Interview mit "Einfach zu haben"-Hauptdarstellerin Emma Stone

von Volker Robrahn / 25. September 2011

Filmszene: Emma, nach kleineren und mittleren Rollen in "Superbad" und "Zombieland" ist "Easy A" nun zweifellos DEIN Film und vermutlich der Durchbruch in eine andere Liga. Und wahrscheinlich auch die größte Promotion-Tour, die Du bisher gemacht hast?

Emma Stone: Es ist sogar das erste Mal, dass ich dafür überhaupt mein Land verlasse! Und ja, wie es aussieht mögen sowohl die Zuschauer als auch die meisten Kritiker den Film. Für mich natürlich eine tolle Sache und definitiv meine bisher wichtigste Produktion, ich bin schließlich in fast jeder Szene zu sehen.

Woher kommt der Erfolg, was macht den Film so interessant und attraktiv?

Mir gefällt, dass unser Film nicht nur witzig ist, sondern auch ganz anders als die meisten sonstigen Teenie- und Schulkomödien. Er beschäftigt sich mit all den interessanten und seltsamen Dingen die so im Leben eines Teenagers vor sich gehen, mit Gerüchten aber auch der Kommunikation übers Internet. Aber vor allem sind es die nicht so völlig überzogenen und wundervoll ausgearbeiteten Figuren und der sehr seltene Glücksfall einer starken weiblichen Hauptfigur in diesem Genre. Das war es dann natürlich auch, was es für mich so reizvoll gemacht hat diese Rolle zu bekommen.

Auch weil es da Ähnlichkeiten zu Deiner eigenen Persönlichkeit gibt?

Zum Teil sicherlich. Mir gefällt sehr, dass es ja Olive selbst ist, die die Gerüchte streut und auch eine Zeit lang steuert. So zu manipulieren macht mir auch Spaß, auch wenn es im Film dann natürlich später aus dem Ruder läuft. Was ich dagegen nicht so gerne tue, ist Leute zu belügen.

Interessant ist dabei ja auch, dass Du dagegen mit nur 15 Jahren die High School verlassen hast und da bereits fest entschlossen warst Schauspielerin zu werden. Gab es je eine Phase des Bedauerns oder das Gefühl, vielleicht etwas verpasst zu haben?

Nein, ich kann da eigentlich kein Gefühl des Bedauerns entwickeln. Nicht nur weil es jetzt gut läuft und sich daher die Entscheidung gut rechtfertigen lässt. Ich war einfach immer absolut sicher, genau zu wissen was ich machen wollte. Woher diese Gewissheit genau kommt weiß ich zwar nicht, aber es gab eben auch nie eine Phase des ernsthaften Zweifels für mich. "Aufgeben" war jedenfalls nie eine Option und selbst wenn es mit den Kinofilmen vielleicht nicht geklappt hätte, würde ich trotzdem irgendetwas in dem Bereich machen, vielleicht Theater spielen oder selbst Stücke schreiben.

Stattdessen bist Du nun aber eine der "heißesten" jungen Frauen in Hollywood. Wie fühlt sich das an?

Dem stimme ich NICHT zu! Ist zwar sehr nett, dass Du das sagst, aber komm: Nächste Woche sitzt hier doch ein anderes Mädchen am Tisch, dem Du genau dasselbe erzählst (lacht). Nein, so "schlimm" ist es noch nicht mit dem Ruhm, dass ich mir darüber groß Gedanken machen müsste.

Euer Film ist voll von Anspielungen auf Teenie-Komödien der 80er Jahre, wie Ferris macht blau" oder "Say anything" mit John Cusack. Ganz ehrlich: Hast Du je einen John Hughes-Film gesehen?

Aber hallo! Alle, und das ungefähr eine Zillion Mal. Auch wenn das nicht meine Zeit war, so ist doch mein Vater ein riesiger Fan dieser Filme, und das hab ich dann mit aufgesogen und es einfach zu meiner eigenen Ära gemacht. Ich liebe die Leidenschaft vom "Breakfast Club" oder "Ferris".

Ist es richtig, dass Du im neuen "Spider-Man"-Film dabei sein wirst? Und wenn ja, in welcher Rolle? Es gab da doch einige Verwirrung, ob Du nun Mary Jane oder Gwen Stacy spielen sollst.

Ja, das stimmt uns es ist Gwen! Also die Blonde und das bedeutet, dass ich so dann tatsächlich mal zu meiner natürlichen Haarfarbe zurückkehren werde. Ich freue mich schon sehr darauf.

Es bedeutet allerdings auch, dass Deine Figur dann leider sterben muss, jedenfalls wenn man sich an die Comicvorlage hält.

Oh, ist das so? Aber ja vielleicht nicht gleich im ersten Film, hoffe ich mal. Ich habe gerade erst angefangen mich näher mit der Figur zu beschäftigen und werde daher dann demnächst wohl ein paar Comics lesen. Was, glaube ich, eine recht spaßige und nette Art der Vorbereitung werden wird.

Ich habe gelesen, dass Du als großer Comedy-Freund unbedingt einmal die berühmte "Saturday Night Live"-Show moderieren möchtest und das auch tatsächlich bald tun darfst?

Hab ich schon und zwar gerade erst letztes Wochenende! Das war einfach der Hammer und genauso toll wie ich es mir vorgestellt hatte. Allerdings weiß ich nun nicht mehr was ich in Zukunft noch tun soll. Nachdem ich mir diesen Traum erfüllt habe, gibt es eigentlich keine neuen Ziele mehr.

Sorry, das glaube ich Dir nicht.

Na gut, ich mach schon noch ein paar Filme. Eine weitere Komödie mit Will Gluck namens "Friends with Benefits", eine andere namens "Crazy, Stupid, Love" mit Steve Carell sowie eine etwas ernsthafteres Drama mit dem Titel "The Help". Und natürlich "Spider-Man".


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