Prestige - Die Meister der Magie

drama, usa 2006
original
the prestige
regie
christopher nolan
drehbuch
christopher & jonathan nolan
cast

christian bale,
hugh jackman,
michael caine,
scarlett johansson,
david bowie,
andy serkis, u.a.

spielzeit
128 min.
kinostart
04.01.2007
homepage
www.prestige-derfilm.de
bewertung


(9/10 augen)




 

 

 

 


 

 

"Schauen Sie auch genau hin?" Mit dieser Frage wird "Prestige - Meister der Magie" eröffnet, und man weiß, was zu tun ist. Ein Film über zwei rivalisierende Zauberer, der selbst wie ein Zaubertrick aufgebaut ist und bei dem volle Konzentration gefragt ist. Wer dem Magier auf dem Regiestuhl genau auf die Finger guckt, wird so manchen seiner Tricks erkennen und einen Teil des Prestige des Films vorausahnen können. Das Prestige, so erfahren wir vom alten Illusionserfinder Cutter (Michael Caine), ist der dritte Akt eines Zaubertricks. Der erste Akt ist das Versprechen, das Zeigen des Magiers eines normalen Gegenstands, der natürlich nicht so normal ist. Der zweite Akt wird die Wende genannt, bei dem der normale Gegenstand etwas Außergewöhnliches tut und die Zuschauer gesammelt nach dem Geheimnis dahinter suchen. Da sie dieses nicht finden, gibt es das Prestige, den schockierenden, oft lebensgefährlichen Schlussakt einer Illusion.
Und von der perfekten Illusion besessen, das sind zwei junge Zauberer im London Ende des 19. Jahrhunderts. Der aus armen Verhältnissen stammende Alfred Borden (Christian Bale) und Robert Angier (Huch Jackman), der sich trotz reichem Familienhintergrund als Zauberer einen Namen machen will, sind anfänglich nur freundliche Rivalen. Aber ein tragisches Ereignis lässt sie zu bitteren Feinden werden, deren Rivalität immer größer und immer erbitterter wird. Besessen vom Willen, besser als der andere zu sein und des Anderen Tricks zu durchschauen und durch eigene, bessere zu ersetzen, treiben beide Männer in einen gnadenlosen Wettstreit der Zauberer mit ungewissem Ausgang….

Christopher Nolan hat einen Film gemacht, der sich sowohl stilistisch - wieder gibt es verschiedene Zeitebenen und nicht-chronologisch gezeigte Ereignisse - als auch (und vor allem) thematisch problemlos in eine Reihe mit all seinen anderen Filmen stellt. Wieder geht es um Männer, die sich in Obsessionen stürzen, um ihr Leben besser oder zumindest erträglicher zu machen. Angier und Borden sind die Erben von Bill, dem fremde Leute beschattenden Schriftsteller in "Following", von Leonard, dem Rächer ohne Erinnerung in "Memento", von Dormer, dem ruhelosen Cop aus "Insomnia", und von dem mit der größten Obsession von allen ausgestatteten Bruce Wayne alias Batman in "Batman Begins".
Und wenn man einen kurzen Moment innehält, fällt einem auf wie ähnlich und doch verschieden Nolan und M. Night Shyamalan ("Sixth Sense", "The Village") sind. Sie sind zwei der besten Handwerker Hollywoods, deren Geschick in der Inszenierung herausragt. Sie hatten etwa zur selben Zeit ihren Durchbruch, jeweils mit einem sofortigen Klassiker. Und seitdem haben beide Männer systematisch mit jedem neuen Film einen thematischen roten Faden gesponnen, der ihr Werk immer zu denselben Themen zurückführt. Nur der künstlerische Erfolg, da trennen sich die Wege und Kurven. Denn während Shyamalan einem mit seiner Egomanie, seiner Humorlosigkeit und seinem bedeutungsschwangeren New Age-Mystizismus mittlerweile rechtschaffen auf die Nerven gehen darf, macht Nolan einen intelligenten, vielschichtigen, wunderbar anzusehenden Film nach dem anderen. Selbst sein schwächster, weil vom Mainstreamanspruch am stärksten korrumpierter Film "Insomnia" bot ja noch intelligente und im Vergleich zur Konkurrenz elegante Kinounterhaltung. Und mit "The Prestige" wird diese Reihe nahtlos fortgesetzt. Nolan bleibt seinem Thema treu - und seiner Klasse.

Auch aus einem anderen Grund liegt der Vergleich mit Shyamalan und dessen letztem Werk "Das Mädchen aus dem Wasser" nahe: Wie eben jener Film ist auch "Prestige" in gewissem Sinne ein Metawerk - ein Werk, das über sich selbst reflektiert. Wo aber "Das Mädchen aus dem Wasser" unverhältnismäßig plump und offensichtlich zu Werke ging, ist "Prestige" geschickter und erfolgreicher. Man kann dem Film sicherlich auch einfach auf der puren Plotebene folgen und auch entsprechend genießen - richtig interessant wird es aber, wenn man den Film und die Aktionen seiner Hauptdarsteller als Reflektion Nolans über sein bisheriges Schaffen liest. Denn was waren etwa "Following" oder "Memento" anderes als perfekte Spiele mit Illusionen? Spätestens beim Schlussmonolog der Figur des mysteriösen Lord Caldlow scheint es, als spreche der Regisseur Nolan durch die Figur zu uns übers Filmemachen. Es ist nur einer der faszinierenden Momente dieses ausgesprochen gelungenen Films.

Alles ist hier wieder erlesen, von der Besetzung der kleinsten Nebenrollen (so huscht Ricky Jay als Magier gerade mal ein Minütchen durch den Film und Piper Perabo verabschiedet sich auch nach kurzem Aufenthalt) über die prächtige Ausstattung bis hin zu den erlesenen Bildern, die Nolans Stamm-Kameramann Wally Pfister eingefangen hat. Und natürlich kann Nolan auch wieder auf sehr gute Schauspieler bauen. Von "Batman Begins" hat er gleich mal die komplette Bewohnerschaft des Wayne Manor mitgenommen: "Batman" Christian Bale und "Alfred" Michael Caine dürfen auch hier zeigen, was sie drauf haben. Besessen bis hin zur Psychose spielt sowieso kaum einer besser als "American Psycho" Bale, zudem darf er hier seine Rolle noch mit ordentlich düsterem Humor durchtränken. Als sein Gegenspieler macht sich Hugh Jackman auch ganz gut und überspielt mit seinem natürlichen Charme die Mängel beider Hauptfiguren.
Denn beide Magier sind ja im Grunde genommen nicht nur von ihrer Obsession mit der Illusion besessen, sie sind auch Teil davon. Weswegen sie seltsam kalt und emotionslos wirken, wie die Illusion eines Menschen denn wie wahre Menschen aus Fleisch und Blut. Zudem sind beide ja alles andere als Sympathieträger mit ihrer Arroganz, Egomanie und böswilligen Sabotage des Anderen, die letztendlich katastrophale Folgen haben. Tritt man dem Film und seinen Figuren also auf dessen eigenem Terrain gegenüber, machen vermeintliche Schwächen in der Charakterisierung schon wieder Sinn, denn Borden und Angier sind ständige Illusionisten, die auch sich selbst ständig als Teil des Schauspiels, als Teil der Illusion begreifen. Die emotionalen Folgen auf ihr Umfeld rücken "The Prestige" dann tatsächlich in die Nähe der klassischen Tragödie, in der Obsessionen zur Katastrophe für fast alle führen.
Scarlett Johansson, die sich wohl verpflichtet fühlt, in jedem Film mitzuspielen, den man ihr anbietet (sie war ja zumindest in den USA fast simultan in drei Streifen zu bewundern, neben diesem noch "Scoop" und "The Black Dahlia") bleibt hier im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen blass und wird auf ihren Schauwert reduziert. In der Obsession der zwei Hauptfiguren gibt es eben kaum Platz für unnötigen Ballast durch Frauenzimmer, auch wenn Johansson als Zauberer-Groupie Olivia durchaus eine wichtige Rolle zufällt.
Aber außer jener Wichtigkeit als Plotfunktion bleibt von ihr nicht viel hängen, da hinterlässt Rebecca Hall als Bordens leidende Ehefrau und emotionales und moralisches Zentrum des Films einen deutlich besseren Eindruck. Eindrucksvoll auch David Bowie, der nach langer Leinwandabwesenheit sein Comeback als Erfinder bzw. wahnsinniger Wissenschaftler Nikola Tesla gibt. Fernab seiner üblichen Flamboyance gibt Bowie Tesla als verschrobenen, einsamen, traurigen Mann, der an seine wissenschaftlichen Obsessionen gebunden ist wie Angier und Borden an die ihrigen.

Natürlich weiß man aufgrund des Machers und des Themas, das hier nicht alles so sein kann, wie es auf den ersten Blick scheint, und dies versucht der Film, der selbst den drei Akten der Illusion folgt, ja auch gar nicht zu verhehlen. Wenn es dann aber zum titelgebenden Prestige mit den entsprechenden plot twists und Überraschungen kommt, ist man entweder erstaunt - oder man hatte schon gewisse Ahnungen, die man nun abgleichen kann. Wer nämlich Michael Caines Rat folgt ("Schauen Sie genau hin"), besonders in Bezug auf eine relativ wichtige Nebenfigur, der wird eine der zentralen Mysterien des Films schon vor der Enthüllung lösen und dem Kinomagier Nolan ein kleines Schnäppchen schlagen können.
Das Vergnügen schmälert dies aber in keinem Fall, dafür ist die Geschichte viel zu schön umgesetzt, zu packend gespielt und zu sehr Teil seines Themas. Denn wie bei einem guten Zaubertrick weiß man ja nie: War's das jetzt oder kommt noch was? Sind alle Tricks enthüllt oder plumpst irgendwo noch ein Karnickel aus einem Zylinder?

Allerdings wird man als Zuschauer einen plot twist zumindest diskutabel finden, der die Geschichte um das Handwerk von Illusionen in die Nähe der Science-Fiction rückt. Oder vielleicht doch nicht? Ist dies vielleicht auch nur Teil der Illusion, Teil des Tricks? Dem "Prestige" gelingt etwas, was Mainstream-Filmen aus Hollywood selten gelingt: Noch Tage nach dem Abspann kann man den Film rekonstruieren, gewisse Interpretationen hin- und herschieben und sich überhaupt ausgiebig mit Film und Thema beschäftigen. Intelligente, fesselnde und absolut makellos umgesetzte Kinounterhaltung - das sieht man in dieser Kombination leider nur all zu selten und deshalb darf man dem "Prestige" gleich mal ein dickes Lob aussprechen und ihn küren: Zum ersten wirklichen Prestigeobjekt des Kinojahres 2007, bei dem Ansehen Pflicht ist.

S. Staake

 


Name: peter
Email: schon.wieder@vergessen.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

He, das klingt doch mal richtig cool. Wundert mich, dass hier noch keine Beiträge stehen. Jede Menge coole Schauspieler und ein Zaubererfilm (ungewöhnlich). Gab es so was schon mal?



Name: Lee Cooper
Email: cooperleecooper@yahoo.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ja sowas gab es schon ...und zwar exakt 2 Monate vor der Filmpremiere von "THE PRESTIGE" in den USA lief bereits der Film "THE ILLUSIONIST" mit Edward Norton und Paul Giamatti!Eigentlich unverständlich warum dieser grandiose Film noch nicht den Weg in die deutschen Kinos gefunden hat!Momentan scheint es in Hollywood IN zu sein "magisches" auf die Leinwand zu bannen!

Um zu Christopher Nolan's Film zurückzukommen...
Es ist eine Ansammlung von meinen bevorzugt-favorisierten Schauspielern!
Alle Elemente, die einen guten Film ausmachen, sind in "THE PRESTIGE" enthalten. Manche stechen nur mehr hervor als andere. Die einfach gezeichneten Charaktere enttäuschen zwar nur leicht, aber es wäre dieses Quäntchen mehr gewesen, das "THE PRESTIGE" von einem sehr guten Film zu einem Klassiker gemacht hätte. Im direkten Vergleich mit einem filmischen Meilenstein wie "Memento" kann "The Prestige" nicht ganz mithalten aber das braucht es auch auch nicht.Zur Feier des neuen Jahres möchte ich mal nicht zu kritisch sein und *nicht" Äpfel mit Birnen vergleichen *grins*

Nolans Film ist magisch,mystisch,verzaubernd und tiefgründig meisterlich!





Name: Lurtz
Email: Lurtz@Isengart
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich freue mich schon sehr auf dem Film.
Er ist mir schon als Trailer aufgefallen, allein wegen Christopher Nolan und Christian Bale die ja schon bei Batman Begins toll zusammengewirt haben.
Pflichtfilm, das weiß ich jetzt!



Name: VanCleef
Email: vancleef@yahoo
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

ich schließe mich Lee Cooper an.
Leider war die Rolle von Olivia Wenscombe hier zu schnell nichtig, wie oben schon erwähnt. Auf einmal tritt sie nicht mehr in Erscheinung, zwar ohne dass man sie groß vermisst, aber im Nachhinein...
Sehr empfehlenswert!



Name: rizla23
Email: wasined
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

leute, das neue kinojahr fängt gut an...ein grandios inszeniertes, filmisches vexierspiel wird hier geboten, ein echter nolan eben...wunderbar,hier zwei der talentiertesten schauspieler der neuzeit zu höchstform auflaufen zu sehen..batman vs wolverine ;-)..
ich möchte hiermit auch noch einmal auf den ebenso grandiosen "the fountain" mit hugh jackman hinweisen, der am 18.01. bei uns anläuft...



Name: bla
Email: blub
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Unbedingt anschauen!
Tolle Schauspieler, tolle Geschichte, tolle Erzählstruktur!



Name: klopfgeist
Email: tp@klopfgeister.com
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

zieht sich am anfang doch ganz schön..

kann aber auch sein, das ich ein wenig zu unkonzetriert gewesen bin..

die letzte stunde ist aber echt ein hammer vors hirn.

so, wie man es erwartet hat.

sehr schöner film.



Name: martin
Email: -
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Acht Augen, weil der Film durch seine dichte Handlung und die sehr gelungene düstere, vor Spannng knisternde Armosphäre zu fesseln weiß. Die Auflösung fand ich dagegen eher enttäuschend. Ich denke, Nolan hätte aus dem Konflikt der beiden mehr heraus holen können. Manches erschien mir (unnötig) unrealistisch, manches im Kontext des Films zu phantastisch, manches (vor allem die Auflösung)zu wenig originell. Der "Showdown" hätte Spektakuläreres bringen müssen. Deshalb: Filmische Umsetzung, Erzähldiche und Atmosphäre 10 Augen, Plot 6 Augen.



Name: Jane the Bane
Email: jellybane@web.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Tja, ich habe leider zu früh zu genau hingeschaut, so dass die Auflösung für mich (zumindest im Bezug auf einen der beiden "Meistertricks") keinesfalls überraschend kam. Ich hatte eigentlich die gesamte zweite Filmhälfte über erwartet, dass diese offensichtliche Lösung des Rätsels sich als Teil der beabsichtigten "misdirection" entpuppen könnte, so wie der "offensichtliche" Mörder in einem Krimi (der in der Regel nie der wahre Schuldige ist). Denn dafür wurde einem die in der Rezension erwähnte Nebenfigur dann doch *zu* oft *zu* deutlich unter die Nase gerieben.

Die Rolle, die der "verrückte Erfinder" Tesla spielt, finde ich hingegen recht passend, zumal dem historischen Nikola Tesla ja ohnehin so manche Erfindung nachgesagt wird, die man eher in einem Roman von Jules Verne erwarten würde. Der gute Mann behautete zum Beispiel in den 30er Jahren, einen Todesstrahl entwickelt zu haben, der über 200 km Entfernung Flugzeuge vom Himmel und Armeen in ein frühes Grab bringen könnte. Komischerweise hat sich dafür aber niemand interessiert, so dass der arme Kerl schließlich völlig verarmt starb und weitgehend in Vergessenheit geriet.

Dabei verdanken wir ihm z.B. den Wechselstrom.



Name: Hammy
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Könnt Ihr Honks nicht mal 'ne Spoilerwarnung voransetzen?



Name: Claus Bürvenich
Email: Claus.Buervenich@t-online.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Es dauert eine Weile bis der Film einen wirklich packt, aber das Warten lohnt sich dann in ganz großem Stil. Tolles Drehbuch, erstklassige Ausstattung, interessante Story und Erzähltechnik. Die Schauspiele sind klasse. Michael Caine wird im Alter immer besser und Christian Bales unbestrittene "dunkle Seite" macht ihn nicht umsonst zu einem genialen Batman-Darsteller. Aber auch Hugh Jackman zeigt das er das Zeug zum differenzierten Charakterdarsteller hat. Die Auflösung "zaubert" im fast wahrsten Sinne des Wortes schon eine Sixth-Sense-ähnliche Verblüffung, die auch nach dem Kinobesuch zu inzwischen selten gewordenenen Diskussionen verleitet. Hier lohnt sich durchaus eine genauere Betrachtung auf DVD, da viele Dialoge dann in einem anderen Licht erscheinen.



Name: Kiwi
Email: wdruschel161159@aol.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht: der Film fängt ein bisschen zäh an, und die verschiedenen Zeitebenen sind zunächst etwas verwirrend. Das ändert sich spätestens mit dem Auftauchen von Angiers Assistentin Olivia (zusammen mit Cutter geben die beiden ein total knuffiges Trio ab):"Prestige" wird von Minute zu Minute spannender und fesselt einen praktisch auf den Kinositz. Dabei ist die Auflösung am Ende so einfach, das sie schon wieder gut ist ...:)
Schade, das man sich nicht ein bisschen mehr Mühe bei den (im Grunde interessanten und sicher auch ausbaufähigen) Charakteren gegeben hat. Ansonsten: die Schauspieler passen super zu ihren Rollen, Kostüm und Kulisse stimmen auch.
@n Lee Cooper: wie du schon sagtest - hätte man den Charakteren ein bisschen mehr Tiefe verliehen, das Ding hätte ein Klassiker werden können. Trotzdem: echt sehenswert, unbedingt mal anschauen.



Name: peter
Email: h.a.l.l.o@hallo.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Boahh, komme gerade aus dem Kino... Hervorragend!
Ich weiß nicht wie es euch ging, aber am besten gefiel mir das Wechselspiel der Sympathien. Ich war zu Beginn mehr auf der Seite von Chritian Bale. Doch im Laufe des Films gleichen sich die Magier immer mehr an und die kriminelle Energie und Besessenheit nehmen Überhand. Auf wessen Seite steht man nun. Wer ist der Held ?
Gibt es einen Held ?



Name: Snakeeater
Email: test@test.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

ACHTUNG LEICHTER SPOILER!

So, nun hab ich diesen Klasse Film auch endlich gesehen und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Ein absolut spannendes Drehbuch, geniale Dialoge und das gewisse Flair des ausgehenden 19. Jahrhunderts machen "The Prestige" zu einem erstklassigen Start ins Kinojahr.
Warum dann keine volle Punktzahl? Die Auflösung um den Charakter Borden erscheint mir etwas zu leicht, man kam zwar nicht direkt hinter sein Geheimnis doch nach einiger Zeit wurde es immer offensichtlicher. Zumal man der Handlungsaufforderung Cutter´s ("Sehen sie genau hin") nach einigen gelesenen Kritiken vor dem ansehen sowieso mit Argusaugen nachkommt ;-) Zumal die "Maske" von Borden´s Assistent doch in den wenigen Einstellungen etwas
etwas "künstlich" aussieht. Da kann man aber dann wieder den Kompromiss gutheissen das weniger Hinweise eventuell dis Handlungsauflösung etwas unrealistisch und lächerlich hätte machen können.

Dennoch, ich bereue KEINEN Cent den ich für dieses Kinovergnügen ausgegeben habe, Nolan hat wieder geniales Kino gemacht und dafür kann man dankbar sein!

Btw, kann es sein das "The Prestige" mit sehr wenigen Kopien in die deutschen Kinos gekommen ist? Im Umkreis Aachen- Düren lief der Film in sehr wenigen Kinos. Wir haben den Film gestern in der UCI- Kinowelt gesehen, sehr kleiner Kinosaal...

In den oben genannten Regionen war es das einzige Kino welches den FIlm im Programm hatte. Im "Comet- Cinemas" in Düren wird der Film überhaupt nicht anlaufen. Vielleicht ist das aber auch nur ein Regionales Phänomen...

In diesem Sinne,

Gruß Snake




Name: Sebi
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Und dieser offenbar grandiose Film läuft bei mir so gut wie gar nicht in den Kinos und so konnte ich ihn bislang nicht sehen. Sind den alle Kinobetreiber verrückt geworden?



Name: Stan
Email: -
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

=== SPOILER ANFANG ==================

Dieser Text enthält Spoiler. Wer den Film also noch nicht kennt, sollte nicht mehr weiterlesen! Der anfängliche Trick mit dem Vogel lenkte mich auf eine Spur, von der ich nicht mehr herunterkam. Borden selbst nennt das Kind ein schlaues Kerlchen, da es den Trick mit dem Bruder durchschaut haben soll. Im weiteren Verlauf passte dann alles wie die Faust aufs Auge und der vergessene Knoten, die Bewunderung für den asiatischen Zauberer (der quasi sein Leben für die Zauberkunst opfert), die wechselnde Verhaltensweise gegenüber seiner Frau, der mysteriöse und schlecht verkleidete Erfinder Fallon und viele weitere Handlungen bestärkten dann den Verdacht, dass es sich um "egnilliwZ" handelt. Auch Angiers Tod konnte nicht wirklich wahr sein. Dass des Rätsels Lösung dann in die Science-Fiction abgleitet, war dann aber doch eher ein unfairer Trick. Ich dachte, dass gerade dieses offensichtliche Wissen über den Bruder der große Trick des Films sei, der dann am Ende über den Haufen geworden würde. Dass passierte aber nicht.

Filme von Nolan, Shyamalan und anderen Regisseuren, dessen Kern ein großes Geheimnis ist, haben ein großes Problem: Durchschaut man vorzeitig die Geschichte, ist die großartige Enthüllung am Ende, welche mit erklärenden Rückblenden und durchdringender Musik präsentiert wird, keine Überraschung mehr und man sitzt teilnahmslos und enttäuscht in seinem Kinositz. Die Geschichte, in die man viel Interesse und Emotionen gesteckt hat, die ganzen bedeutungsvollen und verschachtelten Puzzlestücke, das alles verpufft plötzlich.

Man kann als Regisseur sicher nicht verhindern, dass einem immer ein Teil der Millionen von Zuschauern auf die Schliche kommt. Und auch als Zuschauer kann man nicht planen, ob man hinter das Rätsel kommt oder nicht. Ich denke nicht, dass Intelligenz, cineastische Erfahrung oder besondere Aufmerksamkeit dies zu 100 Prozent beeinflussen können - Klick - es passiert einfach. Den Einen verblüffte Fight Club und The Sixth Sense und wurde wiederum bei Memento und The Village verärgert, über die doch so klaren Hinweise. Wie auch immer man den Film erlebt, die Diskussion danach bleibt nicht aus. Was hätte man anders machen müssen, damit man nicht drauf gekommen wäre? Hätte der Film auch ohne "plot twist" eine Chance, ein guter Film zu sein? Und genauso wird es auch bei "The Prestige" sein.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich war schon enttäuscht. Neben der frühen Ahnung bzgl. des Plots war auch die verschachtelte Erzählweise dieses Mal ungünstig gewählt, da man dadurch einfach keinen richtigen Zugang zu den beiden Hauptfiguren bekam. Die ganze Tragik der Obsessionen der beiden Zauberer verliert sich dadurch auch ein wenig und in den Vordergrund wurden Technik und eher oberflächliche Emotionen gestellt.

Im Nachhinein sehr interessant war die Rekapitulation der Geschichte von Alfred und Freddy, als sich herrausstellte, das ja einer der beiden weniger besessen war (er riet ja davon ab, weiter hinter dem Trick von Angier nachzuforschen). Auch die Duelle über die Tagebücher der beiden war einzigartig. Der Moment, als Angier die letzten Zeilen der Aufzeichnungen liest, war genial.

Fazit: Ein schöner Film, ein diskussionswürdiger Film, ein intelligenter Film. Und wäre ich mal bloß nicht so füh "drauf gekommen", gäbe es auch 10 Punkte.

=== SPOILER ENDE ==================



Name: Nats
Email: nats@stan.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

@Stan
Ich bin sehr bald im Film auf den plot twist gekommen und dennoch fand ich den Film wunderbar. Wunderbar, weil ich die Bestätigung meiner Ahnung suchte und weil der Film auch sehr gut inziert ist. Dadurch wurde meine Neugier niemals endgültig befriedigt und ich erlebte den Film bis zum Ende als äußerst spannend.



Name: Désirée
Email: -
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ich fand den Film echt klasse! Hab nur eine Sache nicht so ganz kapiert...: warum schickt Borden Angier zu Tesla nach Colorado? Wusste er von dieser Maschine,an der Tesla rumexperimentiert hat? Und wenn ja,dann wäre er ja blöd, Angier dahin zu schicken,damit dieser nachher auch einen tollen Trick hat. ???



Name: Spoiler
Email: -
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

SPOILER!
@Désirée: Teslas Maschine funktionierte seinen Angaben nach bislang ja noch nie. Jedoch brauchte er Geld, da er keine Förderung mehr bekommen hat und im Geheimen arbeiten musste. (Im Übrigen ein interessanter Subplot, dieses Obsessions-Duell der Meister der Elektrizität Tesla u. Edison). Borden wurde wohl auch von Tesla "reingelegt" und hat auch viel Zeit und Geld verschwendet.
Diese Enttäuschung machte er sich zu nutze und schickte Angier mit dem gefälschten Notizbuch und dem Hinweis zu Tesla, damit Angier sich am anderen Ende der Welt dumm und dusselig ärgert. Borden hätte wohl nicht gedacht, dass die Maschine funktioniert bzw. dass sie ganz anders funktioniert, als sie eigentlich sollte...



Name: priscilla2603
Email: priscilla2603@web.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

tja - gähn - egal wie toll die idee , die ausstattung, die schauspieler (michael caine!!)zuammengesetzt sind - habe mich ab der hälfte des films gelangweilt so dass ich beim plot nicht mehr wirklich interessiert war. ich war mittlerweile so abgetaucht dass ich alle hinweise und anhaltspunkte vergessen hatte das rätsel auf verschiedene arten zu lösen. die psychologie hinter den handlungen der beiden (3) hauptdarsteller bekommt zu wenig raum. trotz der langsamkeit und länge passieren manche dinge dann zu schnell - schlechtes timming. irgendwie ein oberfächlicher film. obwohl es mich keineswegs fesseln konnte 6 punkte für die optik.



Name: karlprall
Email: gehtdichnichts@an.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Pimmel.....guter film



Name: karl egon
Email: hall.wort@gmx.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

guter film, etwas verwirrend im dichten kopp



Name: A Lee
Email: xf1@arcor.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein Wahrlich Anziehender Film!! (Da hat man Batman und Wolverine glatt auf einen Streich!) Echt Ansehnlicher Film volle Punktzahl durch die tolle umsetzung eines der schwer verfilmbaresten Filmgenres !!!!!



Name: Waldelfe
Email: waldelfe7@hotmail.com
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Köstlich, wie hier sich alle an dem angeblichen "Twist" aufgeilen, obwohl es darum ja gar nicht ging. Aber egal, auch köstlich, immer wieder, solche pseudointellktuellen Kritiken (und die ganzen Hobbykritiker, die ihre achso wichtige Meinung in die weite Welt hinausposaunen müssen) zu lesen. Immer wieder aufs Neue einfach zum Lachen. Weiter so!



Name: Pseudointellektuelle Hobbywurst
Email: -
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Ooooh, die Waldelfe ist aus ihrem ach so dunklen Erdloch gekommen, um sich an uns Unwürdigen zu erquicken. Ich wusste gar nicht, dass ich meine unintelligente Hobbykritikermeinung in diesem öffentlichen Comment-Bereich nur nach vorheriger Absprache mit irgendwelchen Leuten (die sich Fantasynamen geben) in die Welt posauenen darf. (Wo ich jetzt nochmal die Comments durchging... wer geilt sich denn hier wo auf?)

Ich denke nämlich auch, dass der plot twist der Kern des Films ist, da der Rest des Films ohne viel Seele und Herz daherkommt. Beide Darsteller bleiben erstaunlich blass und ihre Konkurrenz, ihr äußerer u. innerer Kampf ist weitestgehend unspektakulär.

Und das Wortspiel mit "ach so" finde ich auch ganz toll, benutzen es doch immer die gleichen Wichtigtuer.





Name: staun
Email: sagschon.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

besonders "Pimmel.....guter film" und "guter film, etwas verwirrend im dichten kopp" sind hochpseudointellektuelle wortbeiträge, die sich pointiert mit dem thema plot twist beschäftigen und aus genauen, plausibel vorgetragenen recherchen resultieren. liebe waldfee das hast du scharf beobachtet. (nix für ungut jungs, weiter so...)und wenn du dann zu ende gelacht hast: worum ging es denn deiner meinung nach, außer dass alle anderen in diesem forum pseudointellektuelle vollidioten sind?



Name: Kleriker
Email: keine
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

@waldelfe: Also ich stimme mit deiner Meinung auch nicht überein. Sicher ist der Film auch ohne die Auflösung des großen Rätsels am Ende berauschend, stilvoll und spannend. Aber ohne diesen "Twist", wie es so schön heißt, wäre der Film auch nicht mehr das Wahre. Also erkläre bitte auch mir, warum es nicht um den Twist ging und von was der Film tatsächlich handelte. Danke.



Name: lohnt sich!
Email: fdö@gjfgj.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

sehr schöner film, sehr tricky ;-) und obwohl der film etwas vorhersehbar ist, hat er dennoch überraschende wendepunkte. definitiv der beste film z.zt. in den kinos.



Name: Dennis
Email: ---
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der Film ist einfach nur "wow"! Geniale Story!



Name: ally
Email: ally@bluemail.ch
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

der film ist genial! kompliziert zum teil aber sehr spannend bis zum schluss!!!



Name: ja
Email: auch
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

*** Achtung Spoiler***

sehr intelligenter film .. hab ihn in der englischen originalfassung gesehen. die große frage: die letzen paar szenen deuten auf ein "perstige" hin ... warum nochmal den sterbenden angier zeigen .. warum diese musik und dieses aprubte ende? ich kann mir nicht wirklich vorstellen das die lösung des rätzels science fiction sein soll ... wer weiß wer weiß .. hat jemand was beobachtet was die lösung des rätzels sein könnte ? gibt es gar kein rätzel? und warum mache ich mir über diesen film und dessen ende so viele gedanken ?