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Operation Kingdom

Operation Kingdom
action-thriller , usa 2007
original
the kingdom
regie
peter berg
drehbuch
matthew michael carnahan
cast
jamie foxx,
chris cooper,
jennifer garner,
ashraf barhoum, u.a.
spielzeit
110 Minuten
kinostart
11. Oktober 2007
homepage
http://www.operation-kingdom.de
bewertung

8 von 10 Augen

 Darf's noch ein bisschen mehr sein? "Operation: Kingdom" liefert bis auf Liebesschnulz alles, was das Herz begehrt: Von CSI bis Rambo, von 24 bis A-Team über eine politische Aussage wird der Mainstream-Geschmack in diesem rasanten Polit-Thriller von Peter Berg ("Very Bad Things", "Welcome to the Jungle") mehr als abgedeckt.

Riad, Saudi Arabien: Eine Bombe detoniert in einer Wohnsiedlung amerikanischer Bürger, die für Ölfirmen im Land arbeiten. Wo kurz zuvor noch Baseball gespielt wurde, liegen jetzt tote Frauen und Kinder. FBI Special Agent Fleury (Jamie Foxx) und sein Eliteteam (u.a. Jennifer Garner und Chris Cooper) fliegen in geheimer Mission nach Riad. Die politische Brisanz der Beziehungen zwischen Königsfamilie, Amerikanern und Fundamentalisten stört bei der Aufklärung des Anschlags in jeder Hinsicht: Das Team darf erst nach großem Hickhack fliegen, hat nur fünf Tage im Land und findet sich "zu seiner eigenen Sicherheit" eingesperrt in einer Turnhalle wieder. Die Ermittler dürfen sich weder frei bewegen noch Spuren sammeln, das Protokoll ist rigoros und scheint nur darauf hinzuzielen, sie freundlich wieder loszuwerden. Doch nachdem sich ihr saudisches "Kindermädchen", Polizeioffizier Colonel Faris Al-Ghazi (Ashraf Sharoum, "Paradise Now") auf ihre Seite geschlagen hat, geht es richtig rund in Riad.

Michael Mann ("Heat", "Miami Vice") macht Action, gute Action. Hier macht er sie allerdings mal indirekt: Obwohl Peter Berg Regie führt, weist schon das Presseheft auf die Handschrift des hier als Produzent fungierenden Michael Mann in der visuellen Umsetzung hin. Immerhin hat das Presseteam durchaus recht: Die Actionszenen sind rasant und wild und hier geht es richtig zur Sache (die Kollateralschaden-Ansammlung ist dann am Ende auch beträchtlich).
Trotzdem wollen und liefern Berg und Drehbuchautor Carnahan mehr: Wo andere sich primär auf das Ballern konzentrieren würden ("Black Hawk Down"), versuchen sie dem Film immerhin eine politische Komponente zu geben - ist diese auch nicht so gut ausgearbeitet wie in "Syriana" oder "Ausnahmezustand", so ist sie wenigstens effektiv. Da bleibt dem Zuschauer zum Filmende vielleicht sein Popcorn im Halse stecken.

Man kann den Machern von "Operation: Kingdom" allerdings vorhalten, dass sie zu viel wollten und sich damit selbst ins Bein schossen: Für den Actionfan bietet der Film zu wenig, derjenige, der sich mehr Einsicht in Michael Mooresche Königshaus-Öl-USA-Verschwörungstheorien erhoffte, wird in einem (wenn auch hervorragend visualisierten) Vorspann in zwei Minuten abgefrühstückt, und Jennifer Garner ist wieder nur das Vorzeigeweibchen, das mal Kampftier á la Lara Croft, mal zitterndes Hasilein spielen darf, solange sie nur enge T-Shirts trägt.
Mit der Wahl von Cooper und Foxx kann man nichts falsch machen, doch die beste schauspielerische Leistung zeigt eindeutig Ashraf Barhoum, der heimliche Held dieses Films. Während die anderen sich kaum von den üblichen CIA-CSI-FBI-Helden der Vergangenheit (und Zukunft) unterscheiden, ist er ein Held, der in einer Post-9/11-Welt als Muslim zu den "Guten" gehören darf, was eine willkommene Abwechslung zu der leider üblichen Darstellung von Muslimen in jüngerer Vergangenheit darstellt.

Insgesamt bietet "Operation: Kingdom" sehr gutes Kino mit toller Optik, Action und Spannung und zusätzlich auch noch Gedankenfutter - und damit können ihn sich Freunde des Actiongenres mit gutem Gewissen reinziehen. Bei den Kürzungen des Films von ursprünglich 150 auf 110 Minuten schreien wir allerdings an dieser Stelle nach einem Director's Cut - mehr Action, mehr Aussage, mehr Charaktertiefe, kurz alles, was der Film verspricht, aber in dieser Fassung nicht ganz halten kann.

Margarete Semenowicz

Seid ihr von "Filmszene" eigentlich alle Rassisten?

Erst die Verherrlichung von "300", jetzt diese 8 "Augen" für diesen nationalistisch-rassistischen Film.

Sogar Spiegel Online musste das zugeben: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,510641,00.html

Ich gebe euch 0 "Augen" wegen Blindheit. Ansonsten ist diese Seite für mich gestorben.

Überlege erst einmal, was das Wort "Rassist" bedeutet und ob du ernsthaft so willkürlich damit um dich hauen solltest.

@ grave : der spiegeltext ist aber schon sehr viel komplexer - zu starker angriff - kann man getrost diplomatischer formulieren ohne latent rassistisch zu sein - bin auch nicht immer mit den rezensionen einer meinung aber manches ist das ist einfach unter der gürtellinie.

tut mir leid grave, stände da bei dir nicht so viel scheiße, hätte ich es mir durchgelesen.

Hat Grave auch ne eigene Meinung? Hat Grave den Film gesehen?

Grave kann tatsächlich mit dem Begriff Rassismus nichts anfangen bzw. er weiß nicht was es bedeutet

9

Hi,

habe ihn gestern gesehen.

Hat mir ausgesprochen gut gefallen. Teilweise eine sehr unaufgeregte erzaehlweise. Das (fast) voellig fehlende God Bless Amerika Pathos gesabbel faellt sehr posivit auf und gibt dem Film einen relalen Touch.

Die letzten 30 min Minuten sind sehr professionell inszeniert und machen, trotz der thematik, echten Spass.

Warum 9 augen? Wegen dem letzten Satz. Der kontakariert alle Protagonisten undhebt sie auf ein Level mit den Terroristen. Sicher kein Rosebud aber echt was zum nachdenken.

Gruss

Christian

7

Eigentlich ein ziemlich guter Film und dazu gar nicht mal allzu scheinheilig. Dem Spiegelbericht kann ich kaum zustimmen, wobei manche Szenen schon wirklich möglichst unvoreingenommen betrachtet werden sollten um nicht schnell in ein "Das sind doch alles Terroristen" zu verfallen. Die Action kommt teilweise angesichts ihrer pompösen Inszenierung zu kurz bzw. es gibt zu viele Ruhepausen, die man zumindest mit ein wenig Politik hätte füllen können.
Aber insgesamt sehenswert.

4

Rein technisch gibt es an "Operation Kingdom" wenig auszusetzen: Der Film ist spannend, die Actionsequenzen aufwendig gemacht und die Schauspieler sind gut. Mich hat nur die neue Synchronstimme von Jennifer Garner ein wenig irritiert.
Was mich gestört hat ist, dass der Film mit Geschichtsfakten einen Bezug zur Realität sucht aber im Endeffekt ein klassischer amerikanischer Actionthriller in bester Rambo-Tradition ist (und ich meine hier nicht Teil 1). Hier geht es gut gegen böse, die Amerikaner gegen den Rest der Welt. Die Saudis kommen dabei denkbar schlecht weg: Entweder sind sie Terroristen, die mühelos die Sicherheitskräfte infiltrieren können, oder sie sind inkompetent. Außerdem ist es schwer vorstellbar, dass es für Amerikaner in Saudi-Arabien gefährlicher ist, als auf Bagdads Straßen. Das Finale setzt dem Ganzen die Krone auf. Hier mähen die Amis eine Übermacht an Terroristen nieder, und das aus einer schlechten Position, ohne Nachzuladen und ohne einen Streifschuss abzubekommen. Der Schluss versucht dem Ganzen eine gewisse Ausgewogenheit zurückzugeben, wirkt aber letztlich aufgesetzt.

7

Der Vorspann ist klasse.
Die dann folgenden 80min. ziemlich interessant und sehenswert.
Ashraf Barhoum gibt dem Film durch seine Ausstrahlung und Witz das zurück was das Gespann Foxx und Garner kläglich vermissen lassen.
Dann kommt das letzte John Rambo und Chuck Norris Drittel des Films und nimmt dem Zuschauer die komplette Glaubwürdigkeit des Spektakels wieder ab.Die wilden und ruckeligen Kamerafahrten in diesen Szenen erinnern irgendwie an den letzten Bourne - und das soll jetzt kein Lob sein!

Fazit:Trotz der letzten maßlos übertriebenen 30 Minuten in dem die Pferde mit Michael Mann duchgingen ist dieser Film irgendwie dennoch sehenswert und eins muß ich unterstreichen - Die Amis sind einfach nur toll,großartig,vorbildhaft und wie dieser Film noch einmal eindrücklich vorführt nicht umsonst in der Position der selbsternannten Weltpolizei :-))

10

Ich habe mir den Film gestern angeschaut, und er war sehr gut! Die Thematik die aufgegriffen wurde, ist zwar schon ein bisschen abgespeckt. Aber der Film überrascht auf der ganzen Länge! Und die Aussagen am Ende des films regen sogar ein bisschen zum Denken an!

das auf dieser seite in letzter zeit nur noch auf die meinungen der filmszene-crew eingegangen wird ist überflüssig und doof...wie wärs wenn mal wieder jemand ne zu den filmen hat..!!??!!

7

guter film

8

Also ich fand des Film eigentlich durchweg super, deswegen auch ne 8. Des einzige was wirklich total nervig war, war die Synchronstimme von Jennifer Garner. Die versaut wirklich den ganzen Film, lächerlich wie ein kleines Kind :(

6

ist rambo 4 unter einem anderen titel angelaufen?

7

Der Film scheint die Zuschauer und Kritiker zu spalten, was meist auf eine Kontroversität und absichtliche Provokation seitens der Filmmacher deutet und auch auf eine gewisse Klasse. Bei Operation Kingdom trifft eigentlich nichts von diesen Aspekten zu, obwohl er technisch hervorragend gemacht und inhaltlich zumindest teilweise gut umgesetzt wurde.
Dem Film eine absolut pro-amerikanische Haltung zu unterstellen, zeugt allerdings von blindem Ami-Hass oder man hat schlichtweg die letzte Minute übersehen. Anders kann man das dem Film nicht nachsagen, denn das ist mit Sicherheit nicht dessen Aussage. Es war wohl genau der Zweck, vorher die Amis als große Helden dastehen zu lassen wie in einem typischen vom Militär finanzierten Hollywoodfilm, um dann am Ende umso deutlicher klarzumachen, daß es keine unschuldige Seite in diesem "Krieg" gibt. Berechtigte Kritik ist lediglich, daß das Ganze wohl etwas zu sehr mit der Holzhammermethode geschieht, aber es ist nicht schlecht inszeniert.
Man könnte noch einige unlogische Story-Elemente und unvollständige Nebenstories anmerken, was angesichts des hohen Tempos des Films aber kaum auffällt. Im Nachhinein wundert man sich allerdings schon über gewisse Sachen, das muß sich der Film auch ankreiden lassen. Auch die deutsche Synchronisation ist höchstens Durchschnitt, auch auf technischer Seite. Wenn man in einem Zimmer mit Betonwänden arabisch hört (Original), hört man das Schallen der Stimme im Raum deutlich, während die deutschen Stimmen dann merkwürdigerweise ganz sauber hört - wohl zu perfekt im Tonstudio aufgenommen.

Alles in allem ein guter Film mit hervorragender Action und einem intelligenten Schlußsatz, der den Film deutlich vom Rambo-typischen Genre abgrenzt. 7/10

4

Naja ich fand den Film mittelmäßig, muss aber auch sagen das ich vielleicht einiges verpasst habe. da ich mitten drin eingeschlafen war und das ist kein Witz ;). Zu dem was ich mitbekommen habe kann ich nur sagen das es mal wieder das Moslem feindliche Bild für den Westen stärkt und das die Amis wenn sie Krieg führen net besser sind das weiß doch jeder. Allerdings waren die Saudis immer im Film die Bösen, was natürlich auch beabsichtigt war und die guten Amis immer die Opfer die Rache wollen... Vor allem der Schluss war schlecht, nach den langen Ermittlungsarbeiten werden sie dann auf der Fahrt nach Hause angegriffen und durch eine Verfolgungsjagd finden sie das Versteck der Terroristen die sie natürlich gleich alle umnieten.
Das ist ein aufgesetztes Ende um nochmal ne Schlussballerei rein zu bringen.

Fazit: Mittelmäßiger action Streifen mit fragwürdiger Botschaft

9

Hier ein paar dem Tempo des Films angemesse Eindrücke in Stichworten:
- elegante, gut gemachte Intro-Sequenz zur Einführung (+)
- gute Spannungskurve, kaum Durchhänger (+)
- Verzicht auf Comic Reliefs (+)
- ein etwas zu überheblich wirkender Jamie Foxx (-)
- guter, routinierter Cast (+)
- ingestreute Polit-Szenen etwas hastig und unmotiviert (-)
- nachdenklich-intelligenter Schluss (+)

PS: Wie kann man bei dem Film einschlafen!? ;-)

1

Absurde Durchhalteparolen eines absaufenden Imperiums.

Mehr kann man dazu wirklich nicht sagen...

10

Der Film ist Super. Sind selten, solche guten Actionfilme, die einfach mal mit aktuellem Stoff Unterhalten. Gut für den Film ist auch, dass er sich nicht allzu viel Anspruch aufbuckelt. Ist halt ein Action Film. Schade dass es immer wieder Leute gibt die auf ihrer Suche nach Gesellschaftskritik solche Filme wie Operation: Kingdom sinnlos "bewerten".

Außerdem: die Schluss-Szene kommt dem Film allerdings zugute, wertet den Film unheimlich auf.

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