|
|
Bent
Hamer hat sich mit seinen Filmen "Kitchen
Stories" und "Factotum"
einen Namen im internationalen Kino gemacht. Seine
Regiehandschrift
könnte man als typisch skandinavisch beschreiben. Leise,
melancholische
Komödien mit einem lakonischen Humor und oft kauzigen,
Comic-haften
Figuren. In "Factotum" gelang es Hamer sogar das
literarische
Universum eines Charles Bukowski mit Hollywooddarstellern
sehr überzeugend
auf die große Leinwand zu transferieren. In seinem neusten
Film "O'Horten" kehrt der norwegische Regisseur wieder
zurück in seine Heimat und verfilmt das Leben eines
emeritierten
Lokführers.
Odd Horten (brillant: Baart Owe), 67 Jahre alt, war sein
Leben lang
Lokführer. Mit großem stolz absolvierte er die Strecke
Oslo-Bergen für viele Jahre. Doch nun erwartet Horten die
Rente.
Die letzte Fahrt tritt der pfeifenrauchende Junggeselle
mit schwerem
Herzen an. Die Kollegen feiern seinen Abschied mit
ordentlich viel
Wodka, was dazu führt, dass Horten in einem
fremden
Kinderzimmer landet und seinen Zug zurück nach Hause
verpasst.
Doch das ist alles erst der Anfang einer sehr verrückten
und
wunderlichen Reise tief in den norwegischen Winter.
Hamer erzählt die Geschichte eines Neuanfangs. Das
Leben in
der Führerkabine, welches Horten bisher so liebte, endet
für
ihn viel zu abrupt. Er hat keine Familie zu der er
zurückkehren
könnte, sondern nur eine sehr alte Mutter, die er ab und
zu
in einem Altersheim besucht. Er will sich mit dem Besitzer
des Pfeifenladens
anfreunden, indem sich Horten als passionierter
Pfeifenraucher immer
wieder sein Lieblingsmodell besorgt. Doch es stellt sich
heraus,
dass der Ladenbesitzer kürzlich verstorben ist. Horten
stolpert
weiter durch die Straßen, immer auf der Suche nach einem
neuen
Sinn, einer neuer Aufgabe oder nach einem
neuen
Ziel in seinem Leben. Dabei begegnet er vielen skurrilen
Typen,
wird Zeuge, wie der Koch seines Lieblingsrestaurants
plötzlich
in Handschellen abgeführt wird, oder findet sich zufällig
mitten auf dem Rollfeld eines Flughafens wieder, worauf er
sofort
von den Sicherheitskräften festgenommen wird.
Der norwegische Regisseur betrachtet all diese lustigen
Zwischenfälle
mit einer erstaunlichen Gelassenheit und Beiläufigkeit,
ganz
so, als ob derlei Sachen in Norwegen tagtäglich geschehen
würden.
Natürlich ist dieser Kosmos dem häufigen Kinogänger
aus dem skandinavischen Kino bekannt und sei es nur aus
den lakonischen
Komödien eines Aki Kaurismäki. "O'Horten" läuft
zwar an ein paar Stellen Gefahr in viele kleine
Einzelteile zu zerfallen,
die oft etwas beliebig nebeneinander stehen. Doch der
ganze Film
wird durch den wunderbaren Baart Owe zusammengehalten. Er
leiht
Horten ein Gesicht, welches sich nie verzieht und doch
immer wieder
eine erstaunliche Bandbreite an Gefühlen widerspiegelt.
Man
muss sicherlich dem ruppigen Charme des skandinavischen
Kinos verfallen
sein, um sein Herz an "O'Horten" zu verlieren und doch
ist diese komisch-traurige Außenseitergeschichte ein
wunderbarer
Gegenentwurf zum sonstigen konventionellen Weihnachtskino.
Am Ende
beschleicht einen das leise Gefühl, dass "O'Horten"
eigentlich nur sehr oberflächlich betrachtet ein Film über
die Ziellosigkeit eines alten Mannes ist, der nichts mit
seinem
Rentnerdasein anfangen kann. Bei näherer Betrachtung
stellt
sich Bent Hamers herrlich melancholischer Film als ein
hintergründiges
aber auch tieftrauriges Porträt menschlicher Einsamkeit
heraus.



Ich hab den Film nach über einer Stunde nicht mehr verfolgen können, weil er so einschläfernd langweilig war.
Ein paar wenige Witzige Momente gab gibt es schon. Aber der Rest, schleift und schleift. Ich bin ja schon Fan von filmen zum nachdenken. Muss nicht immer alles explodieren. Aber ich kann nicht zu dem Film raten, weil einfach sehr oft nichts passiert.
Gar nichts!
MfG
leider sehr einscläfernd, bei der Szene des Skisprungs, wird der Ausgang weggelassen,Humor ist, wenn man trotzdem lacht.Zu schmunzeln gibt es eigentlich sehr wenig. Es ist auch nicht komisch, wenn jemand auf der Straße liegt, weil er betrunken ist, aufsteht und absolut nüchtern wirkt und so dann weiter trinkt. Man fragt sich, was geht mich die Geschichte eines unbekannten Lokführers a. D. an?
Ich kann nur abraten, sich den Film anzuschauen, wenn man unterhalten werden möchte!
Kommentar hinzufügen