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Spiel ohne Regeln

Spiel ohne Regeln
action-komödie , usa/deutschland 2005
original
the longest yard
regie
peter segal
drehbuch
sheldon turner
cast
adam sandler,
chris rock,
burt reynolds,
james cromwell,
nelly, u.a.
spielzeit
117 Minuten
kinostart
22. September 2005
homepage
bewertung

3 von 10 Augen

 

"Yo, yo, yo - pimp my Knastfilm!" könnte als Äußerung des alten Recken Burt Reynolds am Anfang von "Spiel ohne Regeln" gestanden haben, denn Reynolds hatte 1974 mit "The Longest Yard" ("Die Kampfmaschine") die Hauptrolle im Original gespielt und damit einen seiner besten Filme abgeliefert. Aber für die MTV-Generation ist das ja längst verstaubte Film-Antike und so liegt der Gedanke nah, das Ganze in eine "modernere Sprache" zu übertragen. Dagegen ist ja auch grundsätzlich nichts einzuwenden, man reagiert jedoch bereits mit einer gewissen Skepsis, wenn man sich vorstellt, dass in dieser neuen MTV-Films Produktion die ehemalige Reynolds-Rolle mit Blödelkönig Adam Sandler besetzt wurde, Chris Rock als Sidekick fungiert und das Ganze nun eine Action-Komödie sein soll.

Ex-Footballprofi Paul Crewe (Adam Sandler), dem Spielmanipulationen vorgeworfen wurden, landet nach einer Trunkenheitsfahrt in einem texanischen Knast. Dort hat der sportverrückte Gefängnisdirektor Hazen (James Cromwell) mit seinen kantigen Wärtern ein Football-Team aufgestellt. Crewe bekommt nun die Anweisung, aus einem Haufen Gefängnis-Insassen ein Team für ein Trainingsduell zu formieren. Dank tatkräftiger Unterstützung von Knastkumpeln wie Caretaker (Chris Rock) und eines weiteren Ex-Profispielers namens Nate (Burt Reynolds höchstselbst) gelingt es Crewe tatsächlich, eine schlagfertige Truppe aufzustellen. Und plötzlich wird aus dem Ganzen doch mehr als nur ein "Freundschaftsspiel" ....

Manchmal ist Skepsis eben doch begründet, und so übertrifft "Spiel ohne Regeln" das Niveau früherer Sandler-Werke wie "Billy Madison" und "Waterboy" leider nur unwesentlich. Allerdings bekommt man hier vom Blödelstar statt Grimassen nur noch einen einzigen Gesichtsausdruck geboten, ähnlich wie bei Buster Keaton, nur leider nicht so witzig.
Im Gegensatz zum ersten Remake des Knastsport-Films, dem britischen "Mean Machine - Die Kampfmaschine" von 2001, wo statt Football den englischen Verhältnissen entsprechend Fußball gespielt wurde, hält sich "Spiel ohne Regeln" streng an die Vorlage von 1974. Man bekommt also einfach einen dritten, völlig überflüssigen und wirklich nicht sehenswerten Aufguss derselben Story vorgesetzt.
Auch der traurige Versuch, aus dem Ganzen eine Komödie mit dramatischen Elementen zu machen, geht ganz dramatisch in die Hose, und so ist das Ergebnis nichts Halbes und nichts Ganzes. Was das Komödiantische
betrifft, so ist es hier tatsächlich hundertprozentig gelungen, jeden auch nur erdenklichen Gag zu versemmeln. Witze werden hier sozusagen per Einschreiben angekündigt, obendrein durch die deutsche Synchronisation peinlich entstellt und sind zum größten Teil im Genitalbereich beheimatet. "Voll auf die Nüsse" wäre ein treffenderer deutscher Titel gewesen, war jedoch leider schon für die gleichnamige Ben Stiller-Komödie vergeben.

Vielleicht hat man aber auch einfach als deutscher Zuschauer nicht den richtigen Zugang, denn es kann schon sein, dass als Cheerleader verkleidete Männer, die tuntig reden, im prüden Amerika die Leute immer noch zum Schenkelklopfen animieren. Jedenfalls lockte "Spiel ohne Regeln" in den USA am Startwochenende mehr Zuschauer in die Kinos als "Madagascar" und ist somit Sandlers bisher erfolgreichster Film in den Staaten. Ansonsten sind Lacher eher an den Stellen zu erwarten, an denen der Film versucht so etwas wie Tragik oder Tiefgang zu vermitteln. Wenn der Film komisch ist, dann nur unfreiwillig.

Auch die Action bietet kaum Erwähnenswertes. Die Sportszenen beim großen American Football-Duell "Knackis" gegen Wärter können sich in etwa mit "Filmklassikern" wie "Sie nannten ihn Mücke" mit Bud Spencer messen ... - allerdings dann doch nicht was den Unterhaltungswert betrifft. Sehenswert sind letztlich nur einige Dutzend völlig überforderte hünenhafte Gestalten im pseudocoolen Hip-Hop-Style, Rap-Star Nelly ("It's Gettin' Hot In Herre") mal ohne Pflaster aber natürlich mit obligatorischer Badekappe und ein gealterter Burt Reynolds, dem es gelungen zu sein scheint, sich die Mundwinkelfalten hinter die Augen liften zu lassen.

So was schaut man sich am besten zu Hause an, da kann man auch mal wegzappen oder vorspulen, wenn's allzu blöd wird. Bessere Alternativen sind da wirklich das gute Original von Robert Aldrich oder auch das originelle und sehenswerte erste britische Remake von 2001.

Sascha Sass

9

Ich fand den Film richtig genial.

Ich mag Adam Sandler und die Zusammensetzung der Schauspieler war ziemlich gut.

Wer bei einer Komödie hochtrabende Witze erwartet, die den Humor revolutionieren, der is' da definitiv falsch.

3

Ich schließe mich der Meinung des Rezensenten komplett an. Ich habe den Film kürzlich im Fernsehen gesehen und fand ihn ziemlich schwach. Es handelt sich einfach nur um einen Standard-Mainstream-Film, der mit althergebrachten (und niveauslosen) Gags versucht die Masse zum Lachen zu bringen. Durch den Film wurden mir zwei kostbare Stunden meines Lebens genommen.

10

Einfach ein genialer Film mit super Schauspielern und den passenden Gags

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