Eine Nacht bei McCool's

komödie, usa 2001
original
one night at mccool's
regie
harald zwart
drehbuch
stan seidel
cast:

liv tyler,
matt dillon,
john goodman,
paul reiser,
michael douglas, u.a.

spielzeit
93 min.
kinostart
12.4.2001
homepage
www.onenightatmccools.com
bewertung

(7/10 augen)




 

 

 

 


 

 

Und wieder mal hat ein Übersetzer auf ganzer Linie versagt: Ohne auch nur einen Blick auf den Inhalt des Films zu werfen, wurde aus "One Night at McCool's" das zwar wörtlich korrekte, sachlich aber komplett falsche "Eine Nacht
Liv Tyler, Matt Dillon und ein Gegenstand mit
hohem nostalgischen Wert (aka Staubfänger)
bei McCool's" gemacht. Richtig wäre "Eines Nachts im McCool's", denn der amerikanische Titel versteht sich als typischer Beginn einer Anekdote, so wie "Es war einmal ..." ein Märchen eröffnet. Und McCool's ist auch keine Familie, sondern eine Bar. In dieser Bar arbeitet Randy (Matt Dillon), der außer einem ungepflegten Haus nicht viel sein Eigen nennt. In besagter Nacht trifft er, als er die Bar gerade dicht machen will, auf Jewel Valentine (Liv Tyler), eine Person, die genauso süß und naiv erscheint wie ihr Name, und natürlich mächtig viel Ärger bedeutet. Keine vier Stunden später hat Randy eine fantastische Liebesnacht hinter sich und eine Leiche am Hals. Die bezaubernde Jewel macht sich indes hausfrauenartig breit, beginnt das traute Heim nach ihren Katalogvorstellungen umzugestalten, und wird in ihrer unschuldigen Art schnell zum allgemeinen Objekt der Begierde: Der streng katholische Polizist Dehling (John Goodman), der die sich häufenden Verbrechen eigentlich nur untersucht, um Jewel möglichst oft verhören zu können, verfällt ihr ebenso plötzlich wie Randy's Cousin um zwei Ecken Carl (Paul Reiser), ein erfolgreicher Anwalt und ausgeprägter Lustmolch.
Der King wäre stolz auf ihn: Michael
Douglas beweist Mut zur Häßlichkeit
Diese drei Herren beichten rückblickend die Ereignisse einem Priester, einer Psychiaterin und einem Auftragskiller (göttlich: Michael Douglas als versiffter Bingo-Spieler mit Elvis-Tolle), so daß der Film zwischen drei verschiedenen Erzählperspektiven wechselt. Das ist indes nicht, wie in anderen Werken, dazu da, um die Relativität der Realität zu verdeutlichen, sondern ein äußerst gut durchgezogener Gag, der Jewel aus immer anderen Augen zeigt - mal als Lustobjekt, mal als anbetungswürdige Heilige - aber nie als das, was sie wirklich ist. Denn Jewel ist ungefähr so unschuldig wie O.J. Simpson, aber gesegnet mit einem Satz Augen wie einst Audrey Hepburn, mit dem sie die Männer nach Belieben verzaubert. Und so zeigen die wechselnden Perspektiven auch immer wieder auf, welchem Bock der jeweils andere Verehrer aufgesessen ist, während der nächste bereits in Vorbereitung ist. Den weit verbreiteten männlichen Irrglauben, daß sich Schönheit und Intelligenz bei einer Frau gegenseitig ausschließen, weiß Jewel gezielt und gewitzt auszunutzen.

"Eine Nacht bei McCool's" ist so etwas wie die schwarzhumorige Version von "Verrückt nach Mary": Eine Frau macht alle Männer wahnsinnig. Nur daß das
Heiße Frau und heißes Auto: So sieht
wohl eine Standard-Männerphantasie aus.
Traumobjekt es in diesem Falle faustdick hinter den Ohren hat. Liv Tyler, die perfekte Besetzung für Jewel, manipuliert die sabbernden Potenzbolzen um sich herum in grandios leichtfüßiger Weise und macht mit gezielt eingesetzten Reizen jeden zu ihrem Sklaven. Besonders John Goodman als an sich herzensguter Cop, der ein ganz heftigen Beschützerinstinkt entwickelt, leistet fantastische Arbeit, wenn er im Dialog mit einem nicht weniger erregten Priester versucht, sein Verlangen moralisch für seinen Glauben zu rechtfertigen.
Trotz der cleveren Struktur und dem kurzweiligen Witz hat "Eine Nacht bei McCool's" ein paar Hänger: Anfangs wird die Erzählperspektive von Carl zu
John Goodman und Paul Reiser möchten lieber nicht
erklären, wie sie in diese Situation gekommen sind.
stark vernachlässigt, so daß sich ihr Sinn erst spät erschließt. Die Zurschaustellung von Liv Tyler in knappen Klamotten, die ihre körperlichen Reize hervorheben, erklärt zwar die lüsternen Blicke der verwirrten Herren, wird aber doch ein wenig übertrieben. Und letztendlich ist der gesamte Film ohnehin nur ein einziges großes Setup für den zugegebenermaßen hervorragenden Schluß, wo sich in klassischer Shoot-out-Manier alle Beteiligten an einem Ort einfinden und ein paar gut gesetzte Überraschungen der Sache die letzte Würze geben.
Würden nicht so viele große Namen mitspielen, wäre "Eine Nacht bei McCool's" eigentlich ein überraschend gut gelungenes Independent-Projekt. Da Michael Douglas höchstpersönlich für die Produktion verantwortlich zeichnet, kann man indes wohl nur gratulieren, daß er einen wirklich unterhaltsamen Stoff gefunden und ihn mit der nötigen Publicity unterstützt hat. Entstanden ist so eine höchst amüsante Komödie, die mit leichter Ironie ihren schwarzen Humor nicht übertreibt und daher, trotz mehrerer Toter, nicht eine Sekunde aus der Rolle fällt.


Bilder: Courtesy of USA Films, Copyright 2001

F.-M. Helmke

 


 

Name: marc
Email: cinemarc@radio7.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Der Ktitik (s.o.) ist eigentlich wenig hinzuzufügen ...: trotz einiger Schwächen absolut sehenswert. Für alle Kinofreaks sind vor allem die vielen In-Jokes recht putzig (u.a. läßt auch Citizen Kane grüssen).

Was aber noch viel wichtiger ist, und falls sich der ein oder andere ungläubig die Augen reibt, weil der nette Film in "seinem" Kino noch nicht angelaufen ist: Der Verleih hat "Eine Nacht bei McCool's" auf 26. April VERSCHOBEN!!! Viel Spass beim Gucken.



Name: Tobias Haupt
Email: bob@haupt-film.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Trash von seiner besten Seite!
Solange man den Film nicht sonderlich ernst nimmt, und die herrlich überzogene Darstellung akzeptiert, wird man bestens unterhalten.
Außerdem ist die Handlung recht clever konstruiert.
Und wie Liv Tyler als fleischgewordene Phantasie der Reihe nach die Männer ruiniert, ist einfach zum Schreien.
Welcher Mann könnte da schon widerstehen?



Name: Dirk B.
Email: borg_drone@t-online.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Dieser Film wird einzig und allein durch Liv Tayler getragen. Und ob das bei allem was sie zu bietet hat ausreicht stell ich ernsthafft in Frage. Ich bin jedenfalls froh das ich mich gegen einen Kinobesuch endschied und würde am liebsten das Geld für die DVD wieder einklagen. Es gibt nun wirklich besseres..




Name: Homer
Email: thehomer@gmx.de
Bewertung:         (3 von 10 Digital Eyes)

Oh please! Warum werden "merkwürdige" Komödien eigentlich immer mit "Verrückt nach Mary" in Verbindung gebracht (war ja auch schon so bei "Very Bad Things")? Erstmal: besonders lustig ist der Film sicher nicht. Schwarzer Humor ist relativ - da lege ich den Maßstab bei Monty Phyton, und da schneidet dieses Filmchen wahrlich schlecht ab. Einzig Liv Tyler und Paul Reiser spielen ihre Rollen recht gut. John Goodman - so unkomisch wie nie zuvor, im Vergleich war er in "The Big Lebowsky" ja ein wahrer Slapstickkünstler *g*. Matt Dillon - ok, das war Mittelmass. Vom schleppenden Anfang bis Ende kann sich meiner Meinung nach der Film nicht entscheiden, ob er wirklich zum Lachen bringen will oder einfach nur wirklichen Ernst vermissen lässt - unkomisch versteht sich.
Satz mit X, das war nix!



Name: Heinz333
Email: Heinz333@gmx.at
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Der Film war durch und durch super ...



Name: Arnold
Email: arnold@arnold.arnold
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Whassup?



Name: kevin
Email: scoooooter2002@yahoo.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

lol...u got to love her :D



Name: PoiSoN
Email:
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

einer der Über-Filme, die man gesehen haben muss!
'Wasser trinken ist mir sogar die Zweitliebste Sache auf der Welt'
'und was ist deine liebste...?'



Name: andi
Email: downian@lycos.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

lyv tyler ist das highlight des films, beeindruckend attraktiv...aber sonst finde ich den film nur teilweise zum schmunzeln, obwohl die story recht einfallsreich ist.



Name: McCools
Email: keineE@mil.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

(10 von 10 Digital Eyes)



Name: majo
Email: majo.damm@yahoo.de
Bewertung:              (5 von 10 Augen)

also ich find liv tyler spielt supern genau der rolle entsprechend^^
durch sie is der film cool gworden naja liy tyler is einfach die besteeee..............i love youu soooo



Name: Joanne Tamara Staub
Email: joannetamara@web.de
Bewertung:                  (7 von 10 Augen)

Der Film ist einfach klasse. Muss zugeben, ich habe ihn mir nur wegen Liv Tyler angesehen. Aber Das das der Film sooo gut ist, wusste ich nicht. Na ja ... nun ist er einer meiner Lieblingsfilme.
LG
Staub <--- der Name ist nicht komisch, Leute!



Name: der Dude
Email: ...heut nich
Bewertung:                        (10 von 10 Augen)

Eine Nacht bei McCool's zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Liv Tyler ist eine Göttin, bei keiner anderen Schauspielerin könnte ich diese, bei den Männern hervorgerufene, Abhängigkeit nachvollziehen.
Meinen Humor hat er auch absolut getroffen, tief schwarz und sarkastisch, so hab ichs gern^^. Die Witze kommen beim ersten Sehen überraschend und beim zweiten fasst man noch die letzten subtilen Lacher auf.
Die männlichen Darsteller machen auch einen guten Job, allen voran Micheal Douglas.
Eine Nacht bei McCool's ist also absolut empfehlenswert und kann/ sollte durchaus mehrfach gesehen werden.



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Bewertung: von 10 Augen