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Der Ja-Sager

Der Ja-Sager
komödie , usa 2008
original
the yes man
regie
peyton reed
drehbuch
nicholas stoller, jarrad paul
cast
jim carrey,
zooey deschanel,
terence stamp,
danny masterson, u.a.
spielzeit
104 Minuten
kinostart
19. Februar 2009
homepage
http://wwws.warnerbros.de/yesman/
bewertung

5 von 10 Augen

 

Seit seiner Scheidung hat Carl Allen (Jim Carrey) nicht mehr allzu viel Freude am Leben. Die gut gemeinten Einladungen von Freunden lehnt er meist mit fadenscheinigen Ausreden ab und sitzt lieber alleine vor dem Fernseher. Auch im biederen Bankjob verströmt er eher wenig Lebensfreude und bleibt seiner Verweigerungshaltung bei der strengen Ablehnung von Kreditwünschen treu. Seinem Kumpel Willie wird es schließlich zu bunt und er schleppt den widerwilligen Freund zu einem Seminar eines Selbsthilfe-Gurus (Terence Stamp), der seinen Anhängern von der Macht und den positiven Auswirkungen des kompromisslosen Ja-Sagens vorschwärmt. Auch Carl lässt sich dabei zu dem Gelübde hinreißen, ab sofort zu allem nur noch "Ja" zu sagen und jede sich bietende Gelegenheit zu ergreifen, inklusive aller Konsequenzen. Was zunächst nur weiteren Verdruss zu verursachen scheint, führt jedoch schließlich zu völlig neuen Optionen und vor allem zur Bekanntschaft mit der bezaubernden Allison (Zooey Deschanel). Doch kann eine Beziehung Bestand haben, die lediglich durch das Befolgen auferlegter Regeln entstand?

Jim Carrey muss zu allem "Ja" sagen, er kann nicht anders. Wen das sofort an einen Film erinnert, in dem Jim Carrey immer die Wahrheit sagen musste, weil er ebenfalls nicht anders konnte, der liegt natürlich völlig richtig. "Liar, Liar" gehörte auch unter dem unsäglichen deutschen Titel "Der Dummschwätzer" zu den besten und erfolgreichsten Filmen des Komikers mit dem Hang zur wilden Mimik und grotesken Verrenkungen. Mittlerweile scheint Carrey sein Herzblut aber eindeutig mehr in Richtung Charakterfach zu investieren und in diesem Feld hat er ja auch bereits einige beachtenswerte Leistungen erbracht (siehe "Die Truman Show", "Der Mondmann" oder "Vergiss mein nicht"). Das täglich Brot spielen aber nun mal immer noch die massentauglichen Komödien ein und deshalb gibt es mit dem "Ja-Sager" nun also mal wieder eine solche.

Augenfälligster Unterschied zum ansonsten in der Tat ähnlich gelagerten "Dummschwätzer" ist dabei, dass hier alles aus freiem Willen und einer bewussten Entscheidung heraus geschieht und keinerlei übernatürliche Kräfte im Spiel sind. Was aber nicht nur dazu führt, dass die neue Geschichte ein wenig mehr in der Realität verankert bleibt, sondern auch sinnbildlich dafür steht, wie schaumgebremst und unspektakulär diese daherkommt.
Carrey alias Carl sagt also "Ja" zum Obdachlosen, der ihn um eine Mitfahrgelegenheit und Geld anbettelt, nimmt an einem koreanischen Sprachkurs teil oder erfüllt seinen Kunden ihre Kreditwünsche. Die daraus resultierenden Konsequenzen sind gerade mal mittelmäßig aufregend und es überrascht wenig, dass so manche zunächst sinnlos erscheinende Aktivität sich dann im späteren Verlauf noch als äußerst nützlich erweist. Größere Gesichtsverrenkungen sind dabei nicht nötig und es spricht ja im Grunde auch für Carrey, dass er wohl zu der Überzeugung gelangt ist, gewisse Dinge einfach nicht mehr machen zu wollen oder zu müssen. Andererseits beraubt er sich damit natürlich auch seiner speziellen Stärken und Alleinstellungsmerkmale als Komödien-Protagonist. Der anarchische und überdrehte Humor aus "Ace Ventura"-Zeiten ist lange passé und der älter und reifer gewordene Jim Carrey lässt es dafür jetzt mehr menscheln, legt den Schwerpunkt folgerichtig lieber auf die Liebesgeschichte.
Die ist dann, nicht zuletzt dank der erneut unwiderstehlichen Zooey Deschanel, auch wirklich gut anzuschauen und das Paar gewinnt recht mühelos die Sympathien des Publikums. Aber reicht dies und eine Handvoll brauchbarer Gags allein wirklich aus um dessen Interesse dauerhaft wach zu halten? Wohl eher nicht und es wird interessant sein zu beobachten, wohin der Weg des "kommerziellen" Jim Carrey in Zukunft führen bzw. ob es den denn überhaupt noch lange geben wird. Interessanter jedenfalls als dieser nette und harmlose Film, zu dem es einfach nicht viel mehr zu sagen gibt, als: Kann man schauen, tut nicht weh und ist ganz schnell auch wieder vergessen.

Volker Robrahn

7

Ich fand den Film gelungen, mal eine Komödie, in der nicht auf Teufel komm raus in jeder Szene 100.000 größtenteils peinliche und unlustige "Lacher" verbraten werden und in der auch eine Liebesgeschichte überzeugend rüberkommen kann.
Auch das Spiel Jim Carreys war für mich angenehm zurückhaltend (im Vergleich zu früheren Filmen) und trotzdem unterhaltsam. Nur der Subplot mit der alten ungewöhnlichen Nachbarin ist absolut überflüssig.
Alles in Allem eine schöne wenn auch seichte Komödie.

9

Ganz mieses Review.
Dem film gelingt all das was er sein will. Er will unterhalten. Einen dazu animieren mehr JA zum leben zu sagen. Und der Film ist definitv lusitg.. Der kinosaal hat gebrüllt. Ich war übringends glecih 2 ma drin..=) Jim Carrey ist selten so symphatisch gewesen, die Schlägerei Szene ist jetzt shcon kult ("call me") und allg. kann man sagen der Film ist aus dem genre einer der besseren. Aber naja geschmackssache isses schon.Ich gebe dem Flim eine so hohe Bewertung weil eine Komödie die einem zum Lachen bringt und sogar ein wenig zum nachdenken, absolut ihr Ziel erreicht.

8

Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Der Film schafft alles, was er schaffen will. Nicht mehr und nicht weniger.

Das man sich hier erstmal an "Der Dummschwätzer" erinnert fühlt, ist verständlich und wahrscheinlich nichtmal ungewollt. Denoch finde ich den Vergleich gerade gut, um die Vorzüge des Films herauszuarbeiten. Denn ich fand es gerade angenehm, dass der typische Carreyhumor hier vergleichsweise unaufdringlich war. Während man sich bei einigen anderen Carreykomödien öfter mal zum Fremdschämen in die Ecke stellen will, kommt das hier doch höchst selten vor. (Abgesehen von der bereits erwähnten Szene mit der alten Nachbarin).
Die zugegeben nicht allzu subtile Botschaft erhält im Endeffekt mehr Wahrheit, als man zuerst denken mag und ist meiner Meinung nach zumindest eine weitaus weisere als das simple "Du sollst nicht lügen" im Dummschwätzer. Zudem erreicht sie, wenn wir mal ehrlich sein wollen über einen Kinofilm wahrscheinlich genau das richtige Zielpublikum.

Sicher keine oskarreife Leistung, sicher auch nichts Neues, aber ein wunderbar positiver Film, mit einem gereiften aber trotzdem oder gerade deshalb sehr lustigem und unaufdringlichem Carrey, der den Zuschauer tatsächlich mit guter Laune und einem positiven Lebensgefühl entlässt. Mich zumindest.

5

Nettes Filmchen. Wie war noch mal die Handlung?

8

@renö
DITO. Volle Zustimmung. LG

7

Naja ich bin schon der Meinung dass Herr Robrahn teilweise recht hat:
Besonders viele Lacher hat mir diese Komödie nicht entlocken können.
Aber diejenigen waren dann absolute Brüller!

Dieser Streifen ist wirklich außergewöhnlich. Für mich auch eher eine Romcom, da die romantischen Szenen hier echt bestens gepasst und den Film auch wirklich aufgewertet haben. Vor allem auch weil das Genre romcom für fast jeden romantischen Mist ausgebeutet wird, dieses dann aber nie leisten kann und wohl nur dafür betitelt wird, um höhere Zuschauerzahlen zu erhalten.

Guter Film, den ich mir auf jeden Fall noch öfter anschauen werde.

7

Was an diesem Film interessant oder auch gewissermaßen etwas gruselig ist, ist daß der Guru, oder die Veranstaltung die Carl besucht bei der alle "Ja!" sagen müssen zum Verwechseln den "Large Group Awareness Trainings" ähnelt, die ein gewisser Werner Erhard in den 70er Jahren veranstaltet hat und die heute von der umstrittenen "Landmark Education" weitergeführt werden -
die Seminare haben ebenfalls die Brechung sämlticher inneren Widerstände der Teilnehmer zum Ziel, die daraufhin ihr Leben umstellen und zu allem "Ja" sagen... allerdings auch dazu, jede Menge weitere immere teuerere Landmark Kurse zu belegen, sämtliche Freunde mit ins Seminar zu schleppen (so wie auch Carl von einem Freund reinrekrutiert wird) oder gleich umsonst für Landmark Education zu arbeiten, deren Seminarleiter absolute Autorität beanspruchen -
Ich hatte die ganze Zeit darauf gewartet daß der Film diese Organsation auch kritisch durchleuchtet, aber am Ende wird der Werner-Erhard-Repräsentant sogar also positive Figur ernst genommen.
Naja... gegen ein bißchen mehr "Ja" sagen im Leben und das überwinden von Ängsten die einen davon abhalten das Leben zu leben ist ja auch erstmal nichts einzuwenden.
Insofern ist der Film unterm Strich sogar pädagogisch ein wenig wertvoll.
Die dumpfe Vermutung es handele sich hierbei um versteckte Sektenpropaganda (die es mit Hollywoodprodukten ja in letzter Zeit irgendwie öfter gibt) bleibt allerdings...

6

Eigentlich 6einhalnb Augen.....

Bin nicht der Carrey-Fan aber der Film ist gar nicht so schlecht!

zwo Bier und ordentlich zu Futtern und der Film macht Spaß

5

Mittelmäßig.

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