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LOL - Laughing Out Loud

LOL - Laughing Out Loud
teenager-dramödie , fra 2009
original
lol
regie
lisa azuelos
drehbuch
lisa azuelos, nans delgado
cast
sophie marceau,
christa theret,
jocelyne quivrin,
alexandre astier, u.a.
spielzeit
103 Minuten
kinostart
27. August 2009
homepage
http://www.lol-derfilm.de/
bewertung

6 von 10 Augen

 

Kleiner Schock für alle in den 80ern aufgewachsenen, die damals mindestens ein Poster von Sophie Marceau im Zimmer hängen hatten: Dass der Teenie-Star aus den "La Boum"-Filmen längst erwachsen geworden ist, wissen wir zwar, doch spielte sie ja auch weiterhin gern die "Femme Fatale", sei es als James Bond-Gegenspielerin ("Die Welt ist nicht genug") oder in unterkühlten Thrillern wie "Anthony Zimmer". Jetzt aber erleben wir sie als geschiedene und leicht frustrierte Mutter, die mit ihrer in der Pubertät steckenden Tochter nur wenig anzufangen weiß und ganz allgemein eher uncool daherkommt. Die Affäre mit einem Polizisten (Spezialgebiet: Drogenaufklärung) lässt sie im Ansehen ihrer Tochter auch nicht gerade steigen und sowieso ist das Verhältnis zu Lola (Christa Theret) nicht das Beste. Denn während sie selbst gerne mal Joints raucht und Männerbesuch empfängt, ist das natürlich für die noch minderjährige Tochter alles andere als gestattet. Als Mutter Anne schließlich auch noch Lolas Tagebuch liest, scheint es mit dem Vertrauensverhältnis dann endgültig vorbei zu sein.

An dieser Stelle eine kleine Entschuldigung für die obige Panikmache, denn natürlich ist Madame Marceau nach wie vor eine attraktive Frau, die auch ebenso auftritt und hier gleich mehreren Männern den Kopf verdreht, den Ex-Mann inklusive. Und was uns in "LOL" als leicht spießige und strenge Erziehung verkauft wird, gilt selbstverständlich auch nur für französische Maßstäbe und kommt immer noch deutlich lässiger daher als jedes vergleichbare US-amerikanische Teenie- oder High School-Drama.
Überhaupt verkaufen sich die Franzosen in diesem Film ein wenig als überlegenes Völkchen, wenn auch mit einem Augenzwinkern. So bestehen der Freundeskreis und die Mitschüler von Lola wirklich ausschließlich aus gut aussehenden wunderschönen Menschen und fast jeder der zur Wahl stehenden Jünglinge könnte mühelos als lässiger James Dean-Verschnitt durchgehen. Besonders hübsch daher die Gegenüberstellung mit dem britischen Inselvolk, zu der es aufgrund einer Klassenreise nach London kommt. Dort erweist sich dann ausnahmslos jeder Engländer als leicht gestörter, spleeniger Freak, wenn die Gasteltern sich entweder einen Prinzessin Diana-Schrein halten und entsprechend anziehen oder die liebeshungrigen Töchter sich mit Zahnspange und merkwürdigen Geräuschen auf die süßen Franzosen stürzen. "Alle doof außer uns" ist hier das Motto, und nur weil es diesmal die armen Briten erwischt hat, kann man sich als bundesdeutscher Zuschauer dabei einigermaßen entspannt zurücklehnen (denn lustig ist es ja trotzdem).
Das Gimmick, an dem sich der Film aufhängt, ist die angeblich so verklausulierte und für Erwachsene kaum nachzuvollziehende Internet-Sprache der jungen Generation von heute, denn Lola wird nicht nur "LOL" genannt, sondern zeigt sich auch rechtschaffen entsetzt darüber, dass ihre Mutter die weitere Bedeutung der drei Buchstaben nicht kennt. Und wenn wir schon mal dabei sind, listet das Presseheft also gleich auf einer ganzen Seite die "Codes der LOL-Generation" in Form von Smileys und Abkürzungen auf, die in dieser Häufung allerdings im Film weder auftauchen noch eine größere Rolle spielen (angesichts der manchmal wie etwas aus der Zeit gefallen wirkenden Gestalten, die seit Jahrzehnten in den gleichen Klamotten die Pressevorführungen besuchen, aber andererseits eine vielleicht doch ganz sinnvolle Maßnahme).

Was hier vielleicht eine wenig böse oder ätzend klingt, kann der Film aber locker vertragen, denn der gibt sich über weite Strecken genauso unempfindlich, bevor sich am Ende doch noch alles in genretypischem Wohlgefallen und Harmonie auflöst. Bis dahin sind die Beteiligten aber mit Spaß bei der Sache und bieten brauchbare und leichtfüßige Unterhaltung, mit nur sehr wenigen wirklich dramatischen Momenten, die sich allemal gut konsumieren lässt. Dafür gibt's dann auch einen Smiley, aber keinen im XD-Format.

Volker Robrahn

2

Hatte leider das zweifelhafte Vergnügen, diesen Film in einer Sneak Preview zu sehen, bin dann nach einer halben Stunde aus dem Kino, ist halt definitiv nicht meines. La Boum war mir schon in einem Alter zu blöde, als er noch für meine Altersgruppe gedacht war, warum man nach 30 Jahren glaubt, ein ungelungenes Remake machen zu müssen, nur des Gags wegen, dass Frau Marceau damals den Teenie geben konnte und heute die Mutter spielt?
Ist ein Stück weit Umweltverschmutzung, für so einen belanglosen Streifen Rohstoffe und Energie zu verschwenden. Ich bin demnäcsht mal geheilt von Sneaks!

Na ja die Marceau kan jeder Zeit mit dem Filmen aufhören, und in pension gehen , wäre nicht schade und niemande würde sie vermisen !! Schon vor langer, langer Zeit war La Boum ein völiger Mist !!

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