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Inception

Inception
science fiction , usa 2010
original
inception
regie
christopher nolan
drehbuch
christopher nolan
cast
leonardo dicaprio,
joseph gordon-levitt,
ellen page,
tom hardy,
marion cotillard,
cillian murphy, u.a.
spielzeit
148 Minuten
kinostart
29. Juli 2010
homepage
http://www.inception-derfilm.de
bewertung

8 von 10 Augen

 

 Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist ein Meister seines Fachs, und dieses Fach ist "Extraction", das Stehlen von Geheimnissen. Aber diese Geheimnisse sind nicht irgendwo zu stehlen, sie sind im Geist seiner Zielpersonen zu finden. Zusammen mit seinem Team, zu dem als einzige feste Größe seine rechte Hand Arthur (Joseph Gordon-Levitt, "(500) Days of Summer") gehört, ist Cobb auf diese Art von Gedankendiebstahl spezialisiert. Der mächtige Geschäftsmann Saito (Ken Watanabe) möchte jedoch etwas anderes von ihm: "Inception", das Einpflanzen einer Idee in den Geist einer Zielperson. Er macht Cobb ein Angebot, das dieser nicht ablehnen kann und mit einem neuen Team, inklusive der jungen Architekturstudentin Ariadne (Ellen Page, "Juno"), des Fälschers Eames (Tom Hardy) und des Chemikers Yusuf (Dileep Rao) macht sich Cobb auf diese neue Mission, die gleichzeitig eine Mission zur Rettung seiner Seele wird...

Christopher Nolan ist zurück. Und mit ihm: der Hype, die Erwartungshaltung, die geschickte PR-Kampagne, die uns nur ein paar mysteriöse Poster bescherte und noch viel vagere Ideen über einen Sci-Fi-Thriller, der sich laut Regisseur in der Architektur des Geistes abspielt. Aha. Womit Nolan offenbar an der Apotheose seiner Arbeit angelangt ist. Mehr als jeder andere momentan im Mainstream arbeitende Regisseur (damit ist David Lynch nämlich aus dem Rennen) ist Nolan der Meister und Erforscher des Zerebralen, des Films als intellektuellem Puzzle. Man könnte sagen: Nolan ist wie ein Filmzombie. Er will nur eins: Gehhhiiiirrrnnn! Aber nicht zum Verspeisen, sondern zum Stimulieren. Noch offensichtlicher als andere Regisseure bezieht Nolan explizit auch immer die Zuschauer in seine Versuchsanordnungen und Gedankenspiele mit ein. Fragt den Zuschauer in "The Prestige", ob er auch brav zuguckt und dem Regisseur als Zauberer (oder Schummler) auf die Spur kommt. Wirft nicht nur Batman in "The Dark Knight" in ein moralisches Dilemma nach dem anderen, sondern mit ihm auch das Publikum.
Und nun der Geist als Schauplatz. Selten haben damit Setting eines Films und Vorliebe eines Regisseurs so gut zusammengepasst, was natürlich kein Zufall ist. Schließlich hat Nolan das Drehbuch nicht nur selbst geschrieben, sondern auch über Jahre weiter ausgearbeitet. Die Frage ist jetzt natürlich: Hat sich das Jahrzehnt gelegentlicher Arbeit an "Inception" denn nun gelohnt?

Die Antwort: Natürlich hat es das. Intelligenteres oder technisch exquisiteres Sommerkino findet man zurzeit (und zu fast jeder anderen Zeit) nirgendwo. Und außer Hayao Miyazaki und Pixar hat sowieso keiner eine so tadellose Bilanz wie Nolan, was klasse Filme der letzten zehn Jahre betrifft. Aber: Das ganz große Meisterwerk ist es wieder nicht geworden.
Dies muss man ja vorausschicken, da nicht wenige hier auf den 10-Augen-Ritterschlag warten, wo doch "Inception" weit und mächtig aus der bisher so miesen Blockbuster-Saison herausragt und in den USA ein wahres Festival an enthusiastischen Höchstwertungen begeisterter Kritiker einsammelte. Gehen wir also einfach mal von der Höchstwertung aus und arbeiten uns herunter. Was heißt, wir können erst mal alles vermerken, was unter die Güteklasse A fällt. Als da wären: Eine originelle, vielschichtige Story, die sich deutlich von den üblichen Aufhängern für Actionkino abhebt und das ständige Mitdenken des Zuschauers voraussetzt. Eine oftmals beeindruckende visuelle Umsetzung. Eine exzellente Besetzung.

Wo hakt es also? An einem Trend, den man in den letzten Filmen von Christopher Nolan beobachten konnte, etwa im "Dark Knight": Der Weg zu einer technischen Perfektion, aber einer emotionalen Sterilität. Nolan ist ganz offensichtlich ein Fan von Kubrick, was man an den streng durchkomponierten Bildern und der herausgestellten Architektur durchaus erkennen kann. Er hat aber auch Kubricks große Schwäche geerbt. Wie Kubrick ist Nolan purer Rationalist, kein Fantast, und zudem ein kalter Fisch in Sachen Gefühlswelt. Alles ist kühl, gnadenlos durchdacht, perfekt in seinen Filmen, aber eben auch ohne große Emotionen. Es ist alles ein wenig zu perfekt hier und besonders die mangelnde Emotionalität fordert ihren Tribut. So faszinierend "Inception" anzusehen ist und so wunderbar der Ideenreichtum und die Bilder sind, so fehlt einem völlig ein emotionales Involviertsein.
Da hilft auch Leonardo DiCaprios Leidensmiene nicht, die zudem ein weiteres Problem offenbart, an dem "Inception" aber gänzlich schuldlos ist - nämlich, dass man als Zuschauer von DiCaprios letztem Film "Shutter Island" hier überdeutlich eine Dopplung des emotionalen Kernkonflikts seiner beiden Filmcharaktere erkennen wird, woran diese zweite Tour unweigerlich etwas leidet. Allerdings ist DiCaprios Dom Cobb der Einzige, dem hier überhaupt ein Innenleben zugestanden wird, alle anderen Figuren bleiben holzschnittartige Typen. So ist es uns egal, ob und wie die Zielperson Fischer (Cillian Murphy) seine Probleme mit seinem Vater löst, und die Mitglieder von Cobbs Team werden eigentlich nur über ihre Funktion definiert. Dabei stehen dort mit Leuten wie Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page und Tom Hardy wirkliche Könner auf der Matte, die aus ihren Rollen eben so viel herausholen, wie herauszuholen ist. Am besten hat es da Tom Hardy erwischt, der mit dem einen oder anderen trockenen Spruch auch für so gut wie die einzigen Lacher des Films sorgt.

Nolans komplettes Desinteresse an Fantastik sorgt dafür, dass die Traumsequenzen - und der Film besteht zu einem Großteil daraus - einem strikten Realismus unterliegen, der bisweilen fast ans Mondäne grenzt. Das wird innerhalb der Geschichte durchaus plausibel begründet - ein Architekt muss versuchen, möglichst wenig Aufmerksamkeit auf die konstruierte Natur der Traumwelt zu ziehen - aber dennoch: Gerade die in den Traumwelten stattfindenden Actionszenen haben etwas Pflichtschuldiges an sich, ohne den Puls oder die Anspannung besonders hoch zu treiben. Sowohl die Autoverfolgungsjagd in Paris als auch die später stattfindenden Schneeabenteuer sind für sich genommen völlig banal, und hier fehlt ein wenig Fantastik, ein wenig Verrücktheit, ein wenig Traumlogik. Es muss ja nicht gleich David Lynch-artiges komplettes Verstand verlieren sein, aber hier hätte auch nur ein klein wenig davon - überhaupt irgendein überraschender Einfall - geholfen.
Womit dann auch klar ist: Nolan ist viel zu sehr strenger Realist, um einen wirklich hundertprozentig erfolgreichen Film über Träume zu machen, weil er eben das, was sie ausmacht, auslässt: Die Traum(un)logik mit ihren abrupten, nicht nachvollziehbaren Orts- und Zeitwechseln und non sequitur-Momenten. Kurzum: Hier ist alles viel zu logisch und methodisch, um der Charakteristik von Träumen wirklich nahe zu kommen. Das schafft nur David Lynch - mal meisterhaft ("Mulholland Drive", der wohl beste Traum-Film aller Zeiten), mal mangelhaft (der scheußliche Albtraum "Inland Empire").
Eine einzige Sequenz ragt hier im Positiven heraus, und das ist der Kampf in einem schwerelosen Hotelkorridor zwischen Cobbs rechter Hand Arthur und ein paar feindlichen Schlägern. Diese auch handwerklich exzellent ohne CGI umgesetzte Szene wird ganz klar ein kleiner Klassiker des Genrekinos werden, hier blitzen Möglichkeiten auf, die Nolan anderswo liegen lässt, nämlich das Gefühl, so etwas so noch nicht gesehen zu haben. Aber Actionszenen waren und sind eben nicht seine Stärke, sondern eher ein abzuhandelndes Element, um das Budget für seine zerebralen Werke zu bekommen.

"Inception" fehlt es allerdings nicht nur an typisch unvorhersehbaren Traum-Momenten, sondern leider insgesamt ein wenig an Überraschungen, denn nachdem sich die ursprüngliche Konfusion, die die Eröffnungsszenen geradezu herausfordern, legt, fängt der Film an zu erklären und zu erklären und zu erklären. Da werden dann minutiös die Regeln für das Arbeiten in Traumwelten dargelegt (nur um später ständig gebrochen zu werden), aber ansonsten läuft der Rest des Films fast genau so ab, wie nach der ersten halben Stunde dargelegt. Man wartet darauf, jetzt noch mal irgendwie völlig aus den Socken gehauen, so richtig umgeworfen zu werden. Aber das passiert halt nicht. Die "Matrix" war zwar genaugenommen ein ganzes Stück dümmer als "Inception", aber bei den Wachowskis kam man damals aus dem Kino und hatte das Gefühl, selbst fliegen und in "Bullet Time" Kungfu betreiben zu wollen. Bei "Inception" kommt man aus dem Kino und hat einen sehr gut erzählten, sehr gut gemachten Film gesehen. Eine runde Sache, quasi. Über das mutwillig ambivalente Ende mag man noch ein wenig nachdenken, aber man bleibt leider nicht hängen im Unmöglichen, im Fantastischen. Denn das hat Nolan seinen Träumen ausgetrieben.

Einen weiteren Mythos gilt es ob soviel Rationalismus noch zu entkräften: Die angebliche Schwierigkeit und Komplexität des Filmstoffs. Mehrere US-Kritiker, darunter Roger Ebert, haben den Film zur quasi Spoiler-freien Zone erklärt, da er so kompliziert ist, dass man eigentlich kaum den Plot beschreiben könne und demnach auch nicht spoilern. Eine ausgesprochen merkwürdige Reaktion, denn dieser Rezensent hatte trotz latenter Müdigkeit und einem Besuch der Spätvorstellung keinerlei Mühe, den verschiedenen Traumebenen zu folgen. Das liegt zum einen daran, dass Nolan so wahnsinnig viel erklärt hat, dass man die Mechanik seiner Welt nun bis ins Detail verstanden hat, zum anderen daran, dass er dankenswerterweise die Traumebenen visuell und thematisch andersartig konstruiert hat, so dass man nur einen visuellen Hinweis braucht (Brücke, Hotel, Schnee, Stadt), um zu wissen, in welchem Traum innerhalb eines Traums man sich gerade befindet. Weswegen die parallele Action auf vier verschiedenen Traumebenen im Finale des Films zu keinem Moment Konfusion auslöst, auch weil die Arbeit von Cutter Lee Smith diese Sequenzen sehr gut und logisch verbindet.
Wie überhaupt natürlich vom Cutter über den Kameramann (Nolans Stammkraft Wally Pfister) hier wieder absolut erlesene Arbeit geleistet wird und rein vom technischen Niveau her "Inception" als nichts anderes denn hervorragend bezeichnet werden kann. Daher sind die kritischen Anmerkungen hier natürlich Gemecker auf hohem, ja allerhöchstem Niveau. Aber es ist nun mal so: Wer konstant Brillanz aufblitzen lässt, so wie Nolan es in seiner kompletten Filmographie auch in den schwächsten Momenten noch getan hat, von dem wird nicht anderes erwartet als Meisterwerke, und an dieser Erwartung ist Nolan nun wieder einmal vorbeigerutscht. "Inception" anzuschauen ist, wie einer perfekt arbeitenden Maschine zuzuschauen. Es ist faszinierend, es ist beeindruckend, aber es fehlt der Extrakick, das Unvorhergesehene, der Stich ins Herz, der Schlag in den Magen, der Tritt in die Eier.

In seinem besten Film, dem immer noch so zu wertenden Meisterwerk "Memento" hat Nolan es geschafft, den Zuschauer sowohl intellektuell als auch emotional zu fordern. Diese Balance hat er leider (noch) nicht wieder gefunden. Ja, Nolan ist wie ein Zombie und er will dein Gehirn. Nächstes Mal bitte aber auch das Herz, den Magen und die Genitalien! Denn nur von Geistesnahrung ist noch keiner satt geworden.

Simon Staake

Danke, für diese wunderbare Kritik. Ich habe den Film zwar noch nicht gesehen, musste aber laut lachen und kann mir diese emotionalen Schwächen gut vorstellen. Wie bei "The Dark Knight". Perfekt aber kalt. Ja, Nolan ist wie ein Zombie und er will dein Gehirn...selten so gelacht!

10

So eine schwachsinnige, pseudointellektuelle Kritik.

Einfach mal intelligent wirken wollen und den Film unnötig zerfaseln.

Hab ihn schon in den USA gesehen. Nichts anderes als der beste Film, der je gemacht wurde.

Ich bin extrem gespannt auf diesen Streifen. Aber na klar, AVATAR (für mich die größte Enttäuschung im letzten Jahr) bekommt eine glatte 10 und Inception eine 8.
Ich gebe auf Bewertungen schon lange nichts mehr, da ich mir letzlich ein eigenes Bild mache. Meine Bewertung gebe ich hier ab, wenn ich den Film angeschaut habe.

ohne inception gesehen zu haben:

10/10 für Avatar (lachhaft)

8/10 für Inception

(wir wollen garnicht an das 1/10-Nicht-Auflegen-Debakel erinnern)

Ja Memento war Nolans bisheriger Meilenstein, aber wenn Inception auch nur halb so gut wird, müsste es für mindestens 9/10 reichen. Naja, freu mich am Mittwoch auf die Vorpremiere, hoffentlich werden meine Erwartungen nicht enttäuscht, und ich müsste euch recht geben.

8

Bravo, die bisher beste Krtik zu dem Film...Wo die meisten Rezensenten (wieder einmal) versuchen neue Superlativen für "das Meisterwerk" zu finden, bleibt man hier auf dem Teppich und findet an der richtigen Stelle die Mängel ->fehlende Emotion -JA GENAU WIE "THE DARK KNIGHT".
Anscheinend ist es momentan "cool" jedem Werk, mit viel Hype im Vorfeld, dem Prädikat Meisterwek aufzudrück -denn NEIN, werder "The Dark Knight", "Star Trek", "Avatar", noch "Inception" sind Meisterwerke.
...Danke für den Lichtblick, denn ausser "Meister-"haft Wirtschaften der Filmkonzerne, verdient nichts diesen Zusatz.

Ps achja, der Film ist trotzdem gut. ;)

9

Klar - Der Actionschinken Predators ist mit 7/10 Punkten nur minimal schlechter als Inception und Avatar mit seiner überaus schwachen Story ist natürlich ne glatte 10, also ein Meisterwerk...

Die 8/10 war ja zu erwarten, wenn man daran denkt, wie Meisterwerke wie No Country For Old Men, There Will Be Blood, The Dark Knight und Brokeback Mountain bewertet wurden. Ich mag das, dass ihr nicht bei jedem Hype mitmacht und nicht mit Höchstnoten um euch werft, auch wenn dieses Gegen-Den-Strom-Schwimmen manchmal vielleicht etwas zu gewollt wirkt. Naja, die angeführten Kritikpunkte sind natürlich sehr subjektiv, wie es ohnehin jede (Film-)kritik ist. Daher braucht man auch nicht groß über die Richtigkeit der Bewertung diskutieren (ich sehe die Diskussionen hier schon kommen...). Ich habe bisher keinen von Nolans Filmen als kalt und emotionslos empfunden und bin ich gespannt, ob mich auch Inception begeistern kann. Freu mich schon sehr auf den Film!

7

Die Kritik trifft es sehr gut!
Der Film bietet definitiv Gesprächsstoff, aber ist in der Tat emotional recht kalt, und das obwohl doch sehr existenzielle Fragen behandelt werden - fragen mit ganz enormem Drama-Potential! - Der Film hat durchaus auch längen. In der Tat ist es so daß der "Traum" nie wirklich in den Film einbricht, alles sieht stets vollkommen real aus, auch wenn mal die Schwerkraft aussetzt. Einmal "James Bond", einmal "Matrix", einmal "Telespiel", so kann man die Träume umreißen - ich muß zugeben daß ich noch nie in meinem Leben sowas geträumt habe. Der Güterzug war da mal ein kurzer Lichtblick in die Art wie Träume wirklich funktionieren.
Der Film ist aber wirklich nicht schlecht, doch ich finde man sollte von dem ganzen Hype Abstand nehmen - soooo toll ist es nun auch nicht.
Es gibt durchaus auch Längen.

Habe den Film in den U.S.A. im IMAX gesehen und muß leider sagen daß die Extrainvestition in IMAX Tickets sich nicht besonders lohnt (anders z.B. bei "Transformers2") - die Tableaus die die Großleinwand rechtfertigen sind dann doch recht selten im Film, und zu viele Szenen scheinen mit wackeligen Handkameras gedreht zu sein (besonders Paris), und die CGI-Anteile sehen ab und an auch mal nicht so besonders aus wenn man zu genau hinkuckt :)

10

Ich muss mich hier leider meinen vorrednern anschliessen,8/10 ist das eurer ernst,ich hatte das glück den film in den U.S.A zu sehen und wahr echt platt ,grandioses Sci-Fi Kino das auch noch zum mitdenken anregt,optisch einfach bombastisch.Auf der anderen seite vegibt ihr hier 10/10 an solche hirnlose,pseudo New-Age Machwerke wie''Avatar''!

Bezüglich The Dark Knight stimm ich dem Rezensenten voll zu. Emotionen fand man eher in Batman Begins, weniger im zweiten Teil, ebenso Prestige und Memento(!) waren da ausgereifter. Dennoch: Was David Fincher für mich in den 90ern war (und auch mit seinen neueren Filmen immer noch ist), ist Nolan für mich in den 00ern und darüber hinaus: Die Creme de la Creme, was das Filmemachen betrifft.

Ich bin gespannt auf Inception...

Ja typisch Staake eben. Hauptsache Kontra Alles. Egal wie gut ein Film ist immer und immer gibs irgendwas zu meckern. Selbt der perfekste Film der Welt würde bei Staake durchfallen mit der Begründung er ist zu perfekt oder sowas...

Für mich sind auf Filmszene Wertung und Rezension untrennbar miteinander verknüpft und die tatsächliche Wertung ergibt sich beim Lesen aus beiden Komponenten. Ein Film wie "Predators" bspw. wird unter völlig anderen Gesichtspunkten bewertet als "Inception". Es sind vor allem zwei verschiedene Ligen: Während "Predators" als nettes (7 Augen) Actionkino verbucht wird, ist "Inception" im direkten Vergleich sicherlich mit 10 Augen zu bewerten (oder Predators mit 5), hat jedoch unter den anspruchsvollen Gesichtspunkten eines Cineasten eben doch noch Luft nach oben und man spart sich die 10 Punkte für den dann perfekten Film von Nolan auf. Avatar ist z.B. story- und charaktertechnisch ein mittlerer Alptraum, muss aber die 10 Augen bekommen, weil es zur Zeit der Einführung des 3D-Kinos einfach ... tja DER 3D-Film war. Gut, von mir hätte er aufgrund der Schwächen (die in der Rezension deutlich genannt werden) doch vielleicht nur 7 Augen bekommen, aber genau das - meinen subjektiven Eindruck - kann ich ja hier in der Kommentarfunktion sachlich fundiert darlegen.

Also kommt mal runter und genießt gemeinsam das Kino. :)

hmmm kann mir durchaus vorstellen dass die Kritik den Nagel auf den Kopf trifft.
Aber Prestige fand ich ganz und gar nich emotionslos, da war doch alles drin: Bruderliebe, verzweifelte Rivalität, nagende Schuld am Tod der Assistentin.
Find da konnt man sehr gut mitfühlen. Dark Knight war da schon eher so kühl...

Oh Leute hört doch auf auf Avatar rumzuhacken.
Natürlich hat er den Drehbuchoscar zurecht nicht bekommen, aber Fakt ist, dass Avatar seit Jahren mal wieder ein Grund war ins KINO zu gehen, weil man so etwas, wie Avatar wohl noch nie gesehen hatte.
Besteht ein Film nur aus seiner Story???
Dann kann ich auch ein Buch lesen.
Achja- ich geh davon aus, dass Inception großartig wird.

8

auch wenn mir zu lange darüber geschrieben wurde, was der film alles nicht hat, so sind die kritikpunkte messerscharf und völlig korrekt.
das inception trotzdem funktioniert und einen wie kaum ein anderer film der letzten zeit fesselt, spricht dann doch wieder für den kühlen rationalisten nolan.
tolle kritik, toller film. ich bin zufrieden.

10

Natürlich waren die 8 Filmszene-Augen vorauszusehen, als sähe sie sich als letzte Bastion, die dem übermächtigen Hype entgegenwirkt und siehe da, die Kritik ist zumindest bemüht, sich dafür zu rechtfertigen - das mag beim Lesen durchaus schlüssig klingen, aber in einem Satz gegen Ende offenbart sich dann doch das gesamte Dilemma:
"Wer konstant Brillanz aufblitzen lässt, so wie Nolan (...), von dem wird nicht anderes erwartet als Meisterwerk" - der Rezensent verlangt, wie er hier suggeriert aber nicht nur ein Meisterwerk, denn das ist "Inception" zweifelsohne, sondern einen unnatürlich perfekten Film, den es so wahrscheinlich gar nicht geben kann.
Es ist durchaus legitim für den Rezensenten, die Messlatte sehr hoch anzusetzen, gar den Vergleich zwischen Nolan und dem vielleicht größten Regisseur aller Zeiten (Kubrick) zu ziehen - aber dieser Ansatz ist völlig vefehlt im Rahmen der Bewertunsskala, welche die Filmszene für ihr Filme ansetzt. "Inception" überragt an inhaltlicher und handwerklicher Qualität das gesamte Blockbusterkino vergangener Tage derart, dass hier trotz marginaler Schwächen (eigentlich hat der Film wirklich kaum welche) schlicht nur die Höchstwertung zu ziehen ist.
Filme wie "No Country For Old Men","Brokeback Mountain" und auch "The Dark Knight" sind, wie übrigens die gesamten Filmszene-Gold-Filme, nicht perfekt, aber das wird durch ihre Wucht und Intensität derart kaschiert, dass es schlicht irrelevant wird. Genau das trifft auch auf "Inception" zu, ein Film von atemberaubender visueller Eleganz, einem bis ins letzte Detail durchdachten, herausvordernden Plot und einem exzellenten Cast, der in seiner Gesamtheit überwältigend ist - der Film ist schlicht das wagemutigste und cleverste, was je im Blockbuster-Format dieser Preisklasse über die Leinwand geflimmert ist.

Die Verweigerung der Höchstwertung wäre durchaus zu verschmerzen(obwohl, eigentlich nicht,nein, nun wirklich nicht), würde die Filmszene ihren Standard immer so hochsetzen: Aber genau hier liegt die Krux - es ist in keinster Weise zu rechtfertigen, einem ähnlich gehypten, dafür aber extrem einfältigen, story- und hirnlosen Effektebohei wie "Avatar" die Höchstwertung zu verteilen, sich diese aber zu verkneifen, wenn jemand endlich mal wieder auf furiose Weise visuell berauschende Schauwerte mit einer richtigen, durchdachten, anspruchsvollen Geschichte in einer Art und Weise verknüpft, dass die restliche Riege der Top-Regisseure Hollywoods, inklusive ein gewisser Herr Cameron, nur dehmütig den Kopf senken kann.

Dafür ein Kopfschütteln, Filmszene, nun wirklich. Ein Kopfschütteln.

10

Wunderbar auf den Punkt gebracht!

@NichtistkeinMedium

Ich muss Dir widersprechen:
Bei den Gold-Filmen gibt es ein Meisterwerk, was 10 Punkte verdient hat, nämlich "The Wild Bunch", aber ich weiss nicht, ob Du ihn kennst.

@mosla:

Genau das stört mich auch an der Filmszene. Filme wie dieser Ethno-Kitsch AVATAR (nichts anderes als Winnetou in Blau) werden distanzlos in den Himmel gehoben, aber bei anderen wesentlich besseren Filmen wie eben DARK KNIGHT wird das Haar in der Suppe gesucht.
Aber ich habe mich schon oft genug darüber geärgert, daß ich auf Empfehlungen der Filmszene reingefallen war (ebenso, wie ich so manchen Verriß nicht nachvollziehen konnte), so daß ich deren Bewertungen ohnehin kein Vertrauen mehr schenke.

@ mosla und rf:
Ernsthaft, wenn ihr so dermaßen überzeugt seid, dass hier sowieso nur Mist geschrieben wird - was wollt ihr dann noch hier? Begebt euch lieber auf die Suche nach einer Kritik-Seite, die bei jedem einzelnen Film eure 100-prozentige Zustimmung findet, und wenn ihr sie jemals finden solltet, schickt eine Postkarte.
Bis dahin: Tut uns und euch einen Gefallen und nervt hier nicht mit Pauschal-Urteilen, indem ihr eure Meinung über die Kompetenz der Filmszene-Autoren an zwei oder drei Rezensionen festmacht (Zitat rf: "Filme wie dieser Ethno-Kitsch 'Avatar'..." - was für andere Filme fallen denn deiner Meinung nach noch in diese Kategorie?) und damit nur eure eigene Beschränktheit unterstreicht. Eine andere Meinung als eure haben ist noch kein Indiz für Unfähigkeit. Keine Toleranz für eine andere Meinung aufbringen hingegen ist ein klares Indiz für Engstirnigkeit.

In diesem Sinne...

10

Da ist sie wieder, die alte Filmszene-Krankheit, überragende Filme unter verwendung fadenscheiniger Argumente die Höchstwertung zu verweigern. NATÜRLICH ist "Inception" nicht weniger als ein Meisterwerk, ein wahnsinnig fesselnder und intelligenter Film, den man so nur ganz selten zu Gesicht bekommt. Aber wie schon "Gladiator", "Herr der Ringe 3", "Brokeback Mountain", "The Hurt Locker", "No Country for old Men" langt es nach Meinung von Herr Staake wieder einmal nicht... Ganz ehrlich, die Kritik liest sich, als stünde das Urteil schon vor dem Film fest (schließlich will man sich nicht am Hype beteiligen) und man sucht verzweifelt nach Argumenten... Da es keine künstlerischen gibt, greift man halt das beliebige "Emotionslos" heraus. Ich fand, der Film hatte richtig starke, extrem emotionale szenen. Mich hat er mitgerissen.

Im Übrigen müsste man mit der gleichen Argumentation den angesprochenen Kubrick-Filmen die Höchstnote verweigern, und dessen Filme SIND Meisterwerke der Filmgeschichte. Kein ernsthafter Filmkritiker würde das in Abrede stellen. An dieser Stelle entlarft sich die Kritik selbst. Gut geschrieben, kann man sie ob solcher Argumente nicht ernst nehmen.

@sisko2000

Das die Filmszene und auch andere Filmkritik-Websites bei manchen Streifen mit ihren Rezensionen nicht immer ins Schwarze getroffen haben, ist doch ganz normal, da jeder eine andere Sichtweise und Emotionalität mit sich bringt. 8/10 für Inception ist doch keine schlechte Wertung. Doch las ich auf diversen anderen Seiten über ganz andere Facetten des Films, die durchaus positiver zu bewerten sind. Auserdem schrieb ich, dass ich auf den Film gespannt sei und meine Wertung demnächst hier auch kundtun werde. Also bleib ganz entspannt.

7

Super, die Rezension hat meinen Eindruck zum Film ziemlich auf den Punkt gebracht! Emotional war ich hier (bei Kubrick schon!!!) in keiner Sekunde dabei, auch wenn die Musik vom unvermeidbaren Hans Zimmer es konsequent und fast nervtötend die ganzen Stunden über versucht hat, einen zu involvieren. Das musikalische Dauerfeuer und die Ballerei haben mir auch eher den Verdacht in den Hinterkopf gepflanzt, dass ich so von logischen Schwächen abgelenkt werden soll, auch wenn mir auf den ersten Blick nichts aufgefallen ist. Die Geschichte mit den Kindern ist auch völlig an mir vorbeigegangen, der diCaprio ist meiner Meinung nach überhaupt kein väterlicher Typ und daher unpassend. Das hätte man sich sparen können. Hier ist er leider wirklich fehl am Platze, da die Nähe zu Shutter Island noch da ist. Auch das offene Ende hat sich leider von Anfang an angedeutet, es hätte eher überrascht, wenn das ausgelassen worden wäre. Ich kann wirklich nur für die Idee und für die optisch gute Umsetzung Punkte vergeben, ansonsten bin ich enttäuscht, dass mir der Kick einfach fehlte, den die Jungs und Mädels im Film immer wieder hatten. Schade.

6

Kann mich der Kritik hier anschließen. Technisch hochwertiges Kino, dass nicht langweilig wird. Dennoch stören einige Szenen den guten Gesamteindruck: die Actionszenen im Eis sind in Sachen Schnitt, Dramatik und Schauwert äußerst durchschnittlich. Di Caprios Spiel bleibt wenig emotional. Man wartet tatsächlich auf den großen Knall im Film - der allerdings nicht kommt und das Ende hätte sich Nolan besser geschenkt...

Positiv fand ich die wirklich super Story und den Soundtrack, der ordentich im Magen rumorte.

Inception sollte man im Kino anschauen, denn im Gegensatz zu Nolans einzigem wirklichen 10Punktefilm Insomnia, schaut man sich Inception wohl zuhause kein zweites mal mehr an - allenfalls um Logiklöcher aufzuspüren...:)

9

@NichtistkeinMedium: guter beitrag, nur mit dem Cameron Bashing kann ich wenig anfangen... aber ok, nichts für ungut. ;)

By The Way...Packender Film, wo sonst gibts Applaus wenn der Abspann läuft?

hallo. gebe hier zum ersten mal meine meinung ab. habe "inception" gestern abend gesehen. es ist definitiv für mich das kinoereignis des jahres. intelligent, atemberaubende bilder und wohltuend abgegrenzt vom typischen mainstream. die szenen mit cobb´s frau finde ich etwas zu lang. aber ich glaube, der hype, den hier viele auch kritisch sehen, läßt sich erklären. ich behapte mal, über 70 % der im jahr herausgebrachten filme sind vorhersehbar, nix wirklich neues... um nicht zu sagen: müll. wir alle lechzen nach echten kinosensationen, weil die einfach immer weniger werden. und ich finde, ein film wie "inception" ist dann zurecht eine solche sensation. generell muss man nur aufpassen, dass das mainstream-level nicht immer mehr runtergeschraubt wird... und dann - ich sag mal: normale, gute filme - plötzlich zu mega-super-hype-dingern hochstillisiert werden. vor "inception" haben mich übrigens filme wie "the dark knight" oder "departed" ähnlich umgehauen. schöne grüße.

Ich muss immer wieder lachen, wenn sich einige Filmnerds hier ständig über die Bewertungen von Filmszene aufregen.

Die einen sagen "zu wenig, vor allem weil Avatar...", die anderen "viel zu viel....". Leute, dann lest euch doch die Bewertungen einfach nicht durch und wenn ihrs so mies findet, dann regt euch noch am besten noch drüber auf, dass ihr sie kostenlos lesen könnt... oder seht sie als das, was sie sein sollen, nämlich eine Art Richtungspfeiler.
Die werten Herrn Rezessenten können nunmal nicht jeden Geschmack zu 100 % treffen, das ist unmöglich. Vor allem liest man solche Kommentarscheiße, bei fast jedem Film sinnlos mit.

Komischerweise merke ich erst jetzt, während des schreibens, dass Sisko bereits ähnliches geschrieben hat :), sorry aber hab deinen Beitrag zuvor nicht gelesen. Doppelt hält eh besser.

Ansonsten hab ich den Film noch nicht gesehen (deshalb keine Wertung), freue mich aber sehr darauf. Vor allem weil Nolan hier viel wert auf Logik und Nachvollziehbarkeit setzt. Ein Film, welcher auch mal wieder etwas mehr auf Hirn und Logik, statt nur auf CGI setzt, hat mir zumindest in letzter Zeit gefehlt.

10

Wow! Wenn ein Film es schafft, dass Brummkreisel solch eine Faszination ausüben und bei der abgebrochenen Schlussszene ein ganzer Kinosaal ein entsetztes "NEIN!" ausruft mit anschließendem Applaus, dann war an dem Film irgendetwas dran. In diesem Fall war es für mich ein optisch perfekter, storytechnisch fordernder, höchst spannender Film, der (im Gegensatz zu Dark Knight) mich auch emotional berührt hat. Nolan hatte definitiv nicht nur mein Gehirn, sondern auch Teile des Herzens und Magens. :)

Für mich ein perfekter Film.

Mich würde ja schon freuen wenn die Leute endlich aufhören würden Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ihr könnt doch nicht allen ernstes Inception, Batman und Avatar in einen Topf werfen. Lernt erst mal Filme in ihren Genre zu unterscheiden bevor ihr hier Postet oder erläutert doch wenigstens eure Kriterien nach denen ihr bewertet um Irritationen zu vermeiden. Ich denke wenn man Inception mit einem anderen film vergleichen will dann wäre das eher Shutter Island und der hatte seiner zeit 7 Augen bekommen. Avatar ist eben ein anderes Genre und in dem ist er nun mal zur zeit die Nummer eins genau so wie The Dark Knight eben auch die Beste Comic Verfilmung ist, gefolgt von Spiderman 1 und dann Iron Man usw...

6

Also der Film hat gute Effekte keine Frage,aber durchweg hat er mich nicht überzeugt!Irgendwas hat gefehlt.Und für das Happy End gibt's auch Punktabzug!

10

Da lach ich mir doch den Arsch ab! Nicht weniger als eine 10/10 und ein Meisterwerk in Sachen Spannung, Dramatik, Szenenaufbau, Kreativität und pointierter Schauspielkunst.. fehlende Emotionalität bei einem Psychothriller, "zu perfekt", zu wenig Verrücktheit, kein "Schlag in den Magen"? was sind denn das für Gründe?

10

Gerade so ambitionierte Filme wie Inception poralisieren, und verleiten Kritiker dazu, sich über den Film zu stellen, so nach dem Motto: "Du willst also ein besonders schlauer Film sein, ich aber bin schlauer!"
Allein schon die Tatsache, dass hier wie so oft bei Nolan der Hype um seine Filme herbeibemüht wird, zeigt doch schon das Anliegen dieser Rezension.

Fehlende Emotionalität wird Nolan vorgeworfen, interessanterweise wird man aber nie konkret und benennt, was denn genau diese fehlende Emotionalität ist. Soap-Opera? Tränen, schmerzverzerrte Gesichter, Küssen und Schmusen? Die Story um Cobb und Mal ist ungemein emotional und involvierend, nur deutet Nolan lediglich an, der Rest kann und muss vom Zuschauer selbst ausgefüllt werden. Wenn man dann daran scheitert, kann man nicht dem Film fehlende Fantasie vorwerfen, sondern sollte man bei sich selbst ein wenig forschen.

Stichwort Fantasie. Hier zehrt jeder nur von seinen eigenen Traumerfahrungen, wie es scheint, aber diese dürfen nicht der Maßstab sein. In meinen Träumen sieht es in der Regel so aus: Relativ willkürliche Orte, Zeit spielt nie eine Rolle, und die vorkommenden Personen sind wild gemischt aus einem Personenkreis, der viele, viele Jahre umschließt. Und das war es. Die Träume an sich sind, vor allem wenn ein wenig interpretiert, immer logisch. Auch nach dem Aufwachen denke ich nicht: Was für ein abgefuckter Traum! Sie machen im Nachhinein Sinn. Ständig einbrechende fantastische Elemente in einem Traum? Überhaupt nicht, dafür sind Träume auch zu kurz und bruchstückhaft. Hier kann Inception nichts vorgeworfen werden, da die jeweiligen Traumebenen eben immer auch nur eine kurze Zeitspanne umfassen, und dann ein Wechsel erfolgt. Einen zusammenhängenden, langen Traum gibt es nicht, nur eine willkürliche Abfolge vieler kleiner Träume mit unterschiedlichen Szenarien.

Dem Film wird vorgeworfen, dass er Träume nicht fantastisch und surreal und abgefuckt genug darstellt, dass es nicht ständig kracht und sich bewegt und die Farben schimmern. Vielleicht sollte man sich mal näher mit Träumen beschäftigen (angefangen bei Freuds noch immer grundlegendem Werk "Die Traumdeutung"), ehe man dem Film etwas vorwirft, was der Traumforschung ganz offensichtlich widerspricht.

Aber gut, ich will das nicht weiter vertiefen. Es ist auch absolut in Ordnung, dem Film nicht die Höchstbewertung zu geben. Entscheidend ist dann aber, wie hier schon vielfach richtig angemerkt, das richtige Maß. Entweder differenziert man das System noch mehr, oder man setzt alles in einen Kontext. Dementsprechend bedeutet dann eine 8/10-Bewertung für Inception, dass es außerhalb hiervon vielleicht ein Dutzend Filme geben dürfte, die eine höhere Bewertung erhalten. Die Realität ist dann aber, dass bestenfalls mittelmäßige Filme in der Bewertung kaum schlechter darstehen. Vielleicht sollte man auch überlegen, auf Punktevergaben zu verzichten und lediglich die Rezension zu veröffentlichen, dann entginge man diesem Dilemma.

10/10 für den bislang besten Film des Jahres.

8

Die Rezension trifft den Knackpunkt, was ich während und direkt nach dem Kinobesuch noch mit "hölzern", "reißt mich nicht mit", "berührt mich nicht" umschrieben habe.

Einige sehr schöne visuelle Einfälle, aber auch einige Längen (z.B. der Anfang). Und hat eigentlich irgendjemand nicht mit diesem Ende gerechnet?

9

Habe den Film gerade gesehen, und muß dem Kritiker in allen Punkten absolut recht geben - eine ganz hervorragende Kritik, genau auf den Punkt!

Der Film ist sehr, sehr gut soagr, aber zu steril und für einen Film der mit hohem Produktionsaufwand Träume (und Träume in Träumen usw.) visualisieren will sind die Traumsequenzen zu realistisch und zu banal - da fehlt der notwendige Schuß an Fantastik und Irrationalität. Und die Nebenfiguren (und zwar alle ausser Cobb und Mal) bleiben zu blaß und zu eindimensional.

"Memento" ist das absolute Meisterwerk von Nolan, und "Inception" reicht da leider nicht ganz heran, obwohl visuell aufwändiger und mehr Action und Eye Candy ausgestattet.

"Matrix" war insgesamt nicht so intelligent und ausgeklügelt konstruiert, bot aber mehr emotionale Wucht und Faszination und Immersion.

Trotzdem natürlich 9 von 10 Augen für diesen ganz hervorragenden und sehenswerten Film!

10

@ Melville

Du hast meine volle Zustimmung, gerade was die Emotionalität angeht. Die Beziehung zwischen Cobb und Mal war doch nun wirklich großartig in Szene gesetzt und zeigte in den jeweiligen Traumsequenzen und Rückblenden sehr anschaulich die Zerrissenheit beider.

Und zu "Matrix" allgemein:

Klar war es ein Meilenstein des Sciencefiction-Kinos, aber wenn ich Inception mit Matrix vergleichen muss, dann bin ich froh, dass Inception wesentlich emotionaler und in der Auswahl einzelner Szenen realistischer daherkommt und es nicht möglich war, mit Hilfe gymnastischer Übungen durch einen Kugelhagel zu hüpfen, ohne getroffen zu werden. Das ist neben Keanu Reeves ein Punkt, der mich an Matrix total genervt hat.

hab selten eine derartike Kritig gelesen, die so arg bemüht war einem Film die kleinsten Krümel unter die Nase zu halten. Was aber eindeutig für den Film spricht. Für mich bedeutet diese Kritik volle Augenzahl. Der Autor hat uns den kleinen Nolan-Insider hinterlassen: "...schauen sie auch genau hin..? :D Ja, und aus 8 wurden 10 Augen!

10

unglaublicher film, gegen ende fast eine halbe stunde konstante spannung und KEIN happy-end!! nicht verstanden?? 9/10

9

der mit abstand intelligenteste action-thriller der filmgeschichte...zur höchstnote hats bei mir dann doch nicht ganz gereicht, ich finde an der spannungsschraube hätte nolan noch etwas heftiger drehen können....

10

Nicht weniger als 10 Augen bekommt dieser Film von mir. Die Vernachlässigung der emotionalen Tiefe der Charaktere ist in Anbetracht des Gesamtwerks kein Grund zur Abwertung. Der Film beginnt ohne viel Vorgeplänkel, muss dann natürlich gewisse Regeln erklären, und baut danach eine Spannung auf, welche bis zum Ende nicht mehr abnimmt. Die Inzenierung des Films ist einfach nur grandios und muss sich vor Memento keineswegs verstecken.

Wie auch das hier vielzitierte Avatar, ist Inception ein Kino-Erlebnis der besonderen Sorte. Das Ende ist doch eines der genialsten Enden der Filmgeschichte. Wenn das ganze Kino am Ende gebannt auf die Leinwand starrt und dann ein entsetzte Raunen durch die Reihen geht, dann hat Chris Nolan doch alles richtig gemacht. Und wenn man danach stundenlang überlegt, diskutiert und versucht, Beweise für diese oder jene Interpretation zu finden, dann ist so ein Film doch der Grund, warum ich ins Kino gehe, oder? Allein schon für den Nolans Mut, immer wieder schwere und komplexe Geschichten zu erzählen, muss er im Gegensatz zu Michael Bay & Co. mindestens einen Bonuspunkt bekommen! Denn mitnichten ist der Erfolg seiner Filme immer abzusehen.

SPOILER! SPOILER! SPOILER!
Was die Komplexität dieser Story angeht, so war ich absolut nicht immer voll im Bilde. Gerade das Ende ist nicht so eindeutig zu interpretieren, wie hier einige meinen. Dazu war mir unklar, welche Aufgabenverteilung das Team hatte. Es gibt eine Architektin, die ihre Architektur nicht verraten darf. Also sind alle anderen nur Träumer. Aber in welchem Unterbewusstsein? Ist Fisher von Anfang an im Traum von Arthur? Oder sind alle in Fishers Traum und modellieren diesen um? Dazu noch die merkwürdige kurze Sequenz bei dem Traum-Sharing unten beim Chemiker. Die Gesichter der Kinder, die Cobb sich nicht ansehen will, weil er evtl. nicht ertragen kann, dass er noch träumt. Und da ist Cobbs Totem, welches ja nicht sein eigenes ist und somit wahrscheinlich nicht funktioniert. Wann fällt der Kreisel im FIlm eigentlich das letzte Mal um? Den Traum-Ebenen kann jeder folgen, ja? Hmm, befinden wir uns evtl. in der ersten Ebene nicht vielleicht schon in der zweiten? Die vielen irrationalen, typscih träumerischen Szenen in der angeblich realen Welt: Die Flucht im Mombasa, bei welcher Gebäude die kleine Gasse immer enger werden lassen. Miles, der Cobb bittet, aufzuwachen oder Saito, der mit einem Anruf schnell eine Mordanklage fallen lassen kann. Ganz andere Sichtweise: Seine Frau Mal, die sich vom Fenstersims des gegenüberliegenden(?) Gebäudes stürzt und stirbt - oder so im Gegensatz zu Cobb aufwacht? Oder aber träumt Cobb im Flugzeug einfach nur einen Traum und verarbeitet mit Fishers Charakter den Verlust seiner Frau und die Unklarheit, warum sie sich umgebracht hat? Genug Stoff zum Nachdenken jedenfalls.

10

Emotionale Sterilität war nicht wahrzunehmen. Stattdessen eine unglaublich überzeugende Darstellung eines zerrissenen Protagonisten, angestaute Schuldkomplexe verkörpert in einer ambivalenten femme fatale, die Angst vor externer Manipulation verkörpert durch agressive Projektionen des Unterbewusstseins und nicht zuletzt - nur als Subplot angedeutet - die schwierige Beziehung zwischen einem Vater und seinem unsicheren Sohn...
So emotional war noch kein Film von Nolan. Und auch sonst hat alles gestimmt. Aber das wurde hier ja auch schon zur Genüge gelobt. Für mich volle Punktzahl. Bester Big Budget Streifen der letzten Jahre und abgedroschenen Fantasyschnulzen wie Avatar sowas von überlegen (Sorry über diese 10-Punktewertung werde ich wohl nie hinwegkommen, gerade weil ich Filmszene für ihre differenzierte, kritische Betrachtungsweise schätze)

8

Diese Seite ist neben ihren hervorragenden Kritiken auch wegen ihrer sehr schnellen Programmierung super. Sogar bei meinem elendlangsamen Netz kann ich hier super stöbern...Daumen hoch...sorry, wusste nicht wo ich dieses hinschreiben sollte...

Der Film ist klasse...hab ich im Kino gesehen...muss man sich mehrmals ansehen, auch wenn die Action manchmal stört...

...an Insomnia reicht er nicht heran...

10

Seit langer Durststrecke mal wieder richtig fesselndes Kino. Nolan seine Filme haben so hohes Niveau, wo man sich nur noch fragt, wo es Enden wird. Und von wegen emotiales Flachland, man ist in seiner Fantasiewelt einfach gefesselt und kommt nicht mehr weg davon.

Wenn man das Kino verlässt, fühlt man sich, als ob man immer noch im Kinosessel sitzt.

8

Selten hat eine Kritik _so_ zu einem Film gepasst, wie diese hier. Chapeau, Herr Staake - und das, für ihre Verhältnisse, unaufgeregt und bashingfrei.

9

Emotionslos fand ich den Film nicht. Was mir hingegen gefehlt hat war, wie auch in der Kritik geschrieben, "der Extrakick, das Unvorhergesehene, der Stich ins Herz, der Schlag in den Magen, der Tritt in die Eier."
Leider alles etwas zu vorhersehbar. Kommt imho an Memento definitiv nicht ran, auch nicht an The Prestige.
Was jetzt vielleicht schlechter klingt als es wirklich ist, da dies beides absolut überragende Filme sind (ink. dem Tritt in die Eier!).
Von mir eine klare 9/10!

7

Die Kritik passt so weit mit meinen Eindrücken zusammen.
Für Traumwelten, zu technisch glatt, zu "realistisch" - etwas mehr Surrealismus oder Phantasie hätte den Traumwelten nicht geschadet. Weiterhin genervt hat anfrags der ewige Erklärbar, die Endlosen Dialoge, um dem Zuschauer wissenschaftliche und technische Plausibilität zu suggerieren. Hier hätte man in dem Film besser mit Bildern versucht zu erklären, denn mit vielen Worten - das lief bei Matrix deutlich besser und stimmiger. Gut, das Ende mit dem doch sehr zweifelhaften Happy-End.
Insgesamt kein schlechter Film, aber kein Meisterwerk (7/10).

10

man kann auch ne wissenschaft draus machen..
soll leute geben, die haben ne freundin und finden wenn sie wollen einige kritikpunkte.. bisl zu klein, n tick zu blasse haut, piepsige stimme, bisschen zickig.. sagen wir 7/10.. und trotzdem lieben sie die frau = 10/10.. komisch, oder?

meine persönliche meinung: 10 punkte, genau wie prestige.. is einfach genau mein ding, was der nolan da macht.. und ob ich emotional berührt wurde.. wenn auch nicht ganz so heftig wie bei prestige (z. b. als bordon ganz am ende seine tochter wieder sieht.. klar war das kitschig, na und?)

8

Die Rezension trifft es wirklich genau.

7

Aus den Socken hat mich Inception sicher nicht gehauen.
Ich finde die Kritik dazu sehr passend! Also von Nolans Meisterwerk zu sprechen ist nach Memento und Dark Night auf jeden Fall übertrieben. Trotzdem gut!

10

mehr als 10 augen sind leider nicht drin

10

Ich habe den Film am Freitag gesehen und hatte reichlich Zeit den Film sakken zu lassen.

Ich kann die Kritik an dem Film nicht nachvollziehen. Wer bemängelt das die Träume zu realistisch sind hat wohl den Film nicht ganz verstanden. Den Traum so realistisch wie möglich zu gestalten, darum geht es doch, grade das ist doch für die Handlung elementar wichtig. Die Leute sollen doch gar nicht wissen das sie grade Träumen, zudem würde man Angegriffen werden wenn es bemerkt würde.

Nicht Emotional genug kann ich auch nicht bestätigen. Da hat wohl auch einer nicht geweint als Bambis Mutter gestorben ist. Die Darsteller waren alle richtig gut und haben ihre Emotionen gut und glaubhaft rüber gebracht. Keiner der Schauspieler hat sich schwächen geleistet und DiCaprio hat sich mittlerweile zu einem großartigen Schauspieler hochgespielt. Leonado war in seinem spiel keineswegs so wie in Shutter Island, er zügelt sich seine vorherigen Figuren nicht zu imitieren.

Inception ist ein Hochgenuss für jeden Filmfan intellektuelleren Kinos. Die Regiearbeit von Nolan ist auf hohem Niveau. Die meisten Zuschauer werden mit perfekter Zufriedenheit aus seiner neuesten Vision gehen. Der Film ist ungemein spannend inszeniert und die Komposition einzelner Szenen ist wirklich großartig. Alleine schon die, in der sich der Van überschlägt und das Zusammenspiel mit dem Hotelflur. Einfach schön zu sehen.

Die Story war großartig. Das Thema mal außen vor gelassen ist es schön mal wieder einen Film zu sehen bei dem man merkt das sich da jemand um eine schlüssige Story bemüht hat mit nahezu keinen Logikfehlern oder löchern. Es ist eine clevere, originelle Geschichte mit faszinierender Prämisse, die gekonnt Überflüssiges ignoriert. Hollywood sollte sich das als Vorbild nehmen und nicht ständig Filme Produzieren in denen eine gute Geschichte außen vor gelassen wird und die Drehbücher total schwach sind. Hauptsache tolle Effekte. Es ist kein neuer "Matrix". Es ist "Memento" mit gewaltigem Budget. Christopher Nolan versucht nicht, coole, aufregende Action zu inszenieren.

Bombastisch ist der Score, der die dröhnende Theme des Trailers aufgreift und mit tiefen Bläsern eine unheilvolle Kulisse schafft und Spannung peitscht.

Fazit:
Kino: Ja
DVD Abend: Unbedingt
DVD Kauf: Ja und ein muss für Filmliebhaber.

10 von 10 Augen. Daher Meisterwerk.

8

Kann die Entgegnungen hier nicht nachvollziehen. Der Film hat klare Schwächen fernab von fadenscheinigen Argumenten und gemachten Wissenschaften. Hatte selbst gehofft die 8/10 wären nur an den Haaren herbeigezogen aber die Kritik trifft es sehr gut. Das Erklären anfangs war mir zu langatmig und penibel, die Traum-Sequenzen dann zu vorsichtig und realistisch.

ups, die Rede war von Prestige ... iam so sorry.
*schluck*

10

ganz klare 10 für mich. endlich mal wieder ein film bei dem man nicht das gefühl hatte schon alles einmal änlich gesehen zu haben. wendungsreiche story mit toller action und klasse schauspielern. hmm fast wie bei dem film mit dem irren clow ;)
den avatar vegleich lass ich mal stecken obwohl ich sonst so gerne abläster

10

sehr schlechte kritik, eure argumente sind nicht nachvollziehbar. "mangelnde emozionalität"?? "so fehlt einem völlig ein emotionales Involviertsein"...wie bitte? "alles zu perfekt"?? das war der beste film des jahres meine güte!

also wirklich, ihr habt doch keine ahnung! das war jetzt wirklich das letzte mal, dass ich eure seite besucht habe.

6

die kritik trifft es auf den punkt genau. mehr ist dazu nicht zu sagen.

6

ein guter film mach "show and tell"...das erzeugt spannung.
hier war es anderstrum.

10

Genau, voll schlechte Kritik habt ihr da gemacht. Ich meine nur 8 Punkte? Ich finde es eine Frechheit das ihr nicht zu 100 % mit meiner Meinung übereinstimmt, weil das zeigt einfach das ihr saudoof seid und ich sehr klug.

Ich werde Filmszene deshalb nie mehr besuchen und ihr werdet es anhand nachlassender oberflächlicher Kommentare schon merken, das ich nicht mehr hier bin und kostenlos eure Kritiken lese.

Ich hoffe andere Leser schließen sich mir an und verurteilen in Zukunft ebenfalls Leute, die nicht zu 100 % mit meiner Meinung übereinstimmen.

6

Also ich bin enttäuscht von dem Ergebnis "Inception".
Mit grossartigen Erwartungen bin ich jetzt auch nicht herangegangen.
Aber, wo war die Dramaturgie? Wo das besondere Feingefühl?
Mich konnte "Inception" EMOTIONAL einfach nicht fesseln.
Die Idee ist gut. Die visuelle Umsetzung auch. Ohne frage.
Aber Nachvollziehbar? Nope.
Sorry.
Da fehlt mir eindeutig zuviel für den Stempel "Meisterwerk"

10

Ich kann die Kritik auch nicht ganz nachvollziehen. Die Traumwelten sind für mich genauso wie man sich in einem Traum fühlt. Real und doch irgendwie nicht! Und eine kühle Athmosphäre bei einem Film muss doch nicht gleich was negatives Bedeuten, sondern den Film noch unterstreichen. Aber so ist das nun mal bei Filmen - da kann man nur subjektiv bewerten. Für den einen ist es der beste Film seit langem, für den anderen halt nicht.

Gruß
Torsten aus Duisburg

@ mr ironie: man kann ja seine eigene meinung haben, aber wenn man sich filmkritiker nennt, sollte man bessere argumente haben.
die kritikpunkte sind sowas von lächerlich. anscheinend fiel staake nichts besseres ein, als dem film eine mangelnde emozionalität vorzuverfen...was soll man diesem film auch vorwerfen? da gibts ja nichts (mir fällt einfach nix ein)! mich hat der film EMOZINAL ebenfalls voll umgehauen. die szenen zwischen cobb und mal, zwischen fisher und fisher jr sind ja wohl derbe bewegend! mir kam bei der läuterungsszene fast eine träne!

inception-ein actionthriller, der sowohl tricktechnisch, und emotional bewegt!

8

Ich denke, dass der Film eine 8 (+) verdient... der Hype, der um diesen Film gemacht wird(IMDB,...), ist unangemessen. Er ist gut - aber kommt keinesfalls an vergleichbare Filme wie Matrix ran.
Teils zu action-lastig und hektisch, wenig Überraschungen - dennoch ein wirklich guter Film... leider nicht mehr!

Bessere Argumente verlangst du, hast aber selbst keine (hebst ja hervor, dass dir nichts einfällt, das einzig wahre Wort in deinem Beitrag). Abgesehen davon, dass in der Rezension oben diverse kleinere Schwächen angesprochen werden (mangelnde Emotionalität, mangelnde Traumlogik, zu überraschungsarm) ist es doch verwunderlich, mit wieviel Giftgeifer hier Leute ihre "10 Punkte sonst hast du voll Unrecht"-Meinungen hier reinpöbeln, eines wirklich kritischen Gedankens aber offenbar nicht fähig sind.

Meine Herren,

alleine für diese Seite hat sich filmszene.de schon wieder gelohnt. Fast so geil wie bei Avatar. :O)

Nun mein Senf:
1) An alle Nolan-Anbeter: Für mich ist er nicht das Übergenie. Seine bisherigen Filme haben mich in ihrer Gesamtheit (!) nicht überzeugen können. (Ja auch Memento nicht - hat mich angeödet.) Ist halt Geschmackssache. Mir ist er zu verkopft und streckenweise zu posig.

2) Wo wird im Kino geklatscht?: Hatte ich zweimal. Einmal war der Regisseur anwesend. Der Film war OK. Aber da wurde wohl eher aus Höfflichkeit und Respekt applaudiert. Das andere mal war es "Brot und Tulpen". Da habe ich mitgeklatscht. Das ist übrigens ein Film, der mich emotional berührt hat, was noch keinem Nolan-Film gelungen ist. Und schon gar nicht Batman. Das war reines Augenkino. Klar - Super gemacht, alles durchdacht und stringent umgesetzt aber halt letztlich nur ein bildgewaltiges Teenagerfilmchen.

3) Was ist ein guter Film? Tja, neutrale Kriterien sagen nicht viel aus darüber. Ich finde Titanic grottenschlechtes Schmalzkino. Neutral gesehen sicher ein guter Film. Andererseits bleibe ich jedesmal an Fooloose hängen, wenn er im TV läuft. Den habe ich bestimmt schon 20 mal gesehen. Einfach ein geiler Film. Neutral gesehen natürlich nicht. Aber ich finde ihn super.

4) Ein Kritiker braucht NIE gute Argumente. Die brauchen Logiker. Er muss seine Meinung nur verständlich, also nachvollziehbar darstellen. Und das ist diesmal(im Gegensatz zu anderen Rezensionen) passiert. Wenn hier einige schreiben, sie könnten das nicht nachvollziehen, können sie das sehr wohl. Sie haben nur eine andere Sicht. Und das es eine andere ist, merken sie nur, weil sie die Rezension verstanden haben.

P.S.: Natürlich werde ich mir den Film angucken. Und er wird gut sein. Und das Bier wird schmecken und ich werde einen schönen Abend haben und das war's.

10

EIN MEISTERSTÜCK - NICHT WENIGER. Danke Christofer Nolan!!

5

totaler blech. nolan hatte nicht den mut das so zu verfilmen, wie es nötig gewesen wäre, einen guten film zu erschaffen.

9

Das ist genau das, was das Kino seit langem gebraucht hat: Eine geniale Idee, umwerfend fotografierte Bilder und ein absolut monströser Soundträck, der durch Mark und Bein geht. Einzig die Schießereien waren mir ein wenig zu viel des Guten. Trotzdem. Wer bei diesem Werk korinthenkackert, ist definitiv im falschen Film. Ein Muss für jeden Kinoenthusiasten.

hier spricht Mr. Emozinal

ich sage ja nicht, dass inception der beste filmaller zeiten ist, sondern, dass man diesem film eine mangelnde emozionalität nicht vorwerfen kann! und das habe ich mit argumenten dargelegt...so das wars eigentlich wollte ich diese seite nicht mehr besuchen, aber es regt einfach wie manche leute %!$"( sind!

geht lieber auf rogerebert.suntimes.com oder empireonline.com wenn ihr wirklich gute kritiken lesen wollt.

@timtooky: natürlich braucht ein kritiker, so wie jeder andere journalist, argumente! das ist doch das dümmste was ich je gehört habe...
ohne argumente handelt es sich um thesen, und diese dienen nicht der überzeugung, und die überzeugung ist die aufgabe eines kritikers. wenn er nicht überzeugen will, soll er gefälligst auch "ich finde" oder "meinung nach" benutzen, damit klar wird, dass er subjektiv schreibt, anstatt "der zuschauer" oder "man" su schreiben, denn staakes meinung ist eben nicht die objektive meinung des kinobesuchers, weil er unsinn redet!
... und hierbei ist staake meinung gerade nicht nachvollziehbar, wie du meinst, weil der film nunmal sehr emozional ist! das hat nix mit sichtweise zu tun sondern ist fakt!

auf nimmer wiedersehen muahahaha ihr avatar-liebhaber! malt euch doch blau an und lernt navi!

9

Würde mich gerne in die erboste Schar der 10-Augen-Demonstranten einreihen und den Film als Meisterwerk verteidigen. Bei aller Liebe und Begeisterung für den Film - auch nach der Kinosichtung - muss ich der obenstehenden Kritik dann doch in den meisten Punkten beipflichten. Unterm Strich bleibt am Ende aber trotzallem ein sehr sehenswerter Film. Mir reicht das allemal. Herr Nolan hat ja noch ein paar Jahre Zeit den filmhistorischen Olymp zu erklimmen - die Herzen zahlreicher Zuschauer hat er offensichtlich schon lange erreicht.

10

1. Die Traumsequenzen etwas realer aussehen zu lassen und den Träumen einen upgefuckten Stil zu verpassen, war eine Notwendigkeit. Der Zuschauer selbst sollte ebenso die Mühe haben, wie auch die Figuren, Traum und Wirklichkeit schwer auseinander halten zu können. Das kennen wir ebenfalls von Memento: Genau so viel zu wissen wie die Figur selbst.

2. Wer dem Film eine emotionale Kühle unterstellt, ist für mich emotional unterkühlt. Mehr Emotionen hätten den Film kitschig wirken lassen. Wer die subtilen emotionalen Momente nicht erfühlen konnte, der ist wahrlich ein Psychopath.

3. Es gibt nur eine Hand voll Filme, die so eine perfekt durchdachte, komplexe und intelligente Handlung haben. Inception ist ein Meisterwerk, nicht mehr und nicht weniger.

10

Der Film ist großartig. Durch und durch. Emotionale Sterilität habe ich nicht ausgemacht. Ganz im Gegenteil. Der Film hat mich in der ersten Minute abgeholt und erst beim Abspann wieder abgestellt. Für mich ist der Kritikpunkt des Rezensenten schlicht und ergreifend Krümelkackerei.

10

Der Film war toll, aber ein paar Fragen hätte ich.

SPOILER:

1. Als die beiden sich auf die Schienen legen sin sie doch jung. Aber später sagt er, sie sind zusammen alt geworden. Müssten sie dann auf den Schienen nicht alt sein?

2. Warum sind Cobb und Mal eigentlich in den Limbus gekommen? Aus Absicht?

3. Am Ende ertrinkt Cobb doch im Van unter Wasser. Er war doch da schon im Limbus mit Mal in den Armen. Wieso wird er dann trotzdem wieder angespült.

Wäre echt freundlich wenn einer Fakten hätte, ich schlafe schon nicht mehr so gut, weil mich diese Fragen quälen.

6

Gute Schauspieler, gute Storry, klasse Bilder... und trotzdem hat mich der Film auf seine Länge nicht unterhalten können da mir die Charaktere bis zum Schluß emotional unwichtig waren.... im Gegensatz zu Avatar ;-)

10

Mann muss nur genau hinschauen, dann bietet der Film eine Menge alternativer Lösungen.

Wer am Ende nur über die letzte Szene nachdenkt,
hat den Film nicht verstanden.

Nolan hat den Pfeil mitten in mein Filmfreakherz geschossen.

PS: In The Prestige gibt es keine Klone;)

@hjsnd

(Als die beiden sich auf die Schienen legen sin sie doch jung. Aber später sagt er, sie sind zusammen alt geworden. Müssten sie dann auf den Schienen nicht alt sein?)

Es gibt doch zwei Einstellungen, in dem man sieht, wie zwei alte Leute auf die Schienen gehen und wie zwei alte Hände sich über der Schiene festhalten.

(Warum sind Cobb und Mal eigentlich in den Limbus gekommen? Aus Absicht?)

Absicht war es wohl nicht.

(Am Ende ertrinkt Cobb doch im Van unter Wasser. Er war doch da schon im Limbus mit Mal in den Armen. Wieso wird er dann trotzdem wieder angespült.)

Der Van ist doch die oberste Traumebene. Angespült wird Cobb im Limbus. Dadurch das er - zumindest scheint es ja so - im Limbus Saito findet und ihn daran erinnert, sich umzubringen, tauchen beide (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass auch Cobb sich umbringt in diesem japanischen Haus) wieder auf in der Realität. Da spielts keine Rolle, ob Cobb im Van angeschnallt auf dem Grund des Flusses sitzt.

7

Inception = Fire & Ice für Träumer, die von der Welt noch nicht viel gesehen haben!

Emotional wenig berührender und intellektuell unterfordernder Film, der von zum Teil charismatischen Schauspielern, einem anständigen Setting und guter Musik gerettet wird. Alles in Allem eine gute Stunde zu lange.

Letztlich überwiegt die Enttäuschung!

10

@hjsnd:

1. und 2. ist mir auch nicht ganz schlüssig, insbesondere nr. 1. würde ich auch so sehen, dass sie eigentl. alt sein sollten...vll. ein "fehler"?

zu 3. naja er war ja schon im limbus, aber er hat eben den kick nicht mitgemacht und wollte unten bleiben, offenbar geschieht es, dass man dann einfach erneut angespült wird, wenn man im limbus stirbt/den traum zusammen fallen lässt...so würde ich das sehen

9

@ Willy Bogner

Deine Meinung in allen Ehren, jeder hat das Recht auf eine. Aber die Formulierung "...die von der Welt noch nicht viel gesehen haben..." ist doch hochgradig arrogant und letztlich auch keine diskussionsfähige Aussage.

Dass du enttäuscht bist, mag sein - ich hätte nichts dagegen gehabt, noch stundenlang weiter zuzuschauen. Ich denke schon, dass ich schon einiges von der Welt gesehen habe und auch nicht doof bin, aber dass der Film "intellektuell unterfordernd" sein soll, halte ich für bloße Angeberei. Wie die Klugscheißer, die hinterher (!) gesagt haben, "ich habe ja gleich gewusst, dass Bruce Willis in Sixth Sense ein Geist war".

Mich hat der Film jedenfalls begeistert.

7

Vermutlich hängt es davon ab, wie sehr die Erwartungen des jeweiligen Zuschauers erfüllt werden. Wenn ich in einem Film gehe, der von Träumen handelt, dann erwarte ich auch, dass in dem Film all das was Träume ausmacht (das Surreale, das Verstörende, das Unheimliche, das Absurd-komische etc) auch thematisiert wird. Was ich nicht erwarte sind Träume, die lediglich konventionelle Action-Szenarios thematisieren. (Ausnahme: die faltbare Stadt, das wars dann aber auch schon mit Nolans visueller Phantasie). Mir scheint, als wäre es Nolans Hauptinteresse den Zuschauer mit einem möglichst komplexen Drehbuch bei der Stange zu halten. So dachte ich mir schon bei "Dark Knight", dass Nolan besser einen komplexen Gangsterthriller gedreht hätte anstatt einen Batman - Film. Man muss leider sagen, dass das Traum - Thema in Nightmare on Elm Street wesentlich besser behandelt wurde als hier.
7 Punkte weil der Film spannend ist, und einige Szenen durchaus intensiv sind. -3 Punkte für die Themaverfehlung.

5

Alles in allem enttäuschend.
Ein "Patchwork-Film" der für mich ganz klar im Schatten der Matrix-Trilogie steht.
Mich hat der Film vorallem in seiner ganzen "Logik" und, ja, auch in seiner "Emotionalität" überhaupt nicht erreicht.
Das Thema "Traum" ist ganz gewiss viel zu sensibel und noch viel schwieriger zu visualiesieren und da hat es sich Nolan, für meinen Geschmack, viel zu einfach gemacht.
Da wird auf ein Knopf gedrückt und los geht die Action im Traum. Häh? Ne, mir reicht das nicht.
Wirkt an den Haaren herbeigezogen und reichlich uninspiriert das Ganze.
Die Grundidee und guten Darsteller retten den Film vor dem Totalausfall.

Oh, den Film mit Matrix zu vergleichen, ist wie wenn man Fettglasur mit Schokolade vergleicht. Demnach ist Inception die Schokolade. Weitaus anspruchsvoller und intelligenter als Matrix, dessen Fortsetzungen den tollen ersten Teil einfach nur runtergezogen haben.

8

10 Augen hätte es gegeben, wenn der Kreisel umgefallen wäre. ;-)

9 wenn das Drehbuch nicht einmal total entgleist wäre (4. Ebene,
oderdoch nur 3 und rücksprung, Kick ? Was ?)

Aber sonst:

Ein unglaublicher Film der auch mal wieder zum Nachdenken anregte
und mit besonderen Bildern und Sichtweisen beeindruckte.

Nach dem wie sollte man besser nicht fragen, auch warum jemand der
Null Ahnung von der Materie hat der "Architekt" werden soll. bleibt
das Geheimnis des Filmemachers.
Aber vielleicht lag genau darin der Reiz.

5

Incepiton war leider nur OK.

10

Dieser Film ist ein Traum!

Spoiler!!!

Wenn es überhaupt eine reale Ebene gibt, dann ist das für mich die, in die er durch den Badewannen-Wurf geholt wird (wobei ich aber sagen muss, dass ich den Übergang in die Planung der "Inception" nicht mehr zusammen bekomme).

5

Hat mich nicht zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Letztlich war ich nicht böse als die 148 Minuten vorbei waren. Nichts gegen komplexe Handlung. Aber diese fand ich ein wenig überladen.
Das "endlich vorbei-Gefühl" am Ende kann aber auch an der absolut überforderten Sound-Anlage des örtlichen Kinos liegen.

6

Liebe Leute,

so viele Filme habe ich schon gesehen, wirklich unzählige. Wie viele Meisterwerke waren darunter?

Was macht ein Meisterwerk überhaupt aus?

"Sieben" ist ein Meisterwerk. Nicht zuletzt weil er absolut konsequent und kompromisslos ist, bis zum unbeschreiblichen Finale.
"Der Pate" ist ein Meisterwerk, der zweite Teil ist auch gut bis sehr gut und ich kann sogar jene verstehen, die ihn zum besten Film aller Zeiten küren wollen, aber er ist mit absoluter Sicherheit kein Meisterwerk.
"Der Seltsame Fall Des Benjamin Button" ist ein fantastischer Film, doch auch er spaltet das Publikum. Er kann schon deswegen kein Meisterwerk sein.
"96 Hours" ist ein Meisterwerk. Warum? Weil er praktisch alles, wirklich alles richtig macht. Er pfeift auf jegliche Political Correctness und macht absolut keine Gefangenen. Dieser Film und auch seine Botschaft ("Vater übt Selbstjustiz auf Feldzug ohne Rücksicht auf Verluste") mögen nicht jedermanns Geschmack sein, aber er ist ein Meisterwerk, denn hier stimmt einfach alles.

Und "Inception"?

"Inception" ist definitiv. Kein: MEISTERWERK!!

Und an diesem Titel schrammt er nicht etwa nur knapp vorbei.

Ich würde auf keinen Fall soweit gehen, den Film als durchschnittlich zu bezeichnen, aber er ist auf alle Fälle enttäuschend und absolut zur Unzufriedenheit gelöst bzw. umgesetzt.

Was fehlt "Inception" nun, was anderen Meisterwerken wie "Matrix" (nur Teil 1, und zwar für sich allein betrachtet, d.h. losgelöst von den dreckigen Fortsetzungen) nicht fehlte?

Vieles, wirklich sehr. Sehr: VIELES!!

:-)

Fazit: "Inception" enttäuscht, max. 6 von 10 Punkten.

Danke.

Gruß
D.C.

6

das ding ist, die handlung ist gar nicht komplex!
nichts an diesem film ist so brilliant und ausgeklügelt
wie es scheint.
und das ist auch schon der knackpunkt.
der film "will mehr sein" als er in wahrheit ist.

viele hier bewerten diesen film als "meisterwerk".
das ist er leider nicht.

der film ist mehr schein als sein!

7

Leuten, die einen Film als "besten aller Zeiten" deklarieren, braucht man gar nicht mehr zuzuhören.

"The Matrix" war ein Film gegen die Unterdrückung durch die kriminelle Hochfinanz und daher im Gegensatz zu "Inception" mit Inhalt gefüllt.

"AVATAR" war ein Film über die Zerstörung unserer eigenen Welt und das Abschlachten von Ureinwohnern und daher auch mit Inhalt gefüllt.

Auch ich fand Nolan's Frühwerk "Memento" diesem Hollywood-Dschingerassabumm "Inception" meilenweit voraus. Auch "Insomnia" hat mich viel, viel mehr beschäftigt (wobei da das Original besser ist).

Inception:
Gute Schauspieler, gute Effekte, aber überall Logikfehler, und keine nennenswerten Inhalte.

Da waren andere Mindfuck-Filme einfach viel weiter, also "eXistenz", "Strange Days", "The Cell", "The Matrix", "The Thirteenth Floor", "The Final Cut", "Total Recall", "Open your Eyes", "Vergissmeinnicht", "Being John Malchovich", Brazil" - und jeden von diesen würde ich einem weiteren Mal "Inception" vorziehen.

9

@ Dom Copp

Wo haben Sie denn das Argumentieren gelernt? Nur weil man in einer Bewertung das Wort "definitiv" benutzt und das ein oder andere Wort in Großbuchstaben schreibt, ist das noch lange kein Argument. Ihrer Analyse fehlt das Fleisch auf den Knochen.

Natürlich haben Sie trotzdem das Recht auf Ihre Meinung. :-)

Wenn selbst die Protagonisten nicht mehr durchblicken, in wessen Traum sie sich momentan befinden, woher soll ich`s dann wissen.
Nö, ein wirrer Krach-Schepper-Bombast Streifen, nicht eben von der Stange, aber auch nicht von Erinnerungswert.

Ja, es gab paar Zuschauer die applaudierten. Aber es gibt auch noch immer Reisende, die im Charterflieger applaudieren, wenn die Landung geglückt ist.
Jeder Film hat seine Zuschauer, und dieser war nicht meiner.

96 Hours ist eine guter Actionfilm mit Anlehnungen an Bourne (Musik/Schnitt), mehr nicht. Das als Meisterwerk zu erklären, ist ja wohl völlig albern.

7

Don`t believe the hype.

9

Ich komme gerade aus dem Kino und bin sehr angetan von Inception, der Trailer hatte nicht zuviel versprochen.

Der Film gehört für mich in eine bestimmte Kategorie von Filmen, zu denen z.B. auch Donnie Darko gehört. Eben Filme für den Kopf, über die man sich denselben tagelang zerbricht, bis man eine Erklärung gefunden hat, die einem irgendwie schlüssig erscheint. Da bin ich ehrlich gesagt ganz dankbar, wenn ich emotional nicht wer weiß wie angesprochen bin, das wäre mir nämlich zuviel des Guten.

Keine Ahnung, was mir noch an Erklärung einfällt. Bisher ist's ziemlich kuddelmuddelig in meinem Hirn. ;-)

9

Eins noch:

ACHTUNG SPOILER!

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Was mich tatsächlich emotional berührt hat war, dass ein Sohn, der immer unter des Vaters Fuchtel stand, auf einmal die Möglichkeit bekommt, sein eigenes Leben zu leben. So ganz nebenbei, aber für den Protagonisten ein unglaubliches Geschenk.

4

an diesen traum kann ich mich morgen schon nicht mehr erinnern

6

@"@Dom Cobb hat keine Ahnung"

Selbstverständlich ist "96 Hours" ein Meisterwerk und das weniger, weil tatsächlich ein über jeden Zweifel erhabener "Meister am Werke" gewesen wäre (schließlich ist "From Paris With Love" eine ganz andere Liga, d.h. eher weniger "meisterhaft" inszeniert, um es mal vorsichtig auszudrücken), sondern viel mehr weil er wirklich meisterhaft inszeniert wurde, was nichts anderes bedeutet als: alles, wirklich alles, was man hätte richtig machen müssen, um einen Film so "perfekt" wie nur irgend möglich zu machen, ist im Fall von "96 Hours" auch richtig gemacht worden!

9

Eine grandiose Geschichte, gute Schauspieler und tolle Actioneinlagen garantieren ein unvergeßliches Kinoerlebnis!

5

Innovationen? Leider Fehlanzeige!

Die Kritik ist sehr gut geschrieben und bringt vieles auf den Punkt. Aber: nach ähnlich gelagerten Filmen wie MATRIX, EXISTENZ, AVALON, THE CELL oder diversen Serien (STAR TREK, FRINGE, LOST, ...), die das Thema "Traumrealitäten" weitaus innovativer abgehandelt haben und oft zu überraschen wussten, wirkt INCEPTION wie ein verspäteter Aufguss. Der Film hat mich in keiner Minute wirklich gepackt, war über weite Strecken vorhersehbar (insbesondere das Ende) und zeitweise sogar langweilig. Die Effekte und die handwerklich gut konstruierte Story wären einer Studienarbeit würdig, aber kaum einem Blockbuster. Hier wurde leider zugunsten der Befriedigung eines Massenpublikums an nachdenkensenswerten Momenten und mehrdeutigen Szenen gespart. Sollte es eine Fortsetzung geben, was durchaus möglich wäre, dann bitte mehr Kopf- als Actionkino!

9

@ Dom Cobb

Nach Ihrer Argumentation wäre dann auch "Das Krokodil und sein Nilpferd" ein Meisterwerk.

"Inception" ist eines.

9

@ ianStein

Sie haben einen anderen Film gesehen als ich. Kann nur so sein. Alles, was Sie sagen, empfand ich bei "Inception" genau andersherum. Sachen gibt's...

6

@ jboxoffice

Es wird Zeit, dass ich mich auch Ihren Kommentaren widme! ;-)

Zunächst einmal haben Sie in mind. einem Punkt absolut Recht, nämlich dass meinem ersten Kommentar bzw. meiner Analyse "das Fleisch auf den Knochen" fehlt. Hintergrund: Inception ist ein derart gehypter Film, der – für sich allein betrachtet – gar nicht mal so schlecht ist, auf keinen Fall, aber einen "Kritiker" wie mich leider dermaßen zu enttäuschen wusste, dass ich mir manchmal einfach nur ein Bisschen, na ja, zu faul bin, die ganzen Details, um die es mir in meiner Analyse geht, aufzuzählen bzw. runterzurattern (klar kann man das auch anders lösen – mal sehen, was wir in diesem Kommentar so hinkriegen). :-)

Was "Das Krokodil und sein Nilpferd" (DKusN) angeht, könnte man tatsächlich meinen, dass auch dieser Film ein Meisterwerk ist – gemessen am Anspruch, den das Thema mit sich bringt, d.h. wo es bei DKusN größtenteils um "reine Unterhaltung" der humoristischen Art geht, hat "Inception" mit weitaus größeren Hürden bzw. Ansprüchen zu kämpfen: es bedient sich zum einen dem sehr verwirrenden und nur unzulänglich verstandenen Thema der Träume, es will unterhalten (Action & Co.) und es will den Kopf fordern, ja, herausfordern – und gemessen an den Ansprüchen und den Fähigkeiten eines Nolan scheitert dieser Film leider in vielerlei Hinsicht, d.h. gehen wir doch einfach mal auf den einen oder anderen Punkt ein, der Inception bei genauerer Betrachtung schlechter abschneiden lässt, als die meisten Kritiker es für möglich halten könnten (Achtung! Spoiler möglich):

- Wo es bspw. bei Matrix um die "Erlösung" der Welt ging (und Filme wie Inception müssen sich, ob sie es nun wollen oder nicht, immer auch an solchen Vorlagen messen lassen können), geht es bei Inception um fast gar nichts! "Was?!" werden jetzt einige denken, aber man muss wirklich zwischen den Zeilen lesen: D. Cobb nimmt den Auftrag an, in die Gedanken eines anderen einzubrechen, um wieder ein freier Mann zu sein, was für sich gesehen immer eine Geschichte wert ist, klar, aber so pompös wie Inception aufgesetzt ist, verspricht es von seiner Art "um viel mehr zu gehen" als es tatsächlich der Fall ist.
- Die Tatsache, dass sich junge Leute wie D. Cobb unbeschreiblicher Techniken bedienen, um sich in die Gedankenwelt, nein, Traumwelt anderer einzuschalten und dort "rumzuwüten", ist im Verhältnis zum Rest der "Inception-Welt" (der Alltag, die Technologisierung, usw.) überhaupt nicht glaubwürdig, d.h. wo die reale Welt im Film noch völlig durchschnittlich und alltäglich wirkt, sind da auf einmal ein paar Typen, die nicht irgendwelche Schlösser knacken, sondern Unbeschreibliches machen – hier wäre ein wenig mehr "Zukunft" besser gewesen und hätte das Gesamtbild realistischer wirken lassen.
- Leonardo DiCaprio und dieses kleinwüchsige Mädel, die aussieht wie 17 und architektonisch unbeschreiblich talentiert sein soll, um nebenbei auch noch den guten, "alten" Cobb in jeder Hinsicht zu kritisieren (als hätte sie die Weisheit mit Löffeln gefressen), sind beide absolut fehlbesetzt.
- Abgesehen von den Bildern, wie wir sie von Plakaten kennen (und die noch nicht mal alle so im Film vorkommen, d.h. wirklich nicht wenige Plakate/Poster zeigen Bilder, die so im Film überhaupt nicht existieren), und der einen oder anderen Schwerelos-Szene enthält der Film nichts, absolut überhaupt nichts, was einem den Atem würde stocken lassen.
- Die Traumwelten sind um so langweiliger, unrealistischer und unzufriedener gelöst, je weiter ineinander geschachtelt sie sind, d.h. insgesamt sind die Traumrealitäten einfach viel zu logisch, viel zu langweilig, prüde und trocken gelöst (obwohl es regnet, wobei das ständige Regnen inszenatorisch eingesetzt wurde, was allerdings nur bedingt funktioniert).

Kurz und gut: Obwohl mir noch unzählige andere Punkte einfallen, kann ich allgemein festhalten, dass "Inception" so inspirationslos und unkreativ gelöst wurde, als wäre er von einem 99-Jährigen gedreht worden!

"Inception" ist – ich muss es einfach noch mal betonen – viel, von mir aus, aber definitiv, absolut definitiv kein Meisterwerk, nicht mal im Entferntesten!

Alle, die anderer Meinung sind, können durchaus anderer Meinung (und sogar im Recht sein), sollten sich aber bewusst sein, dass sie in diesem Film mehr sehen, als der Film anzubieten hätte.

Ich prophezeie: In ein paar Wochen, spätestens, Monaten wird kein Arsch mehr über Inception reden, weil er einem den Kopf einfach nicht wegzubomben wusste, so rustikal und martialisch sich das auch anhören mag.

Gruß
D. Cobb

@ D. Cobb:

zu "bei Inception geht es um fast gar nichts" -> Genau das ist der Witz an der Sache. Ich war froh, dass es hier gerade mal nicht um die Erlösung der Welt ging. Wobei du auch nur die vordergründige Geschichte erwähnst... soviel zum Thema "zwischen den Zeilen lesen"

zu "nicht glaubwürdig" -> Der Film funktioniert genau deshalb, weil eben garnicht erst der Versuch gemacht wird, die Technologie zu erklären. Jeder Versuch wäre peinlich...

Alles nur meine Meinung...

"Alle, die anderer Meinung sind, können durchaus anderer Meinung (und sogar im Recht sein), sollten sich aber bewusst sein, dass sie in diesem Film mehr sehen, als der Film anzubieten hätte."

...merkste was?

Penetrante Wiederholungen machen die Argumente auch nicht überzeugender...

8

Treffend bewertet!

6

Perfekt gemachtes Popcorn Kino aber eben doch nicht mehr. Nach einer Überlängepause war ich dann doch froh, dass der Film irgendwann vorbei war.

Als der Kreisel erklärt wurde (Totem?) war mir klar, dass der Film so enden würde. Dieses Ende fand ich nicht raffiniert.

6

@ Kalle

Man kann einen derart gehypten, groß aufgemachten und pompös angelegten, ja, selbst vom Regisseur beinahe schon übertrieben angepriesenen Film ja wohl kaum als "Witz an der Sache" verstehen, wenn er es nicht versteht, Belanglosigkeiten hintanzustellen und das Thema mit einer Kernsubstanz auszustatten, welches dem regelrecht Versprochenen gerecht wird. Und "Zwischen den Zeilen lesen" bedeutet nicht, Dinge zu sehen, die nicht existieren (nach dem Motto: "im Film geht's irgendwie um so gut wie gar nichts bzw. nur Einzelschicksale, aber hey, das ist doch mal was"), sondern die Zeilen so einander gegenüber zu stellen, dass man das Gesamtbild in seiner Ganzheit erfasst: Inception will viel mehr sein als es ist, d.h. mehr Schein als Sein!

Und der Film kann schon allein deswegen nicht "deshalb" funktionieren, weil (!) er nicht den Versuch macht, glaubwürdig zu sein, sondern genau aus diesem Grund funktioniert der Film definitiv nicht! Ich kann nicht einen Mainstream-Film, der in der Steinzeit spielt, ohne auch nur den Hauch zu erklären, warum dort einige Armbanduhren tragen, drehen und dann erwarten, dass dies ein guter Film ist oder gar ein Meisterwerk! Für einen Independentfilm oder für einen Film á la David Fincher oder David Lynch, deren Filme sich in ihrer Gangart völlig unterscheiden, mag das sogar okay sein, aber nicht für einen Film in der Aufmachung von Inception! Da funktioniert das einfach nicht! Die Technologie wirkt völlig, aber auch völlig übertrieben, weil nicht mal den Hauch eines Versuches gestartet wird, das Ganze ein wenig glaubwürdig rüber kommen zu lassen.

Aber jeder darf und soll natürlich seine Meinung haben und, hey, wenn du den Film so wahrnimmst, Kalle, kein Thema! Du nimmst ihn so wahr, das ist völlig i.O.! Was ich nur sagen will, ist: es gibt genug Gründe, es nicht so zu sehen! Es gibt aber auch sicherlich genug Gründe, es nicht so zu sehen, wie ich es sehe. Doch all das sind für mich ganz klar Indikatoren, dass der Film wirklich alles sein mag, wofür ihn die Leute halten wollen, aber - ich halte es wirklich noch mal fest - er ist definitiv kein Meisterwerk, und zwar noch lange nicht!

PS: Ich weiß, dass man sich "hierzulande" allgemein keine oder nur kaum Freunde macht, wenn man sich, na ja, "anmaßt", etwas ganz klar erkannt zu haben, aber dennoch bzw. genau aus diesem Grund möchte ich darauf hinweisen, nicht falsch verstanden zu werden: "Inception" mag ein guter Film sein oder auch nicht. Er mag inspirierend und zu neuem Denken anregen oder auch nicht. Aber ein Meisterwerk ist er eindeutig nicht, er kann gar kein Meisterwerk sein, dafür ist viel zu viel falsch gemacht worden. Und ich stelle auch hier wieder fest, der Hype trägt sogar bei vielen "echten" Kritikern dazu bei, dass sie nicht imstande sind, den Film doch mal etwas genauer "auseinander zu pflücken". Man muss auf keinen Fall meiner Meinung sein (6 von 10 Sternen), aber 10 von 10 Sternen, wie es bei wirklich vielen Online-Kritiken (nicht bei Filmszene!!) der Fall ist, ist einfach maßlos übertrieben: so gesehen finde ich die Filmszene-Kritik, auch wenn sie sich in einigen Punkten von meiner Betrachtungsweise unterscheidet, absolut angemessen! Aber so Urteile wie "Meisterwerk", "Der Film des Jahrzehnts", "Bester Film aller Zeiten", "am liebsten 11 von 10 Sternen" usw. sind für mich nur ein Hinweis für fehlende Objektivität oder auch Distanz! An dieser Stelle also ein dickes Lob an die Filmszene-Kritik.

Und zu guter Letzt: Lieber Kalle, dein Blickwinkel ist inspirierend, aber "merkste was?" zu fragen, klingt ein wenig arrogant, denn, ehrlich gesagt, ich merke gar nichts. ;-)

PS²: Wenn ich hier wirklich alle Punkte, die aus meiner Sicht bei Inception falsch gemacht wurden (nicht zuletzt die völlig belanglosen Schießerei-Action-Szenen auf der Straße, die dermaßen nichts neues bieten, wohin gegen die Schwerelos-Szenen durchaus gelungen sind, aber auch bspw. die Tatsache, dass diese kleine, dunkelhaarige "Maus" zeigt, was sie so komisches anstellen kann (Städte "umklappen" und so), diese Dinge in "Live-Traumszenerien" aber praktisch völlig fehlen, usw.), aufzählen würde, glaube ich ernsthaft, dass einige Online-Kritiken ihre Bewertung nach unten schrauben würden - alter Schwede, jetzt hab ich aber ganz schön arrogant geklungen, glaube ich; na ja, ich bin ja auch nur ein "Träumender".. ;-)

Dom Cobb

4

Ich stimme D.Cobb in allen Punkten zu.
Ein vollkommen belangloses Filmchen, welcher mit jeder Woche an Bedeutung verlieren wird, bis sich keine Sau mehr an "Inception" erinnern wird.
Ein Film muss MICH über allen Massen beeindrucken, wenn er als "Meisterwerk" gehandelt wird. Muss mich umhauen, mich zum weinen und zum Lachen bringen. Mich dazu bringen ihn mir noch hundert mal ansehen zu wollen weil ich das Gefühl habe viele versteckte Nuancen im Schauspiel, den Dialogen, im Witz und der meinerwegen auch der Action verpasst zu haben, aber NICHTS von dem hat "Inception" errreicht. Der Film ist dermassen übersichtlich, unlogisch und eindimensional gestrickt das ich absolut null Interesse habe mir den Schund nochmal zu geben.
Alle die schreien "Ah Inception ist sooo geil, haste den schon gesehen?!...Musste unbedingt sehen!", die haben sich ganz einfach mal von dieser tollen neuen Werbestrategie überrumpeln und einschüchtern lassen! Drecksfilm man!
Ich habe Fertig!
Danke! ^^

9

bester Film des Jahres - bis jetzt...

Anschauen lohnt sich!

Den pseudointerkeltuellen Scheiss hier mach ich nicht mit.
Rezension ist ok, Bewertung nicht.
Dank der Avatar-Bewertung ist dieses Bewertungssystem ohnehin hinfällig - schade...

8

Dieser Film hat es 148 Minuten lang geschafft, mich zu fesseln, wobei ich bis zum Schluss wirklich nur Spekulationen darüber anstellen konnte, wie er enden würde.

Zu loben wären ein origineller, im Hinblick auf das Ende sehr konsequenter Hauptplot inklusive einiger verspielter Details (Ariadnes Reise durch Cobbs Unterbewusstsein in Form einer Fahrstuhlfahrt, Arthurs Kampf in einem von kompletter Schwerelosigkeit erfassten Hotel) sowie interessante Charaktere, die ihre jeweiligen Aufgaben erfüllen und die Story durch ihr Handeln gekonnt aufheizen.

Popcorn-Kino von der feinsten Sorte, das durchaus nachdenkliche Untertöne aufweist und den Zuschauer zum nachdenken anregt. So eben, wie es ein guter - und ich meine hiermit, ein wirklich guter - Film eben tun sollte.

Das war's aber auch schon. Leider hat Christopher Nolan in seinem Film die Chance vertan, etwas wirklich Einzigartiges zu erschaffen. Die lobenswerten Ansätze waren ja an allen Ecken und Enden zu erkennen, nur deren radikale Umsetzung ist ihm leider nicht gelungen.

Christopher Nolan hätte seine Actionszenen an der ein oder anderen Stelle lieber stecken lassen sollen.

Begrüßt hätte ich vielmehr ein Ausbau der bereits erwähnten, fantasievollen Zwischeneinfälle, die ja durchaus vorhanden waren. Oder aber, das auf die Großschar der Darsteller und ihrer berührenden Figuren etwas mehr eingegangen worden wäre, was die Charaktereentwicklung, geschweigedenn ihre eigentlichen Hintergründe anging. Was dem Film an "Emotionslosigkeit" hier stellenweise vorgeworfen wurde, würde ich eher als eine sehr subtile Art des Gefühls auffassen.

Hier wird eben nicht ununterbrochen gekrischen, geflennt, geohrfeigt oder miteinander in die Kiste gesprungen. Emotionale Momente finden oftmals statt, werden aber eben nur vom Zuschauer, von "außen", wahrgenommen. Was den Film so berührend macht, sind wahrlich nicht die (leider viel zu kurz geratenen) Charaktere, sondern die Beziehungen, die sie untereinander pflegen, wie beispielsweise die Verbindung Cobbs zu Ariadne, die Annäherung Fishers an seinen Vater oder aber die Kooperation zwischen Saito und dem Rest des Teams.

Wäre man auf die von mir erwähnten Punkte näher eingegangen worden, hätte "Inception" ein Highlight des Jahrhunderts werden können. So ist es eben nur ein Highlight für den jeweiligen Abend, was ich aber auch annehmbar finde.

Ich kann jedem Zuschauer einen Blick in den Film nur empfehlen und würde auch von einem DVD-Kauf nicht abraten. Und für alle, die lieber meckern wollen: träumt weiter!

5

Mit Inception ist es wie mit allen Filmen von Nolan (Ausnahme Memento und mit Abstrichen Insomnia): super ausgestattet, nahmenhafte Charakterdarsteller aber am Ende sind einem die handelnden Personen ziemlich egal weil deren Profil zu eindemensional ausgearbeitet wird oder sie gar keins besitzen.

Dabei hatte ich mich echt auf eine neue (surreale?) Erfahrung gefreut. Ein Film mit einem spannenden Plot, vielleicht sogar ambivalenten Charakteren und, wenns noch reingepasst hätte, ein paar Wendungen oder Abzweigungen bis zum Showdown. Davon war leider im fertigen FIlm nix zu sehen. Die Träume haben so gar nix surreales an sich (wenn ich da nur an die Träume von Tony Soprano aus "Die Sopranos" denke! Man könnte stundenlang über deren Aussagewert diskutieren!) Und bis auf DiCaprio stehen alle anderen Mitstreiter dermaßen weit im Hintergrund, dass ich mich echt frage, warum man zuerst teilweise top Schauspieler verpflichtet (Pete Postlethwaite, Michael Caine, Ellen Page, Ken Watanabe) diese dann aber nur als Stichwortgeber einsetzt.
Abgesehen davon, dass der eigentliche Plot abseits der Liebesgeschichte kaum zu fesseln weiß. Naja, die Liebesgeschichte eigentlich auch nicht.

Fazit: Überbewerteter Film, mit bisweilen coolen Effekten aber leider schwachen Charakteren, die letztlich sehr beliebig und seelenlos daherkommen. So wie der ganze Film.
4 Punkte, auch weil die ersten 20 Minuten gut gelungen sind. Diese lassen erahnen, was möglich gewesen wäre.

9

In einem muss ich der Rezession recht geben: an Memento kommt der Film tatsächlich nicht heran. Trotzdem ist es einer der besten Filme der letzten Monate und um einiges besser wie die meisten Filme, die hier normalerweise mit 8 Augen bewertet werden. Wieso ToyStory3 besser sein soll als Inception, leuchtet mir ehrlich gesagt nicht ein.

2

Also, ich war auf Empfehlung am Dienstag in dem Film und muss sagen -
das war ja ganz, ganz großer Mist!!!!

Sorry, aber wenn ich den im TV gesehen hätte, hätte ich wohl nach einer halben Stunde abgeschaltet, aber im Kino gibt man ja die Hoffnung nicht auf, aber es wurde immer schlimmer!

War die Story, oder was man davon halten soll, schon in der ersten Hälfte des Films nicht besonders spannend, so flachte sie in der zweiten dann völlig ab. Was sollte denn das sinnlose Geballer in diesem Bunker im Schnee...? Und warum tauchte die Witwe des Hauptdarstellers immer wieder auf, was hatte sie mit der Sache zu tun? Eigentlich nichts, oder...?

Apropos Story: Worum ging's überhaupt? Ein Firmenerbe soll durch "Gedankenimplikation" von seinem Vorhaben abgebracht werden, weiter zu expandieren und soll als Konkurrent ausgeschaltet werden? So ein Quatsch!! Das Drehnuch hätte ich aber anders geschrieben.
Denen fällt wohl echt nix mehr ein und wenn die die Vorschau-Trailer gesehen habe, so schwant mir für die Zukunft auch nichts gutes: 75% Trickfilme, der Rest irgendwas "Mystisches" mit "Monstern" etc. Das Kino scheint echt im Niedergang zu sein...

Mal einen richtig guten Thiller hab ich schon ewig nicht mehr gesehen...

Der Film rangiert bei mir in der Top 5 der schlechtesten aller im Kino gesehenen Filme ziemlich weit vorn!

R.

Also ich bin enttäuscht von dem Ergebnis "Inception".

Bin mit echt großen Erwartungen ins Kino und bin enttäuscht!

Mir fehlte eindeutig das Besondere... Technisch echt super gemacht, keine Frage aber die spannung ging wirklich flöten durch den krampfhaften versuch de rHandlung noch zu folgen..

Emotional konnte mich der Film leider nur gern haben...nix, nichtmal ein wenig mitgefühl, aufregung oder sonst etwas.

Die Story ist super, die visuelle Umsetzung auch aber da fehlt eindeutig zu viel um ein ersteklasse Stempel aufzudrücken!

P.S. bitte unbedingt gut ausgeschlafen und nicht zu spät ins kino gehen, ANSTRENGEND!!

9

@ Ralf.

Also nix gegen Ihre Meinung, auf die haben Sie wie wir alle Ihr Recht.

Aber wenn man nicht mal kapiert hat, warum "die Witwe des Hauptdarstellers immer wieder auftaucht", dann... sorry... aber dann haben Sie wirklich überhaupt nix kapiert. War offenbar einfach nicht der richtige Film für Ihre intellektuelle Kragenweite.

Doch trösten Sie sich: "The Expandables" ist gerade angelaufen. :-)

9

Hey,
also ich fande den Film unglaublich nervenaufreibend und originell.

ich empfand das mit dem "Realist" und Träume richtig darstellen nicht so schlimm, weil es ja auch der Story dienlich sein muss! Man muss das ja erstmal kapieren auf welcher Ebene die sich wann befinden, da finde ich das nur richtig, die Ebenen so einfach wie möglich zu halten und vor allem unterschiedlich. Wenn es eine crazy-sich-immer-ändernde-city-welt gewesen wäre, immer und immer wieder, hätte man dem gar nicht folgen können. so hatte jede ebene eine eigene "CI" und die form folgte der funktion. ich erinnere mich da an den film "the cell" der ja nun völlig abgedreht, künstlerisch, fantasievoll und kreativ gestaltet war, aber wäre der film so gewesen hätte kein schwein die story verstanden.

dass man beim rausgehen aus dem film jetzt nicht so mega an realitätsverlust leidet liegt nicht daran dass der film nicht gut gemacht ist sondern dass man das ganze eben schon von MATRIX kennt, diese idee des sich einkoppelns in nicht reale welten und dort interagieren in äußerst kreativen selbstgeschaffenen umgebungen. das gabs eben leider schon, im grunde kann ich mir vorstellen kam christopher nolan überhaupt erst auf die idee als er matrix gesehen hat und das dies für sich interpretiert und weiterentwickelt.

mit sicherheit geht jeder zuschauer irgendwie anders ins bett und es bleibt etwas hängen so dass man etwas mehr auf seine träume achten wird...ich zumindest ;)
fande den film wirklich sehr gut, toller cast, eine crazy story und EIN charakterlicher tiefgang reichen wirklich aus. TOP! :)

9

*Ergänzung*
Warum wollen denn immer alle hier dass die TRÄUME surrealer aussehen?? Das sind doch konstruierte Träume von Leuten die WISSEN dass sie träumen und FÜR Leute die denken sollen dass das die realität ist. deshalb sind die eben nicht so wie in THE CELL oder hinter dem horizont, weil es absicht ist. ich würde dem regisseur da keine schwächen vorwerfen es dient der geschichte.

10

Inception ist intellektuelles Actionkino vom feinsten. Das Traum/Gedanken-Thema, das bereits in anderen hervorragenden Filmen (Total Recall, Being John Malkovich, Vergiss mein nicht) behandelt wurde, wird hier um eine neue Variante erweitert. Die Hauptfigur Cobb, ist durch den Tod seiner Frau traumatisiert und erinnert damit an den Charakter, den DiCaprio in Shutter Island spielte. Wie dort erzeugt der Film seine Spannung aus der Konfrontation des Hauptcharakters mit den dramatischen Erlebnissen seiner Vergangenheit, wobei Regisseur Nolan letztendlich deren Überwindung durch Cobbs Vereinigung mit seinen Kindern zum Höhepunkt und gleichzeitigen Endpunkt des Filmes gestaltet.
Bei der visuellen Darstellung der Traumwelten sind überwältigende Szenen entstanden, wie etwa wenn ein ganzes Pariser Viertel, unterlegt durch Hans Zimmers einhämmernden Sound, wortwörtlich auf den Kopf gestellt wird. Auch wenn die Träume zu sehr der Logik unterliegen und nicht alles erklärbar erscheint, so gehört Inception dennoch zu den besten Filmen des Jahres.

5

Der Film hat soviele Fehler, daß er eigentlich gar keine Handlung besitzt.
Macht doch mal den Test:
Was hätte Cobb seiner Frau sagen müssen, um sie davon zu überzeugen, daß sie in der Realität nicht in einem Traum ist? Daß der Traum längst vorbei sein müsste, da die Schlafenszeit trotz compounding irgendwann aufgebraucht ist? Daß keine Eile besteht, aufzuwachen, weil die Traumzeit ja aufgrund von compounding kaum reale Zeit verbraucht? Daß ihr jeglicher Beweis dafür fehlt, daß die Realität ein Traum ist? Daß sie laut Spieltheorie mit einem Selbstmord zu den Verlierern gehört? Daß ein Traum voraussetzt, daß sie irgendein funktionierendes Totem mitgebracht hat? Daß ein Traum voraussetzt, daß es eine Vorkehrung zum Aufwachen gibt, also z.B. einen getimten Kick? Daß man die Realität mit Willenskraft verändern können müßte, wenn es nur ein Traum ist? Daß der Realität das fehlt, was einen Traum definiert, nämlich die fehlende räumliche Schlüssigkeit, das Widersprüchliche, die Spielereien des Unterbewußten, das Groteske? Daß der Realität das fehlt, was laut Film einen Traum ausmacht, nämlich, daß man nicht weiß, wie man zur aktuellen Situation kam? Ist nun der hochintelligente Cobb zu blöd, darauf zu kommen? Ist seine hochintelligente Frau zu dumm, das zu verstehen? Der Film ist ein einziger wirrer Haufen unvereinbarer Widersprüche. Er hält sich nicht einmal an die eigenen, unlogischen Regeln.

@Nachdenkenloide
-SPOILER-
So wie ich den Film verstand, haben sich Cobb und Mal gemeinsam wohl häufig in den künstlichen Schlaf versetzen lassen. Dabei gelangten sie wohl über mehrere Traum-im-Traum-Stufen in die tiefste Traumebene, den Limbus, wo sie sich eine eigene Welt schufen und sich manchmal, nach dortigen Maßstäben, bis zu Jahrzehnten aufhielten. Irgendwann hat Mal innerhalb des Limbus ihren Totem, der sie stets daran erinnerte, dass sie sich in einem Traum befand, in einen Safe weggeschlossen. Das zeigt, dass Mal immer weniger bereit war, aus dieser Traumwelt zurückzukehren. Für sie wurde der Limbus zur Realität und die dort befindlichen Projektionen ihrer Kinder zu ihren wahren Kindern. Cobb pflanzte ihr daher den Gedanken ein, dass sich ihr Bewußtsein in einem Traum befindet, und das Verlangen, in die Realität zurückzukehren. Um Mal wohl schockartig zu beweisen, dass die Welt, in der sie sich befinden, nur ein Traumgespinst ist, führt Cobb mit Mal auch diesen Selbstmord aus, in dem sie sich gemeinsam auf die Gleise legen. Durch diesen Kick kehren sie in die Realität zurück. Doch durch die Inception nimmt nun Mal alle Bewußtseinsstufen, selbst die Realität, als Traum war. Sie versucht nun ihrerseits Cobb zu überzeugen, dass sie sich in einem Traum befinden. Das tut sie schließlich ebenso drastisch wie Cobb in der Zugszene im Limbus, in dem sie vor Cobb Selbstmord begeht. -
Wenn man in einen Film mit einer Portion fiction geht, sollte man sich auf die Fantasie des Regisseurs einlassen. Bei Inception akzeptiere ich es also, dass Menschen sich künstlich in solche Träume versetzen lassen können und das man die Traumwelt auch von außen architektonisch und durch Einfügen von Projektionen, also z.B. Personen, gestalten kann. Den von Cobb nicht verhinderten Selbstmord Mals nun als Hauptkritikpunkt des Films anzubringen, ist für mich daher nicht verständlich. Am Anfang des Films sagt Cobb, dass Gedanken wie ein Parasit sein können, also resistent und unauslöschbar. Cobb hatte Mal mit der Inception einen solchen Gedanken eingepflanzt. Ein solch festgebrannter Gedanke lässt sich durch keinerlei Appelle an die Vernunft mehr beseitigen. Insofern ist Mals Selbstmord die logische Folge dieser Inception.

6

zwei Dinge zum Anfang: 1) Der Film hat mich weder emotional noch mit den dort aufgegührten Logikspielchen umgehauen. 2) Der bisher besste Film des Jahres ist immer noch Kick Ass. :-D

ok, ich gehs mal Abschnittweise durch, sorry wenns etwas chaotisch wirkt:

SPOILER
Letztendlich weiss man viel zu wenig über Dom und Mal, als dass man wirklich Emotionen entwickelt. Ein paar tränenreiche Szenen helfen da auch nicht. Vielleicht ist ihr Problem ja sogar schon zu kopflastig, als dass man da so einfach mitfühlen kann.

Das "Einsatzteam" und die Art und Weise, wie in den Träumen gearbeitet wird, könnte jedem beliebigen Actionfilm entnommen sein. Schnell zusammengewürfelter Haufen an leicht schrägen Spezialisten soll eine scheinbar unlösbäre Mission erfüllen (die man mal eben als gar nicht so unlösbar ausdiskutiert). Das zum Schluss dann auch mit Maschinengewehren und ein paar schönen Explosionen. Die drei Traumebenen sind mir einfach nur wie drei Actionfilme in einem vorgekommen. Hat alles was vom A-Team oder einem Bond-Film. Es gibt sogar eine "Verkleidungszene". Lanweilig und so gar nicht kopflastig.

Der japanische Geschäftsmann Saito ist übrigends abgesehen von seiner Rolle als Auftragsgeber absolut unnötig für den Film und kommt wohl nur deswege mit auf die Mission, damit Watanabe etwas mehr (meist völlig verschenkte) Spielzeit hat. Seine Begründung, warum denn jetzt der Konzern unbedingt aufgespaltet werden müsse, hab ich irgenwie nicht richtig mitgekriegt. Scheint eh unerheblich zu sein.

Auch ich finde die Traumsequenzen ansonsten viel zu trocken und "realistisch". Da hätte man so viel mit fantastischen Elementen spielen können. In der "Matrix", die ja eigentlich noch mehr als ein Traum eine Wirklichkeit simulieren sollte, konnte sich eine hübsche Frau in einem roten Kleid in einem Augenblick zu einer Bedrohung verwandeln. Sowas schafft Atmosphäre. Auch wird am Anfang noch richtig schön, mit dem Traumwelten rumgespielt (Paris faltet sich zusammen), nur damit man erfahren darf, dass sowas im Ernstfall gar nicht erlaubt ist. Nur einmal hilft sich einer im Team mit einem Paradoxon aus einer kniffligen Lage. Mehr davon hätte dem Film gutgetan.
Praktisch völlig verschenkt wird die Idee, dass Cobbs Geister die Mission gefährden könnten. In jeder weiteren Traumebene soll es schlimmer werden? Ja von wegen. Es wird sooo schlimm, dass die anderen Trammitglieder bis zum Schluss kaum was davon mitkriegen.

Die Bildsprache: vieles sieht hier wirklich toll aus, aber manches ist dermaßen alt und eine millionmal durckgekaut, dass es einen nur kalt lassen kann. Cobbs verklärte Erinnerungen/Visionen von seinen Kindern. Glückliche Kinder, die unbekümmert und in slow motion im warmen Sonnenlicht auf einer Wiese spielen. Das ist ein so häufig gezeigtes Bild der glücklichen amerikanischen Familie, dass ich da emotional nur noch abgeschaltet habe. Nicht sehr einfallsreich.

Auch ich glaube ein paar Hinweise gesehen zu haben, dass auch die reale Welt bereits eine Traumwelt sein könnte. Aber im Endeffekt ist das irrelevant, man könnte es sich ohne Probleme in jede Richtung biegen und so jedes Ende des Films plausibel machen.

Übrigends: ganz zum Schluss schlingert der Kreisel. In den Zwischensequenzen, wo das Prinzip des Totems erklärt wurde hat sich der "Traum"-Kreisel aber perfekt gedreht. Ich gehe also davon aus, dass die letzte Szene in der Realität spielt. Trotz aller anderen Hinweise.

10

seit langem der beste film den ich gesehen habe. die kritik ist zwar sehr nett geschrieben, aber ich finde es zum beispiel sehr gut, das die traumwelten nicht so fantastisch sind. (wer fantastische welten sehen will soll sich parnassus anschauen.) so muss man immer aufpassen was real ist oder nicht. über mangelnde emotionalität kann ich mich nicht beklagen, vielleicht liegt es daran das ich eine frau bin, aber mich hat dieses "familiendrama" doch sehr bewegt. ich glaube außerdem, entgegen dem kritikschreiber, das es absicht ist das man genau erkennt in welcher ebene man sich befindet. vielleicht sollte man sich bei dem film generell mal die frage stellen in wessen traum das ganze spielt... ich finde man hat am ende das problem von mal und zweifelt. ich denke man sollte sich von diesem film nicht nur berieseln lassen. es ist nolans absicht die leute denken zu lassen sie hätten alles verstanden. memento war ein super film, ja, aber auch zu viel des guten... inception ist auch kein meisterwerk. ok. mit dem begriff bin ich eh vorsichtig. ich frage mich ob die leute hier dieses gefühl der kälte und emotionslosigkeit auch gehabt hätten, wenn sie nicht in der kritik gestanden hätte?! wieso wird hier eigentlich mit matrix verglichen? hier haben wohl einige den sinn für realität verloren... und seit bei einem film, in dem nur auf hohem niveau gemeckert werden kann nicht immer so geizig mit 9 oder 10 augen!!! auch diese vergleiche unter den verschiedensten filmen finde ich unangebracht. ein film hat dann 10 verdient wenn dieser begeistert hat und da ist es doch egal aus welchem genre oder was an dem film besonderes war. über so etwas subjektives wie filme kann man nicht streiten.

Nette Kritik, Herr Staake!

Dennoch zielen sie wie immer am Schwarzen vorbei. Ich kenne das Gefühl, wenn man der Meinung ist etwas ganz besonderes zu sein, weil man eine ganz besondere Meinung hat. Wenn man sich heimlich in Fäustchen lacht, wenn man sich die dümmlich erstaunten Gesichter der Filmszene@ Nutzer vorstellt, während des Lesens ihrer Kritik und des Betrachtens ihrer 8/10 Vergabe. Meinung hin oder her, bei ihnen gibt es meistens ein Haar in der Suppe und für diese arschgemeine Dreistigkeit verdienen sie meine Hochachtung.

Kritik: 1/10 : Schwache Argumentation

Simon Staake: 10/10 : Sie vertreten ihre Meinung! Das ist gut!

6

Es scheint mir ein wenig so, als ob der Hype der Anfangs um den Film gemacht wurde eine Aufregung im Vordergrund stand die dem Inhalt und der Machart des Films nicht gerecht werden.
Inception ist nicht "schlecht", aber hochgradig clicheebeladen, voller Längen, klobiger Dialoge, alberner "dramatischer" Zitate auf Agentenfilme und Telespiele, und am Ende dann auch noch eine gute Portion Kitsch.
Was aber am meisten aufstößt ist das ganze "behauptete Drama"... da werden existentielle Themen aufgemacht, aber nichts wird fühlbar, alles nur Schachfigur in einem arithmetischen Konstrukt, in dem Leute sterben und Leben nur weil das jetzt eben in einem Film so sein muß.
Bin sehr enttäuscht.
Matrix mochte ich damals nicht weil ich es doof fand, die ganze hochinteressante Prämisse auf Japan-Action abzuwälzen. (Jiu-Jitsu, ich lerne Jiu-Jitsu!?)
Inception dagegen ist irgendwie auf keiner Eben so richtig überzeugend.
Was der Film mit seinen Zuschauern macht ist diese "erschlagen"- mit erdrückender bombast-Musik, Komplexität der Erzählstruktur (teilweise nicht logisch), und dem anfassen grundlegender Lebensfragen, aber nur so als Versatzstück, ohne irgendwas erleuchtendes zu produzieren.
Man kann sich Inception schon anschauen, aber zu einem Film zum Thema "Träume" fehlt ihm einfach ganz klar die Poesie.

10

Der Film ist ohne Übertreibung einer der besten Filme, die je gemacht wurden - das ist bei den vielen Kommentaren sicher rausgekommen; dem kann ich nur beipflichten.

Aber die Kritik und diese geradezu strafenden 8 von 10 Augen des Kritikers sind irgendwie lächerlich. Wenn man den Film gesehen hat und dann diese Kritik liest (genau soherum habe ich es gemacht) wirkt sie total aufgesetzt und man spürt, dass es dem Autor nur darum zu gehen scheint, dass er auch an Meisterwerken noch etwas zu verbessern hat ...

6

nichts wirklich einmaliges oder besonderes, hab nach dem wirbel was wirklich geniales erwartet!

10

GENIAL !!

Und ja,seit Avatar kann man das Bewertungssystem
echt in die Tonne kloppen.

Genau Chris, dann gründe am besten deine eigene Moviesite und zeig allen, das deine Meinung/Bewertung zu 100 % mit der Meinung aller Kinobesucher übereinstimmt!

Leute die sich heute noch über die Avatarbewertung aufregen, sollte vielleicht zur Abwechslung mal wieder arbeiten gehn...

8

Respekt! Endlich mal eine tolle Kritik! Wolltet Ihr wirklich 10 Punkte?

4

So ein Drecksfilm Leute!
Ich begreif das einfach nicht! ^^

7

Sehr schade, dass aus der genialen Grundidee so wenig gemacht wurde. Die Träume sind überwiegend realistisch und deshalb ganz schön langweilig. Das Schneeszenario, das man in unzähligen TripleX- oder JamesBond-Filmen schon besser gesehen hat, völlig deplaziert. Und die Erwartungshaltung, die der Film beim Zuschauer dank der hervorragenden Musik und vieler guter Mimen kontinuierlich aufbaut, wird leider nie erfüllt. Ärgerlich das alles, weil so viel drin gewesen wäre.

9

SPOILER im Link!!

IMO beste Interpretation von Inception:

http://chud.com/articles/articles/24477/1/NEVER-WAKE-UP-THE-MEANING-AND-...

4

Hut ab - eine brilliante Kritik, Hr. oder Fr. Staake! Ich kann alle Kritikpunkte unterschreiben, würde allerdings noch weiter gehen: ich finde nicht, dass der Film gut erzählt ist. Gut erzählen bedeutet mitreißen, den Zuschauer so in die Handlung einzubeziehen, dass er alles um sich vergisst. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, in die Handlung einzutauchen oder gar mitzufiebern.
Die Handlung ist überhaupt nicht besonders komplex oder intelligent, vor allem aber hat Nolan überhaupt nicht verstanden, das was einen Traum ausmacht, einzufangen. Die Schnee-/Van-/Brückenszene war so unfassbar langweilig und langamtmig, dass ich es kaum ausgehalten habe. Ich wollte diesen Film lieben, aber jetzt möchte ich ihn lieber schnell vergessen.

5

Für mich ist der Film nichts Besonderes. Er wirkt zu verschachtelt, zu kompliziert (Traum im Traum Im Traum...). Nach 90 Minuten habe ich mich langsam aufs Ende gefreut. Definitiv kein Meisterwerk, was viele behaupten.
Die Spezialeffekte und die Kulisse sind im Film sehr sehenswert.
Für alle nicht Science-Fiction-Fans: der Film macht müde und ist schwer verdaulich.

8

Zunächst mal finde ich es wieder unverständlich, dass hier eine saubere Rezension von zahllosen anonymen Möchtegernkritikern zerrissen wird, ohne auch nur einen der Kritikpunkte überzeugend zu widerlegen.
Staake liefert hier nun mal fundierte Argumente. Dagegen mit dem eigenem Geschmack zu wettern hilft keinem. Seine eigene Meinung sollte zwar sehr wohl jeder heir frei äußern, dabei aber aber bedenken, dass eine echte Rezension gewisse Ansprüche erfüllt, die über Meinungen und Vorlieben (oder einen kurzen Kommentar wie diesen hier) hinausgehen.

Ich selbst stimme der Rezension im Groben zu, empfand die unterkühlte Atmosphäre des Filmes allerdings als gar nicht so störend. Auch dass außer Cobb keine Figur mehr Tiefe oder die Zielperson ein ausführlicheres Ende verdient hätte, war mir relativ egal. Dafür war mir der Film zu sehr Spektakel und Unterhaltung, als daß ich eine Tiefe der Figuren vermissen würde.

Welcher Punkt mir am ehesten den Film "vermiest" hat, ist besagte Fantasielosigkeit der Traumsequenzen. Da war weitaus mehr drin als eine verbogene Treppe oder umgeklappte Stadt. Ich hatte eher nonstop-Ereignisse wie der im Trailer gepriesenen Hotelflur-Szene erwartet.

Trotzdem ist, sofern man sie akzeptiert, die Grundannahme des Filmes unheimlich spaßig und gut. Die Idee vom Traum-im-Traum-im-Traum und das Herumfuhrwerken im Unterbewußtsein einer Person bietet einiges an Spielraum. Zu schade, dass das Ganze dann nur zu einer 08/15 Verfolgungsjagd, einem wenig überraschenden Agentenfilm und einer kleinen Militäraktion genügt.

Trotzdem bleibt der Film ganz klar ein teuflisch guter Film! Er ist unterhaltsam, fast durchweg spannend und verliert nach der ersten Hälfte nicht mehr an Schwung.
Überragend sind auch wieder die für Nolan typischen handwerklichen Punkte: klare, entweder einfach schön oder bombastisch inszenierte Bilder, einfach coole Momente und eine Story mit Köpfchen und ein paar Ideen, die dem ganzen einfach mehr Dichte und Spannung verschaffen, wie z.B. die feindseligen Projektionen oder Cobbs Schuldbewusstsein und dessen Auswirkungen.

Insgesamt ein Klasse Film für einen spannenden DVD-Abend und ich bereue es sehr, ihn damals nicht im Kino gesehen zu haben.

8

Dass ausgerechnet Herr Bogner (wenn er denn der echte ist) das simple Machwerk »Fire and Ice« in eine Reihe mit »Inception« stellt und gar vergleicht, ist an Arroganz nicht zu überbieten. Sicher hat Inception seine Schwächen und Längen, hat aber im Gegensatz zu »Feuer und Eis« oder dessen Nachfolger eine Geschichte zu bieten.

Ist das Ihr Ernst, Herr Bogner?

9

Exzellente Kritik! Ich bin ein Nolan-Fan, liebe reines "Gehirn-Kino" und daher mit 9 von 10 nicht ganz so streng.
Erwähnungswürdig ist m. E. noch die Filmmusik von Hans "Mainstream" Zimmer, "the dream is collapsing" finde ich wunderbar.

9

Nolan hat mich bisher nie enttäuscht. Inception mag kein Meisterwerk sein, aber dem Film merkt man seine Länge nicht an. Die Effekte sind 1A und der Plot clever (anscheinend für so manchen hier zu kompliziert). Der beste SciFi seit Matrix.

4

Ich begreifs nicht. (den Film schon ^^ so lompliziert iss er jetz nicht)
...Der Film ist so SAU-schlecht!

6

Monate nach Hype und Diskussion auf dieser Seite habe ich gestern Inception auf DVD gesehen und gehöre zu den Enttäuschten.
Man kann natürlich sowohl Sahnetorte als auch Currywurst und Haute cuisine lieben: Aber bitte nicht alles in den Mixer und dann 142 min. kleinheckseln.
Ich bekenne mich als Memento-Fan und konnte schon die Begeisterung für Dark Knight nur bedingt teilen.
Das tolle an Memento ist seine Reduktion auf die erzählerische Idee ohne allen tricktechnischen Schnickschnack. Das Muster einer verschachtelt erzählten Geschichte - in welcher Realität bin ich eigentlich, was ist Wachen, Träumen, Wahrheit, Selbstbetrug, verdängte Schuldgefühle, darf ich mich als Zuschauer mit dem Helden identifizieren und ihm trauen etc. - ist vom Konzept her ähnlich und hätte sich in dieser neuen Variante als Diebesgeschichte zu variieren gelohnt. Aber warum muss es dann pausenlos krachen, schießen, explodieren, bersten, als wären wir im Terminatorbondmatrix-Inkubator? Was nützen mir die "tollen" Settings und Effekte mit aufgefaltetem Paris und explodierenden Shogun-und Schnee-Schlössern, wenn diese zur eigentlichen Erzählung nichts beizutragen haben, sondern allenfalls meine Action-Animations-Schaulust befriedigen, die ich in anderen, dann aber entschlossen daraufhin durchgeführten Filmen durchaus gerne bedienen lasse?

Dass Di Caprio sehr wohl als schuldbeladener Ehemann und Vater zu überzeugen weiß, konnte man in Revolutionary Road sehen - aber hier geht es im Geflimmer und Geballer und SlowMotion und Animationsgeprotze einfach unter.
Die einzige nennenswerte "Traumszene" des Ganzen ist in der Tat der sekundenkurze Güterzug im Asphaltdschungel: Das wär' ja mal was gewesen, ein Actionkracher, der plötzlich seine eigenen Genreregeln bricht, wie's im Traum (oder From dusk til dawn, auch ein Meisterwerk!) halt so vorkommt: Aber das bleibt ein kurzer Lichtblick, und wir sind wieder zurück in der gemütlichen Actionkonvention gepflegter Verfolgungsjagden, in der die Guten immer, die schattenhaften Bösen nur ein einziges Mal und dann ohne dauerhafte dramaturgische Wirkung treffen (am Schluss isser ja wieder ganz gesund-oder?).

In der Tat, außer der im Kern interessanten Ehe-Schuld-Traum-Realitäts-Tragödie von Cobb haben wir es nur mit Pappkameraden zu tun, auch der Vater-Sohn-Konflikt der Herren Fischer ist doch so papieren, dass einem Dark Vader und Luke Skywalker wie differenzierteste Shakespeare-Helden vorkommen.

Apropos Shakespeare: In seinem "Sommernachtstraum" wollen ein paar Laiendarsteller unbedingt das ultimative Liebespaar-Schulddrama "Pyramus und Tisbe" aufführen, und der Chef der Truppe namens Zettel will alles, nämlich Held, Löwe, Mond, Wand etc. gleichzeitig spielen. Er wacht dann nachher mit einem Riesenkater und Eselskopf auf. Genau das ist Inception. Nolan-Zettels Traum, zuviel gewollt, die Backen aufgeblasen, und dann kommt ein Chaos-Sample statt ein starker Sound raus.

Macht nix, die Nachwelt wird sich an Memento erinnern (was bei diesem Film an sich schon kurios genug ist), und diese digital gehypte Luftblase zurecht vergessen.

10

Also für mich war der Film super, ich würde ihn mir immer und immer wieder anschaun.

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