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Wie bei derartigen Erfolgen (leider) üblich,
dauerte es nicht lange, bis eine Fortsetzung in Angriff genommen
wurde. Bereits wenige Wochen nach Kinostart des Erstlings begannen
die Dreharbeiten zu Hellbound Hellraiser II.
Barker äußerte wenig Interesse am Drehen einer Fortsetzung
und begann stattdessen lieber mit der Verwirklichung einer weiteren
seiner Visionen: Nightbreed (deutscher Titel: Cabal
die Brut der Nacht) war ein zwar etwas konfuses, aber
visuell brillantes Meisterwerk, das jedoch stark mit der Zensur
zu kämpfen hatte und diesen Kampf zwangsläufig verlor.
Durch entsprechende Kürzungen wurde der Film noch konfuser
und letztendlich wohl deshalb zu einem Mißerfolg, er bleibt
aber eine verkannte Perle des Horrorgenres.
Für die Regie des zweiten Hellraiser-Films
wurde dann Tony Randel verpflichtet, der für die hervorragenden
Spezialeffekte des ersten Teils verantwortlich zeichnete. Hellbound
Hellraiser II kam 1989 in die Kinos und offenbarte
alle Schwächen, unter denen Sequels für gewöhnlich
leiden: Eine unausgegorene, an den Haaren herbeigezogene Story,
stereotype Klischeecharaktere und das Verfallen in billige Effekthascherei.
Hellbound Hellraiser II
schließt direkt an den ersten Teil an. Kirsty liegt in einer
psychiatrischen Anstalt und erzählt von dem Erlebten. Dr. Channard
(Kenneth Cranham) schenkt ihrer Geschichte besondere Aufmerksamkeit.
Tja, wüßte sie doch nur, daß er einer von diesen
wirklich fiesen wahnsinnigen Wissenschaftlern ist, der nur Böses
im Schilde führt und aus der blutgetränkten Matratze,
auf der Julia starb (eine Szene, die nachträglich in den ersten
Film eingefügt wurde, um das Sequel in der Form überhaupt
erst zu ermöglichen), sie von den Toten erweckt und ihr mittels
Blutopfer ihre alte Form wiedergibt. Die Waise Tiffany (Imogen Boorman)
entschlüsselt für Channard die Puzzlebox und öffnet
die Tore zur Hölle. Also machen sich alle Charaktere erstmal
auf, die Labyrinthe der Hölle zu erforschen: Julia, um Channard
ihrem Gott Leviathan zu opfern und nebenbei mal eben Onkel
Frank zu killen, der wiederum Kirsty in die Hölle gelockt hat,
um sie ... ähm ... flachzulegen, Tiffany, um Das-weiß-sie-auch-nicht,
und so weiter und so planlos. Jedenfalls sind alle in der Hölle
und irgendwann wieder zurück im Krankenhaus, wo es dann zum
Endkampf zwischen unser aller Lieblings-Cenobiten (die schon zum
zweiten Mal vergeblich versuchen, Kirsty zu schnappen, könnte
ein Running Gag der Serie werden) und dem derweil ebenfalls zum
Cenobiten mutierten Channard kommt, der sich zum Obermotz der Hölle
aufschwingen will.
Was hier fürchterlich abstrus klingt,
ist in Wahrheit noch viel abstruser. Regisseur Tony Randel und Drehbuchautor
Peter Atkins verstricken sich in einer haarsträubenden und
schlichtweg dummen Geschichte, die dann letztendlich durch Randels
instinktlose Schuljungenregie endgültig dem Untergang geweiht
ist. Nicht nur, daß die Charaktere völlig unmotiviert
handeln (Warum schreit Kirsty in der ersten halben Stunde des Films
dauernd O mein Gott!, obwohl kaum etwas passiert, und
läuft dann später völlig cool durch das Höllenlabyrinth,
als seien es die Gänge des örtlichen Supermarktes?), die
Geschichte gerät durch haarsträubende Drehbuchlöcher
von einer abgegriffenen Idee in die nächste, um dann auf Soap
Opera-Niveau zu enden. Randel bekommt die alle Klischees verwurstende
Geschichte nie in den Griff und verliert sich stattdessen lieber
in blödsinnigen Effektspielereien. Mit Horror hat das Ganze
kaum etwas zu tun, eher mit einer drittklassigen Geisterbahnfahrt.
Man muß zwar anerkennen, daß Randel statt plattem Plagiat
eine eigene Vision erschaffen wollte, aber mit miserablem Skript
und mangelhafter Regieerfahrung ist dies eben nicht zu machen. Den
für die Fans der Reihe größten Fehler beging Randel
aber, als er die liebgewonnenen und zu echten Kultfiguren gewordenen
Originial-Cenobiten so mir nichts, dir nichts abmurksen ließ.
Hellbound Hellraiser II wurde völlig zu
Recht enttäuscht aufgenommen, da dieses Sequel alle dem Horrorgenre
zugeschriebenen Vorurteile (schlecht geschrieben, mies inszeniert
etc.) leider vollauf zu erfüllen weiß.
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Bewahren Sie Ihre Nähmaschine
bitte so auf, daß sie für
Kleinkinder nicht erreichbar ist

Preisfrage: Wird der junge Mann
mit dem extravaganten Haarschnitt
seine beiden Friseusen verklagen?
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