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komödie , usa 2006
original
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regie
frank coraci
drehbuch
steve koren, mark o'keefe
cast
adam sandler,
kate beckinsale,
christopher walken,
david haselhoff,
sean astin, u.a.
spielzeit
108 Minuten
kinostart
28. September 2006
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

Hollywood hat schon oft den moralischen Zeigefinger gehoben um uns an die Wahrung traditioneller Familienwerte zu erinnern. Der nur auf seine Karriere fokussierte Familienvater, dessen Arbeitswut Frau und Kinder ins Abseits manövriert, ist nur einer dieser Fälle, deren Welt Drehbuchschreiber mit Freude auf magische Weise auf den Kopf stellen, nur um ihre Protagonisten am Ende wieder einsichtig und geläutert in ihr neues Leben zu entlassen. So schickte Spielberg dafür Robin Williams zurück ins Nimmerland ("Hook") während Jim Carrey dank des Geburtstagswunsches seines Sohnes einen ganzen Tag lang nicht eine einzige seiner üblichen Lügen über die Lippen bringen konnte ("Der Dummschwätzer").
In "Klick" ist es nun eine magische Fernbedienung, welche das Leben unseres Protagonisten kräftig durcheinander wirbelt und, dies darf nun wirklich verraten werden, ihm ebenfalls letztendlich die Augen öffnet. Da diese neueste Variation des Themas aber auch gleichzeitig Adam Sandlers Rückkehr in das vertraute Terrain des Brachialhumors ist, nach überzeugend seriösen Auftritten in "Punch-drunk Love" und "Spanglish", darf unsere Hauptfigur bei ihrem Lernprozess auch noch nebenbei David Hasselhof ins Gesicht furzen. Eine familienfreundliche Botschaft verpackt in derb-einfachen Humor, das ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern - dank niedriger Gagtrefferquote im Mittelteil - auch nur streckenweise witzig. Da aber die familienfreundliche Grundausrichtung des Films zumindest die Gags der übelsten Sorte herausfiltert, wir ein versöhnlich-nachdenkliches Ende serviert bekommen und Sandler-Spezi Rob Schneider diesmal nur in einer einzigen Szene ertragen müssen, darf man den Daumen dann doch noch ein klein wenig nach oben heben. Ganz vorsichtig.

Ebenso vorsichtig hätte Michael Newman (Adam Sandler) bei der Wahl seiner neuen Fernbedienung sein sollen. Was ihm dieser alte Kauz (Christopher Walken) da in der mysteriösen Lagerhalle eines großen Kaufhauses angedreht hat, geht nämlich weit über das hinaus, was sich Michael normalerweise unter einer Fernbedienung vorstellt. Auf einmal ist er Herr über sein eigenes Leben, welches er auf Wunsch nicht nur anhalten, sondern nach Belieben auch vor- und zurückspulen kann. Für ihn bietet es sich natürlich nun an, die stressige Arbeit für seinen undankbaren Chef (David Hasselhoff) und die elenden Diskussionen mit seiner Ehefrau (Kate Beckinsale) einfach zu überspringen. Doch schon bald entwickelt die Fernbedienung ihren eigenen Sinn dafür, wie denn Michaels Leben nun genau zu verlaufen hat, und diesem droht vollkommen die Kontrolle über seine Umgebung zu entgleiten.

Willkommen daheim, Adam Sandler. Nachdem nicht nur Fans von Werken wie "Little Nicky" und "Happy Gilmore" von Sandlers (durchaus beeindruckenden) Ausflügen der letzten Jahre in ernstere Gefilde überrascht wurden, kehrt der einstige Meister des Brachialhumors nun zurück in dieses von ihm zuletzt vernachlässigte Genre. Man möchte ja schließlich die alte Fangemeinde nicht verlieren, und so darf Sandler den Pausenknopf der Fernbedienung dazu nutzen, anderen Leuten die Hose herunterzuziehen oder allerlei Grausamkeiten mit David Hasselhoff anzustellen.
Doch trotz dieses, nennen wir es mal einfachen Humors, ist doch spürbar, dass der Schauspieler Sandler in den letzten Jahren deutlich gereift ist. Er agiert wesentlich zurückhaltender und ausgeglichener als in alten Zeiten, und wirkt so fast etwas zu "erwachsen" für einige der Gags, die ihm da zur Ausführung in Auftrag gegeben werden. Dazu gesellt sich dann auch noch eine Geschichte, welche insbesondere gegen Ende deutlich ernstere Töne anschlägt. Nicht das dies "Klick" in die Nähe des Genres Drama manövrieren würde, doch trotz manchem Griff in die Brachialhumorkiste sind wir hier schon ein gutes Stück entfernt von Sandlers übelsten Machwerken á la "Waterboy".

Dies hat aber auch zur Konsequenz, dass der Zuschauer es mit einer äußerst gewöhnungsbedürftigen Mischung zu tun bekommt. Wenn der Familienhund mal wieder versucht eine Plüschente zu begatten, kann selbst der stocksteifste Zuschauer ein Grinsen nicht unterdrücken, doch angesichts eines deutlich reifer wirkenden Hauptdarstellers und einer familienfreundlichen Grundausrichtung der Geschichte wirkt dies manchmal auch etwas befremdlich. Das größte Problem des Films ist aber ein anderes, nämlich das "Klick" nach gagreichem Beginn im Mittelteil dann doch deutlich abflacht. So werden leider einige mit viel Gagpotential ausgestattete Ansätze unter einem Berg von Einfallslosigkeit begraben, da sie nur als Ausgangspunkt für meist harmlose Sexwitzchen dienen.
In solchen Phasen eines Films sollten eigentlich die Nebendarsteller einschreiten, doch die bekleckern sich in "Klick" leider auch nicht mit sehr viel Ruhm. Kate Beckinsale wirkt ohne Vampire viel zu zahm, und unserem Sam aus "Herr der Ringe" kommt eine reine Opferrolle für Sandlers Flausen zu. Wirklich enttäuschen kann allerdings nur der lethargisch wirkende Auftritt von Christopher Walken. Sonst jede Szene stehlend, wirkt der Ausnahmemime hier müde und gelangweilt, was schließlich dazu führt, und da muss der Filmkritiker nun schon tief Luftholen, dass der herausstechendste Nebendarsteller ausgerechnet David Hasselhoff ist. Seit Jahren tingelt er eigentlich nur noch als wandelnde Selbstironie durch die TV- und Kinolandschaft, doch genau dies zahlt sich hier tatsächlich einmal aus. In der überzogenen Rolle als gelackter Macho-Chef spielt Hasselhoff im Wesentlichen sich selbst und verleiht dem Film dadurch genau die Energie, welche dieser im schwächelnden Mittelteil so dringend nötig hat.

So halten Sandler, Hasselhoff und ein paar gelungene Gags das Publikum weiter bei der Stange, bis schließlich ein doch deutlich ernster angehauchtes Ende den Zuschauer aus dem Kinosaal entlässt. Da fängt man angesichts von Sandlers verborgenen Talenten fast ein bisschen an darüber zu sinnieren, wie viel interessanter eine etwas ernsthaftere Herangehensweise an diese Geschichte ausgesehen hätte. Doch seien wir fair, letztendlich geht es dem Film doch nur darum, Sandlers alte Fans zurück zu gewinnen, und diese werden, trotz phasenweise wackeliger Ausführung, durchaus versöhnt sein.
Alle anderen sollten sich vor Auge halten, dass man hier Brachialhumor zumindest in einer etwas erträglicheren Verpackung, inklusive familienfreundlicher Botschaft, serviert bekommt. Bleibt nur noch eine Frage: Wohin führt dein Weg, Adam Sandler? Seine Ambitionen hat er glücklicherweise mit "Klick" nicht an den Nagel gehängt, ganz im Gegenteil. In seinem nächsten Projekt spielt Sandler einen Mann, der seine komplette Familie bei den Anschlägen des 11. Septembers verliert. Und das zum Glück ganz ohne Rob Schneider.

Matthias Kastl

10

dieser film lädt zum schmunzeln ein. von anfang bis zum ende ist der film super untrhaltsam. die gags sind neuartig und mit netten effekten aufgemacht (allein schon die szene wo michael seine gesichtsfarbe per sättigungsfunktion der fernbedienung verändert, sehenswert)
der film kommt mit tollem soundtrack daher und wirkt unbeschwert lässig und ist sehr lustig.
empfehlenswert 10 von 10!

10

Der beste Film aller Zeiten! Ich habe bis dato noch keinen besseren gesehen! Er lässt mich lauthals loslachen, und wenige Momente später verfall ich in Traurigkeit! Ausgezeichnet!!!

10

der einzige film bei dem ich fast geweint habe... einfach geil der film!!!

6

Offensichtlicher als in diesem Film lassen sich Konflikte und Moralbodschaften kaum darstellen, auch die Charakterbildung ist sehr einfach gehalten. Das macht es aber im Endeffekt halt zu keinem ernsthaften Film, sondern zu einer Komödie, die nicht so recht weiß wohin sie will. Aber insgesamt witzig, trotz meiner Abneigung gegen Sandler. Christopher Walken mal wieder super!!!

8

Also, punkt 1 zum Film:
Geil. Ich hab ich nun öfter gesehen und muss sagen er gefällt mir. Die Idee ist zwar simple, dennoch kenn ich keinen anderen Film der so etwas in der Art wieder gibt. Desweiteren sind die Schauspieler gut ;)
Warum nicht 10 von 10?
Ich finde am ende passiert es alles zu schnell, aber man kann den Film auch nicht länger machen....

Und mein Kommentar an Dr. knorr, er meint, er wäre etwas besseres weil er Anonym im Inet rumsurft blabla etc WAYNE...

Klar das die Läden vlt nicht um die Uhrzeit aufhaben, irgentwo auf der Welt gibt es sowas. Auch wenns nicht real erscheint (das mit den Läden): Deiner Ansicht nach gibts "in deiner Welt" Fernbedinungen die dein leben vorspulen, du mächtiger Mann im Internet?

Das du den Film und den Schauspieler nicht magst soll mich nicht stören, es stört dich auch nicht wenn dich jemand nicht mag oder? Und ich glaube das weißt du auch.

MfG

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