riegeln, die ich vorher gekauft hatte. Alle anderen hatten in den Pausen die Wahl zwischen Burger King, McDonald's etc. Es gab NICHTS anderes zu kaufen.
Von wegen "Wahl". Vorräte von Müsli-Riegeln mit sich rumzuschleppen, kann aber und sollte nicht die Lösung des Ernährungsproblems sein.



Name: pim
Email: pimpalim@pom.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

darf ich diesen talkback bitte für den pulitzer - preis vorschlagen? :) selten so gehaltvolle längere beiträge gelesen. was allein übrigens als beweis ausreicht, daß die filme von moore, spurlock und co. wichtig sind. liebe populär-doku-kritiker: LEIDER gibt es keine andere möglichkeit (mehr) in corporate america gehört zu werden. so tragisch das ist, es ist ein faktum.



Name: Ronald McDonald
Email: ronald@mcdonald.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Schade, dass die meisten Kommentare hier von Leuten sind, die den Film nicht gesehen haben. Der Film ist absolut genial und die 10 Äuglein verdient. Er hat auch nichts mit dem Stil von M. Moore gemein.



Name: Slow Food
Email: mens@nit.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich liebe Fast Food und habe es schon immer geliebt. Es muss jedoch erwähnt werden, dass ich (noch) über einen hervorragenden Stoffwechsel verfüge, der mir diese "Sünden" verzeiht.
Aber von solch schlechter Qualität kann das Essen bei McDonalds und Konsorten doch auch nicht sein. Es kommt immer darauf an, ob man sich neben dem Fast Food-Konsum gesund und abwechslungsreich ernährt und natürlich auch hin und wieder ein bisschen Sport treibt.
McDonalds schmeckt!



Name: Slow Food
Email: mens@nit.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich liebe Fast Food und habe es schon immer geliebt. Es muss jedoch erwähnt werden, dass ich (noch) über einen hervorragenden Stoffwechsel verfüge, der mir diese "Sünden" verzeiht.
Aber von solch schlechter Qualität kann das Essen bei McDonalds und Konsorten doch auch nicht sein. Es kommt immer darauf an, ob man sich neben dem Fast Food-Konsum gesund und abwechslungsreich ernährt und natürlich auch hin und wieder ein bisschen Sport treibt.
McDonalds schmeckt!



Name: McJ
Email: McJ@McJ
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Mensch, da halte ich mich mal mit Diskussionen zurück und sage einfach, wie mir der Film gefallen hat: gut.

Man merkt deutlich den Einfluss von M. Moore: witzige, schnelle Doku-Filme drehen, bei dem einem mit cooler Musik im Hintergrund (der Vorspann von Bowling f.C. war hier Pate) die Infos nur so um die Ohren gehauen werden. Es geht eher um den Gesamteindruck als um detaillierte Argumentationen, eher um den bissigen Witz als um das schlagende Argument. Aber hey, das ist auch ok so - wenigstens bei diesem Film (bei Fahrenheit 9/11 hatte ich mehr Probleme damit).
Viele Aspekte in Spurlocks Film sind schon gut herausgearbeitet, insbesondere das Problem der Schulkantinen. Ein grosse Plus: er selbst kommt ziemlich sympathisch rüber; nicht verbissen, sondern neugierig und trotzt aller Wiederlichkeit gibt er ja selbst zu, dass Fast Food eigentlich auch lecker schmeckt - weil es lecker schmecken soll.
Rundum also ein gelungener, kurzweiliger Doku-Film, bei dem man mit allen Aussagen nicht übereinstimmen muss, der aber erheblich mehr Spass macht als eine mit Grabesstimme kommentierte Doku von Spiegel-Tv.

PS: Ich muss mal eine Lanze für den Burger brechen (brechen hier nicht körperlich gemeint): in einem echten US-Diner zubereitet, mit viel Beilagen und verschiedenen Sossen, dazu ein gutes Bier aus einer Micro-Brewery... hey, da kann ein Burger richtig, richtig lecker sein.
Mahlzeit!



Name: K. und S.
Email: schmusisusi82@hotmail.com
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Hey Ihr!
Wollten Euch nur mal mitteilen, dass Eure Gespräche für Außenstehende echt belustigend sind!
Macht weiter so! ;-)



Name: Big
Email: -
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Fast Food ist ungesund. Welch weltbewegende Erkenntnis. Aber mal im Ernst, auch wenn uns das Ergebnis dieses Films in keinster Weise übersaschen kann, hätte dieses Thema grundsätlich mehr hergeben können.

Zum einen finde ich es schade, das sich nur ein Konzern vorgenommen und alle anderen "Überltäter" ausser acht gelassen bzw. nur am Rande
erwähnt werden.

Zum anderen finden ich persöhnlich es sehr schade, das sich Spurlock viel zu nah und viel zu offensichtlich an Michael Moore orientiert, ohne dessen Schärfe und ironische Betrachtungsweise Auch nur anähernd zu erreichen.

Ingesamt aber trotzdem eine handwerklich solide Doku, die man sich auch als "Fast Food Junkie" (ja auch ich bekenne mich schuldig) ansehen kann, ohne schlaflose Nächte durchleiden zu müssen.



Name: thorben
Email: mi_ami_r@hotmail.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

@ Big ... es ist gut so das Spurlock nicht die "Schärfe" und "ironische" Betrachtungsweise von Moore hat. Er kommt ehrliche und witziger rüber als der Michael Moore der auf die Medien angewiesen ist wie Bush auf seinen Vater und seine dümmlichen Berater.

Und es ist schön mal zu sehen welche GENAUEN Auswirkungen Fast Food auf den Menschen hat, klar macht dieses Essen dick ... aber was noch?

Und mein Gott, es ist einfach nur ein guter witziger Film und er will nicht gleich neben Michael Moore stehen oder als Anführer einer neuen "Anti McDoof Bewegung" gesehen werden.



Name: Kristina W
Email: tina-w@diddlpost.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Ich habe es in der Schule mit meiner Klasse gesehen.
Ich fand den Film interessant.
Was ich nicht so gut fand ist das ich jetzt überhauptkeine Lust mehr auf Mc Doof habe obwohl ich nicht oft da war und so.



Name: Kim Ole
Email: meter11@gmx.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

War interessant, da man jetzt wirklich sah, was McD anrichtet



Name: BigBen
Email: ab@c.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Wer sich normalerweise sehr bewußt ernährt und regelmäßig Sport treibt, wird sicher zunehmen und auch andere Stoffwechselprobleme bekommen, wenn er plötzlich gar keinen Sport mehr treibt und sich einseitig ernährt. Wenn ich das Gegenexperiment machen würde und mich 30 Tage lang bei McDoof ernähren, dabei aber Kalorien zählen und dazu Sport treiben (mache ich jetzt viel zu wenig), dann würde ich wahrscheinlich abnehmen...



Name: AB
Email: ayne382alf251@excite.com
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Das (geisteskranke) Experiment ist zweifellos recht witzig und nett anzuschauen, deshalb auch meine Bewertung >1. Das ist aber auch das einzig gute an dieser "Doku". Der Rest ist blödsinnige linke Müllpropaganda mit den immer gleichen Ressentiments gegen die pööööösen Konzerne. Das sowas heutzutage der große Renner ist sagt viel über die momentane Gesellschaft aus.

PS. Ich esse höchstens einmal im Jahr bei McDoof und das nur wenns wirklich keine (zeitliche) Alternative gäbe. Also nix mit Fastfood-Fan meinerseits.



Name: Peter Produzent
Email: usw@aon.at
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

@Ozan 1000: Nicht mal Bush wusste, was die Welt erwartete. Abgesehen davon, dass Republikanern blind zu misstrauen ist, hielt ihn seine eigene Partei für einen gemäßigten, nicht gerade übereifrigen Typen, der außenpolitisch Zurückhaltung predigte.
Natürlich kann man mit einem Republikaner im Weißen Haus immer einiges erwarten, die größenordnung des Grauens war aber nicht abzusehen.

Zum Film: Natürlich ist allen klar, dass fast food ungesund ist. Da aber trotzdem jeder McDonalds rand voll mit menschen ist, gibt es durchaus eine berechtigung, die konsequenzen des fast food konsums den menschen deutlich vor augen zu führen.
Das hat der film auf unterhaltsame weise getan. Vor allem der titel ist verdammt clever und witzig.