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Godsend

Godsend
horror-thriller , usa 2004
original
godsend
regie
nick hamm
drehbuch
mark bomback
cast
robert de niro,
greg kinnear,
rebecca romjin-stamos,
cameron bright, u.a.
spielzeit
102 Minuten
kinostart
8. Juli 2004
homepage
bewertung

4 von 10 Augen

Die Gene des Bösen

Befürchtet hatten wir es ja alle: Aus Genforschung und dem Klonen menschlicher Lebewesen kann nichts Gutes entstehen. Aber dass dabei gleich das männliche Äquivalent der Horror-Göre Regan aus "Der Exorzist" herauskommen würde, konnte ja nun wirklich keiner ahnen. Dabei war am Anfang alles noch so schön: Der gut aussehende Biologie-Lehrer Paul Duncan (Greg Kinnear) lebt mit seiner überaus attraktiven Frau, der Fotografin Jessie (Rebecca Romijn-Stamos), und dem gemeinsamen netten kleinen Sohn Adam (Cameron Bright) in einem wunderschönen Apartment in der hippen Großstadt. Doch das Glück der heilen Familie währt nicht lange: Einen Tag nach seinem achten Geburtstag kommt der Junge bei einem Autounfall ums Leben. Die Eltern sind untröstlich. Zeit für Robert De Niro als mysteriöser Dr. Richard Wells auf den Plan zu treten, ein Genforscher mit ebenso teuflischem wie eiligem Plan: Um den kleinen Jungen in angeblich komplett identischer Form neu zu schaffen, braucht er innerhalb von 72 Stunden Zellen aus dem Leichnam. Entsetzt wehren sich die Eltern zunächst gegen den Vorschlag. Doch der Kummer über den Verlust des Jungen und die Vorstellung, genau ihr Kind wiederzubekommen, setzen sich durch, und die Geschichte von eitel Sonnenschein beginnt mit Adam II scheinbar von vorn. Erst nach dem achten Geburtstag des Jungen, der bisher ungelebten Zeit sozusagen, beginnen merkwürdige Dinge zu geschehen. Adam bekommt Albträume. Er sieht Dinge aus "seiner" Vergangenheit, die er nicht sehen sollte. Etwas Dunkles und Böses hat von ihm Besitz ergriffen...

Bis die Gene des Bösen allerdings mal ausschlagen, vergehen lange, lange, sehr lange Filmminuten. Und auch dann stellt sich der Horror-Effekt nur ein, wenn das entsprechende Lichtspielhaus über Dolby Surround verfügt. Man erschrickt demnach mehr ob der Lautstärke als aus Spannungsgründen. Insgesamt liefert "Godsend" eine sehr vorhersehbare und phantasielos gestaltete Mischung in Anlehnung an Filme wie "The Sixth Sense" und "Der Exorzist".
Schuld an der ganzen Misere sind mit Sicherheit jedoch nicht die Schauspieler. Routinier und zweifacher Oscar-Preisträger Robert De Niro kann schon mal von vornherein nichts falsch machen. Auch als fanatischer Wissenschaftler mit dunkler Vergangenheit wirkt er überzeugend. Ebenso Greg Kinnear ("Unzertrennlich") als besorgter Vater, der dem Gen-Wizard Dr. Wells misstraut, oder Rebecca Romijn-Stamos (bekannt aus "X-Men" und zuletzt zu sehen im "Punisher"), die einfach nur um jeden Preis ihr Kind zurück möchte, werden ihren Rollen gerecht.
Das hilft indes alles nichts, wenn sich die Darsteller mit einem derart miesen Drehbuch herumschlagen müssen, das zudem auch noch das eigene Potential verfehlt: Das immer aktueller werdende Thema des menschlichen Klonens hätte durchaus Anlass zur Verwirklichung eines echten Horrorstreifens gegeben, faszinieren und ängstigen diese Möglichkeiten der Wissenschaft doch gleichermaßen. Nichtsdestotrotz - "hätte" ist hier das Schlüsselwort, denn stattdessen wandelt sich "Godsend" zu einer vermurksten "böses Kind"-Geschichte in der Tradition von "Der Exorzist" und "Das Omen", und endet so als ein sehr fader Horror-Thriller, den man auch im Juli schon getrost zu den schlechtesten Genre-Filmen des Jahres rechnen kann.

PS: Wer sich selbst wirklich das Gruseln lehren möchte, der werfe doch einen Blick auf die vermeintlich echte Website www.godsendinstitute.org.

Eva Herrmann

10

Also ich finde den Film hammer! Besonders Robert De Niro spielt Klasse!

10

Also der Film ist zwar Hammer! Aber dass Ende war ja voll Scheiße. Also:
Adam macht den Schrank auf.
Schaut Rein nichts da!
Dreht sich um
Kommt eine Hand packt ihn in den Schrank
Kommt der Vater Rein
Schaut auch in den Schrank.
Schließt den Schrank
Steht Adam Hinter Ihn.
Also ??? Ich habe dass Ende nicht Kapiert Ihr auch?
Der Regisseur konnte wohl dass Ende nicht Besser Machen.

6

hatte nach dem Film irgendwie ein komisches Gefühl im Bauch, was mir sagte: "Worum ging's eigentlich in dem Film? - Was wollte er aussagen?"

Genial find ich die vielen Schockszenen, bei denen gekonnt Spannung aufgebaut wird, bei denen aber wieder und wieder nichts als heiße Luft dahinter ist - parallel die scheinbare Story.

Man muss schon in die Tiefe gehen, um nen Interpretationsansatz zu finden.. Worum geht's bei dem Klonen? Es geht darum eine Kopie zu machen, vielleicht kein eigenes Wesen, sondern nur eine Erinnerung. Dreimal im Film, beginnt die Familie ein neues Leben in einem neuen Haus in einer neuen Stadt, aber wie die Schlussszene zeigt, die Erinnerung bleibt. Dass hier das Thema "Die Erinnerung verfolgt dich" auf der Folie des Klonens im Film verarbeitet wurde, spricht durchaus für einen guten Gedanke, nur leider wird hier mehr Augenmerk auf die horrormäßige Verfilmung gelegt und damit bleibt das eigentlichtliche Thema hinten vor :/

Dennoch, letztlich Repräsentationssache, kann gefallen, muss nicht!

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