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Blade Runner 2049

Blade Runner 2049
scifi-drama , usa 2017
original
blade runner 2049
regie
denis villeneuve
drehbuch
hampton fancher, michael green
cast
ryan gosling,
harrison ford,
jared leto,
robin wright,
sylvia hoeks,
ana de armas, u.a.
spielzeit
163 Minuten
kinostart
5. Oktober 2017
homepage
http://www.bladerunnerfilm.de
bewertung

9 von 10 Augen
Blade Runner 2049 - Poster

Hier ist er also. Der Film, auf den alle leidenschaftlichen Anhänger der Kino-Kunst in diesem Jahr gespannter gewartet haben als auf jeden anderen. Da kann Erwartungshaltungs-mäßig auch jeder neue Christopher-Nolan-Streifen einpacken - wenn nach 35 Jahren eines der größten Meisterwerke der Filmgeschichte fortgesetzt wird, dann ist jeder wahre Filmfreund ganz hibbelig vor Aufregung - und auch vor Nervosität, denn: Was, wenn sie es in den Sand gesetzt haben? "Blade Runner" ist ein heiliger Gral, nicht nur für das Science-Fiction-Kino (wer noch wissen muss, wieso, der sei auf unsere Gold-Rezension verwiesen), und von diesem überlebensgroßen Meilenstein eine Fortsetzung zu drehen ist ein bisschen, als würde man es wagen, noch ein neues Kapitel für die Bibel zu schreiben. Blade Runner 2049Die latenten Befürchtungen, die mit diesem Projekt verbunden waren, wurden immerhin etwas dadurch gemildert, dass Original-Schöpfer Ridley Scott (der diesmal lediglich als Produzent fungierte) die Inszenierung dem einzigen unter Hollywoods jüngerer Regie-Generation überließ, dem man das wirklich zutrauen konnte. Denis Villeneuve ("Incendies", "Prisoners", "Sicario") hatte sich spätestens mit seinem letzten Film, dem SciFi-Meisterwerk "Arrival" als würdig für diesen Job erwiesen. Und dass Original-Drehbuchautor Hampton Fancher trotz seiner inzwischen 79 Jahre auch wieder mit dabei war, ließ ebenfalls hoffen. Nun ist "Blade Runner 2049" endlich da, und durch die Kino-Gemeinde geht ein kollektives Aufatmen. Sie haben es nicht in den Satz gesetzt. Weit davon entfernt. "Blade Runner 2049" ist eine würdige Fortsetzung, ein Werk, das sich in keiner Weise vor seinem Vorgänger verstecken muss, und es verdient hat, von jetzt an im selben Atemzug mit seinem legendären Vorgänger genannt zu werden. 

Zum Inhalt indes sollen wir hier ganz offiziell so gut wie gar nichts sagen. Die Bitte seitens der Macher, wirklich gar nichts über den Plot zu verraten, ging sogar so weit, dass die Journalisten bei Betreten des Kinosaals für die Pressevorführung von einer persönlichen Nachricht von Denis Villeneuve auf der Leinwand empfangen wurden, über die Details der Geschichte absolutes Stillschweigen zu bewahren. Also verraten wir auch nur das, was aus der (sehr dürren) offiziellen Inhaltsangabe hervorgeht und sich aus den drei "Prequel"-Kurzfilmen ableiten lässt, die im Vorhinein online veröffentlicht wurden und Ereignisse zwischen dem Ende des ersten und dem Beginn dieses zweiten Teils abdecken (der erste, "Nexus Dawn", findet sich hier, mit Links zu den beiden anderen).

Blade Runner 2049Hauptfigur von "Blade Runner 2049", der dreißig Jahre nach dem Original spielt, ist der Polizist 'K' (Ryan Gosling), der wie sein historischer Vorgänger Rick Deckard als sogenannter Blade Runner entflohene Replikanten jagt, um sie "zur Ruhe zu setzen". Der Industrielle Niander Wallace (Jared Leto) hat inzwischen eine neue Generation von Replikanten geschaffen, die widerstandslos auf Befehle gehorchen und somit keine Gefahr mehr darstellen. Dadurch wurde die Technologie wieder erlaubt, nachdem die Herstellung von Replikanten infolge mehrerer gewalttätiger Aufstände der künstlichen Menschen zeitweise verboten worden war. Unter anderem sorgten die Replikanten 2022 selbst für den "großen Blackout", bei dem nahezu alle digital gespeicherten Daten auf der Welt verloren gegangen sind. Das macht nicht nur das Aufspüren der restlichen, im Verborgenen lebenden Replikanten der Vor-Blackout-Ära sehr schwierig, sondern verkompliziert auch enorm den neuen Auftrag von 'K'. Denn er stößt auf ein Geheimnis, das die Reste der Zivilisation in ihren Grundfesten erschüttern könnte, und dessen Lösung weit in der Vergangenheit liegt. In der Zeit eines gewissen, seit 30 Jahren verschollenen Rick Deckard...

Diese 30 Jahre sind nicht spurlos an der Welt vorbei gegangen, die schon in der damaligen Zukunftsvision des Originals ein Ort war, den jeder, der es sich leisten konnte, bereits in Richtung anderer Welten verlassen hatte. In "Blade Runner 2049" ist die Erde zu einer leblosen, von immer währendem Smog bedeckten Ödnis verkommen, wo ein Satz wie "Ich habe noch nie zuvor einen Baum gesehen" völlig normal zu sein scheint. Doch ebenso, wie Ridley Scott und sein Kameramann Jordan Cronenweth ihrer dystopischen Zukunftsvision anno dazumal einige der betörendsten und ästhetischsten Bilder abrangen, die das Kino jemals hervorgebracht hat, so schaffen es auch Villeneuve und sein skandalöserweise noch immer Oscar-ungekrönter Kameramann Roger Deakins, hier Szenerien und Panoramen zu entwickeln, die von ähnlich atemberaubender Schönheit und Eindringlichkeit sind.

Blade Runner 2049"Blade Runner 2049" denkt die Welt seines Vorgängers dabei in absolut meisterhafter Weise weiter, die visuellen Referenzen an Motive und Ausstattungsdetails des Vorgängers sind so zahlreich, das man sie kaum erfassen kann. Das Ergebnis ist ein absolut außergewöhnliches visuelles Leinwand-Spektakel, die kunstvollsten und großartigsten Bilder, die man dieses Jahr im Kino sehen kann. Weniger als das wäre für eine "Blade Runner"-Fortsetzung auch schlicht nicht genug gewesen, und man merkt diesem Film in jeder einzelnen Sekunde an, wie alle Verantwortlichen von der Kamera über Ausstattung bis zum Set-Design sich geradezu dahin gepeitscht haben, über sich hinauszuwachsen, aus tiefster Ehrerbietung für das Original und in vollstem Bewusstsein, dass ihr Bestes für diesen Film gerade gut genug ist. 

Doch nicht nur visuell ist "Blade Runner 2049" eine mehr als würdige Fortschreibung, auch auf inhaltlicher Ebene nimmt der Film die zentralen Themen und Motive seines Vorgängers kongenial auf und entwickelt sie weiter. Die Frage, was den Mensch eigentlich zum Menschen macht bzw. was einen künstlichen Menschen eigentlich noch von einem "echten" unterscheidet, wenn er oder sie doch genauso fühlt, ist hier von Beginn an präsent, nicht zufällig erstmals angedeutet in einer Szene auf einem Dach im Regen. Die Verlässlichkeit und Bedeutung von Identität durch Erinnerungen, die Frage, wann man einem Wesen so etwas wie eine eigene Seele zugesteht, und die unbedingte Sehnsucht wahrhaftig lebendig zu sein auch eines jeden künstlichen Wesens - all diese hochgradig philosophischen Motive setzt "Blade Runner 2049" aus seinem Vorgänger fort, auf teils betörende, teils tieftraurige, und immer sehr kluge Weise. 

Blade Runner 2049Der neue "Blade Runner" ist so kompromisslos in seiner Weiterführung von Stil, Motiven, Atmosphäre und Erzählweise des Originals, dass er sich auf geradezu spektakuläre Weise jeder Kommerzialisierung widersetzt. Wohl selten bis nie hat man einen Film gesehen, der derart teuer und aufwendig produziert wurde und sich keine Sekunde einem breiteren Publikum anbiedert, der seinen Zuschauern sogar auch nur eine einzige ausgedehnte Action-Sequenz verweigert. Es ist ein Film von Leuten, die das Original abgöttisch lieben, für Leute, die das Original abgöttisch lieben. Ein Blockbuster für denkende Menschen, nicht für die breite Masse. Und somit eine Multimillionendollar-Produktion, die es im Zweifelsfall billigend in Kauf zu nehmen scheint, an der Kinokasse genauso kolossal abzuschmieren, wie es das Original einstmals tat (bevor der Film dann erst im Nachhinein als das geniale Meisterwerk entdeckt und verstanden wurde, das er tatsächlich war). 

Der unbedingte Wille von "Blade Runner 2049", eine nahezu perfekte Fortsetzung (im wahrsten Sinne des Wortes) seines Vorgängers zu sein, wird es Nicht-Kennern des Originals aber auch schwer bis unmöglich machen, einen Zugang zu diesem Film zu finden. Zu viel wird hier vorausgesetzt, zu viele Details könnten auf den unbedarften Zuschauer irritierend oder gar inhaltslos wirken, die das kenntnisreiche Publikum als Referenz an den ersten Film zu lesen weiß (Stichworte: enervierender Psycho-Test, lose Augäpfel, Origami-Tier). Gleichzeitig setzt er seine Informationen so spärlich, dass man trotz der beachtlichen Laufzeit von über zweieinhalb Stunden schon durchgehend sehr konzentriert bleiben muss, um der Geschichte wirklich folgen zu können. Blade Runner 2049Diese lange Laufzeit ist eindeutig auch der Tatsache geschuldet, dass Villeneuve und seine Crew sich streckenweise zu sehr in ihre eigene Schöpfung verlieben und so sehr in ihren großartigen Set-Entwürfen und -Ideen schwelgen, dass das Erzähltempo im Mittelteil arg zu schleifen beginnt - obwohl es dem Film wahrlich nicht an Erzählstoff fehlt. Ganz frei von Schwächen ist "Blade Runner 2049" also nicht, die Augenfälligste von allen ist Jared Leto als Replikanten-Schöpfer und Quasi-Weltbeherrscher Niander Wallace. Mit einem saftigen Gott-Komplex und einem deutlichen Hang zu egomanischen Monologen augestattet, bleiben seine Szenen eigentlich nur als schwerfällig und etwas zu prätentiös in Erinnerung. 

Und trotzdem: "Blade Runner 2049" ist so ziemlich der beste Film geworden, den man sich erhoffen konnte. Ein überwältigendes, monumentales Werk von herausragender handwerklicher und inhaltlicher Brillanz, ein Film mit einem so unbedingten Eigenanspruch an die eigene Kunstfertigkeit und Erhabenheit, wie man ihn heutzutage in Hollywood wohl wirklich nur noch zustande bringt, wenn man sich ganz bewusst in Fußstapfen dieses Ausmaßes bewegt. Kann man sich vorstellen, dass auch in 30 Jahren noch über diesen Film gesprochen wird, und hätte er das verdient? Schlicht und ergreifend: Ja. 

Frank-Michael Helmke

Tolle Kritik! Da springt die

Tolle Kritik! Da springt die Begeisterung gleich über. Das Unmögliche scheint tatsächlich geglückt zu sein. Ích bin gespannt...

Ich habe Tränen in meinen

Ich habe Tränen in meinen Augen...ein schöner Abend...es...regnet(hoffentlich),
und ich werde mit meiner Frau ins Kino gehen und diesen Film geniessen.

Mit 17 Jahren habe ich Blade Runner gesehen und nie vergessen....jetzt bin ich 40 und werde
diesen Film hoffentlich genauso seelisch aufsaugen.

Ich war damals 16 im Kino,

Ich war damals 16 im Kino, jetzt bin ich 51.

SO gespannt war ich nur bei Star Wars VII - und der war gut, aber nur
fast eine 1:1 Kopie der Story aus Ep. IV.

Nach dieser Kritik bin ich wirklich aufgeregt.

"Und trotzdem: "Blade Runner

3

"Und trotzdem: "Blade Runner 2049" ist so ziemlich der beste Film geworden, den man sich erhoffen konnte"
AHA ... ich wage zu widersprechen. der Film macht einiges richtig. Aber er macht noch viel mehr falsch.
Glatte Optik kann das alles, was Blade Runner ausgemacht hat nicht ersetzen. Und nur weil optisch alles super
aussieht heißt das noch lange nicht das es ein guter Film ist. Aber heut zu tage reicht es schon, das ein Film
eine tolle Optik und viel CGI hat. Mir reicht das nicht. ich erwarte von einem Film mehr als das.

Ich liebe das Original und

10

Ich liebe das Original und hatte etliche Bedenken, was eine Fortsetzung angeht. Es gibt von P.K. Dicks Kumpel K.W. Jeter einige Fortsetzungsromane, und zumindest den ersten mit dem Titel "Blade Runner II" finde ich gar nicht so übel. Aber das filmische Sequel rollt einen ganz neuen Teppich auf und ist aus meiner Sicht - Villeneuve sei Dank! - zu einem Meisterwerk geworden mit einem ähnlich emotional aufgeladenen Ende... mich nimmt es jedenfalls voll mit.

In "2049" werden Fragen aus dem Vorgänger noch einmal verstärkt (Ab welchem Entwicklungs-Grad gesteht man Leben eine 'Seele' zu?) und um neue Facetten erweitert, die ich nicht spoilern möchte. Der Nachfolger ist kein Action-Reißer, sondern ein Film, der sich für seine philosophischen Aspekte Zeit nimmt, und der trotz seiner überwältigenden visuellen Kraft nicht das Massenpublikum ansprechen wird. Dafür ist der Plot zu gerissen und die Optik entgegen heutiger Sehgewohnheiten. Es gibt nur ganz wenige schnelle Schnitte. Wir haben es mit einer Detektiv-Geschichte zu tun, die tief bis in das Innerste des Protagonisten reist. Der Protagonist ist "Officer K" in Gestalt von Ryan Gosling; Gosling selber ist wahrscheinlich ein Replikant, der passgenau für die Rolle gebaut wurde ;-), genauso wie man sich nur einen Harrison Ford als Deckard vorstellen kann. Perfekt!

Der Soundtrack des Komponisten Vangelis trug maßgeblich zum Kult-Status des "Blade Runner" bei; ähnlich wie bei "Star Wars" ist die Musik zu einem Logo geworden - ohne den 'Yamaha' -spezifischen Sound kann ich mir keinen rennenden Klingenspringer vorstellen. Mit leichten Abstrichen gelingt es dem Team um Hans Zimmer & Benjamin Wallfisch sowohl vertraute Klänge anzuspielen, als auch neue Ideen einzubringen - das hört sich alles gar nicht schlecht an, aber mir als beinhart-eingefleischtem Fan fehlte mir da doch der gewisse sound-übertriebene Over-Kick à la Vangelis. Deshalb nur 9,5 von 10 Punkten.

...was soll ich sagen? Ich bin von der Fortsetzung begeistert und muss ihn mir ganz dringend noch ein zweites Mal im Kino ansehen. Ich habe ihn mir übrigens in 3D angesehen: Topp!!!

Der Film bietet ein

10

Der Film bietet ein beeindruckendes Kino-Erlebnis.

Als Kenner - aber "Nicht-Fan" des ersten Teils - hat mich dieser Blade Renner vollends begeistert.

Die Story ist schlicht genial - für mich hat sie es geschafft, dass der erste Film wie eine Art Epilog wirkt- nur gemacht um dieses Meisterwerk zu ermöglichen. Phantastisch!

Stimme der Kritik von Herrn Helmke weitestgehend zu - nur zur langen Laufzeit muss ich sagen: Ich habe jede Minute genossen (auch im Mittelteil)! :-)

Fast drei Stunden lang wurde

9

Fast drei Stunden lang wurde ich in eine fremde Welt gesogen. Auf der Habenseite: die Atmosphäre, ein wunderschönes Ende und ein Harrison Ford, der nicht nur zum Sprücheklopfen da ist, sondern sich mit dem Verlauf des Films immer harmonischer in dessen gesamte Handlung einfügt. Seit langem ein Film für den ich vielleicht noch ein zweites Mal ins Kino gehen würde, um ihn zu SEHEN.

Ein grandioses Stück Modernes

10

Ein grandioses Stück Modernes Kino. Fernab vom bunten "Baller-Popcorn-Kino". Die Längen sind gewollt und wirkungsvoll. Audio-visuell überragend inszeniert und eine absolut einleuchtende und logische Fortsetzung welches den ersten Teil sogar noch aufwertet.

Gute Fortsetzung Vorab: Blade

8

Gute Fortsetzung

Vorab: Blade Runner 2049 von Denis Villeneuve ist großartig und ihm gelingt, was nur wenige Fortsetzungen schaffen. Er zeigt großen Respekt vor dem Original, entwickelt dieses weiter und ist dennoch ein eigenständiges Kunstwerk. BD49 ist ein intelligenter visuell hervorragend inszenierter Sciencefiction-Film.

Dennoch hat er mich nicht so berührt wie das Original.

Ein Grund könnte darin liegen, dass ich deutlich älter geworden bin. Ridley Scotts Original hat mich als Jugendlicher auf allen Ebenen fasziniert. Die für mich völlig neue Ästhetik, die intelligente Handlung, der philosophische Hintergrund, die fantastischen Actionszenen, das extrem spannende Finale und ich habe mich natürlich in „Rachael“ verliebt.
Inzwischen habe ich viele weitere gute Filme gesehen, bin sicher schwerer zu beeindrucken und verliebe mich nur noch selten in die weibliche Hauptfigur.
Doch neben diesen eher persönlichen Gründen, gibt es auch objektive Gründe, warum die Fortsetzung nicht so wirken kann wie das Original.

- Die folgenden Absätze enthalten SPOILER -

Das Los Angeles 2019 war eine dreckige, düstere, aber lebendige Stadt mit sozial interagierenden Bewohnern. Man konnte sich wirklich vorstellen, dass diese Gesellschaft auch außerhalb des Kamerabildes existiert. Die Welt von BD49 besteht aus weit voneinander liegenden getrennten Einheiten. Die Menschen sind nur noch Staffage in einer toten Welt.

Das Original handelt von Charakteren, die einfach nur „Leben“ wollen. Leben mit seinen verschiedenen Aspekten: Freunde haben, Lieben, länger Leben oder einfach nur über die Runden kommen. Menschen und Replikanten wirken lebendig und haben nachvollziehbare Motive und Regungen. (Besonders die Szenen zwischen Pris, Roy und Sebastian berühren mich jedes mal wieder. Und ich habe den Film sehr oft gesehen.)
In BD49 gibt es kein soziales Leben. Der Einzige, der eine Beziehung hat, ist „K“, und zwar zu einer künstlichen digitalen (lebenden ??) Einheit, darauf programmiert ihm zu gefallen. Die Beziehung zu Joi ist das eigentliche Herzstück des Films.
Alle anderen Charaktere scheinen isoliert, ohne ein Leben außerhalb ihrer Funktion. Am menschlichsten wirkt noch der Farmer, doch auch er lebt allein weitab von allem Leben. Die wenigen „echten“ Menschen, wie die kühle Polizeichefin oder der mysteriöse Firmentycoon wirken künstlich.

Das „Überleben“ reicht diesmal nicht mehr als treibende Kraft der Protagonisten und der Handlung, es muss wieder mal eine Erlöserfigur sein, eine zukünftige Anführerin, die alles ändern wird. Es gibt eine geheime Rebellenorganisation mit dem großen Plan, die im Hintergrund die Fäden spinnt. Das persönliche Glück oder das Leben des Individuums ist gegenüber dem großen Ziel nichts wert und darf geopfert werden.

- SPOILER ENDE -

Das Los Angeles des Originals ist keine Welt, in der ich leben möchte. Doch trotz der Verschmutzung, der harten Lebensbedingungen und der Grausamkeit mancher Szenen waren die Bilder des Original unglaublich schön und berührend. In all der Düsternis gab es auch Wärme und Lebendigkeit. In Verbindung mit der grandiosen Musik von Vangelis könnte ich mir stundenlang nur die Bilder ansehen.
Die Optik der Fortsetzung ist ebenfalls beeindruckend und künstlerisch konsequent. Kameramann Roger Deakins verdient dafür den Oscar. Doch alles „Schöne“ dieser neuen Welt sind Hologramme, alles andere wirkt kalt und tot.

Das Alles ist wahrscheinlich sogar gewollt und intellektuell ansprechend. Aber emotional berühren kann mich der Film nur in wenigen Momenten. Der Film verfügt über phantastische Szenen, aber in den Rausch der Farben und Bilder des Originals konnte er mich nicht versetzen. Der Kampf des körperlich unterlegenen Deckards gegen die Replikanten war zudem deutlich spannender. Die Fortsetzung ist inhaltlich spannend, aber ein Thriller ist er nicht.

„Blade Runner 2049“ ist ein herausragender, absolut sehenswerter Film und eine würdige Fortsetzung, doch die Magie des Originals kann er nicht erreichen.

Ein wunderbarer Film. Eine

9

Ein wunderbarer Film. Eine Fortsetzung wie sie selten gelingt. Die Story und die Inszenierung schaffen eine Atmosphäre die dem Vorgänger sehr nahekommt. Alle Schauspieler sind passend besetzt, besonders hat mir aber Sylvia Hoeks als Luv gefallen, in ihrem Gesicht spiegelt sich absolut glaubwürdig das ganze Drama. Ansonsten auch Daumen hoch für den Soundtrack, der das Geschehen auch ohne Vangelis "Over-Kick" ;-) sehr effizient begleitet.

Ehrlichgesagt hat es mir

4

Ehrlichgesagt hat es mir nicht besonders gut gefallen.
In erster Linie versteh ich einfach nicht warum in Hollywood neuerdings in jeder Szene Leute abgemurkst werden müssen.
So als ob meschliches Drama garnicht existiert – alles muss immer in einem Kampf auf Leben und Tod enden. Sowas dummes, fand ich echt zum kotzen.
Sicher gibt es einige "gut gemachte" Comic-Momente, aber der Film hat teilweise auch solche längen und seltsame Wendungen dass ich mich ehrlichgesagt des öfteren unangenehm an Spielberg's "AI" erinnert fand.

Was bleibt – ein Film mit einigen guten Einfällen, mit meistens etwas ausführlicheren Szenen als der Durchschnittsfilm, aber auch mit einigen eher platten Parallelen an das Original - z.B. das Licht in Turrell's Firma im Original vs. die gelbe Beleuchtung in Niander Wallace's "Pyramide".

Überhaupt ist der Herr Wallace und seine Gehilfin einfach mal wieder viel zu einseitig böse geraten.
Mich haben auch de Matrix-Zitate gestört, in erster Linie in der Mode und den KungFu-Kämpfchen.

Mir hätte es besser gefallen wenn die Geschichte des Hauptprotagonisten nicht manchmal so stark zur Nebensache verkommen wäre, oft fallen irgendwelche Worte fast schon zwiscehn den Zeilen die dann alles ausmachen.

Sicherlich Lichtjahre besser als "Prometheus" oder "Alien: Covenant", aber heranreichend an das Original von 1982?
Sorry - kann ich echt nicht so zustimmen.

Joa, so umgehauen hat mich

5

Joa, so umgehauen hat mich der Film auch nicht, ziemlich langatmig, nette Futureworld dank CGI, story war ok aber nicht so der Burner . Für mich ein mittelmässiger Film, da war mir das Thema um Roboter wie Menschen in I Robot oder der 200 Jahre Mann wesenlich lieber und auch für mich war der erste Blade Runner besser.

Oh mann, für MICH war der

4

Oh mann, für MICH war der Film wie ein 3 Stunden Alptraum aus dem ich nicht erwachen konnte...
Nichts gegen die geniale Stimmung aus dem ersten Teil, aber das den ganzen Film quasi nonstop auf gezwängt zu bekommen fand ich sehr ermüdend.
Keine Frage , das waren gewaltige Bilder, aber gefühlt jede 10min den Kerl mit seinem Flugauto durch den Nebel fliegen/fahren zu sehen war schon...ebenfalls ermüdend.
Den "Endgegner" ,nicht sein Replikanten Babe, fand ich auch ziemlich blass, und kaum erklärt.
Ich habe mich echt auf den Streifen gefreut, ich liebe Cyberpunk und den ganzen Kram...Aber naja, 4/10 Punkten, für Effekte, die perfekte NERD Beziehung mit der Wohnung, die spärlichen Aktionsequenzen,die ersten 30 min und natürlich für Indiana Jones ;)
Am Ende blieben zwar die Meisten sitzen, ich weiß aber nicht ob das an dem "monumentalen" Film lag oder der viel zu laute Sound ihr Gehirne zu Brei verwandelt hat...

Was für ein Film. 3 Stunden

10

Was für ein Film. 3 Stunden allerbeste Unterhaltung für alle, die gute Dialoge und Tiefgründigkeit permanenter Action vorziehen. Trotz allen Kults dem Original gegenüber für mich sogar der leicht bessere Teil. Ein Meisterwerk.

Für mich KEIN VERGLEICH mit

4

Für mich KEIN VERGLEICH mit dem Original-Bladerunner!
Ein Hollywoodfilm von der Stange mit einem charakterarmen Bladerunner (Gosling ist ein so fürchterlich neutraler Schauspieler!).
Neun Punkte für dieses Kommerz-Machwerk zu vergeben halte ich für eine Respektlosigkeit gegenüber dem Kunstwerk des Originals...

Als Fan des Originals bin ich

9

Als Fan des Originals bin ich begeistert, die Rezension passt sehr gut, auch was die "Schwächen" angeht. Ein etwas höheres Erzähltempo wäre gut gewesen (was ich mir bei dem Regisseur jedesmal denke).

Als Fan des Originals bin

5

Als Fan des Originals bin ich... ehrlich gesagt wenig begeistert.

Klar, toll sieht das alles aus, keine Frage. Und ja, was das generelle Produktionsdesign des Films angeht und die Art und Weise wie er die Welt des ersten Films weitergedacht hat so ist das alles schon in sich stimmig.

Jedoch wirkt alles kleinteiliger, gewoehnlicher. Wo sich der erste Film mit ganz elementaren Fragen ueber das Wesen des Daseins beschaeftigt, geht es hier um unser Miteinander in Zeiten digitaler Zerrbilder, der Kommodifizierung von Koerpern, und anderen durchaus interessanten Dingen, die man allerdings alle schon einmal irgendwo anders besser verhandelt gesehen hat. Alleine die Tatsache, dass sich dieser Film anhand seines Plots entfaltet, und eben nicht lateral anhand der von ihm gestellten Fragen, offenbart, das diese Fortsetzung eben nicht in der gleichen Klasse spielt wie sein Vorgaenger.

Zu "Blade Runner" sah ich 1992 das erste mal und komme seit dem gedanklich wieder und wieder zu ihm zurueck. Wenn ich ueber dieses (wie erwaehnt wunderschoene) Fanfilmchen jenseits meiner persoenlichen Jahresbestenliste auch nur noch einmal wieder nachdenken sollte, waere ich doch durchaus ueberrascht.

Da aber hier, wie in grossen Studioproduktionen ueblich, bereits eine ganze Franchise mit 2 bis 3 neuen Filmen, Fernsehsendung und Videospiel angedacht zu sein scheint, waere es am Ende dann vielleicht aber doch nicht sooo ueberraschen.

Unterm Strich:
Sehr, wirklich sehr, schoen anzusehen. Das war es dann aber leider auch.

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