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Collide

Collide
action-thriller , usa/deutschland 2014
original
collide
regie
eran creevy
drehbuch
eran creevy, f. scott frazier
cast
nicholas hoult,
felicity jones,
ben kingsley,
anthony hopkins,
joachim krol, u.a.
spielzeit
100 Minuten
kinostart
4. August 2016
homepage
http://www.collide-film.de
bewertung

4 von 10 Augen

collide 1Der junge Amerikaner Casey (Nicholas Hoult) ist nach einigen krummen Geschäften in Deutschland gestrandet, wo er mit seiner neuen Freundin Juliette (Felicity Jones) sein Glück zu finden scheint. Doch als Juliette für eine lebensrettende Operation eine größere Menge Geld benötigt, taumelt Casey wieder zurück in den Strudel aus Verbrechen und Gewalt. Er nimmt den Auftrag an, für den unberechenbaren Gangster Geran (Ben Lingsley) einen LKW voller Drogen zu rauben, gerät dadurch aber schnell zwischen die Fronten eines brutalen Schmugglerkrieges, mit dem Kartellchef Hagen Kahl (Anthony Hopkins) auf der anderen Seite. Mit List und Geschick windet sich Casey immer wieder aus der Falle und bekommt schließlich sogar Zugriff auf mehrere Millionen Dollar, die alle seine Probleme lösen könnten – so er denn die Nacht überlebt.
 

collide 2Mit „Collide“ kommt ein inhaltlich äußerst konventioneller wie andererseits völlig überzogener Action-Thriller gut zwei Jahre nach seiner Fertigstellung doch noch in die Kinos. Zumindest hier in Deutschland, auf dessen Straßen er tatsächlich auch gedreht wurde. So etwas ist immer noch bemerkenswert, denn wenn sich US-Studios ansonsten in bundesdeutsche Gefilde begeben, dann nutzen sie meist lieber die gut ausgestatteten Studiogelände in Babelsberg oder München und weniger die Landstraßen von Nordrhein-Westfalen, inklusive diverser Ausflüge in pittoresk anmutende deutsche Kleinstädte oder die Peripherie von Köln. Und all diese Schauplätze sind bewusst auch als solche zu erkennen und werden benannt, sie doubeln nicht etwa nur laut Handlung völlig anderswo gelegene Örtlichkeiten. Womit wir den originellsten Aspekt von „Collide“ auch gleich beschrieben hätten, denn wer das Grundkonzept von „Alarm für Cobra 11“ mal aufgeblasen auf Kinoformat und mit Hollywood-Stars veredelt erleben möchte, der hat hier nun die Gelegenheit dazu.

collide 3Die Besetzung kann sich in der Tat sehen lassen, seien es die Jungstars Nicholas Hoult („Warm Bodies“, „Mad Max: Fury Road“) und Felicity Jones („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) oder die beiden Veteranen Ben Kingsley und Anthony Hopkins, die sich bekanntlich nicht zu schade sind, auch mal mit überzeichneten Nebenrollen in eher trashigen Produktionen ihre Miete zu verdienen. Das gilt schon seit längerem vor allem für Ben Kingsley und der hat sich folgerichtig dann hier auch die abgefahrenste Rolle gegriffen und interpretiert seine völlig durchgeknallte Gangsterfigur mit sichtlicher Freude am Overacting. Zu Anthony Hopkins passt da der distinguierte, aber eiskalte Gentleman viel besser und außerdem kann er den auch problemlos auf Autopilot abliefern, was Hopkins dann hier auch tut. Spaß den Beiden zuzusehen hat man aber trotzdem bzw. lässt sich das dank der grundsätzlichen Fähigkeiten dieses Duos eben kaum vermeiden.

collide 4Die Geschichte selbst ist genauso kurzweilig wie haarsträubend geraten, realistisch ist hier rein gar nichts beim Ablauf des von vornherein völlig irrwitzig geplanten Coups. In einem derartig überzeichneten Umfeld mag dann auch keine echte Spannung aufkommen, die Einführung der beiden Sympathieträger ist zudem auch deutlich zu kurz und oberflächlich geraten um sich wirklich mit ihnen identifizieren zu können.

„Collide“ ist so passagenweise ein inszenierter „Unfall“ im wahrsten Sinne des Wortes – man fasst sich an den Kopf, schaut aber trotzdem immer wieder amüsiert hin wie es an allen Enden zischt und kracht. Ans große Vorbild reicht man dabei natürlich zu keiner Zeit heran, denn dieser Film ist halt nur ziemlich fast, aber keinesfalls furios geraten.

Volker Robrahn

Diese Art mit der immer

Diese Art mit der immer wieder versucht wird amerikanische Schusswaffen-'action' in deutsche Verhältnisse zu verpflanzen nervt ganz gewaltig.
Wenn sich die Amis dauernd abballern müssen ist das doch deren Sache, hier in D haben wir nunmal viel bessere Waffengesetze - Globalisierung und Deutsch-Amerikanische Freundschaft in allen Ehren aber müssen wir wirklich diesen ganzen Quark bei uns nachspielen?
Wen interessiert denn sowas?

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