Blueberry und der Fluch der Dämonen

mystik-western, fra 2003
original
blueberry
regie
jan kounen
drehbuch
gerard brach, jan kounen
cast

vincent cassel,
michael madsen,
juliette lewis,
temuara morrison,
eddie izzard, u.a.

spielzeit
124 min.
kinostart
01.07.2004
homepage
www.blueberry-lefilm.com
bewertung

(2/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Es gab durchaus Gründe, diesem Film mit einiger Sympathie und Vorfreude entgegenzusehen. Denn neue Impulse für das Genre des Westernkinos sind immer willkommen, und außerdem lässt auch der Titel "Blueberry" Einiges erwarten, auch wenn der Name des rauen Antihelden vielleicht nicht jedermann ein Begriff ist. Dahinter verbirgt sich aber der bekannteste und erfolgreichste europäische Western-Comic überhaupt, ein Epos in mittlerweile vierzig Bänden, das seit ebenso vielen Jahren seine Leser begeistert. Die von den beiden Franzosen Jean Giraud und Jean-Michel Charlier geschaffene Reihe begann dabei als klassisches Abenteuerepos im Stile der alten John Ford/John Wayne-Filme, spiegelte später die Entwicklung zum pessimistischen und brutaleren Italowestern wieder und gibt sich in seiner heutigen Form als eher verspieltes und sich dabei oft selbst zitierendes Spätwerk.
Dementsprechend war die Frage, welchen "Blueberry" wir denn nun auf der Leinwand zu sehen bekommen würden. Die ernüchternde Antwort darauf lautet: Gar keinen. Denn was uns Regisseur Jan Kounen hier präsentiert ist reiner Etikettenschwindel und hat mit der Vorlage letztendlich überhaupt nichts mehr zu tun. Damit sind zwar schon mal die Fans enttäuscht, die "ihren Helden" zumindest gern wieder erkannt hätten, diese Tatsache allein wäre aber natürlich noch nicht Grund genug den ganzen Film deshalb zu verdammen. Diese Ehre verdient "Blueberry" sich dann auch aufgrund ganz anderer Defizite: Dieser Film ist nämlich einfach langweilig und albern und schafft es leider auch überhaupt nicht, aus der Summe seiner verschiedenen Einzelteile und Ideen ein auch nur irgendwie funktionierendes Ganzes zu formen.

Anhand der Rahmengeschichte lässt sich dieses Desaster noch nicht erahnen, denn da geht es offensichtlich erst mal um einen klassischen Rachefeldzug. Der eigenbrötlerische Marshall Blueberry trifft nach Jahren wieder auf seinen alten Feind Wally Blount, einen brutalen Banditen, den er für den Tod seiner ersten Geliebten verantwortlich macht. Dieser ist mit seinem Kumpan unterwegs in die "heiligen Berge", einen von den Indianern verehrten Ort, in dem sich ein geheimnisvoller Schatz befinden soll. Blueberry hat dabei nicht nur eine Rechnung mit Blount offen, sondern aufgrund der Jahre, die er bei den Indianern verbrachte, auch ein gesteigertes Interesse daran, das Heiligtum der Schamanen zu schützen. Zusammen mit seinem Blutsbruder Runi macht er sich nach einigen Irrungen auf den Weg zur finalen Konfrontation. Doch es sind vor allem die eigenen Dämonen, die der junge Marshall fürchten muss.

Dass diese Story mit dem ihr zugrundeliegenden Comiczyklus um die "Vergessene Goldmine" eigentlich nur ein paar Namen gemein hat, geht ja bereits aus den weiter oben gemachten Ausführungen hervor. Dass dieser Film auch sonst irgendwie "anders" sein will als so ziemlich jeder Western vor ihm wird dann zum ersten Mal deutlich, als Blueberry nach seiner ersten Konfrontation mit Blount von den Indianern aufgenommen und von deren Schamanen behandelt wird. Erste Traumvisionen mischen sich mit einer schweren, aber auch sehr beruhigenden Atmosphäre. Und von da an nimmt der Film sich Zeit, treibt seine eigentliche Geschichte nur langsam voran und legt anscheinend keinerlei Wert darauf, diese für sein Publikum spannend und interessant zu gestalten. Die Figuren werden hin und her geschoben, philosophieren so vor sich hin und zeigen sich ansonsten wenig entscheidungsfreudig. Dabei gelingen Kounen einige wenige hübsche Szenen, z.B. mit den Gastauftritten von Ernest Borgnine und Colm Meaney. Die Zahl der uninteressanten, wenn nicht gar misslungenen Sequenzen überwiegt aber bereits zu diesem Zeitpunkt, genannt sei hier nur der völlig lächerliche Auftritt von Juliette Lewis, die als (ziemlich schrecklich) singendes Saloongirl einen gewalttätigen Konflikt beendet.
So quält sich der Zuschauer dann mehr schlecht als recht durch die behäbige Inszenierung und hätte das ganze vielleicht noch mit einem kurzen Achselzucken abgetan. Wenn man ihm in der letzten halben Stunde nicht noch einen abgefahrenen Selbstfindungstrip um die Ohren hauen würde, der den Film dann vollends zum Ärgernis macht. Die persönliche Leidenschaft des Herrn Kounen für Mystizismus im Allgemeinen und das Schamanentum im Besonderen in allen Ehren, aber sein Versuch dieses höchst spirituelle Thema in eine Geschichte einzubinden und dann auch noch in überzeugende Bilder zu verpacken scheitert hier komplett. Denn nicht nur, dass einem die sich ständig wiederholenden, einfallslosen Schlangen und Würmergebilde aus dem Computer schon bald auf die Nerven gehen, auch die nach der "Seelenreinigung" letztendlich zu Tage tretende Auflösung der Story offenbart nicht wirklich einen tieferen Sinn. Und so verpufft mit dem Ende von Blueberrys Kampf mit seinen eigenen Dämonen auch der Rest der Geschichte in einer großen Rauchwolke.

Jean Giraud, der mittlerweile alleinverantwortlich für die "Blueberry"-Comics zeichnet, äußerte sich übrigens recht begeistert über die krude Adaption. Unter dem Namen "Möbius" entwirft der Künstler nämlich seit einigen Jahren ähnlich verquaste (wenn auch graphisch brillante) Geschichten. Wenn er sich dies auch bei seinem "Blueberry" mal trauen könnte, würde dann wohl so etwas Ähnliches wie dieser Film dabei herauskommen. Wünschen wir uns also besser, dass es dem Meister noch recht lange gelingen möge sich zu beherrschen.

V. Robrahn

 



Name: Patrick
Email: Patrick78@giga4u.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Es ist schwer zu sagen, welche Art von Droge in diesem Film konsumiert wird, aber alle Mitwirkenden konsumieren wirklich raue Mengen davon. Und das ist gut so. Ein ordentlicher Drogen-Flash ist bitter nötig, auch für den Zuschauer, damit er bei diesem Film wach bleibt. Er könnte versuchen Vincent Cassels mäßigem Schauspiel zu folgen. Ach nee, das würde von der Handlung ablenken. Handlung? Sagte ich Handlung? Entschuldigung, hat jemand Drogen? Jan Kounen enttäuscht das Publikum, wenn er zu Gunsten Vincent Cassels meditativem Schauspiel die Ballerszenen vernachlässigt. Die französischen Superstars inspieren sich gegenseitig zu ihren bislang schlechtesten Leistungen. Diese erstklassige Fehlzündung verdankt ihren Kinostart allein dem Wert der Popularität ihrer Comicvorlage. Fazit: Ein Western, in dem die Wagen die Pferde ziehen müssen, damit es vorwärts geht.



Name: Jonathan Dilas
Email: jona@jonathan-dilas.dx
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Halluzinogener Neuzeit-Psycho-Western mit indianischer Mythologie

Blueberry war einst ein französischer Comic, in dem ein Sheriff einer Kleinstadt im 19. Jahrhundert für Recht und Ordnung zu sorgen versuchte. Er geriet in die Konflikte zwischen den Rothäuten und Bleichgesichtern, während die Indianer ihm einmal das Leben retteten und er ihre Geschichte und ihre Mythen kennenlernte. Ein Schamane lehrt ihm darüber hinaus noch den Umgang mit halluzinogenen Kräutern und zeigt ihm die Welt auf der "anderen Seite". Dabei entdeckt er sich selbst und erkennt seinen Feind, der ihn seit seiner Teenagerzeit bedrängt, aber auch seltsame Dämonen, Hexerei und Totemtiere werden Teil seines Sheriff-Alltags.

Das Comic Blueberry umzusetzen ist gewiss nicht einfach, da man hier auf viele unverständliche und wirre Elemente trifft, die ihr eigenes Geheimnis besitzen. Schamanen- und Castaneda-Fans kommen bei diesem Film jedoch ganz auf ihre Kosten und gewinnen einen gelungenen, fast hautnahen Einblick in eine andere Kultur, die in Mittelamerika ihre Heimat findet.

Fazit: Sehr empfehlenswert

(J. Dilas, www.jonathan-dilas.de)



Name: Anton
Email: anteon@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

so schlecht war der Film doch gar nicht

wenn mann bedenkt was für anderen Müll mann zur Zeit bekommt ist dieser hier noch gut



Name: pöle
Email: q@q.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ey Scheiss die wand an, nein wat is dat schön
so ein feines guck hab ich nicht mehr seit dem abgang von wolf johan flöte erlebt voll auf meinen niwo



Name: Hubi
Email: asd
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

löl das glaub ich dir sofort pöle



Name: McLeod
Email: McLeod@.com
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Oh je Oh je. Die reinste Schlaftablette. Schauspieler die so langsam sind als ob sie unter Drogen stehen, ein öde Story und unsympathische Darsteller. DIese Comicverfilmung ist gründlich misslungen



Name: tweassell
Email: tweassell@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

schade das sich hier doch einige irren irgendwie
hat der ein oder andere die zeitepoche nicht mitbekommen, die besonneheit(beherschung des geistes etc.)der ein oder anderen kultur.

ist halt nicht indianer jones, davon ab gibts wesentlich beschissenre
streifen!!!

beschränktheit sucht sich der genießende!



Name: boby brown
Email: 10zero@gmx.net
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

irgendwie schade, es gibt immer weniger cineasten die zugang zu filmen abseits des us-mainstreams finden und kein problem mit langsamen und unkonventionellen filmen haben.
ein western in dem schamanismus und drogen den mittelpunkt bilden - sehenswert!




Name: O.o
Email: nee@nee.de
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Ich würd sagen ohne diese Drogenszenen wäre der Film bestimmt toll gewesen oder wenigstens nur halb so viele, dafür mehr Westernszenen, Landschaftsszenen und vielleicht etwas Reiten-Schiessen-Springen-Sterben und fertig wäre ein geiler Film aber nein. Der Regisseur war sicher oder ist sicherlich ein Schamane...

Wegen den misslungenen Drogenszenen nur 4 von 10 Augen



Name: bert
Email: bertthx@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Eine Kritk ist wie immer subjektiv, diese o.a. kann ich gar nicht teilen. Herr Robrahn scheint eher zu den Personen zu zählen, die in den Videotheken nach Filmen Fragen "...ist der mit Schießen". Nicht jeder Western muß mit 425 Toten enden, ein Klassiker wird der Film sicher auch nicht...aber sehenswert ist er allemal.

Bemerkenswert fand ich die visuelle Umsetzung der Flash's.



Name: röps
Email: röps@aol.com
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

super Film, aber am Ende etwas zu langatmig. Daher nur 8 von 10



Name: mr.p
Email: tsantsa@firemail.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

was soll man da sagen...
extrem geniale kamera einstellungen und auch (zumindest anfänglich) subtil eingesetzte animationen, die einen unterschwelligen horror erzeugen.
da war echtes potential für einen düsteren schamanenwestern im genialen stil von the missing!

Allerdings:
keine auch nur irgendwie erkennbare handlung, bzw. nur handlungsfetzen, die nie zu einem ende geführt werden!

kaum eine der figuren hat ein sauber herausgearbeitetes motiv für das was sie tut.
...und dass alle unbedingt in die mystischen berge wollen, um dort mal schnell nen humpen ekeliges gesöff abzupumpen ist (meiner ansicht nach) echt zu wenig.

Schade eigentlich... hätte mit ner guten handlung auch ne 9 werden können :-)



Name: Olli
Email: spirit-art@t-online.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Wer einen typischen Actionstreifen a la Hollywood erwartet und sich nicht für Schamanismus und psychoaktive Pflanzen interesiert, wird enttäuscht sein. Aber für die "Eingeweihten", die sich ein bischen mit der Mystik indogener Völker beschäftigt haben, ist gerade auch die computertechnische Umsetzung der durch den Genuß des Peyotekaktus ausgelösten (Todes)-Visionen interessant und keineswegs an den Haaren herbeigezogen. Dergleichen wird heute noch bei den Huichol-Indianern in Mexico praktiziert. Der Film spricht garantiert kein breites Publikum an, könnte aber trotzdem Kult werden wie z.B. "Der Smaragdwald", der mit den gleichen Themen spielt, aber des Menschen Beziehung zur Natur mehr in den Mittelpunkt stellt. Apropos Natur: Wenn die Kamera in "Blueberry" aus der Adlerperspektive über das Land fliegt: Wow, wer da nicht beeindruckt ist, dem ist nicht zu helfen. In diesem Film steckt eine Menge. Hochachtung vor dieser Filmarbeit.



Name: AtomicnatioN
Email: cassius@yahoo.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Einen kruden Aktion-Western suchend stohl sich dieser Film in meine Tasche. Der Filmtitel versprach eher banales bis albernes, erinnert an eine schlechte Fernseherie und Comics sind mir fremd. Nach 20min wurde mir klar, dass sterotypische Vorstellungen dieses Genres diesem Film nicht gerecht werden. Aktion-Fans werden enttäuscht sein, verlangt der Film doch einiges an Vorstellungskraft, besonders gegen Ende schließt er auch nicht mit bleihaltigen Argumenten. Musste mir danach vergegenwärtigen, dass es doch kein Kubrick war, der sich in den Westen gewagt hat. Ein wirklich gelungener Film, der unerwartet Einblicke in den Shamanismus der Ureinwohner gibt und den Zuschauer auch auf sich selbst zurückwirft: menschliche Gefühle und Leidenschaften als Geister und Dämonen, die uns beherrschen oder beseelen. Herrscht du in deiner Seele oder wirst du beherrscht?

Lässt man sich auf diesen Film ein, unabhängig von Erwartungen in Richtung Aktion oder Comicadaption, hat er einiges zu bieten.



Name: jbMurdock
Email: bendig@arcor.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Leider war ich nicht vollkommen bekifft, als ich den Film gesehen habe. Vielleicht hätte das etwas an meiner Bewertung geändert. Eigentlich stehe ich ja auf diese Mystery-Filme, aber der Streifen ist echt der Knaller!!! Null Handlung, kein erkennbarer roter Faden, billige Spezialeffekte, die in dieser wirren Form hier nix zu suchen haben (hab ich die nicht irgendwie schon in ner anderen Farbe in "Der Rasenmäher Mann" gesehen???).
Alles in allem ein derber Griff ins Klo.
Aber wie gesagt, sobald ich lebensmüde genug bin besorg ich mir die heftigsten Drogen, die ich finden kann und schau mir den Film nochmal an. Und wenn ich dann wider aller Erwartungen wieder in "diese Welt" zurückkehre schreibe ich eventuell einen neuen Kommentar...



Name: Steven
Email: steven@freemail.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Zwischenzeitlich zwar ein sehenswerter Streifen, aber unter Strich und vorallem am Ende einfach nur unglaublich langweilig. Die Computeranimationen sind so deutlich als solche zu erkennen und dabei nicht einmal grafisch überzeugend, geschweige denn das sie irgendeine Atmospähre erschaffen würden, dass man nur noch wegzappen möchte. Die Figuren laufen aus fadenscheinigen Gründen in der Weltgeschichte herum, nicht mal über den Ausgang des Ganzen entsteht irgendeine Spannung. Merke, nur weil es nicht Mainstream ist muss es noch lange nicht gut sein, schade eigentlich die Idee mag gut gewesen sein.



Name: Fabian
Email: fabian.pueschel@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Wer diesen Film langweilig, oder sogar dumm findet, der ist entweder selbst Schamane und schwebt irgendwo in den Bergen rum, oder ist schlichtweg fantasielos. Schade für die, ich war nämlich echt gut unterhalten und habe nachwiefor noch was, über das ich nachdenken kann.



Name: keine ahnung
Email: blueberry@todlangweilig.droge
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

wer ist blueberry?
wenn man nur den film sieht, weiß mans nicht.
meine freundin is eingeschlafen.



Name: edse
Email: transzendiere@bewahre.kw
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der Film ist mir egal, aber einiges spielt sich da auf höheren Bewusstseinsebenen ab, die, afgrund ihrer transzendenten Natur, für die meisten Menschen leider nicht zugänglich sind. (Nicht pseudo-esoterischer New Age Schamanen-Drogen-Scheiss...)
Das kommt zu selten vor - deswegen 10 augen.
Finde heraus, wer du wirklich bist... oder zumindest was du nicht bist.


Der Film an sich ist aber auch nicht schlecht...



Name: Toxic
Email: whois@who.com
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Das Filmposter ist wirklich gelungen. Vielleicht hätten die Macher es dabei belassen sollen. Die hätten sich die Produktionskosten gespart und ich mir einen versauten Abend und das Eintrittsgeld.
Zumindestens war die Aufschrift der Popcorn-Tüte unterhaltend (gemessen am Unterhaltungswert des Films).



Name: Dee
Email: Dee@lycos.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Dieser Film ist eine notwendiger Schritt in die richtige Richtung. Eine Notwendigkeit, die in der "zivilisierten" Welt erst einmal die nötige Masse an Menschen mit dem nötigen Bewusstsein ansprechen wird.

Das die Verfilmung einer beliebten Comicbuch-Serie entnommen wurde ist wohl jedem bekannt, doch ist sie nur halbherzig umgesetzt worden. Auch die filmische Inszenierung (zu schnelle und/oder zusammenhanglos erscheinende Übergänge etc.) konnte diesem Film nicht die nötige "Härte" und Ausdruckskraft verleihen, die der Film doch versucht hat auszulegen.

Wer auf dieser Welt immer noch nicht den Zusammenhang zwischen der Idee bzw. der Existenz einer "Seelenwelt" und dieser uns bekannten "materiellen" Welt erkennen durfte lebt so, wie es die "Ziviliserte", westliche Welt für das beste hält.

Jedoch sollten diese "zivilisiert denkenden und lebenden" Menschen
wissen, dass eine Leben im Einklang mit der Natur nie ein Leben gegen sich selbst sein kann. Denn schließlich kommen wir (falls ein "zivilisierter" Kopf das vergessen hat) ebenfalls aus dieser Natur, unserer Erde. Wir sind sogar ein Teil von ihr. Leben mit ihr, in ihr, aber viele Menschen Leben heutzutage nur noch von ihr.
Wie Egoistisch.....
Schamanismus kann auf eine fast 40.000 Jahre alte Tradition zurückblicken. War der Grundbaustein vieler Religonen (auch der Westlichen Welt....). Doch das wichtigste war und ist: Schamanismus lebt immer in einem gesunden Zusammenhang zwischen Nehmen und Geben, nicht nur nehmen!! Er lebt, notwendiger Weise, in einer Symbiose mit der uns umgebenden Umwelt (auch DU bildest einen Teil davon-egal ob DU das akzeptieren kannst oder nicht). SchamanInnen leben ,wie viele Urvölker und Naturvölker immer gelebt haben, im Einklang mit der Erde und ihren Lebewesen darauf.
Wichtig: Heilige Kraftpflanzen, von denen man sagt, dass sie Bewusstsein besitzen, dienten und dienen heute noch bei den Schamanen/Urvölkern ausschließlich zu einem höheren Zweck.
Und nicht wie es die "Zivilisierte Welt" für wahr hält:
Dass es sich um Drogen handelt. "Und was der Alkohol bei uns ist ist so ein Kaktus für den Indigenen." Alles Drogen.....
Ein Lüge: Denn erst die Eroberer und Konquisatoren(die damals schon sog. Zivilisierten)haben unter nichtbeachtung der Wissenschätze, aus purem Egoismus und Eigennutz aus den beseelten u. heiligen Pflanzen der jeweiligen Urbevölkerung, diese "Drogen und Suchtmittel" erschaffen. Für einen Naturverbundenen Schamanen wie Runi (oder seine Vorgänger in Blueberry) sind diese Pflanzen nur ein (was in dem Film übrigens auch nicht gut dargestellt wurde!) Hilfsmittel und dienen nur dem einen Zweck, mit einer "höheren Geisterwelt" in Kontakt zu treten.
Dass es vielleicht doch noch andere, auch weitaus verbreitetere (alle Urvölker der Erde) Wahrheiten geben kann, als die der Westlichen Zivilisation; können die Zivilisierten wohl noch nicht einmal heute bedenken. Obwohl jeder Mensch dazu fähig ist wirkich etwas über sich, unsere Welt, die Natur und unsere interessanten Fähigkeiten als wahrnehmende Wesen zu erfahren.
Wie die Sinnlosigkeit der (bes. auch aktuellen) Kriege ist die Unwissenheit und Intoleranz gegenüber wahren Kulturen:
Einfach Schade.......



Name: der filmemacher
Email: hab@keine
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

zu dem Film kann ich nur sagen, das es schade ist das ich in diesem Board keine "Minusaugen" vergeben kann.



Name: Natur3 On3
Email: Natur3@0n3
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Also der Film hat wirklich ein paar Szenen die echt nicht sein müssen aber ich finde den Film einfach total verschickt!!!
Die Schamanenszenen im Film sind einfach nur mächtig!!
Besonders geil finde ich die Darstellung der Bewusstseinserweiterung (Farbvisionen, Flug durch Raum und Zeit) nach der Einnahme der Halluzinogenen Pflanzen.

Presst euch den Film einfach einmal, denn einen zweiten dieser Art werdet Ihr nicht mehr zusehen bekommen was die OPTICS betrifft.



Name: cocoun
Email: cocoun@mac.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

grandios auch aus meiner sicht... wie bereits gesagt: lässt man sich ein auf das geschehen, eröffnet sich einem eine neue welt voll spannung.
alleine die machart und gerade, dass ein handlungsstrang an der oberfläche nicht zu fassen ist.. die "erzählende stille", mimik, gestik... bilder so wunderschön... wie soll ich das beschreiben, mir ging der film unter die haut, direkt in den bauch, loderte, explodierte hier und da...
er kommt ja gerade auf premiere.. ich liebe diese art film und kommt er, so sehe ich ihn mir wieder an und wieder... alleine der wohltat wegen, die er meinen augen bedeutet.

genau so, wie es hier heißt, "handlungsarm" ist ja auch "waking life" - dennoch aber eine philosophische wucht.

ebenso der film hier...
mit "unterhaltung" in üblicher hollywoodform hat er nichts zutun..
er lebt, meiner meinung nach, gerade aus seiner unsichtigkeit heraus.

aber interpretationsmuffel spricht das eben nicht unbedingt an :)
tja.

leben geht weiter :)



Name: venus
Email: maylea 13@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

einfach nur grandios.!!!! hoffe es wird auch in Zukunft mehr solcher
inspirierenden Filme geben.



Name: Pe
Email: peroby@gmail.com
Bewertung:                        (10 von 10 Augen)

Das hier ist viel mehr als nur ein Film, den muss man verstehen, oder besser gesagt die Medizin, die hier getrunken wird. Es hat einen Namen, oder sogar ganz viele, eins davon ist Ayahuasca, eine Medizin wie keine andere, ein Geschenk Gottes.



Name: Pingu
Email: pingu77@gmx.net
Bewertung:                    (8 von 10 Augen)

Der Film beschäftigt sich genau wie viele Werke von Jean "Möbius" Giraud mit der Entschlüsselung innerer Konflikte und ist meiner Meinung nach ziemlich gut gelungen, spricht aber eher Comic-Fans und vielleicht eher "Möbius" als "Giraud" Liebhaber an denke ich da er doch sehr grafiklastig ist.



Name: Briscoe
Email: briscoe@county.earth
Bewertung:              (5 von 10 Augen)

Psychodelisch ... ja, soweit hatte die TV-Zeitung recht.
Western ... naja, von der Scenerie schon, von den handelnden Personen nur teilweise.
Viele verworrene Teilstränge, eine verdammt eindrucksvolle optische Umsetzung - wiegt das einander auf?
Nicht wirklich, daher der Mittelweg mit fünf Augen.

Eigentlich hab ich dieses Forum auf der Suche nach Antworten bezüglich der erwähnten offenen Teilstränge entdeckt, doch gefunden hab ich auch hier nichts. Stattdessen schlagen sich die CouchPotatoes und die Esoteriker gegenseitig den Schädel ein ...
Wie schön wäre es gewesen zu erfahren, welchen Grund der offizielle Bösewicht des Filmes tatsächlich hatte, die heiligen Berge aufzusuchen um dort einen Drogen-Rundflug zu buchen.
Und dann der seltsame "Endkampf"; erinnerte mich sofort an Kubrick, warum ist SpaceOdysse wohl so lange geworden? (Um an der Kinokasse für die Überlänge zu kassieren.)
Besagte Überlänge erreicht der vorliegende Film ja nicht - ob jetzt leider oder Gott-sei-Dank angemessen ist, kann jeder selbst entscheiden. Doch eine gewisse Sinnlosigkeit für den Bösewicht bleibt auf jeden Fall zurück, denn wie man es auch dreht und wendet, es schaute für ihn nichts Positives heraus obwohl er ANSCHEINEND den ganzen Film lang verbissen ein Ziel verfolgte. Was wollte er erreichen? Vielleicht war er aber auch nur Suizid-gefährdet, das würde dann doch einiges erklären.
OK, wir wissen jetzt dass der "Held" die Mieze von Beginn des Filmes auf dem Gewissen hat, aber ein bissi sehr fadenscheinig ist der Handlungsstrang wo der Gauner seiner Meinung nach erkennt, dass es seine Aufgabe gewesen sei (von der Vorsehung diktiert?) dem Held diese Wahrheit zu zeigen. Ergo: wieder kein Nutzen für den Gauner, denn er verlässt die Bühne ...

Fazit-PRO: Ein Film mit schönen Bildern, excellenten CGI-Effekten, wunderbarer naturnaher Kameraführung (so manche Naturdokumentationen könnten sich davon eine Scheibe abschneiden!) und dem Wiedersehen mit diversen Stars. Die Schamanen-Schiene wurde arg ausgeweitet, hier gilt, weniger wäre mehr gewesen.

Fazit-KONTRA: Besagte Stars wurden verheizt, wohl keiner von ihnen wird mit der jeweils zugedachten flachen Rolle ohne jede Chance auf Persönlichkeitsentwicklung glücklich gewesen sein, aber mit irgendwas muss man ja auch als Schauspieler Geld verdienen.
Die Überlänge der CGI-Effekte, besonders am Schluss, sind nur einem einzigen Befehl in der jeweiligen Programmiersprache zu verdanken, er nennt sich LOOP - mit einem Schuss RANDOM dabei dass es nicht so auffällt.
Wer sich Handlung MIT HAND UND FUSS erwartet, sollte ins Theater gehen, oder sich ausschliesslich auf die Bilder im Film einlassen und in keinem Moment des Filmes eine Erklärung über die Motive der handelden Personen erwarten.

So long, man sieht sich irgendwo in der Prärie ...



Name: Rena
Email: Rena-Perls@aol.com
Bewertung:                      (9 von 10 Augen)

Ich war und bin begeistert von diesem Western und bin sehr überrascht über die vielen negativen Urteile. Mich fasziniert dieser bildschöne Film. Dass Drogenerfahrungen zu Selbsterkenntnis führen können und heilsam erlebt werden können, wird ja nicht allzuoft filmisch thematisiert. Hier gelingt das auf wunderbare Art. Und ich finde die Umsetzung der Drogenerfahrung wunderbar gelungen. Überhaupt, bin richtig glücklich, diesen Film zufällig gesehen zu haben. Und ich finde mal wieder bestätigt, dass ich wohl einen extremen Geschmack habe. Das, was mich elektrisiert, lässt andere einschlafen. Von mir gibt es 9 Punkte.



Name: Minai
Email: -@-
Bewertung:                      (9 von 10 Augen)

Ein wunderbarer Film, den ich durch Zufall am Silvesterabend gesehen habe. 5 min vor Jahreswechsel war er zu Ende und ich hatte die schönsten Bilder im Kopf, als rundherum die Feuerwerksraketen hochgingen.
Ein fantastischer Start ins neue Jahr.

Sei offen für Neues.



Name: Michael Trummer
Email: michaeltrummer@gmx.at
Bewertung:                      (9 von 10 Augen)

Ich glaube, wenn ich nicht schon seit über 20 Jahren praktische Erfahrung mit Schamanismus gemacht hätte, würde ich, so einfach der Film aussieht und manchmal auch ist, vieles vom wirklichen Sinn gar nicht verstehen und ihn nochdazu ziemlich seltsam finden, auch die Computeranimationen wären flach und endlos, doch wenn man diese Dimensionen praktisch erlebt sind sie seltsamerweise sehr autentisch was etwas verrückt anmuten mag, doch es ist so. Das Krafttier lebt so und es handelt sich auch nicht um Drogen sondern um einen weiblichen Pflanzengeist der uns Menschen im Leben begleiten kann und uns hilft verrückte Identifizierungen zu lösen um von allen Süchten und Verletzungen loszukommen und einfache Herzlichkeit zu erinnern und zu stärken.
Allein die tiefe Ruhe von der Filmszene mit jahrtausende alten Ritualen der Shipibo Kultur mit Kestembetsa und seiner alten Mutter Maria sind den Film wert. Wenn wir diese Kultur in unsere integriern wollen, absolute Entspannung, tiefer Friede, einsein mit der Natur dann haben wir alle Hände voll zu tun, um so vieles unnötige zu verlernen und wieder glücklich zu sein.

Lieben Gruß Michael



Name: teonanacatl
Email: polliges@gmx.de
Bewertung:   

hab den film noch nicht gesehen. aber eins muss mal geklärt werden:
das wort "Drogen" kommt aus dem althochdeutsch und bedeutet nix anderes als "dröge", was wiederum von "trocken" kommt. früher wurden so allerlei käuter, z.b. gewürze, tees etc bezeichnet.
so, nun muss ich ihn aber mal selber sehen...



Name: Andre
Email: Aquarius@Goatrancer.de
Bewertung:                        (10 von 10 Augen)

Wer Carlos Castaneda gelesen hat, weiß was der Film zu vermitteln vermag! Hervorragend umgesetzt! Die Psychedelische Umsetzung ist sehr gut gelungen! Ohne übertrieben zu wirken, stellt es gut nachvoltiehbar den optischen Rausch der Sinne da (das sind subjektive Vergleiche meiner eigenen Erfahrung).
Weil der Mainstream diese Erfahrungen nicht kennt, ist dies wohl eher ein Film für Wenige..., Schade...!



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