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Eine große Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges. Eine Frau, die sich zwischen
Daddy's kleines Mädchen: Penelope Cruz und John Hurt. |
zwei Männern entscheiden muß und ein paradiesischer Ort, der aus seiner
trügerischen Ruhe gerissen wird. Das war in diesem Sommer "Pearl
Harbour", aber das ist auch "Corellis Mandoline". Und nachdem
die Meinungen über die Geschichtsverklärung aus dem Hause Bruckheimer
doch sehr geteilt waren, ist es sicherlich interessant zu sehen wie
"Working Title", die derzeit einzige europäische Produktionsfirma
mit konstantem Welterfolg ("Notting Hill",
"Bridget Jones", "Vier Hochzeiten
und ein Todesfall") so eine Geschichte präsentiert. Inszeniert von
"Shakespeare in Love"-Regisseur John Madden schlägt "Corellis Mandoline"
dann auch erwartungsgemäß eine ganz andere, deutlich leisere Richtung
ein.
Wir befinden uns auf der griechischen Insel Kephallonia im Jahre 1940.
Hier scheint die Zeit seit Ewigkeiten stillzustehen und die meisten
Bewohner haben auch vom Krieg im Zentrum Europas bisher kaum etwas
mitbekommen. Lediglich der angesehene Arzt Dr. Iannis (John Hurt)
sieht bereits die kommenden Umwälzungen voraus. Iannis lebt mit seiner
Tochter Pelagia (Penelope Cruz) zusammen und sieht deren bevorstehender
Heirat mit dem einfachen Fischer Mandras (Christian Bale) eher skeptisch
entgegen. Kurz nach der Verlobung schließt sich Mandras jedoch der
griechischen Armee an, um gegen die Italiener zu kämpfen. Als diese
Unterstützung von ihren deutschen Verbündeten erhalten, muß Griechenland
bald kapitulieren. Auf Kephallonia ziehen die Italiener ein und mit
Nicolas "Hundeblick" Cage mit der titelgebenden Mandoline. |
ihnen Hauptmann Antonio Corelli (Nicolas Cage). Für den musisch veranlagten
Corelli scheint die Besatzungszeit nur ein großer Urlaub und Spaß
zu sein. Er leitet seine eigene klassische Gesangsgruppe in der Armee
und bei den Strandfesten mit dementsprechendem Wein, Weib und Gesang
findet sogar der deutsche Offizier Weber (David Morissey) Gefallen
an der italienischen Lebensart. Einquartiert wird Corelli bei Dr.
Iannis und dessen Tochter. Diese hat zwar so ihre Probleme mit dem
Benehmen der Besatzer, kann sich aber dem Charme Corellis auf Dauer
nicht entziehen. Als Mandras schließlich zurückkehrt um gemeinsam
mit den griechischen Partisanen zu kämpfen, haben sich die Verlobten
entfremdet und Pelagia muß ebenso eine Entscheidung treffen wie Corelli,
für den die sich auflösende Allianz zwischen Italien und Deutschland
eine dramatische Veränderung der Lage bewirkt.
"Meet the parents": Corelli beim Abendessen mit seiner Liebsten Vater. |
"Corellis Mandoline" beginnt mit einer Operation von Dr. Iannis, der
einem Einheimischen eine Erbse aus dem Ohr entfernt und diesen somit
von seiner angeblichen Taubheit heilt. Am Ende des Films bittet dieser
den Arzt dann ihm die Erbse doch wieder einzusetzen, da er das Gebrüll
seiner Ehefrau nicht mehr hören mag. Die Symbolik ist offensichtlich:
Die Erweckung der Insel Kephallonia aus ihrem Dornröschenschlaf und
die folgenden Jahre der Besatzung und des Krieges haben weit mehr
Leid als Freude gebracht. Der Schauplatz des Films (und es wurde auch
tatsächlich auf der Insel gedreht) ist denn auch sein größter Trumpf:
Erstens hat man dieses atemberaubend schöne Plätzchen Erde noch nie
auf der großen Leinwand gesehen und zweitens bietet der überschaubare
Handlungsort die Möglichkeit mit Land und Leuten "warm" zu werden
und einen persönlichen Bezug aufzubauen. Die größtenteils authentische
Schilderung der Ereignisse sorgt dabei für zusätzliches Interesse
beim Zuschauer an dieser eher unbekannten Episode des Krieges.
Bemerkenswerterweise gelingt die Identifikation aber hauptsächlich
über die Nebenfiguren. Denn während Nicolas Cage wieder mal ein- und
denselben Gesichtsausdruck über einen ganzen Film beibehält und auch
Vom Psycho zum Fischer: Christan Bale. |
Miss Cruise, oops, Cruz nicht wirklich wie die moderne selbstbewußte
Frau wirkt die sie darstellen soll, überzeugen ganz andere: Allen
voran John Hurt als Doktor, der sowohl die Gemeinschaft der Insel
als auch den Film selbst im Kern zusammenhält. Eine Nominierung für
die beste Nebenrolle bei der nächsten Oscarverleihung wäre durchaus
angebracht. Herausragend auch Christian Bale (den man nach "American
Psycho" hier kaum wieder erkennt) und vor allem David Morissey
als deutscher Offizier Weber. Bei Beiden wird eine grobe gut/böse-Charakterisierung
erfreulicherweise vermieden und vor allem Weber wird zu einer Figur
von wahrhaft tragischen Ausmaßen.
Die unbefriedigende Wirkung der beiden Hauptakteure ist das eine Problem
von "Corellis Mandoline", die Laufzeit das andere. Während man die
Längen am Anfang zur Einstimmung auf kommende Ereignisse noch verkraften
kann, findet der Film dann aber auch kein Ende. Nachdem der Zuschauer
schon eine passende Schlußszene gesehen hat, geht's noch mal eine
gute halbe Stunde weiter mit weiteren Schicksalsschlägen. Und um auf
den Vergleich mit "Pearl Harbour" zurückzukommen: Action und Geballer
gibt es hier auch, aber meist eher unerwartet und dann sogar manchmal
schockierend. "Corellis Mandoline" ist insgesamt betrachtet ein recht
gelungener Film mit Mängeln. Und daher ein guter, aber kein großer.






hab grad das buch in englisch glesen....
heute schau ich mir den film an....
das buch war ganz ok...nicht super...ganz ok einfach
ich hab morgen referat in der schule, da das buch ziemlich schwer geschrieben ist, könnte mir vl wer auf meine email adresse schreiben wie es ausgegangen ist?? dankeschön
lg
Also Film ist jedenfalls sehr schön, ob wahr oder nicht ist eine andere Frage.Das wissen nur die Leute die das 2.WK miterlebt haben.
Eine sehr interessante Geschichte.
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