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Monster House

Monster House
animation , usa 2006
original
monster house
regie
gil kenan
drehbuch
dan harmon, rob schrab
cast
steve buscemi,
maggie gyllenhaal,
kevin james,
nick cannon, u.a.
spielzeit
91 Minuten
kinostart
24. August 2006
homepage
bewertung

5 von 10 Augen
 

Es war zu erwarten, dass uns das neue "Motion Capture"-Verfahren, bei dem reale Schauspieler ihre Körper und Mimik zur späteren Verfremdung am Computer zur Verfügung stellen, weiterhin begleiten wird. Nach der erfolgreichen Ersterprobung mit dem noch von ihm persönlich inszenierten "Polarexpress" fungiert Robert Zemeckis, der gewissermaßen als Erfinder dieser Technik gelten kann, diesmal nur als ausführender Produzent und präsentiert mit "Monster House" also den nächsten Schritt. Hier dominiert dann nicht mehr ein einzelner Schauspieler in vielen unterschiedlichen Rollen (wie vorher Tom Hanks), stattdessen wird einmal ausgelotet, wie perfekt man einen eigentlich toten Gegenstand (wie ein Haus) animieren und zur "Person" machen kann. Nehmen wir das rein technische Fazit auch gleich mal vorweg und konstatieren: Das kann man ziemlich gut. Aber das ist wenig überraschend, denn wäre es anders, hätte Steven Spielbergs Amblin Produktionsgesellschaft dieses Werk kaum veröffentlicht, und außerdem scheint es bei der rasanten Entwicklung in den CGI-Filmen der letzten Jahre die Worte "nicht machbar" sowieso nicht mehr zu geben.

Das verwöhnte Publikum immer wieder neu zu beeindrucken wird dabei zwangsläufig immer schwerer, und große "Ahs" und "Ohs" wird dieses Haus, trotz all seiner wilden Verrenkungen, bösen Blicke und Rumgehopse, wohl nicht auslösen. Denn das Ganze hat man auch genau so oder zumindest so ähnlich schon als klassischen Zeichentrick gesehen, hier haben wir dann halt nur die technisch aufgemotzte aktuelle Variante.
Das darf man machen, schließlich handelt es sich auch beim großen "King Kong" ja um nichts Anderes. Doch im Gegensatz zum - in Details auch diskussionswürdigen - Lieblingsprojekt von Peter Jackson ist von irgendwelchem "Herzblut", welches die Macher wohl investiert haben könnten, hier Nichts zu spüren. Einen besonderen Charme, wie ihn noch Spielbergs Kinderabenteuer der 80er Jahre ("Goonies", "Explorers") besaßen, sucht man jetzt vergebens.
Und die Geschichte? Zwei sympathische, aufgeweckte Jungs und zwei zickige, arrogante Mädchen beobachten merkwürdige Vorgänge in Garten und Haus des stets übellaunigen Nachbarn, machen sich mutig auf zur Erkundung und geraten dabei in höchste Gefahr. Denn das lebende Haus hat eine ebenso tragische wie abstruse Geschichte. All das endet dann in einem der für diese Art Filme so typischen, endlos langen und unnötig aufgeblasenen Showdowns, bei dem das böse Haus noch mehrere Mutationen durchläuft und so ziemlich alles in die Luft geblasen und geschleudert wird, was nicht irgendwo fest verankert ist - obwohl, genau genommen wird auch das (Bäume, Gebäude) geschleudert, von dem man bisher zumindest glaubte, dass es fest verankert sei.

Die sich zunächst noch recht subtil und Schritt für Schritt entwickelnde Handlung um das Geheimnis vom Grundstück gegenüber entwickelt sich in der zweiten Filmhälfte in der Tat zu einer einzigen bombastischen Actionsequenz, die junge und ältere Zuschauer gleichermaßen schnell ermüden dürfte. Da zudem die Charaktere einfach gestrickt und die Witzchen flau bleiben, fällt das Fazit recht ernüchternd aus: Mit "Monster House" legt die Spielberg/Zemeckis-Schmiede ein Werk vor, bei dem man sich offensichtlich einzig und allein für die Weiterentwicklung der neuen Technik interessiert hat, und das in allen übrigen Bereichen in handwerklicher Routine erstarrt. Eine Art "logische" Produktion, die jetzt wohl einfach dran war und über die man sich dementsprechend weder richtig ärgern noch freuen kann. Immerhin können wir aber doch eine Art Superlativ vergeben, denn selten war etwas so extrem durchschnittlich wie dieser Film.

 

 

 

Volker Robrahn

10

Ich stimme der Bewertung von Filmszene.de nicht zu. Was hier an Ideen und Technik umgesetzt wird, ist spitzenmäßig - nicht zuletzt dank Maxon Cinema 4D!!

technikspielerei macht noch lange keinen guten film. aber war ganz ok.

Der Film ist nicht für Kinder ab 6 Jahren gemacht man müste das Alter auf 12 Jahren anheben. Ich finde es bodenlos das man 6 jährige Kinder solche Filme anschauen läst

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