The Lego Movie 2

Originaltitel
Lego Movie 2: The Second Part
Land
Jahr
2019
Laufzeit
106 Minuten
Kinostart
Bewertung
5
5/10
von Volker Robrahn / 5. Februar 2019
Der erste "Lego Movie" kam vor fünf Jahren als echte Überraschung daher, bot er doch mit seinen zahlreichen Anspielungen und der gezeigten dystopischen Zukunftsgesellschaft dem erwachsenen Zuschauer fast schon mehr als der kindlichen Zielgruppe. Nachdem auch der "Lego Batman"-Ableger das Niveau mühelos halten konnte, kommt nun die offizielle Fortsetzung ins Kino, in der neben dem dunklen Ritter aber auch sämtliche anderen Figuren des Erstlings wieder mit dabei sind.

Überhaupt gibt es diesmal sehr viel mehr vom Gleichen, inklusive der Meta-Ebene mit den menschlichen Spielzeug-Besitzern,nur wirkt das alles in der zweiten Runde längst nicht mehr so frisch. Der Auftakt ist dabei noch vielversprechend, denn nachdem die Erde regelmäßig von außerirdischen, den DUPLO-Spielzeugen nachempfundenen Invasoren überfallen wird, welche einfach alle süßen und hübschen Dinge zerstören bzw. auffressen, hat sich die Lego-Menschheit in einer bewusst auf alles Schöne verzichtenden apocalyptischen Landschaft eingerichtet.

Dieses spannende Szenario wird jedoch nicht weiter ausgeleuchtet und der interessante Schauplatz schnell für ein wildes Weltraumabenteuer verlassen. Ein Spekatakel, das diesmal derart überkandidelt abläuft, dass es einfach zu viel des Guten oder vielmehr Nervigen ist. Alle bewusst vorgetragene Ironie nützt halt irgendwann auch nichts mehr, wenn das Ironisierte und Veralberte einen derart großen Raum einnnimmt. Denn der neue "Lego Movie" macht sich vor allem in der Form über alles Süße und Kitschige lustig, indem er den Zuschauer mit jeder Menge Süßem und Kitschigem bombardiert. Sehr gerne auch komplett in Pink, wie im Fall der alle paar Sekunden ihre Erscheinung und auch Meinung ändernden Alien-Königin.

Klar, die popkulturellen Zitate sind nach wie vor vorhanden und machen auch immer noch Spaß, bieten allerdings inmitten des grellen und zuckersüßen Overkills oft lediglich eine Art zwischenzeitlichen Rettungsanker für den etwas älteren Zuschauer. Das junge Publikum mag das anders sehen, aber die wunderbare Ambivalenz, die den Vorgänger eben zu einem Vergnügen für alle Altersschichten machte, ist leider verloren gegangen. 

 

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Bilder: Copyright

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